Pumpen-Vergleich: 10 Teichpumpen im Test

Im aktuellen Teichpumpen-Test traten 10 Pumpen gegeneinander an. Im Praxiseinsatz und im TÜV-Labor zeigte sich schnell: Es lohnt sich, auf den Verbrauch zu achten!

Teichpumpen-Test
Mit einer guten Teichpumpe lassen sich beispielsweise Quellbrunnen betreiben. Foto: sidm/Archiv

Mit allen Teichpumpen im Vergleich können Sie auch eine Fontäne oder andere Wasserspiele betreiben – der dafür erforderliche Schlauchanschluss ist bei den Testgeräten vorhanden. Aber mehr als eine Fontäne von rund einem Meter Höhe sollten Sie von einer kleinen Teichpumpe nicht erwarten – auch wenn auf der Packung von fast zwei Metern die Rede ist.

Diese Marken haben wir getestet:
  • AL-KO
  • Gardena
  • Hagen Laguna
  • Hozelock (Sirocco)
  • Messner
  • Oase
  • Tip

Denn bei den Angaben handelt es sich um die theoretischen Maximalwerte für die Mengenleistung (Qmax.) und Förderhöhe (Hmax.) – in der Realität wird sich ein Mittelwert einstellen, der deutlich unter diesen Parametern liegt. Außerdem war auffällig, dass der Stromverbrauch bei den Teichpumpen im Test sehr unterschiedlich ist. Neben den aufgelisteten Herstellern haben wir auch Pumpen von Sicce, Variolux (Obi) und Easytec verglichen.

 

Welche Teichpumpe ist die beste?

Welche Teichpumpe die beste ist, sollte unser Test entscheiden. Doch zuerst stellen wir Ihnen die Vor- und Nachteile vor, die uns am häufigsten begegnet sind.

Positiv aufgefallen im Teichpumpen-Test

  • Einige Teichpumpen im Vergleich haben im Gehäuse einen Filterschwamm, der die Mechanik der Pumpe vor Schmutz bewahrt.
  • Bei fast allen Pumpen ist die Höhe der Fontäne über den Wasserstrom steuerbar.
  • Fast alle Pumpen waren mit wechselbaren Fontänen ausgestattet – oft war eine Glockenform dabei.

Negativ aufgefallen im Teichpumpen-Test

  • Die wenigsten Pumpen erreichen die auf der Packung stehenden Nennwerte.
  • In einigen Fällen war die Zuleitung zu knapp bemessen.
  • Nur eine Pumpe bietet ein offenes Pumpgehäuse, welches mit Steinen befüllt werden kann und somit im Teich verschwindet.
Teichpumpen mit Filterkäfig werden ein Mal im Jahr gewartet. Foto: sidm / PS
 

Teichpumpe kaufen: Was beachten?

Teichpumpen sollten gefahrlos anwendbar, leicht zu installieren und möglichst vielseitig sein. So haben wir auch die Schwerpunkte im Test gesetzt.

  • Sicherheit: Mit Fehlerstrom- und Hochspannungstests kontrollierte der TÜV Rheinland die elektrische Sicherheit der Pumpen, außerdem wurde der Motorkörper aufgesägt, um den mechanischen Schutz der Antriebe bewerten zu können.
  • Aufbau- und Betriebsversuch: In diesem praktischen Test wurden sowohl Ausstattung, Bedienungsanleitung und Montage als auch die Anschlussmöglichkeiten bewertet.
  • Stromverbrauch: Der Stromverbrauch wurde während einer definierten Laufzeit gemessen und auf eine Saison hochgerechnet.
  • Verschmutzung: Nach Abschluss des Betriebstests hat der TÜV alle Pumpen demontiert und auf Verschmutzungen kontrolliert.
 

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Teichpumpen-Test
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10 Teichpumpen wurden getestet. Welche Teichpumpe unser Testsieger ist und welche Wertungen und Noten im Vergleich vergeben wurden, sehen Sie in unserer übersichtlichen Tabelle. Die Tabelle mit allen detaillierten Prüf-Ergebnissen zum aktuellen Teichpumpen-Test 07/2003 finden Sie hier als Download >>

Was kostet eine Teichpumpe an Strom?

Gut dreißig Kilowatt Strom im Jahr können Sie sparen, wenn Sie statt einer Billig-Pumpe das Spitzenmodell einsetzen – macht pro Saison rund fünf Euro. Über die voraussichtliche Lebensdauer gerechnet macht der geringere Verbrauch unseres Testsiegers den höheren Anschaffungspreis damit wett.

Teichpumpe mit Filter

Einige der getesteten Gartenpumpen sind mit einem zusätzlichen synthetischen Filterschwamm im Schutzkäfig ausgestattet, andere nicht – was ist nun besser? Der Filterschwamm reinigt das Teichwasser besser als die Öffnungen des Schutzkäfigs. Dadurch gelangt weniger Schmutz in den Pumpenantrieb, der Verschleiß wird reduziert. Doch dafür setzen sich die Schmutzpartikel in den Poren des Schwamms fest und verringern allmählich die Durchflussmenge. Wenn Ihre Pumpe einen Filterschwamm hat, sollten Sie diesen deshalb regelmäßig reinigen – vor allem dann, wenn im Frühling Blütenpollen und im Herbst Laub in den Teich gelangen. Die Filterkörbe der Teichpumpen sind dagegen selbstreinigend ausgelegt.

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Teichpumpe: Wie lange laufen lassen?

Wenn man einen Teich anlegt und sich eine Teichpumpe gekauft hat fragt man sich auch: Wie lange lässt man die Pumpe laufen? Oder stellt man sie auch mal ab? Wenn ja: Ab wann kann man die Teichpumpe abstellen? Und ab wann stellt man sie wieder an?
Die Antwort: Die Teichpumpe sollte, genau wie der Teichfilter, immer den ganzen Tag laufen.

Dafür gibt es folgenden Grund:
Im Teich befinden sich neben Fischen und Fröschen auch Bakterien, die giftige Stoffe (z.B. Nitrit und Ammoniak) abbauen. Damit diese guten Bakterien diese Stoffe aus dem Wasser in ungiftiges Nitrat umwandeln können, benötigen sie Sauerstoff. Gleichzeitig benötigen auch Lebewesen im Teich Sauerstoff. Dieser Sauerstoff wird durch die Teichpumpe gewährleistet. Schaltet man die Teichpumpe ab, sterben die Bakterien innerhalb weniger Stunden und das Wasser reichert sich mit Schadstoffen an. Schaltet man die Teichpumpe immer wieder an und aus, wird die Wasserqualität schlechter. Deswegen sollten Sie die Teichpumpe nur abschalten, wenn Sie keinen beheizten Teich haben und die Pumpe winterfest machen.
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Teichpumpe winterfest lagern

Eine Säuberung der Teichpumpe ist nur einmal jährlich empfehlenswert, wenn die Teichpumpe bei Frostgefahr aus dem Teich geholt wird. Danach lagern Sie das Aggregat über den Winter nass und frostfrei ein, also zum Beispiel in einem Eimer Wasser, um Kalkablagerungen zu verhindern, die sonst später den erneuten Start der Pumpe behindern könnten.

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