Thermokomposter: Die Top-Modelle im Vergleich

Wer keinen offenen Komposthaufen in seinem Garten haben möchte, aber dennoch nicht auf hausgemachten Kompost verzichten will, sollte sich einen Thermokomposter zulegen. Schneller und einfacher kommt man nicht zum Ziel.

Thermokomposter
Die besten Thermokomposter: Hier finden Sie unsere Empfehlungen. Foto: iStock/hopsalka
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Wie heißt es so schön: Gut Ding will Weile haben! Beim Kompostieren trifft das auf jeden Fall zu. Denn bis sich die Mischung aus verschiedenen Garten- und Küchenabfällen in einem Komposthaufen zersetzt hat und daraus ein natürlicher Dünger geworden ist, dauert es mindestens 12 Monate. Nicht jeder kann oder möchte so lange warten. Außerdem ist ein offener Holz-Komposter im heimischen Garten nicht jedermanns Sache. Zum Glück gibt es Thermokomposter. Die Behälter verarbeiten organische Abfälle in Rekordzeit, müffeln nicht und lassen sich optisch besser integrieren. Dazu kommt, dass der gewonnene Kompost nährstoffreicher ist als herkömmlicher. Einen besseren Dünger bekommt man nicht. Wir sagen, worauf Sie achten müssen und stellen die besten Komposter vor.

Unser Favorit: Neudorff Duo Therm Thermokomposter 530 Liter

Der Thermokomposter von Neudorff aus recyceltem Kunststoff (UV-beständig) hat uns überzeugt, weil er mit seiner Kapazität (530 Liter) auch für einen mittleren bis großen Garten geeignet ist. Er ist zudem stabil, wetterfest und bietet durch die doppelwandige Konstruktion eine hervorragende Wärmeisolation. Letzteres treibt die Mikroorganismen zu Höchstleistungen an! Erfreulich ist auch, dass sich der Komposter einfach und schnell aufbauen lässt. Die fertige Erde kann man durch zwei Klappen auf der Unterseite entfernen.

Hinweis: Ein Mäusegitter für den Boden muss bei diesem Modell separat bestellt werden. Insgesamt bietet der Thermokomposter von Neudorff ein sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis. Daher gibt es von uns eine absolute Kaufempfehlung!

Welcher Thermokomposter ist der beste?

Schnellkomposter aus Kunststoff werden von verschiedenen Herstellern wie zum Beispiel Neudorff, Deuba, Komposter oder Juwel angeboten. Beim Kauf sollten Sie darauf achten, dass der Komposter witterungsbeständig ist, einen klappbaren und fixierbaren Deckel hat und über ein Belüftungssystem verfügt. Wichtig ist auch, dass der Thermokomposter die richtige Größe hat. Haben Sie ein größeres Grundstück, lohnt sich ein Komposter mit einem großen Fassungsvermögen. Über 500 Liter sollten es dann auf jeden Fall sein. Für einen kleineren Garten reicht dagegen ein Modell, in das 300 Liter hineinpassen. Unser Vergleich hilft Ihnen dabei, die passende Tonne zu finden. Hier sind die besten Thermoskomposter:

Deuba Komposter 800 L

Mit dem rechteckigen Thermokomposter von Deuba lässt sich einfach und schnell eigene humusreiche Erde im Garten herstellen. Die spezielle Bauweise und die dunkle Farbe sorgen für höhere Temperaturen, was den Zersetzungsprozess beschleunigt. Hinweis: Um den Thermokomposter rattensicher zu machen, benötigt man ein entsprechendes Gitter für den Boden. Dieses ist bei diesem Modell nicht im Lieferumfang enthalten. Weitere Infos:

  • Material: wetterfester Kunststoff

  • Fassungsvermögen: 800 Liter

  • Montage durch Stecksystem 

  • klappbarer Deckel

  • offene Zwischenwand

  • bodennahe Entnahmeklappe

  • Maße: 135 x 72 x 83 cm

Fazit: Der Kunststoff-Komposter von Deuba erledigt das Kompostieren schnell und effizient. Auch der Preis ist attraktiv. Einen Minuspunkt gibt es für den Zusammenbau, der nicht ganz so einfach ist wie versprochen. Zu zweit bekommt man es aber hin.

Thermokomposter von KOMPOSTER

Der Thermokomposter der österreichischen Marke Komposter wurde aus Recycling-Kunststoff gefertigt. Die dickwandige Konstruktion und das wetterfeste Material garantieren eine lange Lebensdauer. Durch das spezielle Belüftungssystem wird die Kompostierung begünstigt und beschleunigt. Der Deckel kann durch das Stop-Lock-System verschlossen werden. In der kleineren Version kann der Komposter bis zu 450 Liter fassen. (Das größere Modell nimmt bis zu 1.065 Liter auf).

Fazit: Der Schnellkomposter von Komposter macht seinem Namen alle Ehre und zersetzt Gartenabfall & Co. wirklich zügig. Auch der Aufbau ist unproblematisch. Weiterer Pluspunkt: Durch die Maserung lässt sich die Tonne dezent im Garten integrieren. 

Neudorff 775 Thermokomposter 530 Liter mit Mäusegitter

Bei dem Modell 775 von Neudorff ist ein praktisches Gitter zum Schutz vor Mäusen und anderen Nagetieren schon mit dabei. Ansonsten ist alles genau wie bei der Single-Variante (siehe unser Favorit). Der Komposter aus recyceltem Kunststoff eignet sich zur schnellen Kompostierung von organischen Küchenresten sowie Gartenabfällen wie Baum- und Strauchschnitt, Rasenschnitt und Herbstlaub.

