Produkt-Test

Saugroboter mit Wischfunktion – 6 Modelle im Vergleichstest

Erschwingliche Staubsauger-Roboter mit Wischfunktion und Absaugstation gibt es mittlerweile viele auf dem Markt. In unserem Saugroboter-Test haben wir sechs Modelle der preislichen Mittelklasse getestet und den Testsieger gekürt.

Staubsauger-Roboter Test
Unser Saugroboter-Test nimmt sechs aktuelle Saugroboter mit Wischfunktion unter die Lupe. Foto: iStock / Kemal Yildirim
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Immer mehr Hersteller wollen auf dem Markt der Saugroboter mitmischen. Dabei werden Modelle verschiedener Marken mit immer mehr Funktionen zu günstigen Preisen angeboten. Oft wird versprochen, nie wieder selbst Staubsaugen oder Wischen zu müssen. Ist an dem Versprechen tatsächlich was dran?

In unserem Saugroboter-Test haben wir uns daher sechs Modelle zu einem aktuellen Marktpreis zwischen 450 und 800 Euro einmal genauer angeschaut und getestet. Doch wie gut sind diese mittelpreisigen Staubsauger-Roboter mit Wischfunktion und Absaugstation im Alltag wirklich? Wir testen, ob auch diese Mittelklassemodelle wahre Saubermänner sind und sich für Ihre vier Wände eignen. Dabei gehen wir auf verschiede Merkmale, wie natürlich Saug- und Wischleistung, aber auch den Wartungsauswand ein und fassen alle Teileindrücke zu einer Gesamtnote zusammen. Nachdem wir alle Modelle ausführlich getestet haben, konnten wir einen Testsieger ermitteln – wenn auch nur knapp.

Kurzfazit: Keiner kann alles, viele machen vieles gut

Bevor es zum Test geht, eines vorweg: Den besten Saugroboter mit Wischfunktion und Absaugstation haben wir nur schwer finden können. Denn viele Modelle sind zwar in einem spezifischen Bereich wirklich gut, dafür müssen Sie an anderer Stelle mit Abstrichen rechnen. Sie sollten sich also genau überlegen, welche Aufgaben der Staubsauger-Roboter erfüllen muss und für Ihre Zwecke am besten geeignet ist.

Benötigen Sie besonders viel Saugleistung und ist das Wischen nur optional? Haben ihre Böden viele unterschiedliche Materialen oder liegt viel Teppich aus? Legen Sie besonders Wert auf einfache Bedienung und wollen alle Funktionen gleichermaßen nutzen und bevorzugen eine komfortable Bedienung per Sprachsteuerung wie etwa über den Google Assistant? Unser Saugroboter-Test zeigt, dass trotz des Preissegmentes jeder Saug- und Wischroboter individuelle Vor- und Nachteile hat.

Unser Favorit: Roborock Q Revo wird Testsieger

Nachdem wir alle Modelle ausgiebig testen konnten, hat der Roborock Q Revo knapp die Nase vorn und ist somit unser bester Saugroboter. In allen Bereichen konnte uns unser Testsieger von Roborock überzeugen. Es bedarf dabei gar keiner Premium-Ausstattung wie die MaxV-Ultra-Produktlinie von Roborock, um ganz oben mitspielen zu können. Der All-in-One Saug- und Wischroboter dürfte alle Ihre Bedürfnisse erfüllen – und das zu einem moderaten Preis.

Das verbindet die Nutzung aller Saugroboter

Einfach jegliche Arbeit dem Saug- und Wischroboter zu überlassen, das wäre schön. Doch wie auch beim traditionellen Saugen mit dem Akku-Staubsauger und Wischen mit dem Mopp, die Vorbereitungen für zügiges und effektives Arbeiten übernimmt der Staubsauger-Roboter nicht. Sicherlich sind viele Systeme zur Navigation und Hinderniserkennung ausgereift. Doch Stühle stellen Sie besser hoch und Hindernisse wie Läufer und Teppiche sollten besser entfernt werden. Das erleichtert den kleinen Helfern ihre Arbeit enorm.

