Oberfräsen-Test 2020 12 Oberfräsen im großen Vergleich

Die Oberfräse erschließt den anspruchsvollen Möbelbau auch für den Heimwerker. Doch nicht mit allen Maschinen können Sie sicher und komfortabel arbeiten. In unserem Oberfräsen-Test haben wir vier Profimaschinen und acht Heimwerker-Fräsen verglichen. Mit unseren Tipps verlieren Sie beim Oberfräsen-Vergleich nicht den Überblick und kaufen garantiert das richtige Gerät für Ihre Anforderungen.

12 Oberfräsen im großen Vergleichstest
Foto: sidm / MMM, CK

Worauf kommt es beim Kauf einer Oberfräse an? Der Fräser muss leicht zugänglich sein und die Führung einfach von der Hand gehen, während die Sicht nicht eingeschränkt ist. Idealerweise sollten sich außerdem die fliegenden Sägespäne in Grenzen halten. Da Sie diese wichtigen Eigenschaften nicht vorm Kauf im Baumarkt oder im Internet überprüfen können, sind wir den entscheidenden Fragen in unserem Test nachgegangen.

Diese Marken haben wir getestet:
  • Bosch
  • DeWalt
  • Einhell
  • Güde
  • Lux
  • Metabo
  • Ryobi
  • Skil
  • Trend

Wir haben 12 Oberfräsen im Test verglichen. Aufgrund der hohen Preisdifferenz haben wir das Feld in Heimwerker- und Profimaschinen geteilt. Neben den aufgelisteten Herstellern haben wir auch eine Oberfräse von Hikoki und zwei von Perles (Sauter) getestet. Bei den Profimaschinen wurde nur ein Mal die Note "gut" vergeben, die restlichen drei Oberfräsen fielen mit einem "mangelhaft" durch. Bei den Oberfräsen für Heimwerker vergaben unsere Tester immerhin fünf Mal ein "gut", zwei Mal ein "befriedigend" und nur ein Mal ein "mangelhaft".

 

Welche Oberfräse ist die beste?

Oberfräsen gibt es in vielen verschiedenen Preis- und Leistungsklassen. Welche die beste Oberfräse ist, entscheidet sich daher vor allem danach, was Sie mit der Oberfräse machen möchten. Müssen Sie nur gelegentlich etwas Fräsen, reicht sicherlich ein Modell für unter 100 Euro. Verwenden Sie das Gerät häufiger und auch für detaillreiche, präzise Arbeiten müssen Sie für die richtige Oberfräse etwas tiefer in die Tasche greifen. Sowohl für Anfänger als auch für Profis haben wir die besten Oberfräsen in unserem Vergleich zusammengefasst.

Im Video erfahren Sie, worauf Sie beim Kauf einer Oberfräse achten sollten:

 

Positiv aufgefallen im Oberfräsen-Test

  • Viele Geräte erlauben eine recht präzise Tiefenvorwahl.
  • Nachjustierbare Tiefenanschläge sind üblich.

Negativ aufgefallen im Oberfräsen-Test

  • Viele Maschinen entsprechen nicht dem aktuellen Stand der Technik.
  • Oft rutschen dünne Werkstücke am Parallelanschlag vorbei.
Sicht oder Spanflug? Meist ist es ein Kompromiss: Geräte mit guter Sicht auf die Frässtelle sind eher schwach in der Spanabsaugung.  Foto: sidm / MMM, CK
 

Oberfräse kaufen: Worauf achten?

Eine Oberfräse ist keine günstige Anschaffung, umso wichtiger ist der ausführliche Vergleich der Geräte. Die untenstehenden Parameter inklusive unseres Test-Fazits sollen Ihnen daher bei der Auswahl helfen. Benötigen Sie noch mehr Kriterien für den Kauf, finden Sie weiter unten auf der Seite unsere Test-Tabelle mit sämtlichen Testsiegern und Endnoten zum Download!

  • Anleitung: Sie soll anschaulich und leicht verständlich sein, aber auch alle praxisrelevanten und von der Norm geforderten Inhalte vermitteln – alle Aspekte haben wir im Rahmen des Tests überprüft.
  • Ergonomie: Ist der Fräsvorgang gut kontrollierbar, wie sind Schalter und Arretierhebel für die Frästiefe angeordnet? Diese Kriterien haben wir bei unserem Praxistest für die Benotung herangezogen.
  • Parallelanschlag: Er gehört immer zum Lieferumfang, ist aber unterschiedlich stabil ausgelegt und weist manchmal Möglichkeiten zur Feinjustierung auf. Wir haben außerdem die Winkligkeit überprüft.
  • Sicht: Die Sicht auf den Fräsbereich haben wir im Praxistest überprüft. Dabei wurde stets mit angeschlossener Absaugung gearbeitet und bewertet.
  • Absaugung: Meist arbeitet die Absaugung recht gut – der dafür zu montierende Adapter schränkt aber oft die Sicht ein.
  • Laborprüfungen: Der TÜV Rheinland hat alle Maschinen nach den wichtigsten Kriterien der DIN EN 62841 auf mechanische und elektrische Sicherheit überprüft. Auch Kennzeichnung und Aufschriften wurden dabei kontrolliert.
  • Lautstärke: Oberfräsen arbeiten laut! Nutzen Sie daher unbedingt einen Gehörschutz. Eine Schutzbrille ist darüber hinaus empfehlenswert.

