Polsterreiniger Mühelos Sofa- und Auto-Polster reinigen

Wird der Teppichboden noch regelmäßig mit dem Staubsauger gereinigt, sammeln sich auf Polstermöbeln oft ungehindert Staub, Hautschuppen, Haare und weiterer Schmutz an. Unter dem Bezug nisten auf Sofas, Sesseln & Co.

Waschsauger
© Hersteller / Kärcher
Inhalt
  1. Was sind Waschsauger?
  2. Unterschied Waschsauger vs. Nass-Trockensauger
  3. Polster und Teppiche reinigen mit dem Waschsauger
  4. Polsterreinigung im Auto
  5. Test: Polsterreiniger fürs Auto

Bakterien, Milben und u. U. sogar Schimmelsporen. Eine Oberflächliche Reinigung der Polster mit einem Lappen hilft hier kaum – vergrößert die Flecken meist eher noch. Polsterreiniger entfernen diese Verschmutzungen fasertief und gründlich. Mit einem Nasssauger oder Waschsauger können Sie nicht nur Polstermöbel reinigen, sondern auch Teppiche, Autositze und sogar Matratzen von eingetrockneten Flecken, Milben und Allergenen befreien.

Waschsauger kaufen

Mit einem nassaugenden Polsterreiniger entfernen Sie nicht nur Krümel und losen Schmutz – seine Vorteile spielt der Waschsauger vor allem auf festmontierten Polstern (wie im Auto), bei nicht wechselbaren Bezügen (Matratzen) und großflächigen Textilbelägen (Teppichen und Wandbespannungen) aus. Mit dem Waschsauger gereinigte Polster sind nicht nur fasertief gereinigt, auch die wiedergewonnene Strahlkraft der Farben (weil kein Staub mehr im Gewebe festsitzt) wird Sie überzeugen!

 

Was sind Waschsauger?

Waschsauger  sind sogenannte Sprühextraktionsgeräte: Sie sprühen ein mildes Reinigungsmittel als feinen Nebel auf die zu reinigende Fläche. Die Reinigungslösung dringt in die Fasern von Polstermöbeln, Sitzbezügen oder Tepich ein, löst dort Flecken und Schmutz an, so dass der Polsterreiniger die angelösten Rückstände samt Waschwasser aufsaugen kann. Die Reinigungslösung und das aufgesaugte Schmutzwasser werden in getrennten Auffangbehälter im Waschsauger bevorratet. Strüh- und Saugdüse sind gemeinsam in der Bodendüse des Staubsaugers integriert.

Egal wie der Waschsauger konstruiert ist und über welche Extra-Funktionen er auch verfügt – die Polsterreinigung wird immer in drei Arbeitsgänge aufgeteilt, die der Waschsauger aber "in einem Zug" gemeinsam erledigt:

  • Das Einsprühen der verschmutzten Fläche mit Wasser und Reinigungsmittel (optinonal)
  • Einwirkzeit (meist nur wenige Sekunden)
  • Alternativ: mechanische Bearbeiten der Oberfläche mit einer Bürste (nicht jeder Waschsauger verfügt über eine rotierende Teppichbürste)
  • Das Absaugen des Schmutzwassers

Waschsauger
So funktioniert ein Waschsauger. © Hersteller / Amazon

In der Regel besitzen Waschsauger einen Frischwasserbehälter (dem das Reinigungsmittel zugegeben werden kann) oder einen separaten Reinigungsmittelbehälter (aus dem per Saugleitung automatisch Reinigungsmittel in den Wischwassertank geleitet wird). Auf Knopfdruck am Griff des Staubsaugers öffnet ein Ventil und die Reinigungslösung wird fein vernebelt über eine Düse am Bürstenkopf des Saugers auf den Boden gesprüht. Gleichzeitig läuft der Sauger an, um die ausgebrachte Flüssigkeit wieder aufzusaugen. Eine zusätzliche Bürstenwalze erhöht die Reinigungskraft des Waschsaugers.

In der Regel sind Saugdüse, Sprühdüse und Bürstenwalze hintereinander angebracht. Das hat folgende Vorteile:

  • In der Vorwärtsbewegung des Saugers (Schieben) wird der Tepich zuerst von groben Schmutz befreit, dann die Reinigungsflüssigkeit aufgetragen und mit der Bürstenwalze in die Fasern eingearbeitet.
  • In der Rückwärtsbewegung (Ziehen zum Anwender hin) kämmt die Bürste den angelösten Schmutz an die Oberfläche und die Saugdüse saugt alle ausgebrachten Flüssigkeiten samt Verunreinigungen aus dem Polster.
 

