Bodenfräse

Wer in seinem Garten Nutzpflanzen anbauen möchte oder eine Neugestaltung plant, findet in einer Bodenfräse einen kräfteschonenden Helfer.

Zurück zur Natur! Der Anbau von Gemüse zur Selbstversorgung liegt derzeit voll im Trend: Dabei muss man nicht gleich zum Bauern werden oder sich gar einen Traktor anschaffen. Für die Bewirtschaftung kleinerer Flächen eignen sich benzinbetriebene Motorhacken, die viel Zeit und vor allem Muskelkraft bei der Bearbeitung des Bodens einsparen. Dennoch sind die kompakten Bodenfräsen wendig genug, um selbst in Privatgärten noch sinnvoll eingesetzt werden zu können.

Bodenfräse kaufen:

Mit Leistungen ab rund 2 Kilowatt können die Geräte als Hacke eingesetzt werden und so das mühsame Umgraben per Spaten ersetzen. Mit den Maschinen können Sie Beete neu anlegen und nach der Ernte bis zu rund zwei Handbreit tief lockern, dabei werden Pflanzenreste gleich mit untergearbeitet. Stärkere Maschinen sind sogar als Pflug umrüstbar und zum Anhäufeln und Roden – etwa für den Kartoffelanbau – nutzbar. Dabei sitzt der Motor direkt über dem jeweiligen Arbeitsgerät und sorgt mit seinem Gewicht für den nötigen Eingriff in den Boden. Mit einem verstellbaren Bremssporn lassen sich Arbeitstiefe und Vortrieb beeinflussen.

Gartenpflege
Motorhacke Test

Wir haben mit dem TÜV in unserem Praxistest acht Motoracken miteinander verglichen

 

Bodenfräse: Darauf sollten Sie beim Kauf achten!

1. Motorhacke mit Rückwärtsgang

Um das Manövrieren zu erleichtern, sollten vor allem größere Motorhacken über einen Rückwärtsgang verfügen; sehr leistungsstarke Geräte bieten sogar zwei Vorwärtsgänge.

2. (Klappbare) Transporträder

Montierbare oder wie hier klappbare Transporträder ermöglichen einen bequemen Transport zum Einsatzort – immerhin liegt das Gewicht einer Motorhacke meist jenseits der 40 Kilogramm.

3. Teilbarer Hacksatz

Günstig ist ein teilbarer Hacksatz, der eine Variation der Arbeitsbreite ermöglicht. So kann man das hier gezeigte Modell HB 445 R von Viking (rund 990 Euro) in einer schmalen Bestückung mit nur 25 Zentimetern Arbeitsbreite betreiben – das ermöglicht eine schonende Bearbeitung kleiner Flächen, etwa in einem Schrebergarten.

Foto: sidm / CK

Werden weitere Hackmesser montiert, kann man mit dem gleichen Modell bis zu 60 Zentimeter Arbeitsbreite erreichen. Große Motorhacken schaffen Arbeitsbreiten bis über 80 Zentimeter.

4. Zusatz- oder Frontgewichte

In schwerem Gelände ermöglichen Zusatzgewichte eine ausreichende Arbeitstiefe – bei dem hier gezeigten Viking-Modell werden sie anstelle der seitlichen Abdeckungen montiert, bei anderen Maschinen kann dazu ein Frontgewicht angebracht werden.

Praxistipp: Selbst mit all diesen Zusätzen ist die Steuerung einer Hacke im Boden freilich Übungssache, da vor allem schwere Böden eine deutlich lenkende Hand erfordern. Doch hat man schnell heraus, dass ein leichtes Heben der Steuerungsbügel die Arbeitstiefe verringert und dafür den Arbeitsfortschritt erhöht, ein Senken der Griffe dagegen eine intensivere Bodenbearbeitung und einen geringeren Vortrieb zur Folge hat.

 

Bodenfräse reinigen

Bodenfräse
Auf dem Griffgestänge abgestellt, präsentiert sich der Arbeitsbereich der Hacke zur bequemen Generalreinigung. Foto: sidm / CK

Motorhacken sind die Gartenhelfer fürs Grobe – im direkten Kontakt mit dem Erdreich verschmutzen sie stark. Das gilt besonders bei feuchter Witterung, weil Bodenreste dann stark anhaften. Am besten reinigen Sie die Maschine direkt nach dem praktischen Einsatz – denn angetrocknete Erdreste lassen sich schwieriger entfernen. Außerdem fällt sonst getrockneter Schmutz vom bereits eingelagerten Gerät ab und verunreinigt Garage, Schuppen oder Gartenhaus. Am schnellsten entfernen Sie anhaftendes Erdreich per Wasserstrahl aus dem Gartenschlauch. Dazu die Maschine in Parkposition kippen und das Hackwerk von unten reinigen. Dabei jedoch nicht den Motor wässern!

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