Giftige Blumen

Die 15 giftigsten Blumen im Garten

Auf bunte Blumen möchte man in Frühjahr und Sommer nicht verzichten. Einige Exemplare in Haus und Garten sind jedoch genau so gefährlich wie schön. Giftige Blumen sind tatsächlich keine Ausnahme, sondern begegnen uns regelmäßig in unserem Alltag.

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Lilane Alpenveilchen
Foto: iStock / Robert_Knapp

Alpenveilchen

Selbst der bloße Hautkontakt mit dem Alpenveilchen kann bereits Reizungen hervorrufen.

Rote Amaryllis-Blüten
Foto: iStock / wanchanta

Amaryllis

Bereits zwei Gramm der Amaryllis können Vergiftungserscheinungen hervorrufen.

Rote Beeren des Aronstabs
Foto: iStock / vesna_peric

Aronstab

Die Beeren des Aronstab schmecken verführerisch süß, sind jedoch hochgiftig.

Weiße Christrosen
Foto: iStock / spitzt-foto

Christrose

Vor allem die schwarzen Wurzeln der Christrose sind hochgiftig.

Blauer Eisenhut
Foto: iStock / cobracz

Eisenhut

Die giftigste Pflanze Deutschlands – der Eisenhut kann nach Verzehr innerhalb von 30 Minuten zum Tod führen.

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Fingerhut

Bereits zwei Blätter des Fingerhuts können zu schweren Magen-Darm-Beschwerden führen.

Gelbe Blüten des Goldlack
Foto: iStock / Chansak Joe

Goldlack

Je nach Dosis kann Goldlack als Heil- oder Giftpflanze verwendet werden.

Lilane Herbst.Zeitlose
Foto: iStock / Annerieke Schuurman

Herbst-Zeitlose

Die Blätter von Herbst-Zeitlosen werden häufig mit Bärlauch verwechselt, was häufig zu versehentlichen Vergiftungen führt.

Kaiserkrone
Foto: iStock / Musat

Kaiserkrone

Diese exotisch anmutende Blume löst bei Verzehr Erbrechen und Übelkeit aus.

Wiese mit lila-weißen Kornnelken
Foto: iStock / fotolinchen

Kornnelke

Die Kornnelke wächst gerne auf Äckern und sorgt somit regelmäßig bei Weidevieh für Vergiftungen.

Geschlossene lila Kuhschellen Blüten
Foto: iStock / Machacekcz

Kuhschelle

Für Bienen ist die Kuhschelle eine wichtige Nektarquelle, für Menschen kann sie gefährlich werden.

Weiße Maiglöckchen-Blüten
Foto: iStock / nitrub

Maiglöckchen

Maiglöckchen sehen dem Bärlauch sehr ähnlich. Vor ihrer Blüte im Mai kommt es daher vermehrt zu gefährlichen Verwechslungen.

Stinkender Nieswurz
Foto: iStock / MarjanCermelj

Stinkender Nieswurz

Der Stinkende Nieswurz schreckt bereits mit seinem Namen ab und das ist auch gut so – bloßer Hautkontakt kann bereits zu Verätzungen führen.

Ein Feld aus bunten Tulpen
Foto: iStock / monogono

Tulpe

Tulpen sind vor allem für zu neugierige Haustiere eine Gefahr und gehören daher nicht ins Haus.

Gelbe Winterlinge
Foto: iStock / Barbara Reichardt

Winterling

Der Winterling schmeckt sehr bitter, weshalb schwere Vergiftungen eher selten vorkommen.

Blumen sind eine wahre Zierde für Beet und Blumenvase. Bei einigen Exemplaren ist jedoch besondere Vorsicht geboten, denn sie können nicht nur Freude verbreiten, sondern auch Durchfall, Krämpfe und sogar Schlimmeres. Doch wer kommt schon auf die Idee, Blumen zu essen? Tatsächlich sind giftige Blumen und Giftpflanzen allgemein eher selten für Todesfälle verantwortlich. Leichte Vergiftungserscheinungen kommen jedoch häufiger vor.

Dafür braucht es nur ein gelangweiltes Haustier, das neugierig die Pflanze aus der Vase anknabbert, oder ein verspieltes Kleinkind, den die bunten Blüten an leckere Bonbons erinnern. In einem solchen Fall ist es immer wichtig zu wissen, ob sich giftige Blumen in Ihrem Garten oder Haus befinden, die dafür verantwortlich sein können, dass Ihre Katze spontan ihr Mittagessen verliert oder das Kind plötzlich wie benommen durch den Garten torkelt.

Welche Blumen sind giftig?