Im Test haben viele Staubsauger-Roboter den Stuhlbein-Parkour mit (mal mehr, mal weniger) Bravour gemeistert. Haben wir die Stühle hochgestellt, erledigten die Roboter Saug- und Wischaufgaben allerdings deutlich schneller. Waren kleine Teppiche, Läufer oder Badematten zu leicht, haben die Roboter diese auch gern mitgeschleift. Auch das Beseitigen anderer Hindernisse erleichterte den Haushaltshelfern die Arbeit.

Das sollten Sie auch immer im Hinterkopf haben, falls Sie Ihren Saugroboter von unterwegs starten, wenn niemand zuhause ist. Dazu gehört auch die Kontrolle von Staubsaugerbeuteln, der Absaugstation und den Vorratsbehältern von Frisch- und Schmutzwasser. Auch das haben wir getestet: Lieber einmal mehr schauen, bevor der Staubsauger-Roboter nach einem geputzten Zimmer die Arbeit einstellt.

Bei vollständig geladenem Akku hatte keiner der Roboter Probleme eine 80-Quadratmeter-Wohnung komplett zu saugen und zu wischen. Alle Staubsauger-Roboter waren mit vorgeladenem Akku einsatzbereit, lediglich beim Modell von Medion empfehlen wir, den Saug- und Wischroboter vor dem ersten Einsatz vollständig laden zu lassen. Beim Test hatte der X50 SW die Kartierung bei der ersten Reinigung nicht vollständig geschafft und musste zwischenladen.

Positiv überrascht hat uns die Mobilität aller Testgeräte. Nur wenige Herausforderungen wurden nicht gemeistert und auch höhere Absätze gefliester Böden waren kein Problem. Im Staubsauger-Roboter-Test schafften alle Modelle einen Höhenunterschied von 1,6 Zentimetern meist mühelos. Und vor allem: alle Saug- und Wischroboter hinterließen schon nach dem ersten Einsatz ein spürbar sauberes Barfußgefühl.

Sieger Preis-Leistungs-Verhältnis: Medion X50 SW

Vorteile:

  • Sehr gute Saugleistung mit 8.000 Pascal
  • Gute Wischleistung
  • Niedrige Bauhöhe
  • Viel mitgeliefertes Zubehör
  • Sprachsteuerung per Amazon Alexa und 
  • Günstigstes Modell mit UVP 449 Euro

Nachteile:

  • Mopp-Reinigung manuell
  • Gelegentlich werden Räume bei der Reinigung „vergessen“
  • Recht laut im Betrieb

Auch Stiftung Warentest konnte den Modellen der Essener Marke MEDION einiges abgewinnen und belohnt ein anderes Modell mit dem zweiten Platz. Grund genug für uns, ein aktuelles Modell mit Absaugstation genauer unter die Lupe zu nehmen. Im Vergleich zu den bekannten Marken im Saugrobotergeschäft muss sich der Medion keinesfalls verstecken.

Als preisgünstigstes Modell unseres Saugroboter-Tests überzeugte das Mittelklasse-Modell Medion X50 SW besonders mit einer Saugleistung von 8.000 Pascal. Zwar sind die technischen Angaben oft nicht alles, was zählt, doch erzielt das Modell von Medion durchweg gute Saugergebnisse. So viel Power ist allerdings hörbar. Angegeben mit einer maximalen Lautstärke von 66 Dezibel erzeugt der Betrieb einen Ton höherer Frequenz. Im Dauerbetrieb empfanden wir die Lautstärke als dezent unangenehm.

Die Wischleistung ist ebenfalls als gut zu bewerten. Hervorzuheben bei dem Geräte-Preis ist, dass die Wischwassermenge einstellbar ist. Empfindliche Böden können also mit weniger Wasser gewischt, geflieste Böden in Bad und Küche ordentlich geschrubbt werden. Das Befüllen das Wassertanks und die Vorbereitung des Wischmopps muss allerdings per Hand übernommen werden. Auch eine Automatische Reinigung und Trocknung der Mopp-Einheit leistet die Absaugstation nicht – eine Reinigung nach dem Wischen erfolgt ebenfalls manuell.