Fazit: Der Thermokomposter von Neudorff mit feststellbarem Deckel ist wetterfest, robust und leicht aufzubauen. Mit seinem 530 Liter Fassungsvermögen eignet er sich perfekt für Gärten mittlerer Größe. Top!

JUWEL Komposter AEROQUICK 290 L

Die Firma JUWEL setzt bei ihren Produkten auf Nachhaltigkeit. Beim verwendeten Material handelt es sich um recycelten Kunststoff. Alle Teile sind austauschbar und es wird eine 10-jährige Nachkaufgarantie garantiert. Das gilt auch für den AEROQUICK mit 290 Liter Nutzinhalt. Der Komposter verfügt über ein Aktiv-Belüftungssystem mit eingebauten Wandlamellen, die dafür sorgen, dass die Verrottung der Gartenabfälle beschleunigt wird. Die dadurch in kurzer Zeit entstehende Komposterde kann an zwei Entnahmeklappen an den Seiten einfach entnommen werden.

Fazit: Hochwertiger Thermokomposter für den kleinen Garten, der allerdings beim Zusammenbau etwas Geschick erfordert.

D&S Thermo Komposter wetterfest

Quadratisch, praktisch, gut!  Der Thermokomposter (Maße: 61 x 61 x 83 cm) von D&S bietet eine gute und günstige Möglichkeit der schnellen Kompostierung. Ein Mäusegitter ist nicht im Lieferumfang enthalten. Tipp: Statt eines speziellen Gitters kann man auch Hasendreht verwenden. Weitere Infos:

  • Fassungsvermögen: ca. 280 Liter

  • Material: Kunststoff

  • unkomplizierter Aufbau

  • mit Entnahmeklappe

  • gute Wärmeentwicklung

Fazit: Der wetterfeste Komposter von D&S lässt sich einfach und schnell aufbauen und erfüllt seinen Zweck. Praktisch ist der fixierbare Deckel zum Klappen.

Ist ein Thermokomposter sinnvoll?

Kompost ist eine Bereicherung für jeden Garten. Er verwandelt Abfall in wertvollen Humus, verbessert die Bodenkultur und fördert das Leben im Boden. Dazu hält die Nährstoffzufuhr länger an als bei Torf oder Mist. Thermokomposter sind sinnvoll, weil sie das zugefügte organische Material in kurzer Zeit in Kompost verwandeln. Einfacher, schneller und nachhaltiger kommt man nicht zum hausgemachten Dünger.

Wie lange dauert die Kompostierung im Thermokomposter?

Wenn die Bedingungen stimmen, zersetzen Thermokomposter die organischen Abfälle in wenigen Monaten. Den fertigen Kompost kann man dann ganz einfach über eine Bodenklappe entnehmen. Noch schneller geht das Kompostieren mit einem Kompost-Beschleuniger. Hier zwei Beispiele:

Neudorff Radivit Kompost-Beschleuniger

Der Kompostbeschleuniger von Neudorff eignet sich für alle Formen der Kompostierung. Organischen Abfälle zersetzen sich schneller, der Kompost wird homogen, fein und geruchlos. Das Produkt ist natürlich biologisch und für Tiere unbedenklich.

Dehner Bio Kompostbeschleuniger

Bei dem organisch-mineralischen Naturdünger (NPK 3+1+1) von Dehner handelt es sich um ein streufertiges Kompostierungsmittel, das den Gärungsprozess im Komposter bereits wenige Tage nach dem Einstreuen in Gang setzt. Der Kompostbeschleuniger eignet sich für Thermokomposter und herkömmliche Komposthaufen.

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Wie benutzt man einen Thermokomposter?

Um schnell zu einem guten Ergebnis zu kommen, muss man beim Kompostieren einiges beachten. So brauchen Thermokomposter unbedingt den direkten Kontakt zum Boden (Rasen, Erde), damit Regenwürmer und andere nützliche Kleinstlebewesen dort einziehen und ihre Arbeit verrichten können. Als Standort eignet sich ein halbschattiges Plätzchen. Beim Thermokomposter befüllen muss darauf geachtet werden, dass sich zu gleichen Teilen trockene und feuchte Substanzen im Behälter befinden. Das Füllgut sollte vorher zerkleinert werden, am besten im Häcksler. Denn je kleiner das Material, desto besser kompostieren Gartenabfälle.

Was darf in den Thermokomposter und was nicht?

Ein Kompost ist kein Sammelbecken für alles Mögliche. Manche Abfälle verschlechtern die Komposteigenschaften, manche verrotten nicht und andere sind sogar schädlich. Unsere Aufzählung gibt Ihnen einen guten Überblick. Noch etwas: Wenn Sie den Küchen- und Gartenabfall im Thermokomposter schichten, müssen Sie darauf achten, dass die Mischung ausgewogen ist.

Das darf in den Komposter:

  • dünne Äste
  • Laub
  • Gras
  • Schnittblumen
  • Obst- und Gemüsereste (aus dem Bioanbau)
  • Tee- und Kaffeesatz (mit Filtertüte)
  • Speisereste und Eierschalen (zermahlen)
  • Holz- und Hobelspäne
  • Blumenerde
  • Papier und Pappe (nur in kleinen Mengen und zerkleinert)
  • Kleintierkot (in Maßen)

Das NICHT in den Komposter:

  • Fleisch und Knochen (zieht Ratten an!)
  • Katzenstreu
  • Asche
  • Bananenschalen
  • Nussschalen
  • Zigaretten
  • Staubsaugerbeutel
  • Kunststoffe
  • Farben
  • Textilien
  • Öle

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