Jasmin pflanzen

Wer den herrlichen Jasmin-Duft jeden Tag riechen möchte, sollte im Garten Jasmin pflanzen. Aber duften wirklich alle Jasmin-Arten so gut? Und worauf muss man beim Pflanzen von Jasmin achten?

Jasmin pflanzen
Mit ihrem süßem Duft und den kleinen Blüten verzaubert Jasmin jeden Garten. Foto: iStock / Amphawan Chanunpha
Inhalt
  1. Jasmin: Wo pflanzen?
  2. Wann Jasmin pflanzen?
  3. Wann blüht Jasmin?
  4. Welche Jasmin-Pflanze duftet?
  5. Jasmin pflegen
  6. Jasmin schneiden
  7. Wie kann man Jasmin überwintern?
  8. Jasmin vermehren

Zarte, kleine gelbe, rosa oder weiße Blüten: Das ist die Pflanze Jasmin. Ursprünglich kommt die Zierpflanze aus den Tropen und bevorzugt daher ein feucht-warmes Klima. Mittlerweile betört sie aber auch unsere Gärten mit ihrem einzigartigen Duft. Egal ob echter Jasmin (Jasminum officinale) oder falscher Jasmin (Winter-Jasmin bzw. Philadelphus coronarius), hübsch anzusehen sind alle Jasmin-Arten. Doch nicht alle haben den einzigartigen Jasmin-Duft. Daher sollten Sie beim Kauf besonders auf die Sorte achten. Sie möchten Jasmin pflanzen? Dann erfahren Sie hier alles, was Sie wissen sollten. 

 

Jasmin: Wo pflanzen?

Jasmin kann man auch als Zimmerpflanze nutzen. Sowohl in der Wohnung als auch im Freiland bevorzugt die Kletterpflanze einen hellen und sonnigen Standort. Doch achten Sie darauf, dass sie nicht der prallen Mittagssonne ausgesetzt ist. Diese kann bei Jasmin zu verbrannten Blättern und Blüten führen. Falls Sie nicht den richtigen Standort finden, reicht dem Jasmin auch lichter Schatten. Ebenfalls wichtig: Ein luftiger Standort. Besonders als Zimmerpflanze benötigt Jasmin einen Raum der gut durchlüftet ist. So können Sie einen Schädlingsbefall vorbeugen. Im Freiland ist die Belüftung direkt gegeben.

Welchen Standort Jasmin bevorzugt und wann der richtige Zeitpunkt ist, um Jasmin zu pflanzen, erfahren Sie auch im Video:

 

An den Boden hat Jasmin nur wenige Ansprüche. Für Kübelpflanzen reicht eine normale Pflanzenerde. Der Winter-Jasmin mit seinen gelben Blüten wird meistens im Garten gepflanzt und blüht auch in sandigen Böden. Ein Substrat mit vielen Nährstoffen und wenig Kalk wird aber dennoch bevorzugt. Der pH-Wert des Bodens liegt am besten im sauren Bereich zwischen 4 und 6. 

 

Wann Jasmin pflanzen?

Wer Jasmin in seinen Garten anpflanzen möchte, sollte dies zwischen Frühjahr und Herbst machen. Die Monate Mai, Juni, Juli, August, September und Oktober sind dafür gut geeignet. Damit die Kletterpflanze schön ranken kann, setzen Sie Jasminum am besten direkt an eine Rankhilfe oder ein Spalier. Ab und zu müssen Sie dann die jungen Triebe um das Spalier leiten, damit Sie schön darum wachsen. Besonders wichtig ist das bei den langen Trieben des winterhartem Jasmin. Denn dieser besitzt keine Kletterorgane. Da Jasmin keine Staunässe verträgt ist eine Drainage wichtig. Dafür können Sie einfach Blähton unten in den Topf füllen. Damit auch die Erde durchlässiger ist, können Sie Blähton auch unter die Erde mischen.
Praxistipp: Da echter Jasmin nicht winterhart ist, sollten Sie diesen in Kübel pflanzen. So können Sie ihn in einem Winterquartier überwintern, sobald die Temperaturen bei -5 Grad Celsius liegen.

 

Wann blüht Jasmin?

Wenn die Pflege und der Rückschnitt richtig ist, blüht er den ganzen Sommer. Die Blütezeit reicht dann von Juni bis September. Nach der Blüte entwickelt der Jasmin rote Beeren, die sich anschließend violett verfärben. Doch Vorsicht: Wer die Pflanze falsch zurückschneidet, oder sie an einen zu warmen Standort mit wenig Licht überwintern lässt, riskiert eine ausbleibende Blüte. Wenn Jasminum nicht blüht kann es aber auch daran liegen, dass es eine ältere Pflanze ist. 
Praxistipp: Echter Jasmin (Jasminum officinale) enthält viele ätherischen Öle. Aufgrund dieser sind alle Pflanzenteile bei einer zu hohen Konzentration giftig. Deswegen sollten Sie auch bei der Pflege Handschuhe tragen.