Die Kartierung der Räume geschieht beim Medion X50 SW direkt mit dem ersten Saugdurchgang und wird nicht wie bei anderen Modellen extra durchgeführt. Daher benötigt der Saugroboter für die erste Reinigung einiges an Zeit, da er sich mithilfe von Laser-Navigation in den Räumen erst orientieren muss. Im Test hat der X50 SW nicht alle Raumgrenzen korrekt erkannt, diese mussten wir in der App manuell korrigieren – damit ist der Medion-Saugroboter allerdings nicht allein.

Die Bedienung mit der App-Steuerung funktionierte im Test gut. Die App ist strukturiert aufgebaut, lediglich einige Untermenüs, wie etwa das Umbenennen der Räume, haben wir nicht auf Anhieb gefunden. Bei einer individuellen Auswahl an mehreren Räumen hat der Medion-Saugroboter gelegentlich Räume nicht gereinigt und diese schlicht „vergessen“. Hier musste ich den Staubsauger-Roboter nochmals gesondert losschicken. Der Reinigungsfortschritt kann dabei immer in den App-Funktionen verfolgt werden.

Kleine Malheure werden fix mit der Pin-n-Go-Funktion beseitigt. Dazu kann in der Karte ein Bereich markiert werden, den der Staubsauger-Roboter sofort reinigt. Auch das Erstellen von No-Go-Zonen für Saugen und Wischen funktioniert mit der App-Steuerung tadellos. Großer Pluspunkt: Aufgrund der niedrigen Bauhöhe von 8,5 Zentimetern saugt der Roboter auch unter Möbeln, die die Konkurrenz auslassen musste.

Saug- und Wischergebnis Medion
Der Medion X50 SW leistet gute Arbeit im Vorher-Nachher-Vergleich. Foto: Privat / BJ

Fazit unseres Redakteurs Benjamin Johl: So eignet sich der Medion X50 SW unserer Meinung nach am besten als Einstiegs-Saugroboter. Kleinere Mängel sind dem Preis-Leistungs-Sieger bei einem Preis von 450 Euro zu verzeihen, die Absaugstation sammelt zuverlässig Schmutz im Staubbeutel und optional kann der Roboter auch Wischen. Zudem werden im Paket einige Zubehör- und Ersatzteile mitgeliefert, die bei der Konkurrenz zusätzlich erworben werden müssen. Gut gefallen hat mir übrigens auch die plastikarme Verpackung. Mit viel Papp-Inlays und einem Jute-Sportbeutel als Verpackung für den Roboter punktet Medion hier in Sachen Umweltfreundlichkeit.

Roborock Q Revo: Unser Testsieger im Detail

Vorteile:

  • Sehr gute Saugleistung mit 5.500 Pascal
  • Sehr gute Wischleistung bei einstellbarer Wassermenge
  • Navigiert gut und schnell auch ohne visuelle Kamera
  • Sensorik erkennt Gefahren wie Steckerleisten
  • Übersichtliche App bietet viele Einstellungsmöglichkeiten
  • Niedrigere Bauweise
  • Kompatibel mit Google Home, Google Assistant, Amazon Alexa und Siri-Befehle

Nachteile:

  • Lautstärke beim Absaugen
  • Station reinigt Mopps lange und geräuschvoll

Die Marke Roborock dürfte weithin bekannt sein für qualitative und kostenintensive Saug- und Wischroboter. So überzeugt etwa das Modell Roborock S7 MaxV Ultra auch die Stiftung Warentest, die dem Staubsauger-Roboter zum Testsieger kürt. Mit dem Q Revo will Roborock jetzt ihre fortschrittliche Technik in ein kostengünstiges Modell mit Absaugstation packen – geht der Plan auf? Im Großen und Ganzen denken wir: Ja. So holt sich der Q Revo im unserem Saugroboter Test als bester Saugroboter das Prädikat Testsieger.

Die Einrichtung des Roborock Q Revo mit der App lief problemlos. Auch die App ist übersichtlich aufgebaut und trotz mannigfaltiger Funktionen finden wir uns schnell zurecht. Die Vielfalt übertrifft zwar nicht die Funktionen des Narwal Freo, dennoch kann hier viel Personalisiert und eingestellt werden. Bodenbeläge, Wischwassermenge, Saugkraft oder Reinigungsgeschwindigkeit – vieles kann je nach Raum individualisiert werden.