Unterschied Waschsauger vs. Nass-Trockensauger

In der Praxis werden Nasssauger und Waschsauger dennoch häufig miteinander verwechselt. Zwar können beide Sauger Flüssigkeiten aufsaugen, aber nur der Waschsauger kann auch eine Reinigungslösung ausbringen. Doch Vorsicht: Besonders günstige Waschsauger neigen dazu, mehr Wasser auszubringen als aufzusaugen, was eher nasse Teppiche und Polster zurücklässt, die danach erst langwierig abtrocknen müssen.

Reine Nasssauger können Flüssigkeiten "nur" aufsaugen, nicht aber selbst ausbringen. Wollen Sie den Teppich oder den Autositz feucht reinigen, müssen Sie den Polsterreiniger selbst ausbringen und in den Bezug einarbeiten. Vorteil: Sie können Flecken gezielter bearbeiten und die Einwirkzeit des Reinigers selbst bestimmen. Zum Absaugen der Oberfläche können Sie dann auch den Nasssauger verwenden, um die Reinigungsflüssigkeit aus den Fasern herauszusaugen. Praxistipp: Sprühen Sie die Polster während der Einwirkzeit und  direkt vor dem Absaugen mit klarem Wasser aus dem Drucksprüher ein – so waschen Sie auch Rückstände des Reinigungsmittels aus den Fasern. Außerdem arbeiten Nasssauger besser, wenn der Untergrund nass-feucht und nicht nur klamm ist!

Werkzeug Nass-Trockensauger
 

Was jeder Schmutz fürchtet: Nass-Trockensauger

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Polster und Teppiche reinigen mit dem Waschsauger

Die Einsatzmöglichkeiten für Waschsauger sind vielfältig. Überall, wo textile Oberflächen gesäubert werden sollen, spielt der Polsterreiniger seine Vorteile aus. Hier erklären wir exemplarisch, wie Sie mit dem Waschsauger Sofa-Polster, Autositze, Teppiche und sogar Matratzen reinigen:

Polster mit Waschsauger reinigen

Abnehmbare Bezüge von Polstermöbeln lassen sich zwar in der Waschmaschine waschen, aber das anschließende Aufziehen ist mitunter sehr schwierig. Mit dem Polsterreiniger entfernen Sie Staub, Hautschuppen, Tierhaare und Gebrauchsflecken viel schneller und müheloser:

  1. Rückenpolster von der Couch entfernen und flach auf den Boden legen (erleichtert die Arbeit)
  2. Groben Schmutz und lose Krümel absaugen – auch aus Polsterritzen
  3. Alle Oberflächen gleichmäßig mit dem Waschsauger abfahren
  4. Bürstenkopf in geraden Bahnen vor (Reinigungslösung aufsprühen) und zurück gewegen (Schmutzwasser aufsaugen)
  5. Arbeiten Sie langsam und ruhig: Nicht kreutz und quer arbeiten wie beim normalen Staubsaugen!
  6. Sind die Polster abgetrocknet, Sofa-Kissen wieder arrangieren

Teppich mit Nassauger reinigen

Auch fest verlegte Teppichböden und textile Auslegeware (sogar Kokosfaser-Teppiche) lassen sich mit einem Waschsauger leicht reinigen. Die Vorgehensweise ist identisch mit der Anleitung zur Polsterreinigung oben. Praxistipp: Nach wenigen Bahnen wird (je nach Größe der Fläche) der Frischwassertank leer, der Schmutzwassertank voll sein. Hier heißt es, regelmäßig für einen Wasserwechsel zu sorgen, damit der Teppich fasertief sauber wird.
Alternativ erklären wir die Teppichreinigung mit einem klassischen Nasssauger:

  1. Teppich frei räumen (Stühle, Tische, etc. entfernen) und normal staubsaugen
  2. Boden mit Teppichreiniger behandeln (es gibt Reiniger in Flockenform, als  Schaum oder wässrige Lösung zum Sprühen)
  3. Für ein besseres Ergebnis, Reiniger mit einem sauberen Schrubber tief in den Flor des Teppichs einarbeiten und leicht aufschäumen (ggf. zusätzlich Wasser mit einem Drucksprüher auftragen)
  4. Teppichreiniger einwirken lassen – Achtung: Boden darf nicht trocknen, sonst haften die gelösten Verunreinigungen wieder an den Fasern!
  5. Abschließend mit dem Nasssauger die Fläche trockensaugen
  6. Der Teppcih bleibt nur leicht klamm zurück und muss noch abtrocknen, ehe Sie ihn wieder getreten dürfen
  7. Praxistipp: Wer keinen Nasssauger besitzt, kann sich im Handel auch einen Teppichreiniger leihen >>
Waschsauger
Für die regelmäßige gründliche Reinigung des Teppichbodens ist der Waschsauger ideal. © Hersteller / Kärcher

