Sonnenblumen pflanzen, säen und ernten

Ihre langen Stängel und die großen Blüten ragen weit über die anderen Pflanzen im Garten und das Blumenbeet hinaus. Sonnenblumen sehen wie die Sonne aus und erinnern an den Sommer. Doch wann ist die richtige Zeit, um Sonnenblumen zu pflanzen, zu säen und zu ernten? Und wozu werden Sonnenblumen angebaut? 

Sonnenblumen pflanzen, säen und ernten
Sonnenblumen begeistern Mensch und Tier. Foto: iStock / yibaoty
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Besonders in Vorgärten und Bauerngärten findet man sie oft: Die Sonnenblume (Helianthus annuus). Da die Sonnenblumenkerne gegessen werden können und die Blüten auch in Vasen schön aussehen und direkt für gute Laune sorgen, hat sie wohl jeder gerne im Garten. Aber wann pflanzt man Sonnenblumen? Und kann man aus den geernteten Sonnenblumenkernen eigene Sonnenblumen säen?

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Praxistipp: Sonnenblumen haben eine ganz besondere Eigenschaft. Aber was ist das Besondere an Sonnenblumen? Sonnenblumen können sich zur Sonne drehen. Im Tagesverlauf schwenken sie dann von Ost nach West. Diese Eigenschaft nennt sich Heliotropismus. Nur wenige Pflanzen besitzen sie.

Wann pflanzt man Sonnenblumen?

Wer die Sonnenblume im eigenen Garten pflanzen möchte, braucht einen nährstoffreichen und nicht zu schweren Boden. Außerdem benötigen die Helianthus annuus viel Platz, einen Abstand von ca. 50 cm und einen sonnigen Standort. Wann die Sonnenblume gepflanzt werden kann? Die richtige Pflanzzeit ist Mitte Mai, nach den Eisheiligen. Dann kann die Sonnenblume direkt im Garten gepflanzt werden.

Was passiert, wenn die Sonnenblumen ihre Blüten zu früh zeigt? Unsere Tipps finden Sie im Video:

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Im Beet sollten Sonnenblumen gegossen werden, sobald die oberste Erdschicht angetrocknet ist. Doch bis wann blühen Sonnenblumen dann? Im Garten kann die Pflanze dann bis in den September blühen, wenn sie nicht vorher als Schnittblume abgeschnitten wird.
Praxistipp: Es gibt auch kleine Sorten. Diese können auch in Kübeln und Blumentöpfen auf dem Balkon gepflanzt werden. Schön sind auch Stauden-Sonnenblumen (Helianthus giganteus

Wann sollte man Sonnenblumen setzen?

Sie möchten Ihre Sonnenblumen im Garten lieber selber säen? Das ist ganz einfach. Denn aus den leckeren Sonnenblumenkernen können auch Sonnenblumen gepflanzt werden. Bei der nächsten Ernte der Sonnenblumenkerne können Sie ein paar der Samen aufbewahren und so Ihre Sonnenblumen vermehren. Zur Aussaat der Samen benötigen Sie: Töpfe mit Abflussloch, Untersetzer, Blumenerde (oder Gartenerde mit Kompost), Kies oder Tonscherben als Drainage und natürlich Sonnenblumenkerne bzw. Samen.

Wann Sonnenblumen vorziehen?

Im März können Sie mit der Aussaat der Sonnenblume beginnen. Und dann gehen Sie wie folgt vor:

  1. Den Kies oder die Tonscherben legen Sie als Drainage auf den Topfboden.
  2. Den Topf füllen Sie dann mit Blumenerde und setzen den Samen so, dass er etwa 1 cm in der Erde steckt.
  3. Dann müssen Sie darauf achten, dass die Erde durchgehend feucht ist. Auf der Fensterbank in der Sonne oder im Halbschatten (bei etwa 15-20 °C) keimen die Sonnenblumen-Samen nach 8-14 Tagen.
    Praxistipp: Säen Sie immer mehr Sonnenblumen als Sie eigentlich haben möchten. Denn falls ein Sonnenblumenkern nicht keimt, haben Sie immer noch genug.
  4. Sollte der Topf zu klein werden, können Sie die Sonnenblumenkeimlinge auch umtopfen.
  5. Sobald die Pflanzen etwa 30 cm hoch sind, benötigen Sie weniger Wasser.
  6. Ab Mitte Mai kann die Sonnenblume dann ins Beet gesetzt werden. Denn dann besteht keine Frostgefahr mehr.

Wie pflege ich meine Sonnenblume?

Einige Sorten der Sonnenblume können bis zu 300 cm groß werden. Das ist schon eine enorme Höhe für eine Pflanze. Damit die Sonnenblume so groß wird und toll wächst, braucht sie die richtige Pflege. Wie pflegt man Sonnenblumen? Bei Sonnenblumen ist es besonders wichtig zu wissen, dass sie keine langen Trockenperioden aushält. Wenn es also längere Zeit nicht regnet, oder Sie ihre Pflanze in einem Kübel auf dem Balkon stehen haben, müssen Sie die Blume ordentlich gießen. Bei der Pflege können Sie außerdem schon beim Pflanzen die Sonnenblume stützen. Mehr dazu erfahren Sie auch weiter unten.