Der Saug- und Wischroboter ist bei der Kartierung schnell und fährt das erste Mal Räume ab und kann sogar Gefahrenstellen wie Steckerleisten erkennen. Die Raumeinteilung war auch bei diesem Gerät nicht sofort optimal, sodass wir die Karte in der App nochmals manuell bearbeiten mussten. Das ging allerdings fix von der Hand und die erste Reinigung konnte nach einem Firmware-Update wenige Minuten später starten.

Beindruckt sind wir von den Sicherheitsoptionen, die Roborock hier bietet. Hohe Kanten und Absätze wie etwa vom Flur ins geflieste Bad kann ich hier markieren, sodass der Q Revo diese besonders vorsichtig nimmt und mit weniger Wasser wischt. So kann sich kein Wischwasser an der Kante sammeln und empfindliche Böden beschädigen.

No-Go-Zonen sind selbstverständlich auch hier einstellbar und Teppiche erkennt der Saug-Wisch-Roboter automatisch und passte im Test auch bei der Badematte die Saugstärke an. Beim Saug-Wischen wurde die Matte allerdings leicht feucht, auch wenn der Roborock brav seine Wischmopps hochgezogen hat.

Alternativ können Teppiche auch umfahren, ignoriert oder zuerst gereinigt werden. Hier punktet Roborock unserer Meinung nach besonders in Haushalten mit vielen unterschiedlichen Bodenbelägen.

Generell konnte der Roborock Q Revo im Test sowohl beim Saugen und Wischen überzeugen. Mit einer Saugkraft von 5.500 Pascal ist das Ergebnis durchaus überzeugend. Der Saugroboter besitzt im Gegensatz zu vielen anderen Modellen eine Vollgummi-Bürste. Tatsächlich haben sich im Test hier weniger Haare verheddert und die Bäder profitierten dennoch von einer gründlichen Reinigung.

Zwar ist der Q Revo nur mit einer Seitenbürste ausgestattet, dennoch hat der Staubsauger-Roboter im Test den Reis auf den Fliesen am besten aufgenommen. Lediglich zwei, drei Reiskörner haben wir noch in der Küche finden können. Auch das Wischergebnis kann sich sehen lassen. Ich habe den Eindruck, dass der Q Revo hier mit sehr wenig Wasser arbeitet und je nach Verschmutzung die Wassermenge anpasst.

Das Modell von Roborock ist geringfügig niedriger gebaut als andere Modelle im Vergleichstest. So konnte der Q Revo als zweites Modell neben dem Medion X50 SW auch unter meinem Kleiderschrank reinigen.

Die Arbeit verrichtet der Q Revo schnell. Zwar hat auch das Modell von Roborock Probleme beim Härtetest, dem Stuhlbein-Parkour, manövrierte allerdings zuverlässig durch alle Hindernisse hindurch. Dabei kommt dieses Modell ohne Kamera aus. Dank LiDAR Navigation und einer Sensorik, die Hindernisse mit Lichtreflexionen erkennt, ist der Q Revo in der Lage vielen auch spontanen Hindernissen auszuweichen und erkennt potenzielle Gefahrenzonen.

Nach Erfüllung des Reinigungsauftrages kehrt der Q Revo ohne Probleme zur Station zurück. Staub wird von der Station in den 2,7-Liter Staubbeutel entleert und die Absaugstation reinigt und trocknet die Wischpads automatisch. Dank 5-Liter Frisch- und Schmutzwassertank fällt die Wartung hier selten an.

Im Betrieb ist der Saug-Wisch-Roboter angenehm leise, auch wenn es nicht das leiseste Modell im Test war. Das Absaugen des Schmutzes in der Station und die automatische Reinigung der Wischmopps geht dagegen dann doch recht geräuschvoll vonstatten. Die Trocknung der Mopps mit 45 Grad warmer Luft fällt ebenfalls leise aus und kann in der Dauer sogar in den App-Funktionen angepasst werden.

