Bittersalz als Dünger

Für gesunde Pflanzen ist vor allem eine richtige Pflege wichtig. Dazu gehört aber nicht nur das wässern, sondern auch ein Boden mit dem passenden pH-Wert. Damit diese sich wohlfühlen, können Sie den Boden mit Bittersalz anpassen.

Bittersalz als Dünger
Bittersalz ist besonders für Koniferen ein beliebtes Düngemittel. Foto: iStock / Martina Unbehauen
Inhalt
  1. Was ist Bittersalz?
  2. Wie Bittersalz verwenden?
  3. Bittersalz: Wie oft verwenden?
  4. Bittersalz: Wofür?
  5. Wo Bittersatz kaufen?

Mit Bittersalz kann man einiges machen. Während es in der Medizin als Arzneimittel gegen Magen-Darm-Erkrankungen vom Arzt verschrieben wird, kann es im Garten für ein gesundes Wachstum der Pflanzen sorgen. Besonders für Koniferen und Thujas schafft Bittersalz die richtigen Voraussetzungen. Hier erfahren Sie, was genau Bittersalz ist und wie Sie es im Garten richtig einsetzen.

 

Was ist Bittersalz?

Bittersalz besteht aus Magnesiumsulfat und wird als geruchloses Pulver angeboten. Doch im Gegensatz zu dem ähnlich aussehenden Salz aus der Küche, hat das Bittersalz Pulver einen bitteren Geschmack. Daher auch der Name ... Bittersalz ist auch unter dem Namen Epsom-Salz bekannt. Als Arzneimittel haben seine Wirkstoffe eine abführende Wirkung. Gleichzeitig soll es bei einer äußerlichen Anwendung für eine schöne Haut sorgen.

Praxistipp: Epsom-Salz kann man auch bei Blasen an den Füßen oder für ein wohltuendes Bittersalz-Bad anwenden. Im Haushalt können Sie daraus Spülmaschinentabs selber machen.

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Doch wo setzt man Bittersalz im Garten ein? Im Garten wird das Salz als Dünger verwendet. Es hat eine hohe Dosierung an Magnesium und Schwefel, welche wichtige Nährstoffe an die Pflanzen abgeben. Die Wirkung von Magnesium sorgt dafür, dass der Boden seinen pH-Wert verändert. Das ist gut, wenn Sie z.B. Tannen, Thuja oder andere Koniferen in Ihrem Garten haben. Denn diese können bei zu wenig Magnesium verkümmern und sind anfälliger für Krankheiten. Magnesium ist unerlässlich, damit die Pflanzen Chlorophyll bilden und somit grüne Blätter tragen. Schwefel wandelt Stickstoff um und regt das Wachstum an.

Um zu erfahren, ob Ihr Boden zu wenig Magnesiumsulfat enthält, erfahren Sie, wenn Sie den Boden prüfen. Wie so eine Bodenprüfung aussieht und selber machen, erfahren Sie im Video:

 
 

Wie Bittersalz verwenden?

Bittersalz-Dünger kann sowohl in fester als auch in flüssiger Form verwendet werden. Um den Dünger in flüssiger Form zu verabreichen können Sie das Pulver einfach in eine Gießkanne mit Wasser füllen. Alternativ können Sie die Mischung auch in eine Sprühflasche füllen. Diese können Sie dann auf die Blätter sprühen. Über diese wird das Mittel aufgenommen und entfaltet schnell seine Wirkung. Besonders bei einem akuten Magnesiummangel ist diese Anwendung optimal.

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Damit die Mischung wirkt, ist die richtige Dosierung wichtig. Für 10 Liter Wasser nutzen Sie 200 g Bittersalz (zumindest, wenn es nicht anders vom Hersteller angegeben wird). Wenn Sie nur das Pulver verwenden möchten, streuen Sie es mit etwas Entfernung vom Stamm rund um die Pflanze (Achtung: Nicht auf die Wurzeln). Anschließend gut wässern. In fester Form können Sie das Pulver auch in den Bode einarbeiten. Auch hier sollten Sie das gründliche Wässern nicht vergessen.

 

Bittersalz: Wie oft verwenden?

Bei einem akuten Magnesiummangel reicht eine sofortige und einmalige Anwendung aus. Um einen Mangel an Magnesiumsulfat vorzubeugen sollten Sie die Anwendung regelmäßig wiederholen. Für eine längerfristige Anwendung ist der Frühling (April) vor der Vegetationsphase gut geeignet. Wenn Sie einen leichten Boden haben, sollten Sie die Anwendung im Sommer wiederholen. Denn darin versickert das Wasser schneller und das Bittersalz wird schneller ausgewaschen. Ob Sie einen leichten oder schweren Boden haben, erkennen Sie anhand einer Bodenprobe. Wenn der Boden sandig ist, spricht man von einem leichten Boden. Ist der Boden eher lehmig, ist der Boden schwer. 

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Praxistipp: Bei Sandboden werden mehrere Anwendungen mit etwa 30 Gramm Bittersalz pro m2 empfohlen. Lehmiger Boden erhält pro Saison etwa 30-50 g/m2.

 

Bittersalz: Wofür?

Da nicht alle Pflanzen den Bittersalz-Dünger vertragen, sollten Sie das Magnesiumsulfat nur an folgenden anwenden:

Praxistipp: Bittersalz wirkt auch gegen Mehltau. Dafür sollte eine leichte Dosierung 3-4 Mal innerhalb von etwa 2 Wochen (etwa alle 3 Tage) auf die Pflanze gesprüht werden.

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Wo Bittersatz kaufen?

Bittersalz können Sie in Baumärkten, Gartencentern oder auch online kaufen. Dabei können Sie zwischen festem und flüssigem Dünger entscheiden. Bittersalz ist zum Glück relativ günstig. Für flüssigen Dünger zahlen Sie knapp 2 €. Ein 1 kg Sack ist teilweise für etwa 1€ erhältlich.

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