Matratze mit Polstersauger reinigen

Waschbare Matratzenbezüge sollten auch regelmäßig (etwa 1-2 mal im Jahr) in die Waschmaschine wandern. Wenn das nicht möglich ist, hilft ein Waschsauger dabei, auch aus tieferen Schichten gesundheitsgefährdende Keime, Milben, Sporen und Allergene herauszusaugen. Alle zwei Monate sollten Allergiker die Matratze reinigen, um Milben die Nahrungsgrundlage zu entziehen. So reinigen Sie die Matratze mit dem Waschsauger in einem Arbeitsgang fasertief und gründlich:

  1. Matratze abziehen (Bettlaken entfernen) und frei aufs Lattenrost legen
  2. Bearbeiten Sie nun beide Seiten der Matratze mit dem Waschsauger
  3. Verzichten Sie besser auf den Zusatz von Reinigungsmitteln: Chemie im Bett sollten Sie vermeiden!
  4. Verwenden Sie stattdessen lieber heißes, nicht kochendes (max. 60 °C) Wasser und ggf. einen Schuss Essig
  5. Praxistipp: Gegen Urinflecken hilft die Zugabe von Natron ins Frischwasser des Waschsaugers!
  6. Lassen Sie die Matratze nun gründlich trocknen: Am besten hochkant auf eine der Längskanten stellen, damit die Matratze allseitig luft umströmt ist
  7. Bei Federkernmatratzen nur mit wenig Wasser arbeiten, damit keine Feuchtigkeit in die Feder-Eben dringt. Gleiches gilt für Latexmatratzen, die generell schlecht trocknen
 

Polsterreinigung im Auto

Typisches EInsatzgebiet für einen Waschsauger ist die Polsterreinigung im Auto: Hier werden die Bezüge meist stark beansprucht, aber nur selten gereinigt. So verschmutzen Autositze mit der Zeit stark und bedürfen dann einer kraftvollen Reinigung. Neben chemischen Polsterreinigern empfiehlt sich die Reinigung der Autopolster mit dem Waschsauger, um Flecken und Verunreinigungen ohne viel Mühe zu entfernen:

 
  1. Saugen Sie die Autositze und alle Fußbereiche im Auto, um Krümel, Kies/Sand und Staub zu entfernen
  2. Reinigen Sie die Autositze wie oben beschrieben mit einem Waschsauger
  3. Wechseln Sie pro Sitz das Wasser
  4. Praxistipp: Statt teurer Polsterreiniger können Sie dem Waschwasser auch einfach etwas flüssiges Feinwaschmittel zufügen!
  5. Erst anschließend reinigen Sie auf dieselbe Art die Fußräume (Wasserwechsel nicht vergessen)
  6. Nach der Polsterreinigung das Wageninnere gut durchlüftet austrocknen lassen

Haben Sie zum Reinigen der Autopolster keinen Waschsauger zur verfügung, können Sie die Sitze auch von Hand reinigen – beim Aufsaugen des Schmutzwassers hilft dann ein guter Nass-Trockensauger.

 

Test: Polsterreiniger fürs Auto

Polsterreiniger Auto
Produktvielfalt: Polsterreiniger fürs Auto erhalten Sie in jeder Tankstelle. © autozeitung.de

Für die manuelle Reinigung von Auto-Polstern finden sich im Handel unzählige Polsterreinger – aber welcher wirklich etwas taugt, erkennt man an den bunten Etiketten nicht. Unsere Kollegen der Autozeitung haben daher zwölf Auto-Polsterreiniger getestet und unter Labor- und Praxisbedingungen deren Stärken und Schwächen entlarvt.

Schmutz und Flecken sind im Auto Alltag: Tausalz von den Winterstiefel, Wagenschmiere oder Essens-Reste (Senf, Ketchup, Cola und Milchkaffee) forderten die Polsterreiniger im Test (im Preisbereich von 3,45 bis 21,39 Euro) heraus. Auf den Rücksitzen mussten die Autopolsterreiniger zeigen, wie kraftvoll sie Rückstände von Milcheis, Schokolade oder Filzstift entfernen. Der Polsterreiniger-Test von autozeitung.de zeigt, wie wirkungsvoll diese chemischen Cocktails wirklich sind.

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