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Geht auch ganz einfach:

Insektenfreundlicher Rasen Mähinseln voller Wiesenblumen sichern Wildbienen das Überleben

Der 20. Mai ist "Weltbienentag": Dieser Tag erinnert daran, wie wichtig die kleinen geflügelten Insekten für das Wohl von Mensch und Umwelt sind. Denn Bienen sind nicht nur Honigproduzenten – viel wichtiger sind die vielen Wildbienenarten als Bestäuber im Obst- und Gemüseanbau!

Insektenfreundlicher Rasen
Foto: Hersteller / Husqvarna

Wegen ihrer hohen Bestäubungsleistung sollten Wildbienen und andere Insekten auch in Ihrem Garten Platz finden. Neben blühenden Beeten voller Nektarpflanzen, Rückzugsmöglichkeiten und Nistplätzen ist vor allem ein insektenfreundlicher Rasen wichtig, um den eigenen Garten bienenfreundlich zu machen!

 

Wildblumenwiesen als Mähinseln anlegen

Insektenfreundlicher Rasen

Damit im akkurat gemähten Rasen kleine bienenfreunliche Biotope entstehen können, sollten bestimmte Bereiche beim Rasenmähen ausgespart werden. Besitzer von Robotermähern müssen dafür den Begrenzungsdraht des Mähroboters in Schleifen verlegen. Dies ist bei der Installation eines Automower durch das sog. „Ausschleifen“ erreichbar. Die Mähinseln meidet der Automower von Husqvarna zuverlässig, so dass dort zum Beispiel eine bunte Wildblumenwiese oder ein Bereich mit bienenfreundlichen Stauden entstehen kann. Der Vorteil: Die Wildblumen bleiben stets am selben Platz und sähen sich für das Folgejahr wieder selbst aus.

Bienenfreundliche Pflanzen im Rasen

Der große Vorteil von wilden Rasenflächen: Sie machen deutlich weniger Arbeit, da weder eine perfekt vertikutierte Grundlage noch regelmäßiges Kürzen notwendig sind. Allerdings können größere Unebenheiten im Boden auch auf einer Naturwiese dazu führen, dass sich in den Senken über einen längeren Zeitraum Feuchtigkeit hält und sich schneller Moos bildet. Insektenfreundliche Samenmischungen aus ein- und mehrjährigen Pflanzen verwandeln jede Ecke im Garten in eine Oase für Nützlinge – ob als kleiner Streifen im hinteren Teil des Gartens oder vollflächige Wiese. Wichtig ist, dass die Samen erst bei wärmeren Temperaturen ausgesät werden und während der Keimphase dauerhaft feucht gehalten werden.

Wer die reiche Artenvielfalt seiner Wiese erhalten möchte, sollte beim Mähen oder Sensen auf den richtigen Zeitpunkt achten. Am besten den Rasen erst kürzen, wenn die Samen der vorkommenden Gräser, Blumen und Wildkräuter vollständig ausgebildet sind. Ein weiterer Tipp: Wenn das Mähgut eine Zeit lang auf dem Boden liegen bleibt und leicht antrocknet, fallen die Samenkörner aus und die Fläche regeneriert sich auf natürliche Weise.

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Übrigens kann es auch auf einer naturbelassenen Wiese zu Nährstoffmangel kommen. Besonders Stickstoff ist für die Bildung von Grünmasse entscheidend. Fehlt er, haben es vor allem junge Rasenpflanzen schwer. Ein organischer Langzeitdünger schafft hier Abhilfe und wirkt auf besonders natürliche Weise. Denn für die Nährstoffaufnahme müssen die Rohstoffe zunächst von Mikroorganismen im Boden zersetzt werden, sodass die Gräser über einen langen Zeitraum hinweg bedarfsgerecht versorgt werden.

Bienen & Co. brauchen nicht nur Blumen

Insektenfreundlicher Rasen

Bei Bienen denken viele Menschen zuerst an die Honigbiene – dabei gibt es allein in Deutschland mehrere hundert weitere verschiedene Bienenarten. Diese haben zum Teil spezielle Anforderungen an ihre Nahrung und ihren Wohnraum. Um möglichst vielen Insekten eine attraktive Wohnung zu bieten, empfiehlt sich der Bau eines Insektenhotels. Leider entsprechen nicht alle zum Kauf angebotenen Insektenhotels den Ansprüchen ihrer potenziellen geflügelten Bewohner. Daher am besten selbst bauen und anschließend an einem geeigneten Ort aufstellen.

Gute Anleitungen finden sich zum Beispiel auf den Seiten renommierter Naturschutzvereine. Denn das Fehlen geeigneter Nistplätze ist der Hauptgrund für das Bienensterben.

Gartenpflege
NABU: So muss man ein Wildbienenhotel bauen

Wildbienen -Arten wie die Mauerbienen können sich im Garten als echte Nützlinge erweisen. Besonders im Frühjahr bestäuben sie eifrig u. a. Obstbäume...

 

5 Tipps für einen bienenfreundlichen Garten

  1. Bienenfutter rund ums Jahr: Während im Sommer der Tisch für Bienen reichlich gedeckt ist, sollte man auch Blühpflanzen für Frühjahr und Herbst vorhalten. Neben Blumen bitte auch an geeignete Bäume, Hecken und Sträucher denken. Einheimische Obstbäume bieten den Bienen im Frühling zum Beispiel viel Nahrung und zudem gute Nistplätze. Folgende Sträucher sind ebenfalls gute Bienenweiden: Kornelkirsche (Cornus Mas), Weißdorn (Crataegus) und Wildrosen. 
     
  2. „Wilde Ecken“, Kräuterspiralen und Insektenhotels: Während Kräuterspiralen mit blühendem Salbei oder Lavendel einen Gaumenschmauß für Mensch und Biene darstellen, nutzen manche Insekten die Ritzen in den Steinen der Kräuterschnecke auch als Unterschlupf. Auch naturbelassene „Wilde Ecken“ wie Totholzhaufen oder efeuüberwucherte Natursteinmauern können diesen Zweck erfüllen.
  3. Bienenparadies auf Balkon oder Terrasse: Selbst wer keinen eigenen Garten hat, kann auf dem Balkon mit Töpfen Bienennahrung anbieten. Ob Spätblüher-Mischung mit Ringelblume, Löwenmäulchen und Kapuzinerkresse oder duftendem Kräutertopf mit echtem Lavendel, Salbei, Thymian und Oregano – die Bienen danken es.
  4. Trinken nicht vergessen: Als Trinkstellen für Wildbienenarten eignen sich Kuhlen in großen Steinen oder Vogeltränken, in die man einige große Steine legt und die man an sonnigen Tagen täglich mit Wasser auffüllt. Übrigens benötigen Mauerbienen das Wasser auch zum „mörteln“ ihrer Nester.
  5. Keine Pestizide: Wer Wert auf einen naturnahen Garten legt, verzichtet selbstverständlich auf Pestizide und Kunstdünger. Stattdessen können gegen Schädlinge heutzutage einfach Nützlinge kostengünstig bestellt werden. Im Zweifelsfall hilft auch, die beschädigten Pflanzenteile weg- oder herunterschneiden, anstatt zur chemischen Keule zu greifen.

Quelle/Idee: Husqvarna

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