Saug- und Wischergebnisse Roborock
Im Vorher-Nachher-Vergleich ist deutlich die gründliche Arbeit des Roborock Q Revo zu erkennen. Foto: Privat / BJ

Fazit unseres Redakteurs Benjamin Johl: Im Gegensatz zu den Top-Modellen wie dem Roborock S8 Pro Ultra bleibt der Q Revo deutlich unter der 1.000-Euro-Grenze. Dafür kann er im Test als bester Saugroboter wirklich überzeugen. Sollte der höhere Preis unter unseren Testgeräten Sie nicht abschrecken, bekommen Sie viel Leistung für einen moderaten Betrag. Der Q Revo weiß im Test sowohl beim Saugen als auch beim Wischen zu überzeugen. Dank vielfältiger Eistellungsmöglichkeiten in der App eignet sich der Saug- und Wischroboter auch für Haushalte mit vielen unterschiedlichen Bodenbelägen und reagierte auch auf Objekte, die dem Roboter in den Weg geworfen wurden.

Platz 2: iRobot Roomba j7+

Vorteile:

  • Bodenbürsten des Roboters saugen auch zwischen Fugen 
  • Anheben des Mopps auf dem Weg zwischen Räumen
  • Bei Lieferung ist eine Probe des Reinigungsmittels für Hartböden beigelegt
  • Kamera an der Vorderseite erkennt Kabel und andere Hindernisse

Nachteile:

  • Manche größeren Krümel fegt die Bürste eher zur Seite 
  • Lautstärke beim Absaugen
  • Wassertank ist etwas klein
  • Frage wohin das Schmutzwasser geht

Der iRobot Roomba j7+ überzeugt nicht nur mit seinem stylischen Design. Roboter und Ladestation sind in einem schlichten und matten Schwarz gehalten. So wird beides zu einem schicken Blickfang, gleichzeitig nimmt die Station aber auch nicht unglaublich viel Platz in Anspruch. 

Doch auch seine Saug- und Wischfunktion machen den iRobot Roomba j7+ in unserem Saugroboter Test zu einem guten Helfer im Alltag. Mit seinen zwei Bodenbürsten am “Bauch” des Roboters ist es ihm auch möglich, angesammelten Dreck aus den Fugen zu saugen, getestet wurde in diesem Fall auf Dielenboden. Die Bürste am vorderen Teil des Robos sammelt den weiteren Schmutz an und füttert sozusagen die Bürsten am Boden. Lautstärketechnisch ist der Roboter nicht zu unterschätzen. Es ist nicht störend, wenn der kleine Helfer durch die Wohnung rollt. Allerdings macht er sich in manchen Bewegungsabläufen (wenn er gleichzeitig wischt) bemerkbar. In unserem Staubsauger-Roboter-Test lässt er also wenig zu wünschen übrig. 

Das Erstellen der interaktiven Karte läuft beim iRobot Roomba j7+ reibungslos. Zwar braucht der High-End-Saugroboter eine Weile dafür die gesamte Wohnung abzufahren, allerdings ist er dabei wirklich sehr genau und merkt sich jedes noch so kleine Hindernis. 

Sobald die Karte erstellt ist, könnten auch No-Go-Bereiche oder auch No-Mop-Zonen eingerichtet werden. Aufgrund der Genauigkeit des iRobot Roombas braucht es das allerdings in meiner Wohnung bislang nicht. Diesem Saug- und Wischroboter vertrauen wir auch, ohne während des Putzvorgangs in der Wohnung zu sein. 

Was angenehm ist, ist dass auch der iRobot Roomba mit einer Reinigungsmittelprobe für Hartböden geliefert wird. Im Test hilft das Mittel definitiv gegen eingetrocknete Flecken und hat auch einen angenehmen Geruch. Die richtig hartnäckigen Flecken benötigen aber mehrere Wischvorgänge. Das Reinigungsmittel muss allerdings von Hand vor jeder Reinigung in den Wassertank beigemischt werden. 

Bei Übergängen zwischen Fliesen und zum Beispiel Holzdielen sammelt sich beim iRobot Roomba j7+ in unserem Test kein Wasser, außerdem wurden keine Bereiche ausgelassen oder Übergänge ausgelassen.

Angenehm war auch, dass sich beim Wischen kein Wischwasser an Stellen angesammelt hat. Allerdings ist der Wassertank mit einer Füllmenge von 210 ml doch recht klein.

