Kartoffeln einlagern

Kartoffeln lagern ohne Keller

Kartoffeln sollten kühl und dunkel lagern. Da ist der Keller doch perfekt! Aber was macht man, wenn man keinen Keller hat? Wie kann man Kartoffeln lagern ohne Keller?

JW Video Platzhalter
Zustimmen & weiterlesen
Um diese Story zu erzählen, hat unsere Redaktion ein Video ausgewählt, das an dieser Stelle den Artikel ergänzt.

Für das Abspielen des Videos nutzen wir den JW Player der Firma Longtail Ad Solutions, Inc.. Weitere Informationen zum JW Player findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Bevor wir das Video anzeigen, benötigen wir Deine Einwilligung. Die Einwilligung kannst Du jederzeit widerrufen, z.B. in unserem Datenschutzmanager.

Weitere Informationen dazu in unserer Datenschutzerklärung.

Wenn man Kartoffeln lange oder falsch lagert, fangen sie schnell an zu keimen und werden ganz weich. Um das zu vermeiden, werden viele Kartoffeln im Keller gelagert. Doch nicht jeder hat einen Keller oder will in den Keller gehen, um Kartoffeln zu holen. Wie kann man Kartoffeln lagern ohne Keller? Wir stellen Ihnen die besten Möglichkeiten vor, wenn Sie Ihre Kartoffeln ohne Keller lagern möchten.

Ebenfalls sehr beliebt:
Kartoffeln anpflanzen
Kartoffeln grillen
Kartoffelturm: Kartoffeln platzsparend anbauen

Wie lagert man Kartoffeln ohne Keller?

Egal ob eigene Ernte oder gekauft: Kartoffeln brauchen eine dunkle, trockene und kühle Lagerung. Aber warum ist das so? Die natürliche Keimhemmung, die jede Kartoffel besitzt, baut sich nach 5-9 Wochen nach der Ernte ab. Damit sie nicht keimen, brauchen sie eine Lagerung bei der richtigen Temperatur. Diese liegt bei den Knollen unter 5 Grad Celsius. Damit sie keine Frostschäden erleiden, darf es aber auch nicht zu kalt sein. Zusätzlich müssen die Kartoffeln trocken lagern. Denn Feuchtigkeit führt dazu, das die Knollen schnell schimmeln. Außerdem sollte es dunkel sein, denn Helligkeit sorgt ebenfalls für eine schnelle Keimung.

Kartoffeln lagern ohne Keller
Eine Holzkiste ist zum Lagern von Kartoffeln ideal. Foto: iStock / Bibica

Praxistipp: Helligkeit sorgt gleichzeitig auch dafür, dass die Kartoffeln grün werden. Grüne Stellen enthalten den Giftstoff Solanin. Dieses kann zu Erbrechen, Halluzinationen oder Atembeschwerden führen. Auch wenn kleine Mengen meist nicht zu Beschwerden führen sollte man diese Stellen immer entfernen.

Worin lagert man Kartoffeln?

Damit Kartoffeln lange halten und frisch bleiben, sollte man auch den richtigen Behälter wählen. Kartoffeln können in Kisten aus Holz oder in Säcken aus Leinen oder Jute gelagert werden. Eine Abdeckung mit Papier oder Jute sorgt in einer Kiste dafür, dass das Gemüse nicht keimt. Dabei sollte man aber auch darauf achten, dass die Kartoffel genügend Luft hat. Denn das verhindert das Schimmelrisiko. Ungeeignet sind Eimer oder Kisten aus Kunststoff. Außerdem sollten Sie Kartoffeln nicht mit Äpfeln zusammen lagern. Denn Äpfel strömen im Winter Etyhlen aus. Dieser Reifestoff sorgt dafür, dass die Kartoffeln früher austreiben. Auch anderes Obst wie Birnen und Pflaumen geben diesen Stoff ab.

Wo Kartoffeln lagern?

Haben Sie keinen Keller, in dem Sie Kartoffeln lagern können, gibt es auch weitere Orte für die richtige Aufbewahrung. Kalt, dunkel und trocken? Da denkt man doch direkt an den Kühlschrank. Hier bleiben immerhin auch andere Lebensmittel frisch.

