Akku-Kettensägen-Test 13 Akku-Kettensägen im Vergleich 2020

Beim Brennholzmachen auf dem heimischen Grundstück ersparen Akku-Kettensägen Abgase und Lärm. Im Akku-Kettensägen-Test zeigten 13 Maschinen wie ausdauernd und leistungsstark sie sind.

13 Akku-Kettensägen im Vergleich
Foto: sidm / MMM, CK

Hartholz-Stämme trennen – das ist die häufigste Aufgabe einer Akku-Kettensäge im Privat-Haushalt, denn es geht darum, die aus dem Forst angelieferten oder selbst geernteten Stämme auf Kaminholz zu bringen. Die meisten Akku-Kettensägen im Vergleich haben sich dabei gut geschlagen. 

Diese Marken haben wir getestet:
  • AL-KO
  • Black & Decker
  • Einhell
  • Husqvarna
  • Ikra
  • Lux
  • Scheppach
  • Stihl
  • Worx

Diesmal sind 13 Akku-Kettensägen im Test gegeneinander angetreten (zusätzlich zu den links genannten Marken auch von For-Q (Hornbach), Powerworks (Bauhaus) und Greenworks). Im TÜV-Labor und unter Praxisbedingungen mussten die Motorsägen mit Akkuantrieb an Baumstämmen zeigen, wie viel Leistung in ihnen steckt. Insgesamt vergaben die Tester elf Akku-Kettensägen die Note "gut" und zwei zeigten "befriedigende" Ergebnisse. Insgesamt also positive Ergebnisse.

 

Akku-Kettensägen: Darauf sollten Sie beim Kauf achten

  • Gebrauchsanleitung: Bewertet haben wir die Übersichtlichkeit, Lesbar- und Verständlichkeit, aber auch die Vollständigkeit nach Normvorgaben. Häufig fehlten Angaben zur Störungssuche.
  • Sägetempo: Mit allen Kettensägen haben wir Scheiben aus einem gleichmäßig gewachsenen Eichenstamm geschnitten und die Zeit pro Trennung gestoppt.
  • Reichweite: Wie viele Schnitte sind pro Akkuladung möglich? Zur Ermittlung haben wir abgelagerte Nadelholzstämme geschnitten und die insgesamt getrennte Stammfläche errechnet.
  • Ladezeit: Dazu wurden die beim Sägen geleerten Akkus nach Abkühlung wieder geladen und die Ladezeit gestoppt.
  • Ergonomie: Ballance, Gewicht, Bedienung und Handlichkeit wurden im Zuge des Tests von mehreren Anwendern bewertet.
  • Sicherheit: Der TÜV Rheinland nahm einen Sicherheits-Check nach wesentlichen Kriterien der Norm (EN 60745-2-13:2009 + A1:2010) vor.
  • Lärmbelastung: Die Geräuschentwicklung wurde vom TÜV Rheinland unter Praxisbedingungen am Ohr des Anwenders getestet.

Wie die Akku-Kettensägen getestet wurden, zeigen wir Ihnen in folgendem Video:

 

positiv aufgefallen im Akku-Kettensägen-Test

  • Die meisten Akku-Kettensägen teilen Stammholz erfreulich flott.
  • Einige Kettensägen haben einen Krallenanschlag. Dieser hilft bei der Schnittführung.

negativ aufgefallen im Akku-Kettensägen-Test

  • Bei einigen Sägen kann der Tankverschluss verloren gehen. 
  • Zwei der getesteten Kettensägen sind in der Bedienung nicht komfortabel.
Akku-Kettensäge im Test
Foto: sidm / CK
 

Welche Akku-Kettensäge ist die beste?

Beim Kauf einer Akku-Kettensäge kommt es vor allem auf eins an: Ausdauer! Haben Sie einen großen Garten sollten Sie Wert auf eine Akku-Kettensäge legen, die mindestens 50 Schnitte mit einer Akkuladung vollbringt. Für kleine Gärten reichen möglicherweise auch 30 oder weniger Schnitte. Auch die Akku-Ladezeit ist wichtig. Wer noch schnell die letzten Baumstämme zurechtsägen möchte, kann bei einer Stunde Ladezeit noch schnell einen Kaffee trinken gehen, bei drei Stunden Ladezeit ist der Tag hingegen dann schon längst vorbei. Neben einem kräftigen Akku kommt es natürlich auch auf die Leistung des Geräts, die Lautstärke und die gute und schnelle Bedienbarkeit an. Sämtliche dieser Kriterien finden Sie in unserer ausführlichen Test-Tabelle weiter unten zum Download. Einen groben Überblick über die Auswahl in unserem Akku-Kettensägen-Test bieten wir Ihnen schon einmal hier:


Name: Al-Ko CS 4030
Gewicht (kg): 4,4
Akku (V / Ah): 36 / 5
Schnittgeschwindigkeit (Sekunden): 11,6

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Name: Einhell GE-LC 36 / 35 Li
Gewicht (kg): 4,36
Akku (V / Ah): 18 / 5,2
Schnittgeschwindigkeit (Sekunden): 13,1

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Name: Greenworks GD40CS15
Gewicht (kg): 3,55
Akku (V / Ah): 36 / 4
Schnittgeschwindigkeit (Sekunden): 12,6


 

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Je teurer, desto besser – das könnte man denken, doch auch günstigere Modelle schneiden gut ab und bieten eine solide Leistung. Doch besonders preiswerte Sägen zeigten Schwächen in der Akkureichweite und sind somit eher etwas für Gelegenheitsnutzer mit Geduld. Den kompletten Akku-Kettensägen-Test inklusiver ausführlicher Test-Tabelle sowie Testsieger, Preissieger und eine persönliche Empfehlung der Redaktion finden Sie hier als Download!

