Rhododendron-Pflege

Die besten Pflegetipps für Rhododendron im Garten

Mit diesen Gartentipps zur Pflege und zum Pflanzenschutz wird und bleibt Ihr Rhododendron gesund und in Blühlaune. Die richtige Rhododendron-Pflege kann so einfach sein!

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Foto: sidm / TH

Die besten Pflegetipps für Rhododendron im Garten

Zur Blütezeit der Rhododendren ­– je nach Art und Sorte von April bis Juli – sieht man das Laub vor lauter Blüten oft nicht mehr.

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Die besten Pflegetipps für Rhododendron im Garten

Verwelkte Rhododendronblüten brechen Sie einfach mit der Hand aus. So kann die Pflanze frühzeitig neue Knospen fürs Folgejahr anlegen.

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Die besten Pflegetipps für Rhododendron im Garten

So üppig blüht ein Rhododendron dank guter Pflege: nicht zuviel Sonne, dauerfeuchter, saurer Boden und ein vorbeugender Schutz gegen Schädlingsbefall – mehr brauchen Rhododendren und andere Azaleen-Arten nicht!

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Die besten Pflegetipps für Rhododendron im Garten

Klein, aber bunt gemustert: Die Thododendron-Zikade legt ihre Eier gen in den Blütenknospen des Folgejahres ab.

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Die besten Pflegetipps für Rhododendron im Garten

Bei der Eiabalge übertragen die Weibchen den Pilz Pycnostysanus azaleae: Dort, wo die Rhododendron-Zikade zugestochen hat, werden die Knospen braun und vertrocknen!

Das große 1x1 der Rhododendron-Pflege: Rhododendren pflanzen, düngen, wässern und die Rhododendron-Zikade bekämpfen. Hier finden Sie die besten Tipps, wie Sie Rhododendron pflegen, damit die beliebte Moorbeetpflanze auch in Ihrem Garten von Jahr zu Jahr üppiger blüht!

Gut zu wissen: Rhododendron ist eine beliebte Zierpflanze für den Garten: Diese Pflegetipps sollte jeder Gärtner beachten ...

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Welchen Standort brauchen Rhododendren?

Die beste Pflege beginnt beim Rhododendron mit der richtigen Pflanzung, ein falscher Standort lässt sich später nicht mehr nachbessern und man muss die Sträucher umpflanzen. Rhododendren lieben als ehemalige Waldpflanzen relativ hohe Luftfeuchte sowie halbschattige und windgeschützte Standorte im Garten. Sonst können die immergrünen Pflanzen im winterlichen Garten bei Sonne und trockenem Wind austrocknen. Daher wachsen die Sträucher auch gerne unter bzw. neben tief wurzelnden Bäumen wie Eiben oder Kiefern.
Praxistipp: Ein Standort in praller Sonne kommt nur infrage, wenn der Boden auch im Sommer dauerfeucht, aber nicht nass ist. Das geht nur mit einer entsprechenden Mulchschicht.

Als Heidekrautgewächs liebt Rhododendron sauren Boden mit niedrigem pH-Wert um 4,5. Aber das reicht noch nicht, Rhododendren brauchen außerdem locker-humose und nährstoffreiche Erde, denn sie hassen Staunässe. Die nötige Bodenverbesserung erreichen Sie bei sandigen und sehr lehmigen Standorten zum Beispiel durch Laubkompost, Rindenhumus und Rhododendron- oder Moorbeeterde, die Sie als Spezialerden kaufen können. Sehr lehmige, kalkhaltige Böden sollten Sie mit (kalkfreiem!) Kies durchlässiger machen. Pflanzen Sie an solchen Standorten außerdem sogenannte Inkarho-Rhododendren – großblütige Sorten, die man auf besonders lehm- und kalktolerantere Inkarho-Unterlagen veredelt hat.

Leuchtende Blüten und gesundes Laub sind bei Rhododendren und auch Azaleen das Ergebnis guter Pflege. Foto: sidm / TH

Wie pflanzt man Rhododendren?

Pflanzloch doppelt so tief wie der Erdballen, lockere Erde und einen Erdwall als Gießrand: Da gibt es im Vergleich zu anderen Sträuchern keine großen Unterschiede. Aber: Pflanzen Sie Rhododendren nicht zu tief, der Erdballen sollte mit der Erdoberfläche abschließen. Bedecken Sie den Boden rund um den Rhododendron mit einer Mulchschicht aus Rindenkompost oder Laub. Eine Mulchschicht gehört auch später zur regelmäßigen Pflege, da sie Feuchtigkeit im Boden hält, vor Austrocknung schützt und wie ein Sonnenschirm wirkt.

Wie gießt man Rhododendren richtig?

Ein Rhododendron hat viel Durst, besonders im ersten Jahr nach dem Pflanzen. Da er flach wurzelt, braucht er aber auch sonst viel Wasser und die Erde sollte nie ganz austrocknen. Gießen Sie nicht jeden Tag ein kleines Schlückchen, sondern lieber in größeren Abständen mit größeren Mengen. Idealerweise mit kalkfreiem Regenwasser aus der Regentonne, da kalkhaltiges Leitungswasser den pH-Wert anhebt und damit die Anfälligkeit für Nährstoffmangel fördert.

