Erdbeeren pflanzen

Lecker, gesund und für Garten oder Balkon gleichermaßen gut geeignet: Beim Pflanzen von Erdbeeren kann nichts schief gehen, wenn man das Beet richtig vorbereitet und unsere Pflanzanleitung beachtet.

Inhalt
  1. Wann pflanzt man Erdbeeren?
  2. Welchen Standort brauchen Erdbeeren?
  3. So pflanzen Sie Erdbeerjungpflanzen
  4. Erdbeeren in Kübel pflanzen
  5. So pflegen Sie Erdbeeren im Beet

Will man im eigenen Garten Erdbeeren pflanzen, sollte man genau überlegen, welche Sorte man ins Beet setzt: Man unterscheidet zwischen Gartenerdbeeren und Monatserdbeeren, die allerdings mehr und mehr als „immertragend“ angeboten werden. Beide Erdbeertypen sind mehrjährige, winterharte Pflanzen. Gartenerdbeeren sind die typischen Kulturerdbeeren mit großen Früchten, die zu bestimmten, sortentypischen Zeiten im Jahr reifen und dann zwei oder drei Wochen lang geerntet werden können. Die heutigen Sorten wie "Senga Sengana" oder "Korona" haben amerikanische Vorfahren.
Praxistipp: Um die Erntezeit der Erdbeeren zu verlängern, pflanzen Sie einfach frühe Sorten wie 'Daroyal', 'Korona' oder 'Elsanta' in Kombination mit spät tragende Sorten wie 'Malwina'. Die Sorten können Sie im Beet einfach vermischen.

 

Monatserdbeeren wie 'Ostara' oder 'Mara de Bois' sind kleiner, oft aromatischer und können nahezu durchgehend von Juli bis Oktober geerntet werden – das Erbe der heimischen Wilderdbeere, von der diese Erdbeeren abstammen. Monatserdbeeren eignen sich besonders für den Frischverzehr. Sie werden meist ausgesät, während man Gartenerdbeeren als Jungpflanzen pflanzt.

 

Wann pflanzt man Erdbeeren?

Die beste Pflanzzeit ist der August, dann wachsen die Jungpflanzen bis zum Herbst an und tragen im nächsten Jahr die ersten Früchte. Auch die Ableger älterer Pflanzen eignen sich, da sie leicht bewurzeln und problemlos zu kräftigen Pflanzen heranwachsen – wenn Sie die Ableger von wüchsigen, gut tragenden Mutterpflanzen nehmen. Eine Frühjahrspflanzung ist im April möglich, dann fällt die Ernte im ersten Jahr aber geringer aus. Gartenerdbeeren tragen im zweiten und dritten Jahr am besten, dann sollten Sie das Beet wechseln, damit der Boden nicht auslaugt und der Ertrag nachlässt.

Ab wann Sie Erdbeeren pflanzen können, wann der beste Zeitpunkt zur Vermehrung oder Ernte ist, erfahren Sie im Gartenkalender >>

 

Welchen Standort brauchen Erdbeeren?

Erdbeeren lieben es vollsonnig, notfalls geht auch Halbschatten. Der Boden sollte auf jeden Fall locker und vor allem humusreich sein. Idealerweise graben Sie im Herbst um, arbeiten dabei viel Kompost ein und pflanzen Frühkartoffeln als Vorkultur. Sie können den Boden aber natürlich auch zwei Wochen vor dem Pflanzen umgraben und Kompost und 30 g Hornspäne pro Quadratmeter einarbeiten. Nach zwei Wochen ist die Erde etwas gesackt und Sie können das Beet glatt harken und bepflanzen. Kalk mögen Erdbeeren nicht, der pH-Wert sollte neutral oder schwach sauer sein.
Verbessern Sie schwere Lehmböden mit Sand und Kompost, sonst haben es Wurzelkrankheiten leicht. Oder Sie pflanzen die Erdbeeren gleich auf 20 cm hohe Dämme aus einem Sand-Humus-Gemisch.

Erdbeeren pflanzen
Aromatischer als aus dem Supermarkt schmecken Erdbeeren aus dem eigenen Garten. Foto: AllNikArt / pixabay
 

So pflanzen Sie Erdbeerjungpflanzen

Die Jungpflanzen brauchen gut 30 cm Abstand zu ihren Nachbarpflanzen. Wenn Sie mehrere Erdbeerreihen pflanzen, sollten diese 60 cm Abstand zueinander haben. Ein zu enger Pflanzabstand fördert Pilzkrankheiten.
Die Erdbeerpflanzen kommen nur so tief in die Erde, dass sich ihr Herz mit den frischen Blattaustrieben auf Höhe der Erdoberfläche oder knapp darüber liegt. Drücken Sie die Pflanzen fest, wässern ausgiebig und halten den Boden anschließend leicht feucht. Gehen Sie von Anfang an konsequent gegen Unkraut vor, da man später zwischen den ganzen Ausläufern der Pflanzen nur schlecht hacken kann.

 

Erdbeeren in Kübel pflanzen

Sorten wie ‘Camara’, ‘Elan’ oder ‘Rosanna’ eigenen sich für Pflanzkübel und tragen nach einer Frühjahrspflanzung schon im ersten Jahr. Als Substrat nehmen Sie Kübelpflanzensubstrat, dem Sie gleich Depotdünger untermischen und den Kübel dann möglichst regensicher aufstellen, damit die Erde nicht vernässt. Die Erdbeeren überwintern im Kübel, den Sie im Herbst geschützt an die Hauswand stellen.

Praxistipp: Für Pflanzkübel eignen sich immertragende Erdbeer-Sorten. Foto: sidm / TH
 

So pflegen Sie Erdbeeren im Beet

Schneiden Sie bei bestehenden Erdbeerbeständen im Frühjahr die vertrockneten Blätter ab und mulchen ab Ende April/ Anfang Mai mit Stroh oder trockenem Gras zwischen den Pflanzen, damit die Umgebung der Früchte trocken bleibt und sie vor Grauschimmel sicher sind.
Schneiden Sie Erdbeeren radikal zurück, dann werden die Pflanzen blühfreudiger als unbehandelte Pflanzen – und gesünder. Denn ob Grauschimmel oder Weißfleckenkrankheit – die alten Blätter sind oft von Pilzen infiziert. Nach dem kräftigen Rückschnitt – ruhig auch mit dem Rasenmäher – wachsen bis zum Herbst neue, pilzfreie Blätter nach. Aber nur, wenn das Innere der Erdbeerpflanzen, die sogenannten Herzblätter, unbeschädigt bleiben. Auch für die Vermehrung bestimmte Ableger bleiben erhalten. Düngen Sie die Erdbeeren erst nach der Ernte mit organischem Dünger, denn die Pflanzen bilden ihre Blütenanlagen für das nächste Jahr bereits im Herbst.

Thomas Heß

Als Gartenbau-Ingenieur ist Thomas Heß der Fachmann für alles, was im Garten grünt und blüht: Unser Autor erklärt Ihnen, wann der beste Zeitpunkt für Aussaat, Düngegabe oder das Winterquartier ist und wie man Staunässe verhindert. Profitieren Sie von seinem Expertenwissen!

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