Bachlaufpumpe-Test Die besten Bachlaufpumpen im Vergleich

11 Bachlaufpumpen traten diesmal in unserem Praxistest an. Unterschiede gab es vor allem bei der Handhabung und beim Stromverbrauch!

Test Teichpumpe

Bachlaufpumpen speisen – wie der Name schon sagt – den künstlichen Zufluss für den Teich im eigenen Garten. Dafür sind keine besonderen technischen Finessen gefragt. Entscheidend sind Zuverlässigkeit, Fördermenge und Effizienz. 
Die 11 Bachlaufpumpen im Test kann man auch nutzen, um einen drucklosen Filter zu betreiben. Die Prüfer vom TÜV Rheinland testeten auch, wie die Bachlaufpumpen auf Frost reagieren.

Diese Marken haben wir getestet:
  • Fiap
  • Gardena
  • Hagen Laguna
  • Heissner
  • Messner
  • Neptun (Bauhaus)
  • Oase
  • Tip

Die Ergebnisse vom Bachlaufpumpe-Test zeigen ein dichtes Feld: Nur eine Pumpe wurde wegen einer defekten Isolierung abgewertet (Sicherheitsrisiko!). Sie erhielt so nur die Gesamtnote "ausreichend". Je fünf Test-Geräte (von Fiap, Gardena, Hagen Laguna, Heissner, Messner, Neptun (Bauhaus), Oase, Tip, Ubbink, Terta Pond, Velda) dürfen sich über die Noten "befriedigend" oder "gut" freuen.

 

Welche ist die beste Bachlaufpumpe im Test?

Welche Bachlaufpumpe im Test besonders oder eher weniger überzeugend war, zeigt der direkte Vergleich der Modelle:

positiv aufgefallen im Bachlaufpumpen-Test

  • Die meisten Geräte werden ohne zusätzlichen Filter direkt im Wasser betrieben
  • Zur Reinigung können die Filter-Körbe der Aggregate geöffnet werden

negativ aufgefallen im Bachlaufpumpen-Test

  • Bei Frost müssen die meisten Pumpen demontiert werden
  • Überraschend viele Mängel gab's beim Thema Sicherheitshinweise

Auffällig: Mit dem Testsieger, einer Marken-Bachlaufpumpe, und dem Preis-Leistung-Sieger, einem günstigen Noname-Modell, führen zwei sehr unterschiedliche Pumpen unsere Rangliste der besten Teichpumpen an.

Gartenteich
Teichpumpen-Test

Im Test traten 10 Teichpumpen gegeneinander an: Es lohnt sich, auf den Stromverbrauch zu achten

Tipp: Wer keinen Bachlauf, sondern ein Wasserspiel oder einen Umwälz-Filter betreiben will, braucht eine Pumpe mit höherer Leistung und sollte einen Blick in unseren Teichpumpe-Test werfen.

 

Welche Bachlaufpumpe soll ich kaufen?

Wer den Kauf Bachlaufpumpe plant, sollte sich die Test-Erfahrung unserer TÜV-Experten zunutze machen. Viele der Prüfkriterien und Test-Parameter, die wir unserem Test der Teichpumpen zugrunde gelegt haben, sind identisch mit den wichtigsten Kaufkriterien, auf die jeder Teichbesitzer achten sollte:

  • Sicherheit: Strom im Wasser – das kann gefährlich werden. Entsprechend streng sind die Sicherheitsvorschriften, die beim TÜV-Konstruktions-Check überprüft wurden.
  • Dokumentation: Anleitung und Typenschild müssen bestimmte Pflicht-Angaben enthalten. Außerdem sind Bedienungshinweise vorgeschrieben. Nicht immer werden diese Vorgaben erfüllt, wie der Test zeigte.
  • Leistungstest: Werden die in der Anleitung versprochene Fördermenge und -höhe erreicht? Entsprechende Messungen schafften Klarheit.
  • Dauerlauf: Mit 240 Stunden fiel die Haltbarkeitsprüfung recht milde aus – schließlich sollen die Pumpen im Teich jahrelang arbeiten. Ausfälle gab es in dieser Disziplin nicht.
  • Energieverbrauch: Wie effizient arbeiten die Pumpen? Da die Geräte dauerhaft laufen, können schon relativ geringe Unterschiede beim Stromverbrauch in der Stromrechnung viel ausmachen.
  • Einfrieren: Es empfiehlt sich zwar, die Pumpe bei Frostgefahr im Herbst aus dem Teich zu nehmen. Doch meist überstehen die Aggregate auch ein versehentliches Einfrieren unbeschadet.
  • Anschlussleitung: Den Mindestwert von zehn Metern Länge halten nicht alle Pumpen ein.
  • Anleitung: Bei vielen Pumpen wird der Anwender mit knappen Informationen und fehlenden Detailangaben alleingelassen.

Überrascht haben die Tester die weit auseinander liegenden Kaufpreise der Bachlaufpumpen. Die großen Unterschiede beim Kaufpreis relativieren sich allerdings mit der Zeit durch den Energieverbrauch.
Tipp: Lassen Sie sich von einem niedrigen einmaligen Kaufpreis nicht hinters Licht führen! Auf Dauer amortisiert sich ein hoher Anschaffungspreis. Beziehen Sie bei der Berechnung des Preis-Leistungs-Verhältnis auch die laufenden Verbrauchskosten mit ein! 

 

Bachlaufpumpe: Welche ist die richtige?