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Welche Jasmin-Pflanze duftet?

Nicht jede Jasmin-Sorte verströmt einen betörenden Duft. So hat z.B. der falsche Jasmin nur einen sehr dezenten Duft. Besonders stark duftend sind die Blüten des Arabische-Jasmin (Jasminum sambac). Auch der echte Jasmin verströmt einen süßen Duft. Allerdings ist dieser nicht so stark wie die duftenden Blüten der arabischen Sorte.

 

Jasmin pflegen

Die Pflege der Pflanze ist sehr einfach. So lange die Pflanze an einem hellen Standort steht, können Sie fast nichts falsch machen. Besonders in heißen Sommermonaten sollten Sie auf das regelmäßige Gießen achten. Das gilt für die Zimmerpflanze aber auch für die Primel-Jasmin (Jasminum mesnyi) im Garten. Während der Wachstumszeit braucht die Pflanze viele Nährstoffe. Daher sollten Sie die Jasmin-Pflanze zwischen Juni und September etwa alle 1-2 Wochen düngen. Gerade für Kübelpflanzen ist ein Flüssigdünger geeignet, der einfach in das Gießwasser gegeben werden kann. In den Wintermonaten muss die Pflanze nicht gedüngt werden. Dann braucht Sie auch weniger Wasser. Doch lassen Sie die Erde niemals komplett austrocknen. Das mag die Pflanze genau so wenig wie Staunässe.

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Durch die ständige Wasserbeigabe verliert das Substrat schnell an Qualität, da die Nährstoffe ausgewaschen werden. Damit Ihre Zimmer-Jasmin und auch die Jasmin-Pflanze im Garten weiterhin schön blüht, sollten Sie sie jedes Jahr umtopfen. Wenn Sie das nach der Überwinterung machen, können Sie der Pflanze auch einen neuen Rückschnitt geben.
Praxistipp: Auch bei Liebenswert finden Sie wertvolle Tipps zur Pflege der Jasmin-Pflanze >>

 

Jasmin schneiden

Jasmin verträgt einen Rückschnitt sehr gut. Theoretisch ist der Zeitpunkt egal. Aber am besten schneiden Sie die Pflanze nach dem Winter, nach der Blüte, wenn Sie vertrocknete Triebe finden oder einfach zur Verjüngung. Winter-Jasmin sollten Sie nicht im Herbst schneiden. Beim falschen Jasmin ist ein Rückschnitt auch nicht jedes Jahr nötig. Alle zwei bis drei Jahre nach der Blütezeit reicht aus. Beim Schnitt der Jasmin-Pflanze kürzen Sie etwa ein Viertel der alten Triebe, die dicht über dem Boden sind. Auch neue Triebe, die dicht am Boden wachsen, können Sie schneiden. Kranke Triebe sollten Sie immer direkt entfernen. 
Praxistipp: Alte Triebe erkennen Sie an der rauen Rinde. Junge Triebe sind glatt und bilden im nächsten Jahr Blüten.

 

Wie kann man Jasmin überwintern?

Die verschiedenen Arten des Jasmin gehören nicht alle zur Gattung der Jasminum. Dabei erwartet man das doch, wenn eine Pflanze so heißt. Besonders beim Thema Jasmin überwintern sollten Sie also wissen, welche Pflanze sich hinter den Blüten versteckt. Denn nicht jede Sorte ist winterhart und kann einfach so im Garten überwintern. Bei manchen müssen Sie auch besondere Vorkehrungen treffen. Welche das sind, stellen wir in diesem Artikel vor:

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Jasmin vermehren

Auch diese Pflanze können Sie vermehren. Am einfachsten geht das mit Stecklingen. Diese können Sie im Mai und Juni abschneiden. Wenn es dann besonders warm ist (18-21 °C) können Sie die ersten Wurzeln ganz schnell entdecken. Neben Stecklingen können Sie auch mit Ablegern die Jasmin-Pflanze vermehren. Dafür stecken Sie einen neuen Trieb in einen Topf mit Anzuchterde und warten bis dieser Wurzeln gebildet hat. Dann können Sie den Trieb mit einem scharfen Messer von der Mutterpflanze abtrennen. Mit der richtigen Pflege können Sie dann eine ganze neue Pflanze kultivieren.

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