Wie laut sind die Oberfräsen aus dem Test? Foto: sidm / MMM, CK


Heimwerker-Oberfräsen

Name: Bosch POF 1400 ACE
Aufnahmeleistung (W)*: 1400
Gewicht (kg): 2,6
Maximal möglicher Hub (mm): 54
Fazit: Einfach bedienbar, exakte Tiefenvorwahl, gute Sicht auf die Frässtelle


Name: Einhell TE-RO 1255E
Aufnahmeleistung (W)*: 1200
Gewicht (kg): 2,25
Maximal möglicher Hub (mm): 58
Fazit: Einfach bedienbar, exakte Tiefenvorwahl, etwas kleineres Sichtfeld


Name: Güde OF 1200E
Aufnahmeleistung (W)*: 1200
Gewicht (kg): 2,4
Maximal möglicher Hub (mm): 50
Fazit: Fräserwechsel fummelig, schlechte Sicht, keine Feinjustierung


Name: Perles (Sauter) OF9E
Aufnahmeleistung (W)*: 1300
Gewicht (kg): 2,5
Maximal möglicher Hub (mm): 50
Fazit: Kompakte Maschine, merklicher Spanflug, schlechte Sicht


Name: Ryobi RRT1600-K
Aufnahmeleistung (W)*: 2600
Gewicht (kg): 3
Maximal möglicher Hub (mm): 56
Fazit: Einfach bedienbar, exakte Tiefenvorwahl, Koffer in der Praxis unbrauchbar

* Herstellerangaben

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Umfang: 6 Seiten
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Wie haben die 12 Oberfräsen abgeschnitten? Und welche Fräse ist unser Testsieger? Lohnt sich ein Profi-Gerät, oder reicht eine Heimwerker-Oberfräse? Die Fragen und sämtliche Endergebnisse und Einzelnoten finden Sie hier in unserem Oberfräsen-Test zum Download >>

 

Für was braucht man eine Oberfräse?

Eine Oberfräse ist für das Holwerken ein unerlässliches Werkzeug. Mit einer Oberfräse fräst man Nuten und Fasen in Werkstücke, mit deren Hilfe Werkstücke miteinander verbunden werden – das ist vor allem im Möbelbau eine sehr gängige und nützliche Arbeit. Auch kreative Profile an den Kanten von Möbelstücken lassen sich mit einer Oberfräse gestalten. Wer sich noch kreativer austoben möchte, kann mit einer Oberfräse auch Möbelstücke verzieren – frei Hand oder mit Schablonen.

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Was kostet eine Oberfräse?

Oberfräsen für den Heimwerker-Gebrauch kosten zwischen 30 und 150 Euro. Für ein gutes Gerät sollten Sie mit circa 100 Euro rechnen. Für eine Oberfräse der Profiklasse müssen Sie hingegen mindestens 300 Euro ausgeben. Top-Geräte können auch noch einmal gut 100 Euro mehr kosten.

Wieviel Watt sollte eine Oberfräse haben?

Je mehr Watt, desto höher die Drehzahl, desto präziser die Leistung der Oberfräse. Wie viel Watt Sie brauchen, hängt daher einzig und allein davon ab, was Sie mit der Fräse vorhaben. In unserem Oberfräsen-Test hatten alle Geräte – bis auf eines – eine Aufnahmeleistung von über 1000 Watt. Die Qualität der Geräte unterschied sich dennoch gewaltig, ebenso wie deren Preise. 1000 Watt sind daher für den Heimwerker-Bedarf völlig ausreichend. Mit weniger müssen Sie sich auch nicht zufriedengeben, da auch in diesem Bereich bereits günstige Geräte zu finden sind.

Wie tief kann man mit einer Oberfräse fräsen?

Wie tief Sie mit einer Oberfräse fräsen können, hängt von dem jeweiligen Gerät ab. Eine Frästiefe von 50 bis 55 mm ist dabei „normal“. Einige Fräsen schaffen auch bis zu 60 mm, andere wiederum nicht einmal 30 mm. Wollen Sie die maximale Frästiefe ausreizen, ist es immer sinnvoll, in mehreren Schritten vorzugehen, um Holz und Gerät zu schonen.

Wie arbeite ich mit einer Oberfräse?

Beim Fräsen mit der Oberfräse steht Sicherheit an erster Stelle. Wählen Sie daher ein trockenes und astfreies Holzstück und spannen Sie es gut fest. Anschließend nehmen Sie die nötigen Einstellungen an dem Gerät vor: Drehzahl, Vorschub und Frästiefe müssen dem Werkstück angepasst sein. Tiefe Nuten sollten Sie dennoch in mehreren Arbeitsschritten fräsen. Für gerade Kanten, Nuten und Profilleisten unbedingt einen Parallelanschlag verwenden.
Praxistipp: In unserem Oberfräsen-Test haben wir festgestellt, dass alle Geräte selbst mit Absaugung viel Holzspäne umherwirbeln. Tragen Sie daher am besten eine Atemmaske.

Das Video zeigt, wie Sie richtig fräsen:

 

Was ist eine Kopierhülse für die Oberfräse?

Mit einer Kopierhülse – auch Anlaufring – wird die Oberfräse an einer Führungsschiene oder an einer Schablone entlang bewegt. Die Kopierhülse bewegt sich mit etwas Versatz an der Schablone entlang und ermöglicht sehr präzises Arbeiten. Anlaufringe benötigen Sie daher vor allem, wenn Sie besonders detailreiche Muster Fräsen möchten.

Quelle: selbst ist der Mann 1 / 2021

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