Kann man eine Kettensäge schärfen?

Ja! Die Sägekette kann man selbst nachschärfen. Allerdings ist das Schärfen der Sägekette etwas fummelige Handarbeit. Mit einer Rundfeile müssen alle Sägezähne der Sägekette nachgeschärft werden. Es gibt auch spezielle Einspann-Werkzeuge, mit denen es leichter fällt, die Kettensäge zu schärfen. Praxistipp: Wer sich die Mühe nicht machen will, kann seine Kettensäge auch vom Maschinisten nachscheifen lassen!

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Welches Öl für die Akku-Kettensäge?

Ob mit Motor, elektrisch oder mit Akku – für das Kettenöl ist die Antriebsart nicht wichtig. Halten Sie sich vor allem an die Empfehlung des Herstellers. Bei nur gelegentlicher Verwendung ist ein mineralisches Öl die richtige Wahl. Wird das Öl bei Ihnen schneller verbraucht, freut sich Ihre Kettensäge aber auch über ein gutes pflanzliches Öl. Das heißt jedoch nicht, dass Sie nun einfach schlichtes Rapsöl verwenden sollten. Ohne bestimmte Additive, sind die Öle nicht für die Kettensäge geeignet. Auch spezielle pflanzliche Kettensägenöle sollten Sie jedoch innerhalb von zwei Jahren verbrauchen, da sie nach einiger Zeit verharzen und die Maschine verkleben.

Wie lange hält eine Akku-Kettensäge?

Die Zeiten, in denen eine Akku-Kettensäge nach kurzer Zeit bereits wieder aufgeladen werden musste, gehören der Vergangenheit an. In unserem Akku-Kettensägen-Test haben wir die Ausdauer der Geräte anhand der Anzahl der Schnitte pro Akkuladung gemessen. Geschnitten wurden Eichenholz-Stämme mit einem Durchmesser von ca. 18 cm. Die Reichweite liegt meist über eineinhalb Quadratmeter zerspanter Fläche pro Akkuladung – was wenigstens 50 Schnitte bei 20 Zentimetern Durchmesser entspricht, ermittelt an abgelagertem Nadelholz. Wer sich also Meterholz anliefern lässt, kann mit einer Akkuladung 15 Stämme oder mehr verarbeiten – danach haben sich Mensch und Maschine eine Pause verdient. Steht nur ein Akku zur Verfügung, dauert diese allerdings dann wenigstens eineinhalb Stunden, bis der Stromspeicher wieder komplett gefüllt ist.

Muss ich auch bei Akku-Kettensägen auf Lithium-Ionen-Akkus achten?

Alte Nickel-Cadmium-Batterien (NiCd) können durch wiederholte Teilentladung einen schleichenden Kaoazitätsverlust erleiden. Der sogenannte Memory-Effekt bewirkt, dass die Batterie sich einen niedrigen Ladezustand "merkt" und nie mehr die volle Ladekapazität, egal wie lange der Akku im Ladegerät liegt.
Lithium-Ioinen-Akkus hingegen kennen keinen Memory-Effekt. Sie lassen sich schnell aufladen (je nach Kapazität und Restladung schon in einer halben Stunde) und zeigen kaum Selbstentladung.
Praxistipp: Um die Alterung Ihrer Akkus zu verlangsamen, sollten Sie nie vollgeladene Akkus ins Regal legen! Bei ca. 30% Restladung lagern ungenutzte Li-Ion-Akkus am schonendsten – allerdings muss das Akku-Pack dann rechtzeitig vor dem Einsatz wieder auf 80-100% aufgeladen werden.

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Sind bei Akku-Kettensägen die Ladegeräte gleich dabei? 

Das kommt drauf an: Viele Hersteller von Akku-Werkzeugen stzen mittlerweile auf Akku-Systeme, die in allen Akku-Werkzeugen des Herstellers eingesetzt werden können. Wer also schon Akku-Werkzeuge von Hersteller A besitzt, bruacht nicht zu jedem weiteren Werkzeug desselben Herstellers neue Akkus kaufen. Wer zwei passende Akkus (eins zum Arbeiten, das andere zum Laden / als Ersatz) besitzt, kann damit auch alle anderen Werkzeuge betreiben. Wann benutzt man schon einmal die Akku-Kreissäge und den Akku-Rasentrimmer zur selben Zeit?

Praktisch daran ist, dass man weniger Geld ausgeben muss. Denn die meisten Akku-Werkzeuge werden heute ohne Akkus verkauft – oder im etwas teureren Set mit Akku und Ladegerät. Denn würden bei jedem Werkzeug neue Ladegeräte beiliegen, würde viel unnötiger Elektroschrott produziert!  

Sicherheit bei der Arbeit mit der Kettensäge

Akku-Kettensägen sind genauso gefährlich wie ihre benzingetriebenen Verwandten. Ein zusätzlicher Betriebsschalter wie bei den Husqvarna-Sägen vermeidet ein unbeabsichtigtes Starten des Motors. Bei Wartung und Transport sollten Sie unbedingt den Akku entfernen, um Risiken zu vermeiden. Verwenden Sie Kettensägen nie ohne persönliche Schutzausrüstung (PSA) – mindestens eine Schnittschutzhose, Augenschutz und Gehörschutz zählen zur Grundausstattung. Eine stumpfe Kette ist ebenfalls gefährlich und sollte sofort nachgeschärft oder gewechselt werden. Auf Nummer sicher gehen Sie, wenn Sie einen Kettensägenschein machen. Bei einem entsprechenden Seminar wird der korrekte Umgang mit der Kettensäge genau erläutert.

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Quelle: selbst ist der Mann 11 / 2020

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