Lockere Erde Garten umgraben

Lockere Erde ist die Voraussetzung fürs Gärtnerglück: In lockerer Erde wachsen Pflanzen besser, weil Nährstoffe, Wasser und Luft besser an die Wurzeln gelangen. Die Anleitung zeigt, wie man den Garten umgraben sollte, um lockere Erde im Beet zu erhalten.

Inhalt
  1. Anleitung: Boden im Garten richtig umgraben
  2. Wichtige Werkzeuge zum Umgraben des Gartens
  3. Boden umgraben: Wann ist es sinnvoll?

Es führt kein Weg daran vorbei: Wer aus einem Stück Rasen ein Beet anlegen will, muss es tun: den Boden umgraben. Mit dem Umgraben des Bodens sorgt man schnell für lockere Erde und kann den Boden zugleich auf die Aussaat oder das Pflanzen von Setzlingen vorbereiten. Beim Garten umgraben lässt sich leicht Kompost unter den Mutterboden heben und so die Bodenqualität verbessern. Allerdings: Umgraben ist vielleicht die schwerste Disziplin im Garten, aber mit dieser Schritt-für-Schritt-Anleitung erhalten Sie lockere Erde ohne unnötig schweißtreibende Arbeit.

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Früher hat man regelmäßig den Garten umgegraben. Allerdings bedeutet das  Umgraben jedes Mal einen massiven Eingriff in das komplexe Ökosystem Boden! In den obersten 30-50 cm Mutterboden leben Milliarden von Lebewesen: Regenwürmer, Asseln, Larven, Pilze, Bakterien und Mikroorganismen teilen sich den Lebensraum unter der Erde und sorgen dort für lockeren Boden und ein stabiles Gleichgewicht im Wasser-, Sauerstoff- und Humusgehalt im Gartenboden. Um dieses Gleichgewicht nicht (unnötig) zu stören, gräbt man heute den Garten nur noch selten um (z. B. wenn man ein Gemüsebeet anlegen will) und nicht mehr routinemäßig jedes Jahr.

 

Anleitung: Boden im Garten richtig umgraben

Garten umgrabenStatt einfach wild kreuz und quer mit dem Spaten die Erde umzugraben, sollte man planvoll zu Werke schreiten, um sich unnötige Arbeit zu sparen. Praxistipp: Beim Garten umgraben arbeitet man sich rückwärts über die zu lockernde Erde! So kann man die frisch abgestochene Erde unmittelbar in die vor einem liegende offene Furche im Boden werfen. Das spart viel Kraft und unnötige Wege! So geht man Reihe für Reihe vor, bis die komplette Fläche umgegraben ist. Die Bildergalerie oben zeigt zudem Schritt für Schritt, wie man den Boden richtig umgräbt, um lockere Erde im Beet zu erhalten.

 

Wichtige Werkzeuge zum Umgraben des Gartens

Umgraben ist mühsam, aber Rückenschmerzen braucht man nach dieser Gartenarbeit nicht haben! Es gibt viele hilfreiche Grabewerkzeuge, die die schwere Erdarbeiten erleichtern – die Motorhacke oder Bodenfräse ist da noch nicht einmal mitgerechnet! Welche Werkzeuge jeder Gärtner zum Umgraben des Gartens bereithalten sollte, zeigt das folgende Video:

 

Der Spaten ist der Klassiker zum Garten umgraben: Er sollte eine scharfe Schneide haben, damit man ihn mit wenig Kraftaufwand in den Boden stechen kann.
Praxistipp: Der Spaten hat die optimale Länge, wenn er dem Gärtner senkrecht aufgestellt bei angelegtem Arm bis zum Ellenbogen reicht!

 

Boden umgraben: Wann ist es sinnvoll?

Wer einen Lehmboden im Beet vorfindet, sollte jedes Jahr einmal den Garten umgraben. Dabei kann man gleich reifen Kompost einarbeiten, um den Boden mit organischem Material, Humus und Struktur anzureichern.
Praxistipp: Der beste Zeitpunkt zum Garten umgraben ist der Herbst! Denn dann hat der Boden über den Winter Zeit, das fragile Gleichgewicht der Bodenorganismen wiederherzustellen. Außerdem sorgt die sogenannte Frostgare (das "Mürbe-Frieren" der Gartenerde) für lockere Erde im im Vorjahr umgegrabenen Beet.

Auch Böden, die zu Staunässe neigen, profitieren vom Umgraben im Herbst. Sandigen Böden hingegen schadet der spatentiefe Eingriff ins Erdreich eher!

Unterhalb des Jahres, zwischen zwei Fruchtfolgen im Gemüsebett brauchen Sie den Boden nicht erneut umzugraben, um lockere Erde zu erhalten. Dann genügt es den Boden zwischen den Gemüsereihen mit einem Sauzahn oder einer Hacke zu lockern und die Erde mit dem Grubber fein zu zerkrümeln.

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