Hausmittel gegen Ameisen

Hausmittel, um Ameisen erfolgreich zu bekämpfen

Ameisengift enthält häufig Stoffe, die für Mensch, Tier und Umwelt nicht ganz ungefährlich sind. Insbesondere bei Ameisen in der Wohnung wird daher gerne auf altbewährte Hausmittel gegen Ameisen zurückgegriffen.

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Ameisengift ist im Kampf gegen Ameisen besonders effektiv, doch in Form von Köderboxen, Granulat oder Ameisenspray auch nicht gerade ungefährlich, wenn Kleinkinder und Tiere mit im Haushalt wohnen.

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Glücklicherweise gibt es viele Ameisen-Hausmittel, die gegen Ameisen im Haus und Ameisen im Garten helfen. Wir zeigen die besten Hausmittel gegen Ameisen, mit denen Sie die Insekten bekämpfen und vorbeugen können.
Praxistipp: Auch unser Video oben zeigt 7 hilfreiche Tipps, um die Ameisen zu bekämpfen.

Ameisen mit Hausmitteln bekämpfen: Backpulver und Natron als Ameisengift

Möchte man die Ameisen komplett bekämpfen und diese vergiften, muss man dazu nicht immer auf spezielle Giftstoffe aus dem Handel zurückgreifen. Sie können ihnen auch mit für die Krabbeltiere giftigen Ameisen-Hausmittel zu Leibe rücken. Welche Möglichkeiten es zum Bekämpfen gibt, erfahren Sie hier.

Backpulver: Effektives Hausmittel

Backpulver wird als Hausmittel im Kampf gegen Ameisen am häufigsten empfohlen. Im Internet sind zahlreiche Erfolgsgeschichten zu lesen, aber auch zahlreiche enttäuschte Geschichten, die berichten, dass das Backpulver bei ihnen keine Wirkung gezeigt hat. Das hat einen guten Grund: Backpulver selbst ist für Ameisen gar nicht giftig, sondern nur das darin enthaltene Natriumhydrogencarbonat. Das wird von vielen Herstellern jedoch häufig durch das für Ameisen komplett harmlose Kaliumhydrogencarbonat ersetzt. Achten Sie daher genau auf die Inhaltsstoffe des Backpulvers!

Das Kaliumhydrogencarbonat im Backpulver ist für die Tiere nicht giftig. Backpulver kann für Ameisen aber trotzdem gefährlich enden. Aber was bewirkt Backpulver bei Ameisen? Die Insekten nehmen über die Atemwege Tracheen auf. Diese sorgen dafür, dass der pH-Wert im Körper sich ändert und die lebenswichtigen Funktionen beeinträchtigt werden. Dadurch werden die Ameisen trotzdem vergiftet und sterben.
Praxistipp: Wenn Sie die Insekten mit Backpulver vergiften ist es sehr qualvoll für die Tiere und das Problem wird nicht an der Wurzel gepackt. Denn das Ameisennest besteht ja immer noch. Nutzen Sie daher besser schonendere Hausmittel.

Natron gegen Ameisen

Als Alternative zu Backpulver können Sie auch direkt Natriumhydrogencarbonat verwenden. Im Handel ist es unter der Bezeichnung Natron erhältlich. Sowohl das Backpulver als auch das reine Natron müssen die Ameisen jedoch essen, damit es auch giftig wirkt. Um es ihnen schmackhaft zu machen, mischen Sie es daher mit Zucker oder Puderzucker im Verhältnis 1:1 und verteilen es dann auf der Ameisenstraße.

