Das brauchen Ihre Tulpen

Wenn die ersten Tulpen aus dem Boden sprießen, heißt das, dass der Frühling naht! Damit Sie ein üppiges Tulpenmeer im Garten genießen können, sollten Sie unsere Tipps zum Pflanzen und Pflegen beachten.

Blühendes Tulpenmeer
So ein schönes Tulpenmeer wünscht sich doch jeder. Foto: iStock / Olga Kaya
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Ob rot, gelb, lila oder weiß: Die Vielfalt bei den Tulpen-Farben ist riesig. Und auch der Import aus den Niederlanden boomt jedes Jahr aufs Neue. Aber man muss die Tulpen (Tulipa) gar nicht aus dem Ausland kaufen.

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Denn sie lassen sich, auch mit wenig Pflege, im eigenen Garten oder sogar auf dem Balkon pflanzen. So können Sie sich an den Blumen im Garten erfreuen oder sich die eigenen Tulpen als Schnittblumen ins Haus holen.

Die beliebtesten Sorten

Nicht nur bei den Farben bieten Tulpen eine große Auswahl. Auch bei den Sorten kann man viele verschiedene Blütenformen erkennen. Wir haben uns die fünf schönsten Sorten angesehen und für Sie zusammengefasst. Und die wichtigsten Infos zu unseren drei Highlights finden Sie hier im Video:

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Frühe Tulpe

Frühe Tulpen werden auch als einfache Tulpen bezeichnet. Es handelt sich hierbei um ungefüllte Sorten, die bereits im April blühen. Diese Sorte ist auch die bekannteste, da sie sich besonders gut als Schnittblume eignet. Sie kann aber auch im Garten in einem Beet oder Topf gepflanzt werden. Die einfachen Tulpen sind sehr pflegeleicht, haben einen angenehmen Duft, sind meistens mehrjährig und können eine Höhe zwischen 20 bis 40 Zentimeter erreichen. Zu dieser Klasse gehören zum Beispiel "Flaming Coquette", "Apricot Beauty" und "Ruby Prince".

Darwin-Hybrid-Tulpen

Darwin-Tulpen sind sehr groß und robust. Sie haben eiförmige Blüten, die besonders stark leuchten. Auch hier beginnt die Blütezeit bereits im April. Ihre Wuchshöhe ist im Vergleich mit anderen viel höher. Bis zu 70 Zentimeter können die verschiedenen Sorten groß werden.

Tulpen-Sorte Queen of Night
Die "Queen of Night" hat ein ganz besonderes Aussehen. Foto: iStock / Recebin

Zu dieser Klasse gehören zum Beispiel die besonders dunkle "Queen of Night", die goldgelbe "Golden Apeldoorn" und die scharlachrote "Ad Rem".

Seerosen-Tulpe

Die Seerosen-Tulpe (Tulipa kaufmanniana) stammt ursprünglich aus dem Bergland in Turkmenistan. Das Besondere an dieser Sorte ist, dass sie ihre Blüten bei Sonnenschein öffnet und am Abend wieder schließt. Wie der Name schon vermuten lässt, sehen die Blüten wie Seerosen aus. Am richtigen Standort kann die Seerosen-Tulpe etwa 45 Zentimeter hoch werden und sogar schon im März blühen. Da sie sich eher als Topf- oder Beetpflanze eignet, findet man sie nur selten im Handel.

Niedrige Tulpe

Die Tulipa humilis zeichnen sich durch ihre besonders zierlichen Blüten und Blätter aus. Dafür sind ihre Blüten aber besonders farbenfroh und haben kräftige Farbtöne. Die Tulipa gilt als besonders bienenfreundlich, da die Insekten aufgrund der Blütenform leicht an den Nektar und die Pollen gelangen. Die niedrige Tulpe ist sehr genügsam, braucht nur wenig Wasser und wächst sogar unter Bäumen und Büschen.

Wilde Tulpe

Die Wilde Tulpe (Tulipa sylvestris) wird auch Wald- oder Weinberg-Tulpe genannt. Ihre gelben, sternförmigen Blüten öffnet sie ebenfalls im April.

Weinberg-Tulpen
Die Weinberg-Tulpe hat spitzere Blütenblätter. Foto: iStock / luxizeng

Ihre Stängel können bis zu 40 Zentimeter hoch werden und tragen teilweise auch zwei Blüten. Das Besondere an dieser Art ist, dass sie sich auch über Samen vermehren lässt.