Wir müssen anmerken, dass der Wischmopp des iRobot Roomba j7+ sich nicht von selbst reinigt. Hier muss zum einen selbst Hand angelegt werden, zum anderen kann der Wischmopp auch in der Waschmaschine gereinigt werden. Keine Sorge: Im Lieferumfang ist auch ein zweiter Wischmopp, so dass immer ein Exemplar zur Verfügung steht.

Ein wirklicher Vorteil beim j7+: Sprachassistenten wie Siri, Google Assistant und Amazon Alexa sind mit dem j7+ verbindbar. Vor allem Siri hat sich im Test als wirklich verlässlich gezeigt. So bietet der Apple Sprachassistent verschiedenste Möglichkeiten mit denen auch einzelne Räume nur gesaugt oder gesaugt und gewischt werden können. Mit dieser Funktion ist es auch möglich, den Roboter nur bestimmte Flächen saugen zu lassen, wie zum Beispiel vor der Küchenzeile oder unter dem Bett. Wir persönlich schicke den j7+ praktisch nur noch per Siri-Befehl los. Ein richtiger High-End Sauger.

App Foto
So sehen die Sprachbefehle für den j7+ bei Google Home aus. Foto: Privat / Jay Becker

Beim j7+ lassen sich zudem Zeitpläne für den iRobot Roomba einstellen. Auch eine “Nicht-Stören”-Funktion kann eingerichtet werden.

Bei den verschiedenen Zeitplänen kann nicht nur über die Auswahl der zu reinigenden Räume entschieden werden. Auch wie oft sie gereinigt werden, ist einstellbar. So kann der j7+ sie entweder einmal oder auch jeweils zwei Mal reinigen, was natürlich die gründlichere Variante wäre, sie nimmt aber auch doppelt so viel Wischwasser, Akku und vor allem Zeit in Anspruch. 

Beim iRobot Roomba j7+ können auch favorisierte Aufgaben hinterlegt werden. Zum Beispiel nur die Küche, Wohnzimmer und Schlafzimmer saugen und wischen. Nach mehreren Ausführungen berechnet der Roboter auch die ungefähre Putzzeit für diese Aufgabe. Sollte während des Putzens übrigens einer der Räume gerade für den Roboter nicht zugänglich sein, kann dieser einfach in der App übersprungen werden. Am Ende hängt der Roboter diesen dann hintenran.

Ein weiterer Vorteil des Roboters ist seine Kamera. Die erkennt nämlich nicht nur Hindernisse, wie “tierische Hinterlassenschaften”, sondern auch Kabel oder Füße von Küchenzeilen. Sollte der Roboter auf ein Hindernis treffen, weicht er nicht nur aus, er schickt außerdem nach der Reinigung ein Foto an die zugehörige App. So können sie jederzeit entscheiden, ob dies ein permanentes oder temporäres Hindernis für den Roboter ist.

Dank der Kamera kann der j7+ auch erkennen, ob er auf einen Teppich zufährt und so den Wischmopp rechtzeitig wieder hochfahren. Den Weg zurück zu seiner Ladestation findet der j7+ stets problemlos. Das Absaugen der Absaugstation ist zwar kurz, dafür aber lautstark. Der Auffangbehälter ist erst nach etwa 60 Tagen voll. Was allerdings im Vergleich zum Yeedi Cube sehr angenehm ist – das Aufladen des j7+ ist lautstärketechnisch nicht zu hören.

Übrigens: Der j7+ fährt bei geringem Akkustand zurück zu seiner Homebase und bringt die Reinigung zu Ende, wenn er wieder über genug Akku verfügt.

Der iRobot j7+ verfügt aber noch über weitere technische Feinheiten, die auf den ersten Blick wie Gimmicks klingen mögen, in der Realität aber ziemlich hilfreich sein können: So kann sich der Roboter dank der Dirt-Detect Technologie auf die besonders verschmutzen Stellen des Hauses oder der Wohnung konzentrieren und dank seiner interaktiven Karte dort besonders aufmerksam putzen. Außerdem verhindert die Abgrunderkennung zum Beispiel, dass der Roboter einen tragischen Tod stirbt, während er die Trepper hinunterfällt. 

