Frühblüher

Diese Frühjahrsblüher blühen als erste

Sie sind die ersten Vorboten des Frühlings und bringen ein wenig Farbe in den noch tristen Winter. Frühblüher dürfen in keinem Garten fehlen.

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Hyazinthen im Schnee
Foto: iStock / Ben Slater

Hyazinthen

Dieser orientalische Frühblüher zeigt seine Blüten in milden Wintern bereits im Februar.

Gelbe Blüten der Kornelkirsche
Foto: iStock / Eileen Kumpf

Kornelkirsche

Im März bezaubert die Kornelkirsche mit ihren gelben Blüten, ab August sind dann die Kornelkirschen erntereif.

Lila blühende Krokusse
Foto: iStock / Lara_Uhryn

Krokusse

Krokusse stecken bereits im Februar ihren Kopf aus der Erde. Herbst-Krokusse blühen hingegen im September.

Rosa Blüten der Lenzrose
Foto: iStock / Yujie chen

Lenzrose

Bei der Lenzrose handelt es sich um eine Staude, die mehrere Wochen blüht. Bei gutem Wetter blüht sie bereits Ende Januar.

Gelbe Narzissen im Winter mit vom Schnee gebeugten Köpfen
Foto: iStock / Brinja Schmidt

Narzissen

Der Klassiker: Von den Narzissen gibt es viele verschiedene Arten, von denen einige sogar mitten im Winter blühen.

Rosa Tulpen auf einer Wiese
Foto: iStock / Janny2

Tulpen

Sie sind zwar nicht die schnellsten Frühblüher, aber dafür eine der beliebtesten. Tulpen blühen ab März und gehören somit fest in die Osterzeit.

Gelbe Blüten des Winterjasmin
Foto: iStock / Natalia Spiridonova

Winterjasmin

Besonders früh und lang blüht der Winterjasmin. Die Kletterpflanze zeigt ihre strahlend gelben Blüten von Dezember bis in den April hinein.

Schneeglöckchen
Foto: iStock / fotogaby

Schneeglöckchen

Schon in der Antike kannte man Schneeglöckchen. Ihr botanischer Name ist Galanthus und bedeutet so viel wie Milchblüte. Heute ist das Schneeglöckchen ein beliebter Frühblüher in unseren Gärten.

Wann das Schneeglöckchen ausgepflanzt werden kann und wie man sich einen weißen Blütenteppich aus Schneeglöckchen züchtet, verraten wir hier >>

Die Temperaturen steigen langsam und der Schnee beginnt zu schmelzen, da stecken auch schon die ersten Frühblüher ihre Köpfe durch die Schneedecke und bilden in kürzester Zeit ihre Blüten aus. Doch wie ist das überhaupt möglich? Blumen benötigen doch schließlich Licht und Wärme, um zu wachsen. Wie kann es also sein, dass Schneeglöckchen, Krokusse und Co. bereits im Januar oder Februar blühen?

Praxistipp: Den besten Standort im Garten finden Sie, wenn Sie unser Video ansehen:

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Kurzum: Weil sie müssen! Frühblüher haben sich an die besonderen Wachstumsbedingungen ihrer natürlichen Heimaten angepasst. Wieso die Frühjahrsblüher unbedingt die ersten Pflanzen sein müssen, die blühen, ist von Pflanze zu Pflanze unterschiedlich. Während einige so der Konkurrenz um Licht und Sonne aus dem Weg gehen, sind andere aufgrund von besonders speziellen Witterungsbedingungen darauf angewiesen.

Was sind Frühblüher?

Als Frühblüher werden die Pflanzen bezeichnet, die als erste im Jahr blühen. Zu den bekanntesten Frühblühern zählen etwa Schneeglöckchen, Krokusse, Hyazinthen, Gänseblümchen, die echte Schlüsselblume und Märzenbecher. Damit sie so zeitig im Jahr Blüten und Laub bilden können, verfügen frühblühende Pflanzen über ein Speicherorgan. In ihren Zwiebeln, Knollen oder Rhizomen speichern sie unter anderem Stärke, die sie in Energie umwandeln, um so die fehlende Energie durch die nur schwach stattfindende Fotosynthese zu ersetzen.

Damit ihre Speicherorgane im Winter nicht erfrieren, sind in ihnen natürliche Frostschutzmittel wie Schleimstoffe und Salze eingelagert. Diese sorgen auch dafür, dass Knollen und Zwiebeln von Frühblühern stark giftig sind.

Um von plötzlichen Frostperioden nicht überrascht zu werden, wachsen die meisten Frühblüher sehr nah am Boden und werden so durch eine Schicht aus Laub oder gar Schnee gewärmt. Bei Frost sind sie außerdem in der Lage ihr Wachstum einfach bis zum nächsten Tauwetter einzustellen.

