Diese Alpenveilchen sind winterhart

Alpenveilchen erfreuen sich großer Beliebtheit, je nach Art bringen sie die allerersten Farbkleckse in den Garten und bilden mit der Zeit ganze Blütenteppiche aus. Wir zeigen Ihnen welche Arten winterhart sind und ins Beet gepflanzt werden können.

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Von den 22 Alpenveilchen-Arten sind vier Arten in unseren Breitengraden besonders verbreitet. Drei davon sind winterhart und können im Garten ausgepflanzt werden. Welche das sind, und wie Sie diese richtig pflegen, erklären wir Ihnen hier. 

Was bedeutet winterhart?

Je nach geographischer Lage fallen die Winter in Deutschland regional sehr unterschiedlich aus. In den Voralpen wird es im Winter deutlich kälter als in der milden Rheinebene. Für eine Pflanze im Garten ist dieser Unterschied bedeutsam: Während manche kälteempfindlicheren Pflanzen wie etwa ein Feigenbaum oder Eukalyptus in wärmeren Regionen problemlos einen Winter überstehen, würden sie in kälteren Gegenden erfrieren.

Um festzustellen, ob eine Pflanze für Ihre Region "winterhart" ist, sollten Sie daher einen Blick auf eine Tabelle oder Karte werfen, die die Winterhärtezonen in Deutschland ausweist. Diese reichen für Deutschland von den Zonen 6a bis 8b, wobei 6a die kälteste Region (bis -23°C) darstellt und 8b die wärmste (bis -9°C). 

Die nachfolgend vorgestellten Sorten werden der Winterhärtezone 6a zugeordnet. Das heißt, die winterharten Stauden können in ganz Deutschland vorbehaltlos ins Beet gepflanzt werden und sollten auch klirrende Temperaturen zwischen -17 °C und -23 °C trotzen. 

Welche Sorten sind winterhart?

Das Europäische Alpenveilchen, das Frühlings-Alpenveilchen und das Herbst-Alpenveilchen sind bei uns winterhart. Wir stellen die drei Arten hier vor:

Europäisches Alpenveilchen

Das Europäische Alpenveilchen heißt botanisch Cyclamen purpurascens, ist aber auch unter den Namen Sommer-Alpenveilchen, Wildes Alpenveilchen, Zyklame, Erdscheibe oder Erdbrot bekannt. Die beiden letzten Namen erhielt es aufgrund seiner auffälligen Knolle, die breit und flach sowohl an eine Scheibe als auch einen Brotfladen erinnert. 

Sommer-Alpenveilchen
Das Sommer-Alpenveilchen versprüht einen angenehmen Duft. Foto: iStock / LianeM

Die wichtigsten Fakten zum Sommer-Alpenveilchen im Überblick:

  • Winterhart bis -23 °C
  • Blütezeit: Juni bis September
  • Verbreitungsgebiet: Südalpen, Ostalpen bis zum Balkan

Das Cyclamen purpurascens blüht von Juni bis September. Die Blüten duften stark nach Vanille und blühen von zartrosa bis karminrot. Das Europäische Alpenveilchen ist die einzige Art, die tatsächlichen in den Alpen wächst. Das Verbreitungsgebiet zieht sich von den Südalpen über die Ostalpen bis in den Balkan.

Im Beet bevorzugt das Sommer-Alpenveilchen einen durchlässigen, kalk- und nährstoffhaltigen Boden an einem halbschattigen Standort.

Vorfrühlings-Alpenveilchen

Das Cyclamen coum wird meist schlicht Frühlings-Alpenveilchen genannt, präziser ist aber die Bezeichnung Vorfrühlings-Alpenveilchen. Es blüht zusammen mit Schneeglöckchen und Winterlingen bereits ab Januar. 

Vorfrühlings-Alpenveilchen
Das Vorfrühlings-Alpenveilchen gehört zu den frühsten Blüten im Jahr. Foto: iStock / Marina Denisenko

Die wichtigsten Fakten zum Vorfrühlings-Alpenveilchen im Überblick:

  • Winterhart bis -23 °C
  • Blütezeit: Januar bis März
  • Verbreitungsgebiet: Westasien

Die hübschen Blüten des Frühlings-Alpenveilchen leuchten im Frühjahr von zartrosa bis kräftig pink und bringen somit die allerersten Farbsprenkler im Jahr

Cyclamen coum wachsen hauptsächlich in Bulgarien und in der Türkei als Unterwuchs und Bodendecker in den Haselnussplantagen. Auch in unseren Gärten sollte es unter laubabwerfende Gehölze gepflanzt werden. Dort versamt es sich gern und bildet mit der Zeit dichte Teppiche.

Herbst-Alpenveilchen

Kenner finden im botanischen Namen der Herbst-Alpenveilchen Cyclamen hederifolium bereits einen Hinweis auf seinen zweiten Trivialnamen: "Hederifolium" heißt übersetzt nämlich "efeublättrig". Das Herbst-Alpenveilchen wird daher auch schlicht Efeublättriges Alpenveilchen genannt.

Herbst-Alpenveilchen
Das Herbst-Alpenveilchen hat neben farbintensiven Blüten auch besonders schönen Blattschmuck. Foto: iStock / zilber42

Die wichtigsten Fakten zum Herbst-Alpenveilchen im Überblick:

  • Winterhart bis -23 °C
  • Blütezeit: August bis Oktober
  • Verbreitungsgebiet: Mittelmeerraum

Je nach Sorte blüht das Efeublättrige Alpenveilchen in allen erdenklichen Schattierungen von weiß über rosa bis rot von August bis Oktober, in milden Gegenden auch bis in den November hinein. Beheimatet ist es im mediterranen Mittelmeerraum. In hiesigen Gärten ist es dennoch winterhart und kann ohne Probleme ausgepflanzt werden.

Ein besonderer Hingucker ist bei dieser Alpenveilchen-Art der an Efeu erinnernde Blattschmuck. Die hübsch gezeichneten spitz-dreieckigen Blätter zeigen sich erst mit oder gar nach der Blüte, bleiben dann aber den ganzen Winter über attraktiv und zieht sich erst im Frühsommer wieder ein.

Richtig überwintern

Fest eingewurzelte Alpenveilchen im Garten brauchen keinen gesonderten Winterschutz. Herabgefallenes Laub können Sie einfach auf den Beeten belassen. Das schützt nicht nur vor der Kälte, sondern auch vorm Austrocknen der Erde.

Junge Alpenveilchen sollten Sie im ersten Winter zusätzlich mit einer Schicht Laub oder Reisig abdecken. 

Wachsen Ihre Alpenveilchen in Kübeln, sollten Sie diese in Vlies einschlagen und an einen geschützten Ort, beispielsweise nahe der Hauswand, stellen.

Zimmer-Alpenveilchen (Cyclamen persicum) blühen über den Winter und müssen übersommert werden. Wie das geht, erfahren Sie in diesem Artikel: 

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