Oberfräsen-Test 12 Oberfräsen im großen Vergleichstest

Heimwerker oder Profi-Gerät – in unserem Oberfräsen-Test haben wir jeweils sechs Geräte aus beiden Produktklassen getestet. Mit unseren Tipps verlieren Sie beim Oberfräsen-Vergleich nicht den Überblick und kaufen garantiert das richtige Gerät für Ihre Anforderungen.

Oberfräse-Test

12 Oberfräsen haben wir im Praxistest verglichen. Aufgrund der hohen Preisdifferenz haben wir das Feld in Heimwerker- und Profimaschinen geteilt. Während bei den Profigeräten eine Oberfräse das Testfeld dominiert, liegen die Ergebnisse im Heimwerker-Bereich relativ nah beieinander – lediglich eine Fräse bildet mit einem „ausreichend“ weit abgeschlagen das Schlusslicht im Feld.

Diese Marken haben wir getestet:
  • AEG
  • Black & Decker
  • Bosch
  • Budget (Praktiker)
  • DeWalt
  • Einhell
  • Festool
  • Güde
  • Hitachi
  • Mac Allister
  • Makita
  • Metabo

Worauf kommt es beim Kauf einer Oberfräse an? Der Fräser muss leicht zugänglich sein und die Führung einfach von der Hand gehen, während die Sicht nicht einschränkt ist. Idealerweise sollten sich außerdem die fliegenden Sägespäne in Grenzen halten. Da Sie diese wichtigen Eigenschaften nicht vorm Kauf im Baumarkt oder im Internet überprüfen können, sind wir den entscheidenden Fragen in unserem Test „Oberfräse“ nachgegangen.

 

Vorteile und Nachteile der Oberfräsen im Test

Die Oberfräsen wurden von unseren Testern in drei Überkategorien beurteilt. Im Praxistest standen Bedienung, Sicht und Führung der Geräte im Vordergrund. Im Labortest wurde eine Dauerlaufprüfung nach einschlägigen Normen durchgeführt sowie Bewertungen der Geräuschemission, Leerlaufdrehzahl und der Konstruktion vorgenommen. Bei der subjektiven Bewertung haben die Prüfer des TÜV Rheinland letztlich die Einfachheit der Bedienung beurteilt.

Oberfräsen im Praxistest

positiv aufgefallen im Oberfräsen-Test

  • Wechselbare Tiefenanschläge erleichtern das Fräsen tiefer Nuten in Stufen
  • Bedienung und Steuerung der Oberfräsen ist beinahe durchgehend einfach und intuitiv
  • Qualität muss nicht teuer sein: Der Testsieger im Heimwerker-Segment ist gerade einmal die viert teuerste Oberfräse im Testfeld

negativ aufgefallen im Oberfräsen-Test

  • Bei einigen Fräsen stört der Absaugkorb die Montage eines Fräsers
  • Viele Geräte verwehren mit ihrem Absaugkorb die Sicht auf den Fräser
  • Auch mit Absaugung fliegen bei den meisten Fräsen viele Späne

Im Oberfräsen-Vergleich fiel uns vor allem die schlechte Sichtbarkeit auf: Bei den meisten Fräsen ist gute Sicht auf den Fräser nur gegeben, wenn der aus Kunststoff bestehende Fangkorb für die Absaugung entfernt wird – doch das führt natürlich zu einer deutlich erhöhten Belastung des Anwenders durch herumfliegende Späne.

Holzbearbeitung
Holz fräsen

Dieses Grundwissen wird Ihnen den Einstieg ins Fräsen erleichtern

 

Test-Übersicht: Aktuelle Oberfräsen im Vergleich

Eine Oberfräse ist keine günstige Anschaffung, umso wichtiger ist der ausführliche Vergleich der Geräte. Die untenstehenden Parameter inklusive unseres Test-Fazits sollen Ihnen daher bei der Auswahl helfen. Benötigen Sie noch mehr Kriterien für den Kauf, finden Sie weiter unten auf der Seite unsere Test-Tabelle mit sämtlichen Testsiegern und Endnoten zum kostenlosen Download!


Name: Bosch POF 1400 ACE
Aufnahmeleistung (W)*: 1400
Gewicht betriebsfertig (g): 3530
Maße über alles (L x B x H, cm): 19 x 28 x 30,5
Nutzbar für Schaftfräser (mm): 6, 8
Maximal möglicher Hub (mm): 55
Mitgeliefertes Zubehör: Parallelanschlag, Kopierhülse
Test-Fazit: Eine gute Maschine, der Hub ist jedoch etwas schwergängig und die Sicht schlecht

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Name: Dewalt DW 621
Aufnahmeleistung (W)*: 1100
Gewicht betriebsfertig (g): 3870
Maße über alles (L x B x H, cm): 11 x 27 x 35
Nutzbar für Schaftfräser (mm): 6, 8
Maximal möglicher Hub (mm): 45
Mitgeliefertes Zubehör: Parallelanschlag, Kopierhülse
Test-Fazit: Eine vielseitige Fräse, aber die Sicht ist mit Absaugung mäßig

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Name: AEG MF 1400 KE
Aufnahmeleistung (W)*: 1400
Gewicht betriebsfertig (g): 5050
Maße über alles (L x B x H, cm): 17 x 34 x 30
Nutzbar für Schaftfräser (mm): 8, 12
Maximal möglicher Hub (mm): 58
Mitgeliefertes Zubehör: Parallelanschlag, feststehender Fräskorb
Test-Fazit: Eine vielseitige Maschine, deren Konstruktion allerdings zweifelhaft ist