Wenn die Frühblüher bereits ihren bunten Flor zeigen, ruht der Rest des Gartens meist noch im Winterschlaf. Doch die frühe Blüte setzt den Startschuss für die Gartenarbeit! Im Video sehen Sie, welche Gartenarbeiten nun zu Beginn des Fühjahrs erledigt werden sollten:

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Wieso blühen Frühblüher so früh?

Es gibt zwei Hauptgründe, weshalb Pflanzen bereits vor der restlichen Vegetation blühen. Die hier heimischen Frühblüher haben sich an ein Leben in unseren Wäldern angepasst. Die Bäume dort sind von etwa Mai bis Oktober dicht belaubt, sodass nur sehr wenig Licht bis auf den Waldboden durchdringt. Damit auf dem Waldboden Pflanzen blühen und sich vermehren können, müssen diese daher bereits mit der Blüte abgeschlossen haben, wenn sich das Laubdach über ihnen schließt. Die Frühblüher haben sich somit an ein Zusammenleben mit den sommergrünen Laubbäumen angepasst.

Anders verhält es sich etwa bei Narzissen und Tulpen. Narzissen wachsen ursprünglich in Spanien, Portugal und Nordafrika. Tulpen hingegen fühlen sich in den Steppen und Bergregionen des Balkans bis über Syrien, Iran, Kasachstan und den Norden Chinas heimisch. Sonne und Wärme hätten diese Frühblüher daher theoretisch den ganzen Sommer lang. Hier mangelt es jedoch an Wasser. Auch diese Art der frühblühenden Pflanzen muss daher möglichst zeitig blühen, um der Trockenperiode im Sommer zu entgehen.

Welche Pflanzen sind Frühblüher?

Als Frühblüher kennen die meisten Hobbygärtner hauptsächlich die typischen Zwiebelpflanzen, mit denen im Frühjahr die Beete bereits kurz nach der Jahreswende in prachtvollen Farben erstrahlen. Doch es gibt viel mehr Frühblüher als die üblichen Tulpen und Schneeglöckchen.

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Die Top 3 der beliebtesten Frühblüher

Manche Frühblüher sind beliebter als andere. Wir haben daher jeweils drei der beliebtesten frühblühenden Zwiebelpflanzen, Stauden und Gehölze aufgelistet: Auch wenn alle schön aussehen, kommen diese drei besonders gut an. Worauf Sie bei den Frühblühern achten sollten, erfahren Sie hier:

  • Tulpen:  Neben der Narzisse gehört die Tulpe zu den beliebtesten Frühblühern. Sie ist sehr genügsam und mag sowohl sonnige als auch schattige Plätze. Trockenheit macht der Tulpe gar nichts aus. Wildtulpen können Sie sogar in den Steingarten setzen.
  • Schneeglöckchen: Bereits im Januar sprießen die ersten Schneeglöckchen aus dem Boden. Die zarte Pflanze steht am liebsten an schattigen Stellen, wie an Mauern oder unter Bäumen. Beim Erblühen löst sich die Blüte und hängt glockenförmig nach unten.
  • Narzisse: Ob weiß, gelb oder orange, die Narzisse ist ein echter Klassiker unter den Frühblühern. Sie blüht meist um Ostern herum, weshalb sie auch Osterglocke genannt wird. Sie mag es feucht und sonnig.

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Frühblühende Zwiebelpflanzen

  1. Krokusse: Die Krokusse aus der Gattung der Schwertliliengewächse (Iridaceae) sind eine der beliebtesten Frühblüher in gemäßigten Zonen weltweit. Einige Arten können sogar bereits vom Spätsommer bis in den Herbst hinein blühen. Der Frühlingskrokus ist eine beliebte Nahrungsquelle für Wildbienen. Die Knolle hat eine Lebensdauer von drei Jahren.
  2. Hyazinthen: Hyazinthen werden bereits seit dem 18. Jahrhundert intensiv gezüchtet und sind daher in zahlreichen Farben erhältlich. Sie sind mehrjährig und müssen nach der Blüte nicht ausgepflanzt werden.
  3. Märzenbecher: Ob als Märzenbecher oder Frühlings-Knotenblume bezeichnet, beide Namen sind eher irreführend, denn diese Pflanze zeigt ihre weißen Glockenblumen häufig bereits im Februar. Die Knotenblume wächst nur im Schatten oder Halbschatten und ist daher ideal für eine Pflanzung an Hauswänden und Mauern oder als Unterpflanzung von Bäumen.

Frühblühende Stauden

  1. Adonisröschen: Die gelb leuchtenden Blüten sind nicht das einzig hervorstechende Merkmal der Adonisröschen. Durch ihren einzigartigen Blattwuchs erscheint es so, als würden die Blüten auf einem Bett aus farnartigen Büscheln wachsen. In der Natur wächst das Adonisröschen nur noch selten und steht deshalb unter Naturschutz.
  2. Duftveilchen: Das Märzveilchen betört durch einen einzigartigen Duft, den nicht nur Bienen anziehend finden, sondern auch seit Jahrhunderten bereits Parfümeure weltweit betört. Das Aussehen der Veilchen steht jedoch ihrem Duft keinesfalls nach, dennoch sind die Blumen keine Diven, sondern erstaunlich pflegeleicht.
  3. Lenzrose: Sie werden häufig mit den Christrosen verwechselt, sind allerdings in ihrer Farbgebung und Musterkennung deutlich vielfältiger und blühen teils bereits im Februar. Sie sollten den Sommer über gut feucht gehalten werden, damit sie im kommenden Frühjahr wieder gut blühen.