Welcher Dünger für Sonnenblumen?

Wenn Sie Ihre Pflanze pflegen möchten, können Sie sie auch mit Dünger versorgen. Dabei sollten Sie auf keinen Fall organische Dünger verwenden. Denn bei diesen ist die Stickstoff-Nachlieferung schwer einzuschätzen. Besser sind daher Nitrathaltige Stickstoff-Dünger. Diese sind vor allem für junge Sorten gut geeignet und unterstützen beim Wurzelwachstum. Bei ausgewachsenen Pflanzen reicht es, wenn Sie die Helianthus annuus einmal in der Woche düngen.
Praxistipp: Sind Sonnenblumen einjährig oder mehrjährig? Tatsächlich gibt es beides. Ob Sie eine einjährige Pflanze haben oder ob Ihre Sonnenblume im nächsten Jahr wieder blüht, ist von der Sorte abhängig.

So retten Bambusstäbe Ihre Sonnenblumen!

Nach etwa drei bis vier Monaten ist die Sonnenblume ausgewachsen. Umso trauriger ist es, wenn sie bei Wind abknickt. Mit Bambusstäben können Sie Ihre Sonnenblumen retten!

Blumen aus dem Urlaub
Foto: Fotolia


,Sonnenblumen sehen auch auf einem großen Feld einfach großartig aus. ,Foto: Fotolia

Möchten Sie ein Blumenbeet anlegen, gibt es einige wichtige Hinweise zu beachten. Damit die Sonnenblumen von vornherein einen geschützten und sicheren Platz haben, an dem sie in die Höhe wachsen können, sollten Sie Ihre Sommerblumen direkt an einer Mauer oder an einem Zaun einpflanzen. So werden die Sonnenblumen vom Wind geschützt und können nicht so schnell brechen.

Sonnenblumen mit Bambusstäben retten

Bricht Ihre langstielige Sonnenblume dennoch, können Sie die Pflanze mit diesem Trick vor dem Absterben retten! Zwei einfache Bambusstäbe, die rechts und links neben der Pflanze eingesteckt werden, dienen als Stützen bzw. Schienen und können der Pflanze den benötigten Halt geben.
Zusätzlich sollten Sie die Bruchstelle mit Paketklebeband verkleben. So können Sie Ihre Sonnenblume retten – sie wird, wenn der Bruch nicht zu stark war, weiterwachsen, als sei nichts gewesen. Versorgen Sie Ihre Sonnenblume dann nur noch mit ausreichend Wasser!

Gelingt es Ihnen nicht mehr, Ihre Sonnenblumen zu retten, da die wasserführenden Adern der Blume zu stark verletzt wurden, müssen Sie die Sonnenblume abschneiden und in eine Vase umsiedeln oder ein hübsches Blumengesteck daraus machen:

Wann Sonnenblumen ernten?

Wenn Sie die Sonnenblume als Schnittblume in die Vase stellen möchten, können Sie an einem trockenen Tag nicht vollständig geöffnete Sonnenblumen mit einer sauberen und scharfen Gartenschere abschneiden.
Praxistipp: Nach dem Schneiden schließt sich der Schnitt schneller, wenn Sie die Schnittstelle kurz in kochendes Wasser tauchen. So sollen die Sonnenblumen in der Vase länger halten.

Wann Sonnenblumenkerne ernten?

Sie möchten Sonnenblumenkerne ernten? Im Oktober, wenn der Blütenkopf der Sonnenblume vollständig getrocknet ist und die Sonnenblume den Kopf hängen lässt, lassen sich die Kerne gut lösen. Dabei können Sie übrigens die Kerne von allen Sorten essen. Alle Sorten sind für den Menschen vollkommen ungiftig. Nur wenn Sie zu viele Kerne essen, tun Sie Ihrem Körper nichts gutes. Eine Handvoll können Sie ohne Bedenken essen.
Praxistipp: Als Schutz vor Vögeln können Sie ein Stück Stoff über den Blütenkopf legen.

Was Sie noch im Oktober ernten können, zeigt unser Gartenkalender >>

Wozu werden Sonnenblumen angebaut?

Sonnenblumen werden angebaut, weil sie in vielen Gärten beliebet Pflanzen sind. Außerdem sind die Sonnenblumenkerne in Brot oder Müsli besonders lecker und gesund. Man kann die Sonnenblumenkerne aber auch ohne etwas dazu als gesunden Snack essen. Was viele nicht wissen: Sonnenblumen haben auch heilende Wirkungen. So können die Blütenblätter zu Tee oder einer Tinktur verarbeitet werden und Husten und Schnupfen lindern.

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