Forstkleidung

Schutzkleidung für die Arbeit im Wald

Aus selbst ist der Mann 4/2021

Zur Kettensäge gehört Schnittschutzkleidung. Wer sein Brennholz im Wald gewinnen will, sollte für Sicherheit und Komfort noch etwas mehr tun und in geeignete Forstkleidung investieren.

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Foto: sidm - Klaus E. Haun

Schutzkleidung für die Arbeit im Wald

Hobby-Schnittschutzkleidung bietet guten Schutz – doch kommt man in ihnen leichter ins Schwitzen. Profi-Ausrüstung besteht aus atmungsaktiveren Materialien und ist mit mehr praktischen Details ausgestattet.

Foto: sidm - Klaus E. Haun

Schutzkleidung für die Arbeit im Wald

Mit Stahlkappe und Schutz gegen Sägeschnitte bieten diese Stiefel guten Schutz bei der Arbeit. Dier Knöchelschutz vermeidet Umknicken.

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Schutzkleidung für die Arbeit im Wald

Visier oder Brille am Forsthelm schützen vor Spanflug und Strauchwerk beim Entasten.

Foto: sidm - Klaus E. Haun

Schutzkleidung für die Arbeit im Wald

Die Kapseln des Gehörschutzes sind federnd schließend und drehbar. Die Kapseln sind am Forsthelm montierbar und können bei Pausen emporgedreht werden.

Foto: sidm - Klaus E. Haun

Schutzkleidung für die Arbeit im Wald

Foto: sidm - Klaus E. Haun

Schutzkleidung für die Arbeit im Wald

Per Reißverschluss kann bei diesem Modell Schnittschutzhose das Hosenbein hinten geöffnet werden.

Foto: sidm - Klaus E. Haun

Schutzkleidung für die Arbeit im Wald

Praktisch sind Ablagetaschen für den Kettensägenschlüssel und das Handy - es sollte im Forst für Notrufe schnell erreichbar sein!

Foto: sidm - Klaus E. Haun

Schutzkleidung für die Arbeit im Wald

Die Klassen werden nach Kettengeschwindigkeit eingeteilt. Der Schnittschutz wird von speziellen Zulassungsstellen attestiert.

Kommt eine Kettensäge ins Spiel – gleich, ob elektrisch oder mit Benzinmotor betrieben – ist Sicherheitskleidung Pflicht. Besonders wichtig ist geeignete Schutzkleidung für die Arbeit im Wald.

Entsprechende Kleidungsstoffe sind mit einer Zwischenschicht aus reißfesten Kunstfasern versehen, die sich bei Kontakt mit einer laufenden Sägekette um das Antriebsrad der Kettensäge wickeln und die Kette damit blockieren. Entsprechende Forstkleidung ist am Piktogramm mit der Kettensäge erkennbar, die Schutzklassen orientieren sich an der Geschwindigkeit des Kettenantriebs. Üblich ist die Schutzklasse 1 (Kettengeschwindigkeit bis zu 20 Meter pro Sekunde = m/s), Schutzklasse 2 schützt bis 24 m/s.

Welche Forstkleidung braucht man?

Wichtig bei der Arbeit im Wald ist außer Schutzkleidung gegen Schnittverletzungen ein geeigneter Schutzhelm. Für Forstarbeiten empfiehlt sich ein Modell, an das sich Gehörschutzkapseln und ein Gesichtsschutz direkt anklipsen lassen – dann können diese Schutzelemente bei Nichtgebrauch ganz einfach nach oben und zur Seite geklappt werden. Soll mit der Kettensäge auf dem eigenen Grundstück gearbeitet werden, ist ein Helm verzichtbar.

Schutzkleidung beim Arbeiten mit der Kettensäge
Beim Ablängen von Stammholz ist kein Helm nötig. Foto: Foto: sidm / keh

Tragen Sie außerdem feste Handschuhe aus Leder. Arbeiten Sie zu zweit, sollte Ihr Helfer Handschuhe mit Schnittschutzeinlage tragen, für den Bediener der Maschine ist dies nicht unbedingt erforderlich.

Generell gilt:  Forstkleidung sollte zweckmäßig sein und darf nicht behindern. Tragen Sie keine Kleidung, die sich in Holz oder Gestrüpp verfangen kann. Tragen Sie außerdem keine Schals, Krawatten und keinen Schmuck. Sichern Sie lange Haare beispielsweise mit einem Haarnetz. Generell sollte eng anliegende Kleidung mit Schnittschutzeinlage getragen werden. Auffällige Farben der Forstkleidung verbessern die Sichtbarkeit im Wald und sind ein wichtiges Sicherheitsmerkmal.

Wird nicht im Wald gearbeitet, sondern auf dem heimischen Grundstück, so können Sie auf einen Helm verzichten. Dann schützen Sie ihr Gehör bei der Arbeit mit der Kettensäge am besten mit einem Kapsel-Gehörschutz und ihre Augen mit einer geeigneten Schutzbrille oder einem klapparen Visier aus Kunststoff-Gitterleinen.

Wie pflegt man Schutzkleidung?

Damit Ihre Schutzkleidung mit Schnittschutzeinlage lange tragbar bleibt, ist eine regelmäßige Pflege empfehlenswert. Bei Verschmutzungen können Sie die Forstkleidung ganz einfach in der Waschmaschine reinigen. Nutzen Sie den Schonwaschgang in der Maschine bis 60 Grad Celsius, schleudern Sie nur schonend bis 400 Umdrehungen die Minute. Kein Bleichen, keine chemische Reinigung!

Schnittschutzprodukte sollten bei der Maschinenwäche nicht auf links gewendet werden. Schließen Sie vor Start der Maschine alle Klett- und Reißverschlüsse. Es gelten übliche Grundregeln: Nur Teile mit ähnlichen Farben zusammen waschen, nutzen Sie Color- oder Feinwaschmittel, aber keinen Weichspüler. Ein schonendes Bügeln bei niedriger Temperatur reaktiviert die Imprägnierung des Oberstoffs. Die gereinigte Forstkleidung an einem trockenen, dunklen Ort aufbewahren.

Wann muss Schutzkleidung ersetzt werden?

Schutzkleidung für die Arbeit im Wald erfüllt ihre Schutzfunktion nicht ewig – vor allem, wenn sie oft getragen wird. Kontrollieren Sie Ihre Forstkleidung deshalb regelmäßig auf eventuelle Mängel.

Mängel können sein: Offensichtliche Beschädigungen wie Löcher, poröse Stellen oder stark verschmutzte Kleidungsstücke (etwa durch Öl oder Harz).

Kontrolle von Schutzkleidung
Schon beim Ankleiden können Sie Ihre Schutzkleidung auf Beschädigungen und Verschmutzungen überprüfen. Foto: Foto: sidm / keh

Zudem gilt es, die empfohlene Verwendungsdauer für die Schutzausrüstung zu beachten, denn auch Schnittschutzkleidung altert. Gerade wer häufig beim Einsatz im Wald ist, nutzt seine Forstkleidung durch häufiges Waschen schneller ab. Beachten Sie die Empfehlungen des jeweiligen Herstellers.

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