Rosmarin überwintern

Rosmarin überwintern: Geht das überhaupt? Der mediterrane Strauch wächst in der Natur schließlich hauptsächlich in warmen Ländern wie Portugal, Italien, Griechenland und der Türkei. Mit etwas Hilfe schafft er es jedoch auch in Mitteleuropa durch den Winter.

Rosmarin mit Schnee
Foto: foto-augenblick / Pixabay

Rosmarin ist nicht winterhart. Punktuell verträgt er Temperaturen bis zu -10 °C, über einen längeren Zeitraum reichen jedoch bereits Temperaturen bis -5 °C, um ihm gefährlich zu werden. Das sollten Sie bereits bedenken, bevor Sie den Rosmarin pflanzen. Je nach Region gehört er dann nämlich nicht direkt ins Beet, sondern in einen Topf. So können Sie den Rosmarin zum Überwintern flexibel in sein Winterquartier umsiedeln.

 

Wie kann ich meinen Rosmarin überwintern?

Rosmarin kann im Beet und im Kübel auf der Terrasse oder in der Wohnung überwintern. Vor allem junge Exemplare sollten Sie jedoch vorsorglich immer ins Winterquartier stellen, da diese selbst mit ausreichendem Winterschutz noch sehr anfällig sind.

Rosmarin überwintern im Freien

Im Beet darf Rosmarin überwintern, wenn er bereits älter ist oder wenn Sie in einer besonders milden Region wohnen, etwa dem Rheinland oder einem Weinbaugebiet. Besonders winterharte Sorten – wie Salem oder Hill Hardy – vertragen Temperaturen bis zu -20 °C und können daher in den meisten Regionen problemlos ausgepflanzt werden. In diesem Fall bekommt der Rosmarin einen gewöhnlichen Winterschutz auf Reisig und Jutesäcken, mit dem er problemlos den Frost übersteht.

Rosmarin im Schnee
Schnee ist für Rosmarin kein Problem und kann sogar eine zusätzliche Schutzschicht gegen die Kälte darstellen. Foto: Elsa / pixelio.de

Rosmarin im Topf überwintern

Rosmarin überwintert in milden Regionen problemlos im Topf an einem windgeschützten Ort auf der Terrasse oder auf dem Balkon. Bedecken Sie ab Oktober den Wurzelbereich mit Laub und Reisig und umwickeln Sie die Pflanze mit Vlies. Damit seine Wurzeln nicht durchfrieren, stellen Sie ihn auf ein Stück Styropor oder Holz.

Rosmarin überwintern in der Wohnung

Ist der Rosmarin noch sehr jung oder soll der Winter besonders kalt werden, räumen Sie ihn in sein Winterquartier. Ein wenig leichten Frost darf er vorher jedoch ruhig mitbekommen. Das härtet ab und tötet mögliche Parasiten ab. Sein Winterquartier sollte hell und maximal 10 °C warm sein. Ideal sind ein Gewächshaus oder ein unbeheiztes Treppenhaus.

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Im Notfall kann der Rosmarin dunkel überwintern, etwa im Keller oder in der Garage. Dann dürfen die Temperaturen aber nicht deutlich über 0 °C liegen. Dass der Rosmarin in diesem Fall seine Blätter abwirft, ist normal. Im Frühjahr treiben diese erneut aus. Ab März darf der Rosmarin dann wieder ins Freie.

Bei jeder Form der Überwinterung von Rosmarin gilt: Wenig gießen und nicht düngen! Staunässe muss auf jeden Fall vermieden werden, da das Wasser sonst gefriert und die Pflanze gar keine Flüssigkeit mehr aufnehmen kann.

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Rosmarin überwintern: Zurückschneiden?

Bevor Sie den Rosmarin überwintern, sollte er nicht zurückgeschnitten werden. Das schwächt die Pflanze nur und macht sie noch anfälliger für die Kälte. Im Frühjahr nach der Blüte wird er dann etwa zwei Fingerbreit über den verholzten Bereichen zurückgeschnitten.

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