Olivenbaum überwintern

Olivenbäume verbindet man mit dem Sommerurlaub in Griechenland, Spanien oder Italien. Wie schön wäre es doch, wenn man sich dieses Urlaubsfeeling direkt in den eigenen Garten pflanzen könnte? Aber wie bringt man einen sonne- und wärmeliebenden Olivenbaum bloß durch den Winter?

Inhalt
  1. Olivenbäume überwintern
  2. Ab wann Olivenbaum überwintern?
  3. Olivenbaum überwintern: Wie oft gießen?

Erstaunlicherweise ist der Olivenbaum gar nicht so anfällig für Kälte, wie man bei einer Pflanze aus dem Mittelmeerraum denken würde. Temperaturen zwischen -5 bis -10 °C steckt er locker weg. In milderen Regionen kommen die Bäume daher auch ohne Winterschutz gut klar. Ob im Kübel auf der Terrasse oder als ausgepflanzter Baum – ein Olivenbaum überwintern Sie problemlos auch in unseren Breitengraden.

 

Olivenbäume überwintern

Wie lassen sich Olivenbäume überwintern? Ob im Garten, auf der Terrasse, im Gewächshaus oder in der Wohnung, folgende drei Punkte sollten Sie immer beachten:

  • Temperatur: Auch wenn die Temperaturen im Durchschnitt über -10 °C bleiben, reicht bereits eine kältere Nacht aus, um den Olivenbaum in Verhängnis zu bringen.
  • Dünger: Vor der Überwinterung ist eine Düngung mit Kalium sinnvoll. Dieser fördert die Verholzung junger Triebe, sodass diese den Winter besser überstehen.
  • Gießen: Je kälter es wird, desto weniger sollte der Olivenbaum gegossen werden, denn bei kälteren Temperaturen verdunstet weniger Wasser. Die Folge: gefährliche Staunässe!

Praxistipp: Achten Sie auch auf das Herkunftsland. Ein Olivenbaum, der in Afrika oder Arabien heimisch ist, macht sich hierzulande natürlich schlechter als ein Exemplar, das auch natürlicherweise in Frankreich wächst!

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Olivenbaum überwintern im Freien

Ausgepflanzte Olivenbäume benötigen ganzjährig milde Temperaturen, die zumindest in den ersten Jahren nach der Auspflanzung mit hoher Wahrscheinlichkeit (weit) über -10 °C bleiben. Im Rheinland oder in Weinanbaugebieten stehen die Chancen, einen Olivenbaum zu überwintern daher relativ gut. In höheren Lagen sollte man allerdings von vornherein darauf verzichten.

Olivenzweig mit Oliven
Ein guter Winter ist entscheidend für einen gesunden Olivenbaum im Sommer. Foto: fox17 / fotolia.de

Für einen effektiven Winterschutz umwickeln Sie Stamm und Krone des Baums komplett mit Vlies. Den Wurzelbereich mit Laub, Reisig oder einer Jutematte abdecken. Von Bodenheizungen aus dem Handel sollten Sie eher die Finger lasse. Wird der Boden zu heiß, treibt der Baum mitten im Winter aus und ist dann viel anfälliger für Frost.

Praxistipp: Haben Sie einen jungen Olivenbaum im Garten und die Temperaturen fallen überraschenderweise unter -10 °C, zögern sie nicht, den Baum in einen Kübel umzutopfen. Das bedeutet zwar Stress für den Baum, ist aber immer noch besser, als ihn erfrieren zu lassen.

Olivenbaum überwintern im Topf

Der Vorteil, wenn Sie den Olivenbaum im Topf überwintern, ist die Flexibilität. Er kann lange draußen bleiben und nur an besonders frostreichen Tagen und Nächten ins kühle Winterquartier gebracht werden. Ansonsten stellen Sie ihn einfach an einen windgeschützten Ort. Seine empfindlichen Wurzeln schützen Sie, indem Sie den Kübel in eine mit Stroh gefüllte Kiste packen.

Olivenbaum im Kübel
Olivenbäume im Kübel können im Winter besonders flexibel überwintert werden. Foto: Hans / Pixabay

Der beste Ort, um einen Olivenbaum zu überwintern, ist ein unbeheiztes Gewächshaus, eine Garage mit Fenstern oder ein heller Hausflur. Er benötigt einen hellen Standort und Temperaturen zwischen 5 und 10 °C. Als absolute Notlösung kann auch ein dunkler Keller herhalten. Die immergrüne Pflanze wird dann jedoch vermutlich ihre Blätter abwerfen. Im nächsten Frühjahr wachsen diese dann nach. Zur Not können Sie auch mit einer Pflanzenlampe für das nötige Licht sorgen.

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Ab wann Olivenbaum überwintern?

Der Olivenbaum kann nach Bedarf ins Winterquartier gebracht werden. Wer jedoch nicht andauernd einen großen Baum hin- und hertragen möchte, kann den Olivenbaum ab November ins Winterquartier bringen und ab Mitte März wieder aussetzen und langsam an die Sonne gewöhnen. Die leichten Fröste, die es noch bis zu den Eisheiligen geben kann, stören den Olivenbaum nicht.

 
 

Olivenbaum überwintern: Wie oft gießen?

Der Olivenbaum liebt die Trockenheit. Dauernde Staunässe ist daher ein sicheres Todesurteil. Je kälter es nun wird, desto weniger Wasser kann verdunsten. Passen Sie die Wasserzufuhr daher an die Temperaturen an. Je kälter es wird, desto weniger müssen Sie gießen. Ist der Olivenbaum doch einmal zu nass geworden, wird er Ihnen dies mit gelben Blättern deutlich zu verstehen geben.

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