Auch im Winter braucht ein Rhododendron an frostfreien, sonnigen Tagen Wasser. Sonst trocknet er schnell aus und kann im schlimmsten Fall sogar vertrocknen. An sehr exponierten und windoffenen Standorten sollten Sie Rhododendren an sonnigen Wintertagen vorsichtshalber mit einem Schutzvlies abdecken.

Vorbeugende Pflege: Rhododendren richtig Düngen

Satt grünes Laub und viele Blüten: Gönnen Sie dem Rhododendron im März eine Portion Dünger. Dafür kratzen Sie die Mulchschicht vorsichtig weg und verteilen Hornspäne und organischen Rhododendron-Dünger im Wurzelbereich der Pflanzen. Wässern Sie und schließen die Mulchdecke anschließend wieder.
Nach der Blüte können Sie verwelkte Blütenstände ausbrechen und damit neue Blütenansätze fördern. Bei sehr großen Sträuchern ist das allerdings nicht mehr praktikabel – die Blüten sind einfach nicht mehr erreichbar. Im August gibt’s noch mal einen Dünger-Nachschlag, damit die Blütenbildung für das nächste Jahr angekurbelt wird.

Muss man Rhododendren schneiden?

Er ist zwar schnittverträglich und steckt oft auch rabiate Rückschnitte weg, aber ein regelmäßiger Schnitt ist beim Rhododendron nicht nötig und führt auch nicht zu mehr Blüten. Wichtig: Einen starken Schnitt bis ins alte Holz verkraften nur gut eingewurzelte Sträucher. Das kann bei Lehmboden mehrere Jahre dauern, da die feinen Wurzeln den schweren Boden nur mühsam durchziehen können.

Pflanzenschutz beim Rhododendron

Die Rhododendron-Zikade bekämpfen

Braune Knospen mit auffälligem Pilzrasen weisen auf die Rhododendron-Zikade hin, die bei der Eiablage an den Knospen einen Pilz überträgt, der die Knospen schließlich vertrocknen lässt. Die Saugtätigkeit der Zikaden selbst ist bis auf hellgelbe Sprenkel auf den Blattoberseiten nicht weiter schlimm. Entfernen Sie alle betroffenen Knospen und bekämpfen von Mai bis September die auffällig grün-metallisch gestreiften Rhododendron-Zikaden mit einem Insektizid oder hängen Gelbtafeln auf.

Rhododendron-Zikaden sind nicht einmal einen Zentimeter groß, aber auffällig gemustert. Foto: sidm / TH

Zweigsterben

Schuld ist ein Pilz der Gattung Phytophtora. Nach einem Befall sind die Blätter trocken und eingerollt, ganze Trieb sterben ab. Die Krankheit tritt bei Staunässe im Sommer besonders häufig auf. Schneiden Sie befallene Triebe rigoros ab und arbeiten Sand als Bodendrainage ein, dann erholt sich die Pflanze oft noch.

Dickmaulrüßler

Dickmaulrüßler lieben die derben Blätter vom Rhododendron. Die bräunlichen, knapp 1 cm großen und flugunfähigen Käfer machen sich durch ihren typischen Buchtenfraß bemerkbar. Sieht nicht schön aus, macht aber weiter nichts. Viel schlimmer sind Käferlarven, die an den Wurzeln knabbern und massive Schäden verursachen. Im Boden sind die Larven vor Spritzmitteln in Sicherheit, lassen sich aber mit Nematoden aus dem Fachhandel bekämpfen.

Blatt-Chlorosen und Blattflecken

Gelbe Blätter oder hellgrüne Blätter sind meist Pflege-Fehler und treten bei Düngermangel oder einem zu hohem pH-Wert auf. Um den pH-Wert abzusenken, können Sie Nadelstreu, Torf oder auch den Stickstoffdünger Schwefelsaures Ammoniak streuen. Werden die Blätter teilweise braun, kann der Rhododendron einen Sonnenbrand haben. In dem Fall gibt es nur eine Maßnahme zur Pflege – pflanzen Sie den Rhododendron an einen anderen Platz. Setzt sich die Welke fort, ist der Pilz nicht über die Blätter, sondern über die Wurzeln eingedrungen. In dem Fall ist der Rhododendron nicht mehr zu retten. Rundliche, scharf begrenzte Flecken werden von diversen Blattflecken-Pilzen verursacht, sind aber mit Fungiziden leicht in den Griff zu bekommen.

Thomas Heß
Foto: sidm / TH

Als Gartenbau-Ingenieur ist Thomas Heß der Fachmann für alles, was im Garten grünt und blüht: Unser Autor erklärt Ihnen, wann der beste Zeitpunkt für Aussaat, Düngegabe oder das Winterquartier ist und wie man Staunässe verhindert. Profitieren Sie von seinem Expertenwissen!

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