Durch iRobot OS kann sich der Roboter nicht nur an die Gewohnheiten und putztechnischen Vorlieben der User gewöhnen. Er richtet sich auch nach den Jahreszeiten und den damit einher kommenden Gegebenheiten, wie zum Beispiel dem Fellwechsel der Haustiere. So bereitet er laut Hersteller personalisierte Reinigungsvorschläge während der Fellwechsel- oder Allergiesaison vor. Außerdem hat der j7+ nun per Udpate auch die Smart Scrub Funktion erhalten, über die er nun besonders "verklebte" Stellen am Boden zweifach schrubbt.

Wer gerne eine geputzte Wohnung vorfindet, wenn er wieder nach Hause kommt, wird mit dem iRobot j7+ seine Freude haben. Solange er zustimmt, dass die Herstellerapp den Aufenthaltort des Users tracken darf.  Denn es gibt eine Einstellung, mit der der Roboter mit dem Putzen anfängt, sobald sich der User ungefährt 200 Meter von seiner Wohnung oder Haus entfernt. Wenn sie sich wieder auf dem nach Hause weg befinden, kommt der Roboter zum Ende, so dass sie in der Theorie in ein perfekt gereinigtes Zuhause kommen. 

Zur Vollständigkeit halber müssen wir aber gestehen, dass mir das vollständige Tracken der Herstellerapp etwas abgeschreckt hat, weshalb wir diese Funktion in meinem Test nicht ausprobiert haben.

Fazit unseres Redakteurs Jay Becker: Der iRobot Roomba j7+ besticht als Saug-Wischroboter durch seine angenehme App-Steuerung, die wirklich leicht verständlich ist. Auch seine Saug- und Wischleistung sind ausgesprochen gut. Die Frage, wohin das Schmutzwasser vom Wischmopp hingeht, lässt uns allerdings immer noch nicht kalt. Allerdings vertrauen wir unser eigenen Reinigung des Wischmopps ehrlicherweise mehr als der Reinigung durch eine Ladestation wie zum Beispiel beim Yeedi Cube.

Auch die Kamerafunktion beruhigt uns sehr. Bislang mussten wir beim j7+ nicht eine einzige Sperrzone einrichten, oder uns Sorgen machen, dass er diese ignorieren könnte. Auch die Funktion mit der von allein vorgeschlagenen erhöhten Reinigung, während der Fellwechsel- oder Allergiesaision überzeugt uns.

Empfehlen können wir den iRobot j7+ denjenigen, die einen kompakten Saug- und Wischroboter suchen, der wirklich nur wenig zu wünschen übriglässt. Die App ist nicht nur leicht zu bedienen, sie bietet auch einen direkten Weg in den iRobot-Shop, sollte irgendetwas wie eine neue Bürste oder ähnliches benötigt werden. Wenn bei Ihnen viele Teppiche und unterschiedliche Böden verlegt sind, kann sich der iRobot spielend leicht darauf einstellen. Dank seines Betriebssystems lernt er gefühlt täglich dazu.

Yeedi Cube: Platz 3 für unseren Hoffnungsträger

Auch neu am Markt kommt der Yeedi Cube aus China als hoffnungsvoller Bewerber als unser Testsieger um die Ecke.

Vorteile: 

  • Die „Pick and Clean“ Funktion

  • Die Wischwassermenge ist gut proportioniert

  • Der Yeedi Cube lernt bei jedem weiteren Saugen die Räume besser kennen 

  • Entleert seine Behälter während des Putzens wenn sie voll sind - fährt seinen Plan danach weiter 

  • Bei niedrigem Akkustand fährt er zur Station zurück und entleert auch dann einmal komplett alle Behälter, bevor er seinen Akku auflädt 

  • Ist die Tür zu einem Raum geschlossen, überspringt er diesen 

  • Lautstärke ist auch bei höchster Intensität noch okay 

Nachteile: 

  • Teilweise einige Probleme mit langen Haaren oder großen Krümeln (wie z. B. Katzenstreu) 

  • Auf Fliesen hat er mit Fusseln zu kämpfen  

  • In kleinen Räumen übersieht er im „Pick and Clean“ manche Flecken auf dem Boden, wenn sie nah den Wänden sind 

  • Der Lärm bei der Entleerung der Staub- und Wasserbehälter ist nicht zu unterschätzen

Die Firma Yeedi aus China hat es sich zur Aufgabe gemacht, "in einer Welt voller überteuerter Staubsaugerroboter, die Ihren Ansprüchen nicht gerecht werden, ein Produkt auf den Markt zu bringen, um mit fortschrittlicher Staubsaugerrobotertechnologie Leichtigkeit und Spaß in Ihre Reinigungsroutine zu bringen." In den Yeedi hatten wir vor unserem Test einige Hoffnungen gesteckt. 

