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Geht auch ganz einfach:

Blähton

In manchen Blumentöpfen findet man in der Blumenerde kleine braune Kügelchen. Das ist Blähton. Doch was genau macht das Tongranulat in der Erde? Und ist Blähton für alle Pflanzen geeignet?

Blähton
Klein, rund und braun: So sieht Blähton aus. Foto: iStock / Firn
Inhalt
  1. Was ist Blähton?
  2. Wie wird Blähton hergestellt?
  3. Wie funktioniert Tongranulat?
  4. Blähton: Wofür?
  5. Für welche Pflanzen Blähton?

Anstatt Blumenerde findet man Blähton häufig in den Töpfen von Hydrokulturen. Oftmals werden die Kügelchen aber auch für andere Pflanzen als Drainage benutzt. Aber was genau macht das Tongranulat in dem Substrat? Und kann man Blähton für alle Pflanzen nutzen? Wir klären diese und weitere Fragen zum Thema Blähton.

 

Was ist Blähton?

Blähton besteht aus natürlichem Ton. Dieser wird bei über 1000 °C gebrannt und bläht sich dabei bis auf die fünffache Größe auf. Die kleinen Kugeln haben eine poröse Oberfläche und können Wasser aufnehmen und abgeben. Der Vorteil an Blähton? Das Tongranulat hat ein geringes Gewicht und ist keimfrei, feuerfest, frostfest und verrottet und schimmelt nicht. Da Blähton auch dämmend ist, findet das Granulat nicht nur im Garten, sondern auch im Hausbau als Dämmstoff Verwendung.

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Wie wird Blähton hergestellt?

Um Blähton herzustellen wird kalkarmer Ton verwendet. Dieser wird gemahlen und mit Kalkstein vermischt. Zusammen kommt es dann bei etwa 1200 °C in einen rotierenden Ofen. Dabei verbrennen alle organische Bestandteile und es entsteht Kohlendioxid, welches das Material aufbläht. Außen ist das Granulat fast so hart wie Keramik, innen hat Blähton luftige Poren.

 

Wie funktioniert Tongranulat?

Wenn die Erde am Boden zu feucht ist und das Wasser nicht ablaufen kann, kann es sein, dass die Blumenerde schimmelt. Um das zu verhindern, benutzt man Blähton. Denn durch Blähton wird die Erde daran gehindert, auf den Boden zu sinken. Staunässe wird dadurch vermieden. Gleichzeitig nimmt Blähton auch das überschüssige Wasser auf und gibt es bei Bedarf an die Pflanze ab. Da das Tongranulat keine Nährstoffe aus der Blumenerde zieht, können diese ungehindert über die Wurzeln an die Pflanzen abgegeben werden.

 

Blähton: Wofür?

Blähton kann in drei verschiedenen Bereichen eingesetzt werden. Dazu zählen der Garten, die Pflanzenpflege und der Hausbau. 

  • Garten: Im Garten kann Blähton zur Bodenverbesserung genutzt werden. Es kann aber auch als Drainage im Hochbeet oder als Substrat für Bäume angewendet werden. Im Winter kann man Blähton sogar als Streumittel nutzen.
  • Pflanzenpflege: Auch in der Pflege von Pflanzen kann das Granulat als Drainage genutzt werden. Als Substrat ist es ideal für Hydrokulturen wie z.B. die Efeutute. In Wohnungen kann es noch dazu die Luft verbessern, da die Luftfeuchtigkeit erhöht wird.
  • Hausbau: Wie bereits oben erwähnt wird das Tongranulat auch als Baustoff verwendet. Dabei kann Blähton für die Wärmedämmung oder als Schallschutz-Schüttung genutzt werden.

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Für welche Pflanzen Blähton?

Blähton ist vor allem für Pflanzen geeignet, die nicht so viel Wasser benötigen bzw. keine Staunässe vertragen. Daher kann das Tongranulat z.B. für Zimmerpflanzen wie Kakteen und Sukkulenten benutzt werden. Außerdem kann Blähton als Substrat für Hydrokulturen genutzt werden. Der Drachenbaum dankt es, wenn seine Pflanzerde mit Blähton aufgelockert wird. Steht keine spezielle Orchideenerde zur Verfügung, können Sie Orchideen auch in Blähton topfen.

Auch im Außenbereich kann man Tongranulat verwenden. So können Sie auch Ihre Blumenkästen und Pflanzkübeln mit einer Schicht Blähton füllen (etwa 5 cm hoch). Praxistipp: Decken Sie die Drainage-Schicht mit einem Pflanzenvlies ab, damit die Blumenerde nicht zwischen das Blähton-Granulat gespült wird. Anschließend füllen Sie den Topf mit Blumenerde auf und können Balkonblumen wie Petunien pflanzen. Durch diese Drainage entsteht keine Staunässe und ein gesunder und üppiger Wachstum ist möglich.

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