Balkonblumen-Pflege Balkonpflanzen gießen, düngen & überwintern

Damit die Balkonblumen am Geländer farbenfroh und ausdauernd blühen, brauchen sie die geeignete Pflege. Wie Sie Balkonpflanzen pflegen, erfahren Sie hier.

Balkonpflanzen für den Blumenkasten
Inhalt
  1. Ab wann dürfen Balkonpflanzen ins Freie?
  2. Wie Balkonpflanzen einpflanzen?
  3. Balkonpflanzen wie oft, wie viel gießen?
  4. Wie oft muss man Balkonpflanzen düngen?
  5. Wie Balkonpflanzen vor Frost schützen?
  6. Wo entsorge ich Balkonpflanzen?

Zwar sind die allermeisten Balkonpflanzen einjährige Sorten und werden auf dem Kompost (oder im Hausmüll) entsorgt, wenn sie abgeblüht sind, aber auch hier kann man mit der richtigen Balkonpflanzen-Pflege die Blüte der Blumen auf dem Balkon verlängern. Vom Einpflanzen der Balkonblumen über die richtige Balkonkästen-Bewässerung bis zum möglichen Überwintern von Balkonpflanzen – hier erfahren Sie, wie Sie Ihre Balkonpflanzen pflegen sollten, um lange Freude an der Blütenpracht auf dem Balkon zu haben!

 

Ab wann dürfen Balkonpflanzen ins Freie?

Vorkultivierte Zwiebelblumen im Topf (Narzisse, Hyazinthe oder Tulpe) können sobald sie im Gartencenter angeboten werden auch in den Balkonkasten getopft werden. Praxistipp: Sie können die Blumenzwiebeln aus dem Vorjahr (auch von gekaufter Topfware) schon im Herbst in Pflanztöpfe stecken und auf dem Balkon überwintern! Sobald es warm genug wird, treiben die Zwiebelblumen aus und läuten die neue Gartensaison auf dem Balkon ein!

Für alle anderen Balkonpflanzen sollten Sie die Eisheiligen Anfang Mai abwarten, ehe Begonien, Geranien, Petunien und Fuchsien in den Balkonkasten gepflanzt werden! Wohnen Sie in einer Region mit stark gemäßigtem Klima oder in einer dicht bebauten Stadt, können Sie ggf. auch schon nach Ostern die Balkonbepflanzung für den Sommer in Angriff nehmen. So früh in der Saison ist aber meist das Angebot der Gartencenter an Balkonpflanzen noch stark eingeschränkt.

 

Wie Balkonpflanzen einpflanzen?

Balkonblumen einpflanzen ist einfach:

  • Erde im Blumenkasten zur Seite schieben
  • Balkonpflanze vorsichtig aus dem Plastiktopf lösen
  • Wurzelballen leicht auflockern (Wurzelfilz aufreißen)
  • Wurzelballen bündig in das Pflanzsubstrat stecken
  • Erde lagenweise einfüllen und andrücken
  • frisch eingepflanze Balkonpflanze großzügig angießen

Brauchen Sie mehr Hilfe beim Einpflanzen von Balkonpflanzen? Das Video zeigt Schritt für Schritt, worauf Sie beim Bepflanzen Ihres Balkonkastens achten müssen:

 
 

Balkonpflanzen wie oft, wie viel gießen?

Wie im Garten auch lautet die Regel: Besser einmal täglich gründlich gießen, als immer wieder etwas (zu wenig)! Allerdings gilt das nur für Kübelpflanzen auf dem Balkon, die in ausreichend viel Blumenerde wurzeln. Gerade in den an der Brüstung montierten Balkonkästen steht den Pflanzen nur wenig Pflanzsubstrat zur Verfügung, um ihren Wasserhaushalt zu decken. Weil das bisschen Pflanzerde im Balkonkasten zu wenig Wasser speichern kann, die Balkonpflanzen – gerade in sonnigen, windigen Lagen – aber viel Wasser verdunsten, ist es hier ratsam, morgens und abends (bei Bedarf) zu gießen.

