Blumenzwiebeln pflanzen

Für die Blütenpracht im nächsten Frühjahr sollten Sie ab Oktober alles vorbereiten und die Blumenzwiebeln für Krokus, Tulpe und Co. pflanzen. Das sollten Sie beim Pflanzen von Blumenzwiebeln beachten.

Blumenzwiebeln pflanzen
Inhalt
  1. Wann Blumenzwiebeln pflanzen
  2. Wie Blumenzwiebeln pflanzen?
  3. Der richtige Standort zum Blumenzwiebeln pflanzen
  4. Blumenzwiebeln im Topf pflanzen

Damit es in Ihrem Garten im nächsten Frühjahr aber auch so bunt blüht, sollten Sie schon im Herbst beginnen die Grundlagen dafür zu legen: Denn im Herbst ist der richtige Zeitpunkt zum Blumenzwiebeln pflanzen: Ob Narzissen in Weiß oder Gelb, niedliche Traubenhyazinthen in Blau oder Weiß, zarte Schneeglöckchen, zierliche Blausternchen, filigrane Schachbrettblumen, beeindruckender Zierlauch, duftende Hyazinthen und natürlich Tulpen – und damit die Frühlingsblüher in der nächsten Saison gut gedeihen, sollte darauf geachtet werden, dass der Standort zum Blumenzwiebel pflanzen gut gewählt und vorbereitet ist.

 

Wann Blumenzwiebeln pflanzen

In den Gartencentern ist im Herbst Hochsaison. Jeder möchte Blumenzwiebeln! Wann ist die Blumenzwiebel Pflanzzeit? Ab September können Sie die Blumenzwiebeln setzen. Zwar sehen die braunen Knollen noch nach nichts aus, aber anhand der Verpackungen kann man Blumenzwiebeln in den Lieblingsfarben heraussuchen und zusammenstellen. Achten Sie beim Kauf auf feste, schwere Blumenzwiebeln. Die Blumenzwiebeln dürfen noch keine Wurzelaustriebe haben, da diese leicht abbrechen. Für die Lagerung nehmen Sie die Zwiebeln nach dem Kauf aus der Plastikverpackung. Kühl, trocken und dunkel halten sie sich bis zum Pflanzen frisch.

Frühjahrsblühende Blumenzwiebeln wie Tulpen, Narzissen und Hyazinthen pflanzen Sie im Herbst – ab September bis Dezember – vor dem ersten Nachtfrost. Sommerblühende Blumenzwiebeln wie Dahlien und Callas pflanzen Sie im Frühjahr, sobald kein Nachtfrost mehr droht.
Praxsitipp: Was Sie noch im September im Garten erledigen sollten, zeigt Ihnen der Gartenkalender.

 

Wie Blumenzwiebeln pflanzen?

Gemeinsam mit den Kindern den nächsten Frühling pflanzen, heißt nun die Devise: Die Blumenzwiebeln, die zunächst leblos und trocken wirken, brauchen nämlich die Kälte des Winters, um zur Blüte zu gelangen. Eltern sollten ihren Kindern diese Wunderwerke der Natur nicht vorenthalten. Jetzt wird gebuddelt, denn das Pflanzen von Blumenzwiebeln ist nicht schwer: Natürlich brauchen Sie erst einmal ein Loch. Dafür gibt es sogar ein spezielles Handwerkzeug – das ist vor allem dann hilfreich, wenn Sie die Zwiebeln in den Rasen pflanzen wollen. Setzen Sie die Blumenzwiebeln mit der Spitze nach oben und der runden Seite nach unten ein. Füllen Sie das Loch wieder mit Erde und drücken Sie diese vorsichtig fest.  Aber wie tief pflanzt man Blumenzwiebeln? Die Blumenzwiebeln sollten etwa doppelt so tief in die Erde gelegt werden, wie sie hoch sind.
Praxistipp: Es gibt eine Eselsbrücke. Für den Pflanzabstand gilt: dreimal die Breite der Zwiebel; für die Pflanztiefe gilt: dreimal die Höhe der Zwiebel. Tulpenzwiebeln mit 5 cm Durchmesser müssen demnach 15 cm tief und in 15 cm Abstand zueinander gepflanzt werden.
Das folgende Video zeigt die 5 größten Fehler beim Blumenzwiebeln pflanzen:

 

Unmittelbar nach dem Einsetzen gießen. So werden sie dazu angespornt, Wurzeln zu bilden. Je früher dies geschieht, umso beständiger ist die Blumenzwiebel gegen Kälte und Frost. Blumenzwiebeln in Töpfen benötigen in der Periode nach dem Pflanzen ebenfalls Wasser, da die Erde in Töpfen schneller austrocknet. Sommerblühende Blumenzwiebeln brauchen direkt nach dem Einsetzen besonders viel Wasser. Halten Sie die Erde im Garten oder in den Töpfen bzw. Blumenkästen nach dem Pflanzen feucht.