Tulpen pflanzen

Sie haben sich für eine Sorte entschieden und möchten diese nun pflanzen? Kein Problem. Denn Tulpenzwiebeln lassen sich sehr einfach anbauen. Der ideale Zeitpunkt ist der Herbst. Je nach Wetterlage eignen sich die Monate von September bis Dezember. Die Temperaturen sollten dauerhaft unter zehn Grad Celsius fallen. Denn damit sie blühen, benötigen Zwiebeln einen Kältereiz. Tulpen werden als Zwiebeln gepflanzt. Wie genau Sie Tulpenzwiebeln setzen, erfahren Sie hier:

Die richtige Pflege

Tulpen sind recht pflegeleicht. Was genau Sie beachten sollten, wenn Sie die Blumen im Garten, auf dem Balkon oder als Schnittblume kultivieren, zeigen wir Ihnen jetzt.

Pflege im Blumenbeet

Tulpenzwiebeln können Sie im Beet oder im Topf pflanzen. Dort benötigen Sie dann auch nur wenig Pflege und kaum Wasser. Sie überstehen sowohl trockene Phasen als auch sehr kalte Temperaturen. In einem leicht sandigen und humosen Boden, an einem sonnigen bis halbschattigen Standort, fühlen sich die Tulpenzwiebeln dann am wohlsten. Da Tulpen Staunässe nicht besonders mögen, sollten Sie gerade dann, wenn Sie sie im Topf pflanzen, nur sparsam gießen.

Wenn Sie die blühenden Tulpe ins Haus holen möchten, können Sie die Stängel, sobald sie ihre Endhöhe erreicht hat und die Knospen langsam Farbe zeigen, abschneiden. Dafür verwenden Sie stets ein scharfes Messer und schneiden den Stängel kurz oberhalb des untersten Blattes ab. Das letzte Blatt lassen Sie stehen.

Möchten Sie die Tulpenzwiebeln lieber im Garten lassen, können Sie durch einen Rückschnitt das Wachstum fördern. Dafür können Sie die Blüten erst einmal genießen. Erst wenn die Tulpen verblüht sind und die Blütenblätter ausfallen, schneiden Sie die verblühten Köpfe über dem obersten Blatt ab.

Praxistipp: Die Tulpenzwiebeln können Sie in der Erde lassen. Wenn Sie die Pflanze nach der Blüte verwelken lassen und die Blätter stehen lassen, treibt die Tulpenzwiebel im nächsten Frühling wieder aus.

Tulpen als Schnittblume

Die Frühlingsblume wird auch gerne als Schnittblume verwendet. Mit einigen Tipps sieht sie länger frisch aus: Bevor Sie die Tulipa in die Vase stellen, sollten Sie zwei bis drei Zentimeter vom Stängel mit einem scharfen Messer abschneiden. Tief liegende Blätter sollten Sie entfernen, damit sie nicht im Wasser stehen. Wichtig ist, dass Sie die Tulpen an einem möglichst kühlen Ort stehen haben. Die pralle Sonne sollten Sie vermeiden. Auch wenn die Pflanzen viel Wasser saugen, sollten Sie die Vase trotzdem nicht zu vollmachen. Denken Sie aber daran, die Vase wieder rechtzeitig aufzufüllen.

Praxistipp: Die besten Tipps gegen hängene Blumenköpfe zeigt das Video:

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Damit die Tulpen auch nach einigen Tagen noch schön aussehen, können Sie diese über Nacht auf dem Balkon oder die Terrasse stellen. Die Kälte schadet den Blüten nicht, sondern lässt sie länger blühen. Wenn sich die Köpfe langsam neigen, können Sie die langen Stiele neu anschneiden und in Zeitungspapier wickeln. Wenn Sie diese dann etwa eine Stunde in Wasser stellen, erholen sich die Blumen wieder. Als Alternative eignen sich auch hohe und schmale Vasen.
Praxistipp: Stellen Sie niemals Narzissen und Tulpen gemeinsam in eine Vase. Narzissen sondern einen Schleim ab, der die Tulpen schneller verwelkten lässt.

Krankheiten und Schädlinge

Die Tulpen treiben nicht aus, haben deformierte Blätter oder pockenartige Flecken? Dann sind das deutliche Anzeichen für Krankheiten oder einen Schädlingsbefall. Die größten Gefahren gehen vom Tulpenfeuer und von Wühlmäusen aus.

  • Tulpenfeuer: Beim Tulpenfeuer handelt es sich um einen Pilz, der sich schnell verbreitet. Bereits an den Tulpenzwiebeln können Sie erkennen, ob diese befallen ist. Leicht eingesunkene Flecken sind ein klares Zeichen. Damit sich der Pilz nicht verbreitet, sollten Sie befallene Pflanzen komplett entfernen und auf einen ausreichenden Pflanzabstand achten.
  • Wühlmäuse: Blumenzwiebeln sind die Leibspeise von Wühlmäusen. Damit diese nicht die Zwiebeln fressen und so ein üppiges Tulpenbeet verhindern, sollten Sie einen Wühlmauskorb verwenden. Am besten sind Käfige aus Metall geeignet. Hier werden die Zwiebeln einfach eingesetzt und Wühlmäuse haben keine Chance.

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