Man könnte meinen, das giftige Blumen eher die Seltenheit sind. Dabei ist jedoch genau das Gegenteil der Fall. Viele der beliebtesten Pflanzen für das Blumenbeet und die Fensterbank sind mehr oder weniger giftig. In der Regel ist das auch kein Problem, denn wie immer macht die Dosis das Gift. Während es der Gesundheit zwar nicht unbedingt förderlich ist, ein Alpenveilchen zu verspeisen, ist die Wahrscheinlichkeit, dass Mensch oder Tier dies absichtlich tun und große Mengen konsumieren eher gering.

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Alle giftigen Pflanzen müssen Sie daher nicht gleich verbannen. Sie sollten jedoch immer im Hinterkopf behalten, dass sie möglicherweise für Vergiftungserscheinungen bei Haustieren und Kleinkindern verantwortlich sein können. Denn nur so bekommen diese im Zweifel schnell Hilfe. Wir haben daher 15 der giftigsten Pflanzen für Sie aufgelistet, die sich möglicherweise auch in Ihrem Haus oder Garten finden lassen:

Alpenveilchen (Cyclamen purpurascens)

Alpenveilchen gibt es in vielen Haushalten, dabei ist die beliebte Pflanze nicht zu unterschätzen. Bereits beim Umtopfen sollten Sie jederzeit Handschuhe tragen, da der Kontakt mit der Pflanze Kribbeln und Hautreizungen hervorrufen kann. Glücklicherweise schmecken die Blätter eher bitter, sodass selten gefährliche Mengen der Pflanze verzehrt werden. Weniger als ein Gramm reichen aus, um die ersten Symptome auszulösen.

  • Gift: Cyclamin
  • Giftige Teile: Knolle und Blätter
  • Symptome: Bei Hautkontakt Kribbeln, bei Verzehr Erbrechen, Durchfall, Schwindel, Krämpfe, Atemlähmung und Herzstillstand

Praxistipp: Es gibt bestimmte Arten, die zu den winterharten Alpenveilchen zählen. Welche das sind, erfahren Sie im Video:

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Amaryllis (Amaryllis belladonna)

Die Amaryllis blüht im Winter und ist daher eine beliebte Blume zur Weihnachtszeit. Wer mit Haustieren oder Kleinkindern im Haushalt lebt, sollte auf diese giftige Zimmerpflanze allerdings verzichten. Ab einem Verzehr von etwa zwei Gramm treten erste Beschweren auf.

  • Gift: Lycorin
  • Giftige Teile: Alle Teile, vor allem Zwiebel und Samen
  • Symptome: Bei Hautkontakt Reizungen, bei Verzehr Magen-Darm-Beschwerden und Atemstillstand

Gefleckter Aronstab (Arum maculatum)

Der Aronstab ist eine besonders gefährliche Pflanze, da er im Sommer leuchtend rote Beeren ausbildet, die auch noch besonders süß schmecken. Dabei kann bereits eine Beere zu Vergiftungserscheinungen führen. Nicht nur Kinder sind daher besonders gefährdet, sondern auch arglose Erwachsene.

  • Gift: Caliumoxalat, Aroin
  • Giftige Teile: Alle Teile, vor allem Früchte und Pflanzensaft
  • Symptome: Bei Hautkontakt schmerzende Entzündungen, bei Verzehr Rachenbrennen, Bauchschmerzen, Durchfall, Erbrechen, innere Blutungen, Herzrhythmusstörungen und Atemlähmung

Christrose (Helleborus niger)

Christrosen, auch Schneerosen und Weihnachtsrosen genannt, blühen ebenfalls bereits im Winter und sind daher besonders beliebt als Gartenbepflanzung unter großen Bäumen. Bereits ein Gramm der Giftpflanze reicht aus, um Symptome hervorzurufen.

  • Gift: Protoanemonin, Ranuncosid und Helleborin
  • Giftige Teile: Alle Teile, vor allem die schwarzen Wurzeln
  • Symptome: Bei Hautkontakt Reizungen, bei Verzehr Kratzen im Mund, erhöhter Speichelfluss, Pupillenerweiterung, Durchfall, Erbrechen, Herzrhythmusstörungen und Atemstillstand

Blauer Eisenhut (Aconitum napellus)

Der Blaue Eisenhut ist die giftigste Pflanze Deutschlands und zählt zu den gefährlichsten Giftpflanzen Europas. Bereits in kleinen Mengen kann sie zu einer tödlichen Vergiftung innerhalb von 30 Minuten führen. Sie sollten daher ganz davon absehen, den Eisenhut bei sich im Garten zu pflanzen.

