Wandfarbe-Test

Wandfarben-Test

Neun weiße Wandfarben der besten Deckkraftklasse haben wir mit dem TÜV in unserem Praxistest praktisch und labortechnisch getestet. Dabei sind wir auf zum Teil überraschende Unterschiede gestoßen: Unterm Strich sind alle Wandfarben im Test gut bzw. befriedigend, in der Praxis trübt sich diese Bild ein wenig – Verlierer gibt es beim Nassabrieb. Alle Ergebnisse des Wandfarbe-Tests finden Sie unten als Download.

Worauf achten Sie, wenn Sie zum Renovieren Wandfarbe einkaufen müssen? Achten Sie nur auf den Preis oder die Marke? Oder unterscheiden Sie bewusst zwischen seidenglänzender Latex- und mattweißer Dispersions-Wandfarbe, Deckkraftklassen bzw. Kontrastverhältnis, Nassabriebklassen und Reichweite? Und wenn ja, wie zuverlässig sind die Angaben auf dem Eimer? Inwieweit berücksichtigen Sie bei der Wahl des Anstrichmittels auch den Untergrund? Ist das überhaupt erforderlich? All diesen Fragen sind wir in unserem Wandfarbe-Test nachgegangen.

 
 

Test: Weiße Wandfarben

Mattweiße Wandfarben stehen in Deutschland immer noch ganz oben auf der Wunschliste der Innenraumfarben. Die Farben im Test waren sehr unterschiedlich pastös eingestellt: von dünn- bis zähflüssig: Man sollte aber dünn nicht mit schlecht verwechseln, denn dünnflüssige Farben haben auch Vorteile: So erreichten einerseits vor allem die eher fließfähigen Farben die angegebene Reichweite auch in der Praxis, und die Verarbeitung dieser Farben ist mit geringerem Kraftaufwand möglich. Dickflüssige Produkte neigen hingegen dazu, feinere Tapetenstrukturen zuzusetzen, und erfordern mehr Kraft beim Verschlichten. Dickere Farben tendieren wegen der stabileren Struktur beim Auftragen auch eher zu Streifenbildung. Trotzdem gibt es in der Deckkraftpraxis einen Vorteil der dickeren Farben.

Wandfarbe

 

So haben wir getestet

Die Benotung der Wandfarben erfolgte in vier Kategorien: Bewertet wurden die Etikettenangaben des Herstellers, die Ergebnisse aus der labortechnischen Überprüfung von Deckkraft (Kontrastverhältnis), Nassabrieb und Weißgrad sowie die praktische Verarbeitung und das Praxis-Deckvermögen. Die Einzelkategorien der Praxistests wurden von sechs Probanden männlichen und weiblichen Geschlechts überprüft, dabei waren die genutzten Farben anonymisiert. So wollten wir vermeiden, dass bekannte Marken aufgrund eventueller Vorurteile bevorzugt oder benachteiligt werden. Der Farbauftrag erfolgte auf Raufasertapete, die mit schwarzen Kontraststreifen versehen war. So wurden die Unterschiede in der Deckkraft zwischen weißem und schwarzem Untergrund deutlich.

Wenn mehrere unabhängige akkreditierte Prüfinstitute bei Normprüfungen zu extrem abweichenden Ergebnissen kommen, ist die Aussagekraft dieser Ergebnisse infrage zu stellen. Diese Erfahrung mussten wir nach unserem Wandfarben- Test in Bezug auf den Nassabrieb machen. Ergebnisse aus dem Test und aus Nachprüfungen waren so unterschiedlich, dass wir die Bewertung des Nassabriebs nachträglich aus der Bewertung ausklammern. Der TÜV Rheinland und selbst ist der Mann haben dem zuständigen Normenausschuss die gravierend abweichenden Ergebnisse des Messverfahrens der Nassabriebbeständigkeit nach DIN EN 13 300 mitgeteilt und bitten um Überprüfung und Überarbeitung des bestehenden Verfahrens. Die Neubewertung unseres Tests ohne Nassabriebprüfung finden Sie in der untenstehenden Tabelle, alle anderen Testkriterien behalten jedoch ihre Gültigkeit.

Umfang: 7 Seiten
kostenlos!
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Quelle: selbst ist der Mann 1 / 2012

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