Bauchlaufpumpe TestGrößere Teiche müssen regelmäßig gereinigt und mit Sauerstoff versorgt werden – den Antrieb dafür liefern Pumpen mit hoher Leistung, die sowohl Filter-Anlagen als auch Bachläufe mit ausreichend Teichwasser beliefern können.
Die Leistung der getesteten Geräte liegt relativ dicht beieinander: Die maximale Fördermenge variiert zwischen 3400 l/h und 8000 l/h. Im Durchschnitt erreichen die Modelle etwa 5000-6000 l/h. Allerdings braucht der Preis-Leistungs-Sieger bei vergleichbarer Fördermenge rund ein Drittel mehr Strom als der Testsieger! Die maximale Förderhöhe liegt bei allen Bachlaufpumpen im Test bei zwei Metern.

Vergleich der Zuleitung: Ob Markenprodukt oder preiswertes Importmodell – fast alle Hersteller sparen bei der Anschlussleitung. Zehn Meter sind laut Norm vorgeschrieben. Der Vergleich der Stromkabel aller Bachlaufpumpen im Test zeigt, dass mancher Hersteller bis zu 25 cm unterschlägt.

 

Aktuellen Bachlaufpumpen-Test herunterladen

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Die Tabelle mit allen detaillierten Prüf-Ergebnissen zum aktuellen Bachlaufpumpe-Test 07/2009 finden Sie hier als Download >>
Im Folgenden finden Sie außerdem die passende Antworten auf oft gestellte Fragen zu Bachlaufpumpen:

Welche Leistung braucht eine Bachlaufpumpe?

Die Leistung der Pumpe muss ausreichen, damit der gespeiste Bachlauf immer genug Wasser führt. Also muss die Pumpleistung der Bachlaufpumpe so hoch sein, dass der Bach niemals trocken fällt. Als Faustformel rechnet man daher mit einer Wassermenge von 1,5 Litern Wasser pro Minute und Zentimeter Bachlaufbreite. Bei einem durchschnittlich 30 cm breiten Bachbett kommen so schnell 2700 l/h zusammen!

Wie berechne ich die Förderleistung einer Bachlaufpumpe?

Neben der benötigten Wassermenge gilt es auch die maximale Förderhöhe der Bachlaufpumpe zu berücksichtigen. Denn die geförderte Wassermenge nimmt ab, je höher das Wasser gepumpt werden muss. Als Förderhöhe wird der lotrechte Abstand zwischen Wasseroberfläche des Teichs und der Ausstrittstelle des Bachlaufs (oder Wasserspiels, oder Quellsteins, ...) zugrunde gelegt.
Beide Parameter (erforderliche Förderhöhe und gewünschte Wassermenge) benötigen Sie, um eine Bachlaufpumpe mit ausreichend großer Förderleistung auswählen zu können.

Pumpenkennlinie
An der Pumpenkennlinie können Sie die maximale Fördermenge abhängig von der erforderlichen Förderhöhe ablesen. Foto: Hersteller / Oase

Dafür müssen Sie einen Blick auf die sogenannte Pumpenkennlinie des in Frage kommenden Modells werfen: Auf der Y-Achse wählen Sie die erforderliche Förderhöhe aus und lesen auf der x-Achse ab, wie viel Liter Wasser dieses Gerät pro Stunde auf die gewünschte Höhe fördert.
Tipp: Ist der Wert zu niedrig als nach der Faustregel oben berechnet, sollten Sie lieber eine Bachlaufpumpe mit höherer Förderleistung eines anderen Herstellers kaufen, damit der rauschende Bach nicht zum dünnen Rinnsal verkommt!

Wie funktioniert eine Bachlaufpumpe?

Wie andere Teichpumpen auch saugt eine Bachlaufpumpe das Teichwasser an und pumpt es aus dem Teichbecken heraus. Üblicherweise steht die Bachlaufpumpe direkt im Teichwasser und fördert das Wasser durch einen Schlauch an das gewünschte Ziel – die Quelle des künstlich angelegten Bachlaufs. Die Pumpe selbst ist durch einen Filter gegen Schwebstoffe im Teichwasser geschützt, was aber nicht zum Klären des Teichwassers ausreicht. Bei besonders leistungsstarken Teichpumpen kann zusätzlich ein druckloser Teichfilter zwischengeschaltet werden, sodass nur gereinigtes Teichwasser aus der Quelle in den Teich zurückfließt.

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Welcher Schlauch für die Bachlaufpumpe?

Welcher Schlauch für Ihre Bachlaufpumpe der richtige ist, entscheidet sich letztlich am Anschluss ihrer Pumpe! Im Handel erhältlich sind Teichschläuche mit Durchmessern von 0,5-2 Zoll. Beim Teichschlauch handelt es sich üblicherweise um einen sogenannten Spiralschlauch. Die steifen Rippen geben dem Teichschlauch die nötige Stabilität, dass er auch unter Last (eingegraben im Erdreich) nicht zusammengedrückt wird und verstopft.
Tipp: Wird der Teichschlauch lange sichtbar durch den Teich geführt, kann die Bachlauf-Zuleitung in einer Schlauch-Tarnung versteckt werden! Dabei handelt es sich um einen porösen Schaumstoff-Mantel, der um den Teichschlauch gestülpt wird und den Spiralschlauch im Wasser weniger sichtbar macht.

Wählen Sie den Durchmesser des Teichschlauchs nicht zu gering! Einen Zoll (=2,5 cm) sollte der Spiralschlauch mindestens messen, um die Reibungsverluste des strömenden Wassers gering zu halten. Außerdem gilt die Regel: Je länger der Weg zur Quelle, desto größer sollte der Schlacuhdurchmesser sein.

Quelle: selbst ist der Mann 7 / 2009

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