Moos im Rasen

Moos im Rasen wird bei falscher Rasenpflege schnell zu einem wiederkehrenden, gar chronischen Problem. So beseitigen Sie die Lebensgrundlage des grünen Filzes, damit Ihr Rasen dicht und satt wachsen kann. 

Moos im Rasen
Moos im Rasen breitet sich oft ungehindert aus. Um das zu verhindern, ist eine regelmäßige Pflege wichtig! Foto: Pixelio/A. Dreher
Inhalt
  1. Ursachen für Moos im Rasen
  2. Was hilft gegen Moos im Rasen?
  3. Lebermoos im Rasen
  4. Lebermoos bekämpfen

Besonders im Herbst und Frühjahr, wenn der Boden sehr feucht ist, breitet sich der grüne Rasenfilz nahezu ungehindert aus. Schnell kann Moos im Rasen zu einem echten Problem werden: Denn vermooste Rasenflächen sind kaum strapazierfähig. Schattige, feuchte Lagen begünstigen seine Ausbreitung zusätzlich, denn wie Farne oder Pilze vermehrt sich Moos über Sporen.

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Ursachen für Moos im Rasen

Moos ist eine Zeigerpflanze für Nährstoffknappheit im Boden: Fehlt dem Boden Stickstoff, wuchert das genügsame und anpassungsfähige Moos im Rasen. Weiß man, wie sich Moos verbreitet, ist es leichter, den grünen Filz aus dem Rasen zu verbannen:

  • Auf nährstoffarmen, verdichteten Lehm-Böden haben es die meisten Grassorten schwer.
  • Moos hingegen liebt solche Böden – selbst saure Böden (Kalkmangel!) sind kein Problem.
  • Moos gedeiht selbst im Schatten und verträgt viel Feuchtigkeit – Rasen hingegen hasst Staunässe!
 

Was hilft gegen Moos im Rasen?

Meist schaffen wir selbst durch falsche oder unterlassene Rasenpflege ideale Wachstumsbedingungen für Moos in unserem Garten. Mit diesen Maßnahmen hat Moos im Rasen keine Chance:

  • Kalk reguliert den pH-Wert des Bodens und macht ihn für Moos lebensfeindlich.
  • Gönnen Sie Ihrem Rasen Sonne: UV-Strahlung und Wärme sind der beste Schutz gegen Moos!
  • Minimieren Sie Rasenflächen, die dauerhaft verschattet sind – hier ist vielleicht ein Beet sinnvoller.
  • Geben Sie dem Rasen die Möglichkeit abzutrocken: Entfernen Sie Herbstlaub zügig!
  • Staunässe schadet der Grasnarbe, sorgen Sie für lockere, drainierte Böden!
  • Rasen nicht zu kurz mähen: 4,5 cm Halmlänge braucht die Pflanze, um über die Photosynthese ausreichend Energie produzieren zu können, um den Kampf gegen das Moos aufzunehmen.

Das selbst.de-Fazit: Der Moosbildung vorbeugen kann man nur durch eine regelmäßige Pflege des Rasens! Bilden sich dennoch erste moosbewachsene Flächen, helfen diese Tipps Moos zu entfernen >>

 

Lebermoos im Rasen

Wenn sich in Rasen und Fugen hartnäckige Gewächse breit machen, kann es sich um eine Art der Brunnenlebermoose handeln.

Lebermoose lassen sich von Laubmoosen unterscheiden und sind ein zunehmendes Ärgernis in unseren Gärten. Sie breiten sich rasch aus, entweder auf dem Rasen, in Beeten oder den Fugen von Pflastersteinen. Lebermoos tritt gerne auf verdichteten, feuchten Böden auf. Aber es wächst auch mit Vorliebe auf Containerpflanzen, die Sie aus dem Gartencenter mitbringen – hier sollten Sie unbedingt die Erde um die Wurzeln entfernen, bevor Sie die Pflanze einsetzen!

 

Lebermoos bekämpfen

Auf unempfindlichen Pflasterflächen kann man das unerwünschte Grün recht gut mit Hitze behandeln bzw. abflämmen oder mit Essig verätzen. Schwieriger wird es im Rasen, da Sie ja nur das Moos, nicht aber die Gräser vernichten wollen. Leider wirken die meisten Anti-Moos-Mittel nicht gegen Lebermoos. Langfristig hilft am besten, die Bedingungen des Bodens zu verbessern, das heißt, ihn zu lüften und/oder etwas Sand in die Erde zu mischen und Rasenpflanzen sowie Boden zu stärken.

Quelle: selbst ist der Mann

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