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Name: Metabo Of E 1229 Signal
Aufnahmeleistung (W)*: 1200
Gewicht betriebsfertig (g): 3530
Maße über alles (L x B x H, cm): 17 x 31 x 29
Nutzbar für Schaftfräser (mm): 8
Maximal möglicher Hub (mm): 50
Mitgeliefertes Zubehör: Parallelanschlag, Kopierhülse
Test-Fazit: Eine vielseitige Maschine, die jedoch eine starke Spänebelastung aufweist

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* Herstellerangaben

Oberfräsen-Test
Umfang: 6 Seiten
kostenlos!
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Sämtliche Endergebnisse und Einzelnoten finden Sie hier in unserem Oberfräsen-Test zum kostenlosen Download >>

 

Für was braucht man eine Oberfräse?

Eine Oberfräse ist für das Holwerken ein unerlässliches Werkzeug. Mit einer Oberfräse fräst man Nuten und Fasen in Werkstücke, mit deren Hilfe Werkstücke miteinander verbunden werden – das ist vor allem im Möbelbau eine sehr gängige und nützliche Arbeit. Auch kreative Profile an den Kanten von Möbelstücken lassen sich mit einer Oberfräse gestalten. Wer sich noch kreativer austoben möchte, kann mit einer Oberfräse auch Möbelstücke verzieren – frei Hand oder mit Schablonen.

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Frässcheibe: Holz frei formen

Wer sich bildhauerisch betätigen möchte, kommt mit nur einer Frässcheibe schon sehr weit

Welche ist die beste Oberfräse?

Oberfräsen gibt es in vielen verschiedenen Preis- und Leistungsklassen. Welche die beste Oberfräse ist, entscheidet sich daher vor allem danach, was Sie mit der Oberfräse machen möchten. Müssen Sie nur gelegentlich etwas Fräsen, reicht sicherlich ein Modell für unter 100 Euro. Verwenden Sie das Gerät häufiger und auch für detaillreiche, präzise Arbeiten müssen Sie für die richtige Oberfräse etwas tiefer in die Tasche greifen. Sowohl für Anfänger als auch für Profis haben wir die besten Oberfräsen in unserem Praxistest zusammengefasst.

Was kostet eine Oberfräse?

Oberfräsen für den Heimwerker-Gebrauch kosten zwischen 30 und 150 Euro. Für ein gutes Gerät sollten Sie mit circa 100 Euro rechnen. Für eine Oberfräse der Profiklasse müssen Sie hingegen mindestens 300 Euro ausgeben. Top-Geräte können auch noch einmal gut 100 Euro mehr kosten.

Wieviel Watt sollte eine Oberfräse haben?

Je mehr Watt, desto höher die Drehzahl, desto präziser die Leistung der Oberfräse. Wie viel Watt Sie brauchen, hängt daher einzig und allein davon ab, was Sie mit der Fräse vorhaben. In unserem Oberfräsen-Test hatten alle Geräte – bis auf eines – eine Aufnahmeleistung von über 1000 Watt. Die Qualität der Geräte unterschied sich dennoch gewaltig, ebenso wie deren Preise. 1000 Watt sind daher für den Heimwerker-Bedarf völlig ausreichend. Mit weniger müssen Sie sich auch nicht zufriedengeben, da auch in diesem Bereich bereits günstige Geräte zu finden sind.

Wie tief kann man mit einer Oberfräse fräsen?

Wie tief Sie mit einer Oberfräse fräsen können, hängt von dem jeweiligen Gerät ab. Eine Frästiefe von 50 bis 55 mm ist dabei „normal“. Einige Fräsen schaffen auch bis zu 60 mm, andere wiederum nicht einmal 30 mm. Wollen Sie die maximale Frästiefe ausreizen, ist es immer sinnvoll, in mehreren Schritten vorzugehen, um Holz und Gerät zu schonen.

Oberfräse im Test

Wie arbeite ich mit einer Oberfräse?

Beim Fräsen mit der Oberfräse steht Sicherheit an erster Stelle. Wählen Sie daher ein trockenes und astfreies Holzstück und spannen Sie es gut fest. Anschließend nehmen Sie die nötigen Einstellungen an dem Gerät vor: Drehzahl, Vorschub und Frästiefe müssen dem Werkstück angepasst sein. Tiefe Nuten sollten Sie dennoch in mehreren Arbeitsschritten fräsen. Für gerade Kanten, Nuten und Profilleisten unbedingt einen Parallelanschlag verwenden.
Praxistipp: In unserem Oberfräsen-Test haben wir festgestellt, dass alle Geräte selbst mit Absaugung viel Holzspäne umherwirbeln. Tragen Sie daher am besten eine Atemmaske.

 

Was ist eine Kopierhülse für die Oberfräse?

Mit einer Kopierhülse – auch Anlaufring – wird die Oberfräse an einer Führungsschiene oder an einer Schablone entlang bewegt. Die Kopierhülse bewegt sich mit etwas Versatz an der Schablone entlang und ermöglicht sehr präzises Arbeiten. Anlaufringe benötigen Sie daher vor allem, wenn Sie besonders detailreiche Muster Fräsen möchten.

Fotos: sidm / ASS

Quelle: selbst ist der Mann 9 / 2010

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