Immergrüne Hecken Tipps zu Pflanzen und Pflege immergrüner Hecken

Eine grüne Hecke grenzt das Grundstück auf natürliche Weise ab und bietet unzähligen Tierarten wertvollen Lebensraum: Beim Pflanzen von Hecken und ihrer anschließenden Pflege gilt es einiges zu beachten, damit die Hecke immergrün bleibt.

Inhalt
  1. Warum immergrüne Hecken?
  2. Immergrüne Hecke pflanzen
  3. Gute Pflege hält die Hecke immergrün
  4. Immergrüne Hecken schneiden

Hecken sind lebendige Pflanzen – egal wie streng der Formschnitt sie auch in geometrische Muster zwängt. Daher unterliegen immergrüne Hecken auch einem natürlichen Wachstumszyklus: Im Frühjahr beginnt das Heckenwachstum, im Sommer darf man die Hecke schneiden und im Herbst ist der beste Zeitpunkt, immergrüne Hecken zu pflanzen. Im Video weiter unten erfahren Sie, wie Sie Ihrer immergrünen Hecke das ganze Jahr über die beste Pflege bieten.

 

Warum immergrüne Hecken?

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Haben Sie bei der Suche nach einem geeigneten Sichtschutz zum Nachbargrundstück auch schon an eine immergrüne Hecke gedacht? Die Vorteile von Hecken liegen auf der Hand: Sie sind meistens günstiger in der Anschaffung als Zäune, leisten einen wertvollen Beitrag zum Artenvielfalt im Garten und bieten mehr Gestaltungsspielraum als Mauern oder Holzwände. Gerade vor dem Hintergrund der sich verändernden Klimabedingungen ist das von großer Bedeutung. 

 

Immergrüne Hecke pflanzen

Bei der Auswahl der passenden Pflanzenart für Ihre Hecke sollten nicht nur der persönliche Geschmack und die Optik entscheiden: Auch die Bodenqualität, Lichtverhältnisse und Wachstumsgeschwindigkeit sollten berücksichtigt werden.
Praxistipp: Wenn Sie eine immergrüne Hecke pflanzen wollen, sollten Sie im frühen Herbst tätig werden. Denn in dieser Zeit fördert die noch vorhandene Bodenwärme das Anwurzeln der Heckenpflanze. Je kräftiger die Wurzeln bis zum Winter ausgebildet sind, desto weniger anfällig ist die junge Hecke gegenüber Frostschäden und desto stärker wächst sie im ersten Jahr.

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Prüfen Sie vor dem Einpflanzen auch Nährstoffgehalt und pH-Wert des Bodens: Gerade in Neubaugebieten ist der Boden meist stark verdichtet und bietet wenig Mutterboden. Das sind schlechte Voraussetzungen für die Wurzelbildung! Weil die Wasser- und Nährstoffaufnahme von Anfang an erschwert ist, entwickeln sich auch meist die Jungpflanzen langsamer oder kümmerlicher. Daher sollten Sie schon beim Pflanzen der immergrünen Hecke Dünger ins Pflanzloch geben, um der Hecke optimale Anwachsbedingungen zu bieten.
Praxistipp: Ein sogenannter Wurzelaktivator fördert das Anwachsen der Jungpflanzen durch vermehrte Wurzelbildung. Das verbessert die Fähigkeit der Heckenpflanze, Wasser und Nährstoffe zu speichern.

Welche immergrüne Hecke als Sichtschutz?

Wer bei immergrüner Hecke gleich an Liguster oder Kirschlorbeer denkt, wird überrascht sein, wie vielfältig die Auswahl ist. Hier eine kleine Auswahl an immergrünen Heckenpflanzen:

  • Stechpalme / Ilex-Arten
  • Glanzmispel
  • Aukube
  • Buchsbaum
  • Berberitze
  • Feuerdorn
  • oder auch Eibe, Thuja oder Scheinzypresse

Praxistipp: Wer noch einen alten Zaun auf der Grundstücksgrenze stehen hat, kann diesen auch mit Efeu überwuchern lassen und erhält so auch eine grüne Einfriedung!

 

Gute Pflege hält die Hecke immergrün

Damit eine Hecke lange hält, benötigt sie Pflege. Gerade jetzt, wo die Sommer immer heißer und trockener und die Winter (und damit die Regenrationsphase der Pflanzen) immer kürzer werden, ist eine gute Pflege von Heckenpflanzen besonders wichtig. Gerade immergrüne Hecken, die ihr Laub im Herbst nicht abwerfen, brauchen ganzjährig ausreichend Wasser und Nährstoffe! Besitzt die Pflanze kräftige, tief in die Erde ragende Wurzeln, übersteht sie solche Trockenphasen besser, da sie in der Lage ist, Wasser aus tieferen Bodenschichten aufzunehmen. Und nur gesunde Heckenpflanzen sind ausreichend gewappnet gegen Pflanzenkrankheiten und Schädlinge wie den Buchsbaumzünsler.

 

Hecken gelten als eher anspruchslose Pflanzen. Dennoch brauchen sie unsere Unterstützung, damit sie kraftvoll, gesund und grün bleiben. Immerhin: Immergrüne Hecken sind weniger anspruchsvoll als blühende oder Laubhecken. Regelmäßige Wassergaben, eine Düngung zum Saisonstart und ein kräftiger Rückschnitt nach der Wachstumsperiode genügen, damit die Hecke dicht und immergrün wächst.

 

Immergrüne Hecken schneiden

Ohne jährlichen Rückschnitt würde die immergrüne Hecke nach und nach verkahlen – und immer mehr Ihr Grundstück überwuchern. Auch direkt nach der Pflanzung ist ein Rückschnitt nötig, damit sich im kommenden Frühjahr neue Triebe bilden.
Praxistipp: Wer seine immergrüne Hecke im späten Winter (etwa Februar) und im Sommer (ab Ende Juni) zurückschneidet, erhält die Pflanze kompakt und wuchsfreudig!

Quelle: Compo

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