  • Gift: Aconitin
  • Giftige Teile: Alle Teile, besonders die Knolle und Samen
  • Symptome: Bei Hautkontakt Reizungen und Lähmungen, bei Verzehr Brennen im Mund, Übelkeit, Krämpfe, Schwindel, Kältegefühl, Herzrhythmusstörungen und Herzversagen

Roter Fingerhut (Digitalis purpurea)

Sowohl der Rote Fingerhut als auch seine Verwandten, der Gelbe Fingerhut (Digitalis lutea) und der Großblütige Fingerhut (Digitalis grandiflora), sind in allen Bestandteilen giftig. Bereits zwei der kleinen Blätter können tödliche Folgen haben. Da die Blüten besonders interessant und farbig sind, sind vor allem Kleinkinder von dieser giftigen Gartenpflanze gefährdet.

  • Gift: Digitaloide, Cardenoliden
  • Giftige Teile: Alle Teile der Pflanze, besonders die Wurzel
  • Symptome: Bei Verzehr Beschwerden des Magen-Darm-Traktes, Herzrhythmusstörungen und Herzversagen

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Goldlack (Erysimum cheiri)

Beim Goldlack macht eindeutig die Dosis das Gift. Während größere Mengen der Pflanze zu Vergiftungen führen, wurde sie früher als Heilpflanze verwendet und sogar ein Gesichtswasser aus ihr hergestellt.

  • Gift: Cheirotoxin, Cheirosid
  • Giftige Teile: Alle Teile der Pflanze, besonders die Samen
  • Symptome: Bei Hautkontakt Reizungen, bei Verzehr Übelkeit, Erbrechen, Herzrhythmusstörungen

Herbst-Zeitlose (Colchicum)

Die Blätter der Herbst-Zeitlosen ähneln sehr den Blättern des Bärlauchs. Häufig vergiften sich daher Bärlauch-Sammler aus Versehen selbst, wenn sie im Wald nach dem Kraut suchen.

  • Gift: Colchicin
  • Giftige Teile: Alle Teile, besonders die Blüten
  • Symptome: Bei Verzehr Brennen im Rachen, Übelkeit, Erbrechen, Krämpfe, Nierenversagen, Kreislaufkollaps, Atemlähmung

Kaiserkrone (Fritillaria imperialis)

Kaiserkronen sind aufgrund ihres einzigartigen Aussehens besonders beliebte Pflanzen. Ihr hoher Stängel ist von einer leuchtenden Krone aus orangen oder gelben Blüten umgeben.

  • Gift: Fritillin, Imperialin
  • Giftige Teile: Alle Teile, vor allem die Zwiebel
  • Symptome: Bei Verzehr Erbrechen, Übelkeit, Krämpfe, Kreislaufstörungen und Herzstillstand

Kornnelke (Agrostemma githago)

Bereits drei bis fünf Gramm der Samen der Kornnelke können zu Vergiftungserscheinungen führen. Dabei ist die Blume vor allem für Tiere gefährlich, da die Giftpflanze besonders gerne auf Äckern als Unkraut gedeiht.

  • Gift: Githagin
  • Giftige Teile: Alle Teile der Pflanze, besonders die Samen
  • Symptome: Bei Verzehr Schleimhautreizungen, Übelkeit, Erbrechen, Fieber, Herzrasen, Atemlähmung

Gewöhnliche Kuhschelle (Pulsatilla vulgaris)

Die Kuhschelle, auch Küchenschelle genannt, erhält ihren Namen von ihren Blüten, die sich stets nur halb öffnen und daher an Kuhschellen erinnern. Sie ist eine beliebte Gartenblume, da sie für Bienen eine wichtige Nahrungsquelle darstellt.

  • Gift: Protoanemonin
  • Giftige Teile: Alle Teile, besonders die grünen Teile
  • Symptome: Bei Hautkontakt Entzündungen, Blasen, Schwellungen, Verätzungen, bei Verzehr Übelkeit, Erbrechen, Krämpfe, Lähmung des zentralen Nervensystems

Maiglöckchen (Convallaria majalis)

Ähnlich wie die Herbst-Zeitlosen, erinnert auch das Maiglöckchen in seinem Aussehen an Bärlauch, bis es im Mai seine weißen Blüten zeigt. Aus diesem Grund kommt es auch hier immer wieder zu versehentlichen Vergiftungen bei Kräutersammlern. Todesfälle sind dennoch sehr selten, da die Giftstoffe nur schlecht vom Körper aufgenommen werden können.