Natürliches Hausmittel: Maismehl

Maismehl wird schon seit einiger Zeit als natürliches Mittel gegen die kleinen Insekten angewendet. Denn gerade in einem Haushalt, wo Kinder oder Tiere leben, möchte man kein Gift streuen. Maismehl hingegen ist ganz natürlich und trotzdem wirksam. Doch was macht Maismehl mit Ameisen? Wenn Ameisen das Maismehl fressen, können sie es nicht richtig verdauen. Nehmen sie es zu sich, sterben sie letztlich daran. Damit die kleinen Krabbler das Maismehl aber überhaupt fressen, müssen Sie es ihnen schmackhaft machen. Das erreichen Sie z.B., wenn Sie das Mehl mit Zucker, Puderzucker oder Honig mischen. Diese Mischung können Sie dann einfach auf die Ameisenstraße oder auf das Ameisennest streuen. Alternativ können Sie das Gemisch auch in Wasser auflösen und Böden damit bestreichen.

Kaffeesatz als einfaches Hausmittel

Bei Kaffeesatz gehen die Meinungen auseinander. Einige behaupten, das Koffein im gemahlenen Kaffee sei giftig für die Ameisen und sie gehen daran zugrunde. Andere sind der Meinung, dass die Ameisen den Kaffee gar nicht essen, da der intensive Geruch sie abschreckt und vertreibt.

Doch ganz egal, wie die Ameisen vertrieben werden, wichtig ist nur, dass sie verschwinden. Da es Kaffee in fast jedem Haushalt gibt, ist es auch ein einfaches Hausmittel. Außerdem müssen Sie dafür nicht einmal Kaffeepulver nutzen. Denn der Kaffeesatz vom letzten Frühstückskaffee ist vollkommen ausreichend. Dieser muss nur trocknen, denn sonst kann er schimmeln. Wenn er trocken ist, können Sie den Kaffeesatz einfach austreuen.
Praxistipp: Einige Pflanzen finden Kaffeesatz als Dünger toll. Wenn Sie diesen auf die Beete dieser Pflanzen streuen, können Sie Ameisen vertreiben und gleichzeitig etwas Gutes für Ihre Pflanzen tun.

Ameisen mit Hausmitteln vertreiben

Haben sich Ameisen auf die Terrasse oder ins Haus verirrt, ist es meist nicht nötig, sie gleich alle zu vergiften. Es reicht in der Regel, sie zu vertreiben. Da Ameisen auf ihren Geruchssinn angewiesen sind, um Nahrung zu finden und den anderen Ameisen auf der Ameisenstraße zu folgen, meiden sie daher Lebensmittel, die zu intensiv riechen. Das können Sie sich mit diesen Hausmitteln zunutze machen.

Essig, Kräuter, Zitrone und Duftöle

Sämtliche stark riechenden natürliche und ätherische Öle (Teebaumöl, Zimt-, Lavendel-, Thymian-, Salbeiöl uvm.) sowie Essig, Kräuter und Zitrone vertreiben die Ameisen durch ihren Geruch. Füllen Sie eins dieser Mittel (z.B. Teebaumöl) in eine Sprühflasche und besprühen Sie damit die Ameisenstraße. Der Geruch überdeckt den für die Ameisen starken Eigengeruch von anderen Ameisen und sie verlieren dann ihre Orientierung.

Gleiches passiert auch mit Essig. Bei einer größeren Ameisenplage können Sie auch einfach mit Essigwasser wischen. Eine Lösung aus 90 Prozent Wasser und 10 Prozent Essig ist ideal. Aber was macht Essig mit Ameisen? Mit den Ameisen an sich passiert nichts. Doch durch den stechenden Geruch wird die Pheromonspur übertüncht und die Straße löst sich zügig auf.
Praxistipp: Sollten Haustiere mit im Haushalt wohnen, sollten Sie auf die Behandlung jedoch verzichten, da auch Hund, Katze und Co. sehr empfindlich auf den Essiggeruch reagieren.