Erst im Frühjahr werden die Blumenzwiebeln dann ihre vorwitzigen Triebe aus der Erde schieben, um bald in voller Pracht da zu stehen. Um richtig satt Farbe in den Garten zu bringen, pflanzt man Blumenzwiebeln übrigens  am besten in Gruppen. Wer einen naturnahen Eindruck entstehen lassen möchte, der bevorzugt unregelmäßige Abstände. Um sicherzustellen, dass Sie sich besonders lange (von Januar bis Mai) an den Farben erfreuen können, ist eine Lasagne-Bepflanzung (oder Etagenbepflanzung) eine gute Möglichkeit. Das bedeutet, dass die unterschiedlichen Blumenzwiebeln in Schichten übereinander in die Erde kommen. Die spät blühenden Blumenzwiebeln wie Hyazinthen und Tulpen kommen nach unten, die früh blühenden wie z. B. Krokusse nach oben. 
Wichtig: Blumenzwiebeln hassen nichts mehr als Staunässe. Damit sie keine nassen Füße bekommen, gibt man ihnen bei lehmigen Böden etwas Sand in das Pflanzloch, der das Regenwasser rasch ableitet.

Aus unscheinbaren Blumenzwiebeln entwickeln sich wunderschöne Blumen. Foto: sidm / DW; BGL; Hersteller
 

Der richtige Standort zum Blumenzwiebeln pflanzen

Neben fröhlichen Tulpen und leuchtenden Narzissen können Sie auch filigrane „Frühlingsgrüße“ wie Schneeglöckchen oder Märzenbecher einsetzen. Wichtig, damit die Frühlingsblüher wiederkommen, ist der Ort, an dem Sie die Blumenzwiebeln pflanzen. Tulpen mögen volle Sonne, nährstoffreichen und offenen Böden mit regelmäßigen Kalkgaben. Deshalb sollte der Boden rund um diese Frühlingsblüher gelegentlich behackt oder mit einjährigen Sommerblühern überpflanzt werden. In von Staudenbeet und Rasenteppich bedeckten Böden können sich Tulpen nicht entwickeln. Empfindlich sind sie gegenüber Winternässe. Daher ist es sinnvoll, zur Erhaltung die Zwiebeln in 2-3 cm tiefen Sand zu betten. Wenn man diese Faktoren beherzigt, kann man bis zu 10 Jahre blühfreudige Tulpen im Garten erhalten. Je nach Tulpenart ist ein Blühzeitraum von März bis Mai möglich.

Narzissen bevorzugen einen feuchten Standort auf sandig-lehmigem Boden. Heimisch im Gehölzrand fühlen sie sich im Halbschatten wohl. Ansonsten ist diese Blumenzwiebel sehr anspruchslos. Das Laub sollte bis zum Einziehen (Anfang Juli) unberührt bleiben. Deshalb sollten Sie diesen Frühjahrsblüher am besten so setzen, dass ihre Blumenzwiebeln zwischen Sommerstauden in der Erde liegen und  schnell überwuchert werden, so dass ihr welkes Aussehen nicht auffällt. Die unterschiedlichen Narzissen-Arten blühen von März bis Mai. Und während Tulpen gerne von Wühlmäusen gefressen werden, lassen sie Narzissen als ungenießbar einfach links liegen.

 

Blumenzwiebeln im Topf pflanzen

Tulpen, Narzissen & Co. sind auch für Pflanzkübel geeignet. Dafür muss das Gefäß nur tief genug sein (mindestens die dreifache Höhe der Zwiebel) und braucht ein Wasserabzugsloch. Legen Sie auf den Boden des Topfes eine Schicht aus alten Tonscherben, Blähton oder Kieselsteinen, um ein optimales Abfließen des Wassers zu gewährleisten. Im Topf können die Zwiebeln näher aneinander gesetzt werden als im Beet: maximal eine Zwiebelbreite Abstand. Sorgen Sie aber dafür, dass die Töpfe gegen strengen Frost geschützt sind!
Praxistipp: Ziehen Sie die Zwiebeln in der Wohnung, verwenden Sie als Pflanzgefäße einfach Geschirr oder Backformen aus den Küchenschränken. Das passt perfekt auf den Tisch, aufs Regal, auf die  Fensterbank, neben die Spüle oder auf die Arbeitsfläche. 

Im Sommer blühende Zwiebelblumen wie Lilien, Calla oder Ananasblumen verwandeln auch einen kleinen Balkon in ein ganz privates Naherholungsgebiet. Ein Topfgarten bietet besonders viel gestalterische Freiheit, denn die Blumenzwiebeln können immer wieder anders arrangiert werden – und die Aussaat der Blumenzwiebel im Frühjahr ist ganz einfach. Auch ein Garten profitiert von Sommerblühern im Topf: Besonders schöne oder auffallende Pflanzen können einen Ehrenplatz bekommen. Sie können zum Beispiel am Ende einer Sichtachse platziert werden oder man stellt beziehungsweise pflanzt sie dorthin, wo Farbe fehlt. 

Fotos: sidm, Archiv

Quelle: Sonderheft 4 / 2014

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