  • Gift: Convallatoxin
  • Giftige Teile: Alle Teile, besonders die Blüten und Früchte
  • Symptome: Bei Hautkontakt Reizungen, bei Verzehr Durchfall, Erbrechen, Schwindel, Sehstörungen, Herzrhythmusstörungen und Herzstillstand

Praxistipp: Wie Sie den Unterschied zwischen Bärlauch und Maiglöckchen einwandfrei erkennen, erfahren Sie in folgendem Video:

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Stinkender Nieswurz (Helleborus foetidus)

Allein der Name des stinkenden Nieswurz verleitet nicht gerade dazu, die Pflanze zu essen – und genau das sollte man auch tunlichst vermeiden. Die Pflanze, die eng mit der Christrose verwandt ist, ist hochgiftig und kann sogar für Vögel tödlich sein.

  • Gift: Helleborein, Hellebrin, Helleborin, Protoanemonin
  • Giftige Teile: Gesamte Pflanze
  • Symptome: Bei Hautkontakt Entzündungen und Verätzungen, bei Verzehr Übelkeit, Durchfall, Kreislaufstörungen, Lähmungen und Herzstillstand

Tulpe (Tulipa)

Tulpen kennen wohl die meisten aus dem eigenen Garten oder als Deko in der Blumenvase. Die Pflanzen sind im Frühjahr kaum mehr aus den Vorgärten wegzudenken – und das müssen Sie auch nicht unbedingt. Es ist nicht genau bekannt, ab welcher Menge die Tulpe giftig ist, doch man geht davon aus, dass größere Mengen der Pflanzenteile verzehrt werden müssen, um eine Vergiftung auszulösen. Mit neugierigen Tiere im Haushalt sollten Sie sich die Pflanze dennoch nicht in der Vase ins Haus stellen.

  • Gift: Tulipanin
  • Giftige Teile: Alle Teile
  • Symptome: Bei Hautkontakt Juckreiz, Schwellungen, Rötungen und Ekzemen, bei Verzehr erhöhter Speichelfluss, Übelkeit, Apathie, Schock-Zustände und Atemstillstand

Winterling (Eranthis hyemalis)

Winterlinge bilden als Frühjahrsblüher mit ihren gelben Blüten eine schöne Ergänzung zu violetten Krokussen. Mit der Zeit vermehren sie sich so stark, dass Sie im Frühjahr schon bald einen ganzen Teppich gelber Blüten im Garten vorfinden. Da die Winterlinge sehr bitter schmecken, sind Vergiftungen eher unwahrscheinlich.

  • Gift: Khellinin, Eranthin A, Eranthin B
  • Giftige Teile: Alle Teile, vor allem die Knolle
  • Symptome: Bei Verzehr Durchfall, Darmkoliken, Atemnot, Herzrhythmusstörungen und Herzstillstand

Giftige Blumen: Was tun bei Vergiftungen?

Zunächst einmal: Keine Panik! Auch wenn viele Blumen giftig sind, kommt es bei Menschen nur sehr selten zu Vergiftungen und so gut wie nie zu tödlichen Folgen. Schließlich haben viele Menschen Blumen wie Alpenveilchen, Tulpen oder Maiglöckchen in Haus und Garten, während man dennoch kaum jemals von Vergiftungen durch diese Pflanzen hört. Gefährlich für den Menschen sind vor allem zwei Szenarien: Entweder es besteht eine Verwechslung, zum Beispiel von Maiglöckchen und Herbst-Zeitlosen mit Bärlauch oder kleine Kinder stecken sich aus Neugierde die bunten Blätter oder Beeren in den Mund.

Treten bei Ihren Kindern die typischen ersten Vergiftungserscheinungen (Übelkeit, Erbrechen, Durchfall) auf, nachdem diese im Garten oder in der freien Natur gespielt haben, ist die erste Anlaufstelle immer die Giftnotrufzentrale. Da unterschiedliche Stellen je Bundesland zuständig sind, sollten Sie sich vorab, die richtige Nummer notieren und immer griffbereit haben. Außerdem lohnt es sich, eine Liste der giftigen Pflanzen in Ihrem Garten zu notieren, damit der Übeltäter im Fall der Fälle schnell erkannt werden kann.

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Häufiger kommen Vergiftungen bei Haustieren vor. Vor allem Katzen, die problemlos auf Tische und Fensterbänke springen, sind aufgrund ihrer Neugierde schnell betroffen. Bemerken Sie Vergiftungserscheinungen bei Ihrem Tier, kontaktieren Sie umgehend einen Tierarzt und bringen Sie das Tier sofort in die Praxis. Welche Pflanzen für Tiere besonders gefährlich sind, listet das obige Video auf.

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