Kartoffeln lagern im Kühlschrank

Der Kühlschrank ist nicht wirklich die richtige Lagerung. Denn im Kühlschrank kann die Luft nur schlecht zirkulieren. Das kann dafür sorgen, dass die Knollen schneller schimmeln. Der Kühlschrank ist außerdem kein guter Ort für Kartoffeln, weil dort meistens Temperaturen unter der optimalen Lagertemperatur von 5°C herrschen. Dann wandeln die Knollen einen Teil der Kartoffelstärke in Zucker um und verlieren ihren leckeren Geschmack.
Praxistipp: Moderne Kühlschränke haben manchmal ein spezielles „Kellerfach“. Hier können Sie Kartoffeln zumindest eine kurze Zeit aufbewahren. Da sich in den Fächern oft Feuchtigkeit sammelt, ist diese Lagerung auch nicht optimal.

Kartoffeln lagern auf dem Balkon

Wer einen Balkon oder eine Terrasse hat, kann dort die Knollen aufbewahren. In einer mit trockenem Stroh ausgelegten Kiste bleiben die Kartoffeln länger haltbar. Wichtig ist dabei aber, dass das Stroh trocken bleibt. Feuchtigkeit schadet auch hier dem Gemüse. Eine Überdachung wäre daher auch sehr sinnvoll. Die Terrasse oder der Balkon sind aber auch nur geeignet, wenn die Temperaturen nicht unter 5°C liegen. Bei kälteren Temperaturen verlieren auch hier die Kartoffeln an Geschmack.

Kartoffeln in der Wohnung lagern

Wenn Sie weder einen Keller noch einen Balkon oder eine Terrasse besitzen, kommt nur noch die Wohnung zur Lagerung infrage. Aber was ist dort der beste Ort? Auch in der Wohnung können Sie das Gemüse lagern. Hier wählen Sie am besten einen möglichst dunklen Raum.

Oftmals ist das die Speisekammer. Dort können die Knollen in einer Holzkiste oder einem Jutebeutel lange gelagert werden. Sie haben auch keine Speisekammer? Dann besitzen Sie vielleicht einen Vorratsschrank? Wenn er alle Voraussetzungen (kalt, trocken, dunkel) erfüllt, ist auch dieser gut geeignet.

Praxistipp: Egal wo Sie die Knollen aufbewahren: Kontrollieren Sie diese regelmäßig. Denn auch bei gekauften Kartoffeln kann manchmal eine faule oder beschädigte Kartoffel dabei sein. Wenn Sie die Kartoffeln regelmäßig umschichten sorgen Sie auch für eine ausreichende Belüftung.

Kartoffeln lagern ohne Keimung

Rohe Kartoffeln sollten möglichst früh zubereitet werden. So können Sie auch das Bilden der Triebe verhindern. Ansonsten ist es einfach wichtig, dass Sie unsere Tipps von oben befolgen. Wir können uns dabei immer nur wiederholen: dunkel, trocken und kühl. Das ist der Schlüssel zum Verhindern der Keimbildung bei Kartoffeln.
Praxistipp: Wenn Sie gar kein passendes Lager finden, sollten Sie die Kartoffeln einfach immer nach Bedarf kaufen. Das ist bei der eigenen Ernte natürlich nicht möglich.

Sind gekeimte Kartoffeln essbar?

Früher oder später fängt jede Kartoffel an zu keimen. Auch unter den optimalen Bedingungen. Aber sind die keimenden Kartoffeln dann giftig? Schließlich darf man die restlichen Pflanzenteile bei dem Gemüse auch nicht essen. Gekeimte Kartoffeln sind noch essbar. Besonders kleine und kurze Keime sind dabei keine Gefahr. Diese können Sie einfach ordentlich abschneiden und die Augen entfernen.

Aber was ist mit längeren Keimen? Meistens sind auch diese kein Problem. Als Faustregel sagt man aber, dass Triebe bis zu einem Zentimeter einfach entfernt werden können und die Knolle immer noch essbar ist.
Praxistipp: Auch weiche Kartoffeln sind noch essbar. Solange Sie noch einigermaßen fest sind und z.B. relativ gut geschält werden können, stellen sie keine Gefahr dar.

Wie lange sind gekochte Kartoffeln haltbar?

Wenn Sie nicht alle Kartoffeln gegessen haben, können Sie sie auskühlen lassen und später essen. Dafür sollten Sie die Kartoffeln dann aber in den Kühlschrank stellen. Hier halten sie bis zu drei Tagen. Spätestens dann sollten sie aber verzehrt werden.

Weitere Tipps zum Thema Pflanzen und ernten

Egal ob es um die Bedeutung der Pflanzenschilder oder eine Beeteinfassung geht – wir haben die besten Empfehlungen und Tipps für Sie >>

Kirschen pflücken | Kartoffel Pflanzsack | Mondkalender | Beeteinfassung | Hochbeet bepflanzen | Pflanzenwand | Pflanzentreppe | Baum umpflanzen | Birnen ernten

Das könnte Sie auch interessieren ...