Kreide, Babypuder und Seife

Haben sich Ameisen auf die Terrasse verirrt, hilft es eine Begrenzung um die Terrasse mit Kreide, Babypuder oder Seife zu ziehen. Kreide wird von den Ameisen gemieden, da diese alkalisch ist. So vermeiden die Ameisen auch einen dicken Kreidestrich zu überqueren. Das Talkum im Babypuder wird gemieden, da es ihre Fühler und Atemwege verstopft. Seife oder Seifenwasser wirkt gleich doppelt gegen die Schädlinge. Zum einem überdeckt Seife die Pheromonspur der Ameisen. Weitere Ameisen, die dieser Spur folgen, finden nicht zum Ziel. Zum anderen sorgt die Seife dafür, dass sich ihr Chitinpanzer auflöst.

Wasser als Hausmittel

Ein einfaches, aber probates Mittel können Sie einsetzen, wenn Sie wissen, wo sich der Ameisenhügel befindet. Setzen Sie den Bau einfach zwei Mal täglich mit einem Wasserschlauch unter Wasser. Die Ameisen bekommen so den Eindruck, dass sie ihr Nest an einen ungünstigen Ort errichtet haben und werden umziehen – hoffentlich an einen Ort weiter weg von Haus und Terrasse.

Ameisenhügel
Ein Ameisenhaufen im Wald stört niemanden. Foto: Echino / pixelio.de

Hilft das nicht, können Sie auch heißes Wasser auf das Nest gießen. Getroffene Ameisen und ihre Larven werden verbrüht. Dieses Mittel ist zwar besonders umweltschonend, aber etwas qualvoller für die Ameisen.

Ameisen umsiedeln

Wenn Sie die Ameisen nicht gleich so radikal bekämpfen möchten, können Sie die Ameisen auch umsiedeln. So können Sie entscheiden, wo die Insekten Ihr neues zuhause aufbauen. Für das Umsiedeln nutzen Sie einfach einen Blumentopf, den Sie mit Holzwolle oder Stroh füllen. Dann stellen Sie diesen mit der Öffnung auf die Ameisenstraße und warten einfach ab. Wenn es den Ameisen dort gefällt, beginnen Sie damit ihr Nest von alleine in den Blumentopf umzusiedeln. Das erkennen Sie daran, dass die kleinen Tiere ihre Puppen in das neue Nest bringen. Wenn die Umsiedlung abgeschlossen ist, heben Sie den Blumentopf mit einer Schaufel auf und bringen ihn einfach weg. Achten Sie dabei darauf, dass das neue Nest mindestens 30 Meter vom alten Bau entfernt ist, sonst können sie in das alte Nest zurückkehren.
Praxistipp: Wenn alle Hausmittel einfach nicht helfen, können Sie auch chemische Mottel nutzen. Hierbei sollten Sie aber darauf achten, dass Tiere und Menschen dieses nicht einatmen. Wenn Sie es in der Wohnung verwenden, sollten Sie gut lüften.

Ameisen-Plage vorbeugen

Damit die kleinen Tiere gar nicht erst aufkreuzen, können Sie versuchen die Ameisen fernzuhalten. Mit unseren besten Tipps können Sie so den ungebetenen Gästen vorbeugen. Doch worauf muss man achten?

Entziehen Sie den Ameisen ihre Nahrungsquelle. Ameisen ernähren sich hauptsächlich von anderen Insekten wie Blattläusen oder Schildläusen oder von Honigtau und Pflanzensäften. Wenn Sie keine Blattläuse oder andere Nahrungsquellen zur Verfügung stellen, verschwinden die Ameisen nach kurzer Zeit. Da Ameisen aber auch süße Sachen lieben, müssen Sie auch hierauf achten, den Tieren nichts zur Verfügung zu stellen. Heruntergefallenes Obst sollte daher schnell entsorgt werden. Auch wenn Sie auf der Terrasse frühstücken, sollten Sie Krümel und andere Überbleibsel wegräumen.
Praxistipp: Damit die Insekten nicht ins Haus kommen, können Sie undichte Fenster oder Türen abdichten. Hilfreich ist es auch, wenn Sie alle Nahrungsmittel in der Küche in Dosen umfüllen, die sich dicht verschließen lassen. Den Mülleimer sollten Sie jeden Tag leeren, damit die Ameisen auch dort kein Futter finden.

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