Igel im Garten

Der Garten ist aufgeräumt und alles steht an dem dafür vorgesehenen Platz. Was unseren Ordnungsdrang befriedigt, ist für Igel im Garten alles andere als ideal.

Igel im Garten
Foto: Welzhofer/Hecker

Wir verraten Ihnen, wie Sie den Garten für Igel zu einem Paradies umgestalten.

Igel haben viele natürliche Fressfeinde: Uhu, Fuchs, Dachs, Katze und Hund stellen für die Igelpopulation jedoch keine nennenswerte Gefahr dar. Der Mensch hingegen macht dem Igel bereits seit einigen Jahrzehnten das Leben schwer. Zusätzlich zu den gut eine halbe Millionen Tieren, die jährlich von Autos überfahren werden, wird auch der Lebensraum des Igels immer knapper. Die Gärten sind perfekt aufgeräumt, Unterschlüpfe gibt es keine mehr für den Igel – und selbst wenn es sie gäbe, in einem solchen Garten findet ein Igel so oder so keine Nahrung. Wollen Sie daher den Igeln etwas Gutes tun, ist ein igelfreundlicher Garten das A und O.

 
 

Garten für Igel

  • Einheimische Gehölze und Stauden pflanzen: Exotische Pflanzen sehen schön aus, doch unsere heimischen Tiere können nichts mit ihnen anfangen. Die Insekten bleiben daher aus und somit auch die Igel.
  • Unterschlüpfe belassen oder schaffen: Igel brauchen nicht nur im Winter ein sicheres Heim. Lassen Sie daher einige Ecken des Gartens bewusst unaufgeräumt: Laubhaufen mit Ästen und Reisig, Hohlräume und Holz, Gartenschuppen und Baumwurzeln dienen den Igeln als Zuhause. Alternativ können Sie auch mit einem Igelhaus für den nötigen Unterschlupf sorgen.
  • Wasserstellen schaffen: Für kleine Gärten ist eine flache Wasserschale, die sicher steht und täglich mit frischem Wasser gefüllt wird, völlig ausreichend. In großen Gärten lohnt sich die Anschaffung eines Gartenteichs. Da Igel schlechte Schwimmer sind, sollte der Teich einen möglichst flachen Uferbereich haben.
Igel im Garten
© Welzhofer/Hecker
  • Durchgang zu anderen Gärten: Auf der Suche nach Nahrung durchstreifen Igel große Gebiete. Innerhalb einer Nacht legen Sie teilweise bis zu drei Kilometer zurück. Ein einzelner Garten reicht da nicht aus. Pflanzen Sie daher am besten eine durchlässige Hecke.
  • Rasen wachsen lassen: Gemähte Flächen sind wichtig, da die Igel dort schneller Futter finden, doch ungemähter Rasen bietet ihnen Schutz und lockt mehr Insekten an. Lassen Sie daher einige Rasenflächen stehen
  • Keine Chemie: Durch den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln schaden Sie sämtlichen Insekten und entziehen den Igeln ihre Lebensgrundlage. Die Folge: Die Igel suchen sich einen anderen Garten, wo sie fleißig Insekten, Würmer und Schnecken vertilgen.

Gartenpflege
 

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Wie alt werden Igel?

Haben Sie einen Igel bei sich im Garten, können Sie sich im Schnitt auf drei schöne Jahre mit dem Tier freuen. Je nachdem wie gut das Futterangebot im Garten ist, wie sicher der Igel dort ist und wie aufmerksam Sie darauf achten, dass der Igel die Winter gut übersteht, kann er durchaus auch ein Alter von sieben Jahren erreichen.

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