Die Menge an Gießwasser hängt auch hier von der Speicherfähigkeit des Pflanzsubstrats ab. Sobald das Wasser unten aus dem Balkonkasten läuft, ist die maximale Aufnahmefähigkeit der Blumenerde erreicht. Mehr hilft dann auch nichts mehr! Besser, Sie investieren von Anfang an in gute Blumenerde, die viel Wasser speichern und es zeitversetzt an die Balkonpflanze abgeben kann! So gönnen Sie Ihren Balkonpflanzen optimale Pflege und sparen Zeit und Mühe beim Blumengießen. Praxistipp: Abzuglöcher im Pflanzkasten für überschüssiges Gießwasser sind Pflicht, damit Ihre Balkonpflanzen nicht an Staunässe zugrunde gehen!

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Welche Balkonpflanzen brauchen wenig Wasser?

Die Geranie ist zu "der Balkonkasten-Pflanze" geworden, weil sie so pflegeleicht ist und nur wenig Wasser braucht! Auch in niederschlagsarmen aber heißen Sommern blüht sie in Süddeutschland unermüdlich. Ähnlich sparsam im Bezug auf Wasser sind auch Begonien, Petunien und Verbenen. Praxistipp: Südeuropäische Pflanzen wie Lavendel oder gar Kräuter (Rosmarin, Salbei, ...) kommen ebenfalls mit wenig Wasser aus und machen auch auf dem Balkon eine gute Figur – sie blühen zwar nicht so auffällig, betören aber mit ihrem Duft!

 

Wie oft muss man Balkonpflanzen düngen?

Auf dem Balkon wie im Garten gilt: Gedüngt wird während der Wachstumsphase. Da Balkonpflanzen nahezu die ganze Zeit, die sie auf dem Balkon stehen, in der Wachstumsphase sind bzw. gehalten werden, sollten Sie Ihre Balkonblumen auch regelmäßig düngen. Alle 14 Tage nach den Dosieranweisungen des Herstellers zu düngen, empfiehlt sich für Balkonpflanzen in großen Kübeln mit ausreichend viel speicherfähigem Pflanzsubstrat.
Je kleiner das Pflanzgefäß, desto öfter – aber niedriger dosiert ! – sollten Sie ihre Balkonpflanzen düngen.

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Welchen Dünger brauchen Balkonpflanzen?

Bei der Frage nach dem besten Dünger für Balkonpflanzen ist die Frage einfach: Was Sie zuhause haben! Ein ausgewogener Mix aus Nährstoffen sollte es sein, also keine Spezialdünger. Jeder normale Blumendünger, ob mineralisch oder organisch, ist geeignet.
Hilfreich ist es, bereits beim Einpflanzen der Balkonblumen einen Langzeitdünger unter das Pflanzsubstrat zu mischen. So sind die Balkonpflanzen die ersten 4-6 Wochen ideal versorgt. Danach bieten sich Flüssigdünger an, die sich leicht dosieren lassen und von der Pflanze schnell aufgenommen werden.

 

Wie Balkonpflanzen vor Frost schützen?

Vor leichten Frösten schützen Sie Ihre Balkonpflanzen mit sogenannten Frostwächtern. Das funktioniert aber nur auf windgeschützten Balkonen und nur bei leichtem Frost. Drohen tiefere Temperaturen sollten Sie die Balkonpflanzen mit Luftpolsterfolie und Jutesäcken umwickeln, um sie in frostigen Nächten zu schützen. Für einjährige Balkonpflanzen wie Geranien und Begonien lohnt sich der Aufwand nicht.

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Welche Balkonpflanzen kann ich überwintern?

Wollen Sie wertvolle Balkonpflanzen überwintern, ist meist das beheizte Treibhaus, der helle Keller oder das kühle Treppenhaus der richtige Ort, um Kamelie, Oleander, Olivenbaum & Co. zu überwintern. Auch bei Palmen, Zitronenbäumen oder Margeriten-Stämmchen, die den Sommer über draußen auf dem Balkon verbracht haben, lohnt sich der Aufwand.

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Wo entsorge ich Balkonpflanzen?

Wer einen Komposthaufen hat, kann verblühte Balkonpflanzen dort entsorgen. Wer in der Stadt ohne Garten wohnt, kann alte Balkonblumen in der Biotonne entsorgen. Wichtig: Ist die Blume krank, faulig oder von Schädlingen befallen, muss die Entsorgung der Balkonpflanze über die Restmülltonne erfolgen!

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