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Geht auch ganz einfach:

Rasen lüften

Gerade nach einem schneereichen Winter sollten Sie Ihren Rasen lüften: Im späten Frühjahr (April/Mai), wenn die Bodentemperatur schon gestiegen ist, ist der ideale Zeitpunkt, den Rasen zu lüften.

Inhalt
  1. Warum sollte man den Rasen belüften?
  2. Wann sollte ich den Rasen lüften?
  3. Rasen auflockern: Hartnäckigen Rasenfilz entfernen
  4. Rasen aerifizieren

Gegen Rasenfilz hilft ein Rasenlüfter – aber nur, wenn er regelmäßig eingesetzt wird. Seine Drahtbügel kämmen schonend Rasenschnitt und Moosnester aus der Rasenfläche – das regelmäßige Rasen kämmen ist ideal für die kontinuierliche Rasenpflege über das Jahr.

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Warum sollte man den Rasen belüften?

Rasenfilz zwischen den Grashalmen schneidet die Grasnarbe von Licht und Luft ab: Nährstoffe und Regenwasser dringen nur schwer zur Wurzelschicht vor und behindern so ein gesundes Wachstum Ihres Rasens. Die Belüftung der Grasnarbe vitalisiert den Rasen, wirkt Staunässe entgegen und hilft fette und verdichtete Böden zu lockern.
Wie Sie Ihren Rasen lüften können, zeigt Schritt für Schritt das folgende Video:

 

Praxistipp: Um mit dem Rasenlüfter optimale Ergebnisse zu erzielen, wählen Sie einen Tag, an dem der Boden erdfeucht ist – weder knochentrocken noch pappnass!

 

Wann sollte ich den Rasen lüften?

Sinnvollerweise entfernen Sie den Rasenfilz aus abgestorbenem Gras, Unkraut und Moos gleich zu Beginn der Wachstumsperiode des Rasens. Auf das Jahr betrachtet ist der Frühling die beste Zeit zum Rasenlüften – jetzt beginnt die Wachstumsphase und mit der Aerifizierung bereiten Sie den Rasen optimal vor.
Praxistipp: Im zeitigen Frühjahr direkt nach der Schneeschmelze ist der Rasenfilz besonders leicht zu entfernen! Zum Lüften des Rasens genügt hier ein Hand-Vertikutierer oder eine einfache Harke. Selbst ein Laubbesen oder Rechen lüften den Rasen dann sanft. Die Arbeit ist zwar zeitaufwendig, aber wegen des feuchten Bodens nicht besonders anstrengend.

Aber auch der Rasen selbst zeigt Ihnen an, wann Sie ihn mal wieder lüften sollten! Bilden sich stellenweise Pfützen im Rasen, deutet das auf einen verdichteten Untergrund hin. Moos im Rasen oder Klee weisen darauf hin, dass die Grasnarbe schlecht belüftet und zu feucht ist.

 

Rasen auflockern: Hartnäckigen Rasenfilz entfernen

Wenn der Boden besonders starkt verdichtet ist, wenn zwischem dem Rasenfilz aus Moos und Klee kaum noch Grashalme wachen, hilft klassisches Rasenlüften nicht mehr weiter. Weder das Rasen lüften mit der Lüfterwalze noch das Rasen lüften per Hand würde hier zu befiredigenden Ergebnissen führen. Dann müssen Sie den verdichteten Rasen auflockern und allen Rasenfilz entfernen. Nach dieser gründlichen und tiefgreifenden Arbeit mit einem leistungsstarken Vertikutierer bleibt zwar meist mehr braune Erde als grüner Rasen über, aber nach einer Nachsaat wächst der Rasen schnell wieder dicht zusammen.

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Für die Belüftung eines stark verfilzten Rasens reicht es in der Regel nicht aus, den Rasen zu lüften. In solchen Fällen sollten Sie die Fläche zum Saisonstart zunächst gründlich vertikutieren.

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Die stabilen Messer eines Vertikutierers zerschneiden den Rasenfilz zwischen den Grashalmen und rechen ihn heraus. Wichtig ist die korrekte Höheneinstellung des Vertikutierers: Damit das Wurzelwerk nicht zerstört wird, dürfen die Messer des Vertikutierers den Boden nur wenige Millimeter einritzen. Vertikutieren Sie den Rasen sorgfältig in Längs- UND Querrichtung, der entfernte Rasenfilz wird abgefegt und auf den Kompost gegeben. Praxistipp: Auch wenn Ihr Rasen jetzt arg zerpflügt aussieht, nun ist Ihr Rasen optimal vorbereitet für Belüftung, Pflege, Dünger und Nachsaat.

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Rasen aerifizieren

Auch die Belüftung des Bodens hilft Ihrem Rasen, gesund zu bleiben. Versickert Regenwasser zügig, ohne Staunässe zu bilden, haben es Pilze und Moose schwer, sich im Rasen auszubreiten. Vereinfacht gesagt werden etwa 200 ca. 10 cm tiefe Löcher (pro Quadratmeter) in den Rasen gestochen. Diese Aerifizierung genannte Tiefenbelüftung des Rasens ist besonders bei fetten und verdichteten Böden (Rasenflächen, die oft betreten werden) eine wertvolle Initiative.

Spezielle Aerifizierungsgabeln mit Holzzinken stanzen kleine Erdkegel aus dem Boden, die die Tiefenbelüftung gewährleisten. Praxistipp: Vergleichbare Ergebnisse erreichen Sie auch mit einer normalen Forke oder Grabegabel! Anschließend sollten Sie die entstandenen Löcher mit Sand füllen. Der Sand wirkt wie ein Drainage und beugt Staunässe zuverlässig vor. Außerdem wird der Sand von Regenwürmern auch in das umgebende Erdreich transportiert – der Boden wird mit der Zeit insgesamt magerer!
Wiederholen Sie diese Rasenkur regelmäßig: Bei viel genutzten (= stark verdichteten) Rasenflächen monatlich – bei reinen Zierrasenflächen einmal im Jahr.

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Eine Wohltat bereiten Sie Ihrem Rasen auch, wenn Sie die Grasnarbe mit speziellen Nagelschuhen perforieren. Beim (kraftzehrenden) Laufen drücken sich die Metallstifte auf der Unterseite der Nagelschuhe in den Rasen und belüften ihn. Praxistipp: Nagelschuhe können Sie auch ganz einfach selbst bauen! Ein Stück Terrassendiele o. Ä. mit langen Nägeln durchschlagen und einfach mit einem Gurt unter den Gartenschuhen befestigen!
Link-Tipp: Rasen belüften bringt Sauerstoff an die Wurzeln: So geht’s richtig >>

Rasen besanden

Auch in der Fläche lohnt es, den Rasen zu sanden: Unebenheiten werden aufgefüllt, die Versickerungsleistung des Bodens wird insgesamt verbessert. Etwa 5 Liter Sand pro Quadratmeter sollten Sie auf der belüfteten Rasenfläche ausbringen: Mit einem Straßen- oder Laubbesen ist der Sand schnell gleichmäßig zwischen den Grashalmen verteilt. Schließlich bietet das Sandbett auch ideale Keimbedingungen für neu ausgesäte Rasensamen!

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Quelle: selbst ist der Mann

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