Frühblühende Gehölze

  1. Kornelkirsche: Kornelkirschen geraten häufig als giftig in Verruf. Dabei können die Früchte, die im Ausgust erntereif sind, problemlos verzehrt werden. Das Holz der Kornelkirsche ist besonders zäh und robust, sodass es im Altertum vornehmlich zur Herstellung von Speeren und Lanzen verwendet wurde.
  2. Winterjasmin: Diese winterharte Jamsinsorte zeigt ihre gelben Blüten teilweise bereits im Dezember und blüht bis in den April hinein. Winterjasmin ist eine Kletterpflanze, die eine Rankhilfe benötigt, um emporzuklettern.
  3. Salweide: Weidenkätzchen kennt jeder als beliebte Osterdeko. In freier Wildbahn sollten die Kätzchen jedoch nicht gepflückt werden. Umso mehr Grund, eine Salweide im eigenen Garten zu pflanzen.

Frühblüher pflanzen

Frühblüher gehören in jeden Garten und machen bereits ab Januar Lust auf den Frühling. Dafür sollten die Pflanzen bereits im vorherigen Herbst in die Erde gesetzt werden. Der perfekte Zeitpunkt hierfür ist der Oktober. Haben Sie den Zeitpunkt verpasst, lassen sich die Frühblüher noch Anfang des Jahres einpflanzen, sofern Sie ein paar frostfreie Tage erwischen, um sie in die Erde setzen zu können. Die Pflanzen treiben dann etwa drei Wochen später aus.

Beim Einpflanzen sollten die Zwiebeln oder Knollen in etwa doppelt so tief in die Erde, wie sie groß sind. Bezüglich Standort, Boden und Pflege lässt sich kaum eine allgemeingültige Aussage treffen. Dies sollten Sie immer von der jeweiligen Pflanze abhängig machen.

Während die Tulpen mit etwas Trockenheit gut zurechtkommen, benötigen die Narzissen und die Schneeglöckchen einen leicht feuchten Boden. Wenn Sie Ihren Garten im Frühling farbenfroh gestalten wollen, sollten Sie vor allem Arten wählen, die mit der Zeit verwildern und größere Flächen unter Laubgehölzen bedecken können.
Praxistipp: Da es jedoch eine Menge Frühblüher gibt, finden Sie auch garantiert die passende Pflanze – ganz gleich ob sonniger Standort oder Schattenplatz.

Beim Pflanzen sollten Sie außerdem auf eine Vielfalt der Frühblüher im Beet achten. Während ein Blumenmeer aus unterschiedlich farbigen Tulpen zwar schön aussieht, werden die Blumen auch alle zur etwa gleichen Zeit verwelken. Es lohnt sich daher die Blütezeit der Blumen einmal genau zu betrachten und die Frühblüher entsprechend zu pflanzen. Mit etwas Geschick, Planung und der richtigen Auswahl an frühblühenden Blumen, Stauden und Gehölzen erhalten Sie so ein Beet, das von Januar bis in den Mai hinein durchgehend blüht.

Frühblüher für die Artenvielfalt

Frühblüher sollten Sie allerdings nicht nur pflanzen, damit Sie im Garten etwas Schönes zum Gucken haben. Häufig wird bei der ganzen Schönheit nämlich vergessen, dass die Blütenpracht auch einen ganz praktischen Nutzen hat. Vor allem Bienen sind auf ein reichhaltiges Nahrungsangebot angewiesen. Während Straßenbau, Siedlungsbau und die Landwirtschaft die Blütenvielfalt für Wildbienen bereits im Sommer stark einschränken, ist dies im zeitigen Frühjahr noch viel problematischer.

Zu diesem Zeitpunkt blühen noch nicht viele Pflanzen, Wildbienen benötigen jedoch bereits reichlich Nektar, um eine große und gesunde Brut anzulegen. Dafür sind sie nicht nur auf ein reichhaltiges und frühes Angebot angewiesen, sondern auch eins in unmittelbarer Nähe. Jeder Garten- und Balkonbesitzer kann daher seinen Teil für die Wildbienen leisten und wichtige Frühblüher pflanzen.

Zu den Frühblühern, die für Bienen besonders wertvoll sind, zählen unter anderem das kleine Schneeglöckchen, der Märzenbecher und die kleine Traubenhyazinthe, aber auch frühblühende Gehölze wie die Kornelkirsche, die Felsenbirne und roter Holunder. Tulpen und einige weitere beliebte Pflanzen sind für Bienen hingegen weitgehend nutzlos.

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