Überwintern im Garten

Sobald die kalte Jahreszeit beginnt, müssen sich viele Wald- und Gartenbewohner einen Unterschlupf zur Überwinterung suchen. Im eigenen Garten bieten sich viele Möglichkeiten, um eine gemütliche Tierunterkunft zu schaffen. Mit einfachen Mitteln können Sie ein artgerechtes und sicheres Winterquartier für Igel, Vögel und Co. schaffen, damit Sie geschützt im Garten überwintern können.

Inhalt
  1. Welche Vögel überwintern in Deutschland?
  2. Kobel für Eichhörnchen
  3. Wie Insekten überwintern
  4. So übersteht der Igel den Winter

Der Winter ist die Zeit der Ruhe und der Erholung – das gilt nicht nur für uns Menschen, auch die Natur und ihre Bewohner ziehen sich zurück in ihr Winterquartier. Haben Sie Ihren Garten naturnah angelegt, so ist er selbst zu dieser Jahreszeit ein Paradies für Tiere, um geschützt vor Kälte im Garten zu überwintern, da er Igeln, Eichhörnchen, aber auch Kröten, Echsen und Insekten vielerlei Rückzugsmöglichkeiten bietet. Aber auch mit kleinen Veränderungen können Sie Ihren Gartenbewohnern helfen, gut und sicher durch den kalten Winter zu kommen.

 

Welche Vögel überwintern in Deutschland?

Nicht alle Vögel nehmen im Herbst Reißaus vor der drohenden Kälte. Amsel, Meise, Rotkehlchen, Zaunkönig, Feldsperling und Co. finden dann in dichten Hecken und Vogelkästen ein sicheres Winterquartier. Viele von ihnen sind den ganzen Winter über aktiv und verbringen ihre Nächte gern aufgeplustert in Baumhöhlen oder Mauernischen. Sehr beliebt sind außerdem dichte Hecken aus Rot- oder Hainbuche, die ihre trockenen Blätter auch den Winter über behalten und somit ein sicheres Versteck bieten. Und natürlich stehen auch die Nistkästen nicht leer: Haben die Zugvögel die kleinen Appartements geräumt, stehen schon die nächsten Interessenten vor der Tür – und dabei handelt es sich nicht nur um die kleinen Piepmätze. Auch Eichhörnchen, Siebenschläfer und Fledermäuse freuen sich auf ein neues und vor allem geschütztes Quartier. Damit sich Parasiten und krankmachende Keime aber nicht ausbreiten, sollte ein Vogelhaus einmal im Jahr gereinigt werden: Am besten nach dem Auszug der Zugvögel das Haus öffnen, leeren und mit einer Bürste ausfegen.

 

Kobel für Eichhörnchen

Auch Eichhörnchen beziehen einfache Holzhäuschen gern als Winterquatier. Das sonst so umtriebige Nagetier schlummert in der kalten Jahreszeit oft tagelang in seinem Kobel hoch oben in den Baumkronen – natürlich dick eingemummelt in seinen buschigen Schwanz. Ist das Nest des Nagers von Parasiten befallen, bezieht er auch gerne ein leeres Vogelhaus, um sich zu wärmen.

Gartengestaltung Eichhörnchen füttern
 

Eichhörnchen füttern

Bei Eis und Schnee finden Eichhörnchen nur wenig Futter: Mit Nüssen und frischem Wasser können Sie helfen

 

Wie Insekten überwintern

Nicht nur im Sommer bietet das Insektenhotel einer Vielzahl von Nützlingen Unterschlupf. Während des Winters verkriechen sich hier u. a. Marienkäfer, Florfliegen, Wildbienen und einige Schmetterlingsarten. In den unterschiedlich ausgestatteten „Zimmern“ finden zahlreiche Insekten über die Wintermonate einen warmen Unterschlupf. Viele von ihnen überwintern dort als Larve oder Ei und schlüpfen, sobald die Temperaturen im Frühjahr wieder steigen.

Wer sich nicht so viel Arbeit machen möchte, kann auch einfach ein wenig Laub im Garten liegen lassen oder als Pflanzenschutz im Beet verteilen. Darunter finden auch zahlreiche Insekten Schutz vor der Kälte.

 

So übersteht der Igel den Winter

Für ihren Winterschlaf suchen Igel ruhige und geschützte Unterschlüpfe wie Laub- und Reisighaufen, beziehen aber auch gerne spezielle Igelhäuser. Vor allem in Gärten sind die Laubhaufen häufig fein säuberlich sortiert – ohne stützende Äste und Reisig, wie es etwa im Wald der Fall wäre. Beim ersten Regen fällt der Laubhaufen in sich zusammen und die Igel drohen zu erfrieren.

Fotos: Fotolia

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