Sehr angenehm ist für die User, dass in der Verpackung eine große Pappe mit QR-Code für die App beigelegt ist, sowie eine Kurzanleitung, damit zu Beginn nicht stundenlang die Anleitung gelesen werden muss. Beim ersten großen Putzen erstellt sich der Yeedi Cube direkt eine Karte der Räume, die er abfährt. Was praktisch ist: Der Yeedi lernt mit jeder Fahrt dazu. So merkt er sich auch, wenn z. B. Möbel oder ähnliches verrückt wurden und er so einen neuen Platz zum Saugen und Wischen hat. Die Einrichtung des Cubes ist damit relativ einfach. Sobald er sich die Karte erstellt hat, fährt er sie systematisch ab, wenn er per App dazu aufgefordert wird. In der Lieferbox ist auch wenig Plastik. Einzig der große Lieferkarton ist komplett davon umhüllt. Im Karton an sich ist sehr wenig Papiermüll, was das Auspacken erleichtert. Da die Lieferung aus China kam, ist zumindest die Verpackung ein bisschen nachhaltiger.

Die App des Yeedi Cube ist sehr aufschlussreich und leicht zu verstehen. Der Aufbau und die Menüpunkte sind überschaubar und schnell verständlich. Auch das erste Einrichten geht dank QR-Code in der Verpackung angenehm schnell und flüssig. Durch das Drücken der "Play"-Taste rollt der Yeedi zum ersten Mal aus seiner Station und fährt die gesamte Wohnung ab.

Wir durften den Yeed Cube im vollen Lieferumfang testen . Das bedeutet, mit Dockingstation, die einen eigenen Schmutzwassertank besitzt, sowie zwei Bürsten und einem Wischmoppaufsatz für den Saug- und Wischroboter. In der Dockingstation selbst verbaut man dann noch einen kleinen blauen Stoßschaber, der natürlich mitgeliefert wird. Der Schaber wird zur Reinigung des Mopps genutzt. Der Mopp wird in der Station selbst gereinigt. Der Stoßschaber bewegt sich an der Unterseite der Basisstation Vorwärts und Rückwärts, um das Wasser des Mopps abzukratzen und den Aufsatz des Mopps zu kämmen. Anschließend wird er automatisch bei 40 Grad mit Wasser getrocknet. Die Bürsten, den Wischmoppaufsatz und den Staubbeutel gibt es bei Amazon zum Nachbestellen.

Doch was kann der Yeedi Cube eigentlich noch alles? Sein innovativer „Pick and Clean“ Modus hilft im Alltag wirklich, denn Sie können den Roboter einfach am Griff anheben und ihn genau dort platzieren, wo Sie die Reinigung starten möchten. So kann er auch das Bad putzen, sollte es zum Beispiel durch eine kleine Stufe für ihn nicht erreichbar sein.

Was auch angenehm ist, ist die No-Go-Area Funktion. In meiner Küche haben wir die zum Beispiel eingerichtet, damit der Yeedi sich nicht unter der Küchenzeile festfährt. Darüber hinaus kann auch ein fester Putzplan eingerichtet werden, sowie eine Reihenfolge für die verschiedenen Zimmer in der Wohnung oder im Haus. Es ist außerdem möglich festzulegen, welche Zimmer nur gesaugt oder nur gewischt werden sollen. Der Yeedi Cube besitzt zudem eine Teppicherkennung. Entweder er hebt das Wischpad an und saugt nur die Teppiche ab oder er vermeidet sie grundlegend.

Es gibt zwei verschiedene Saugkraftmodi, wenn der Yeedi einen Teppich bearbeiten sollte. Entweder mit Maximalkraft oder Max+, bei der es noch mal eine höhere Saugkraft geben soll. Der Wassertank des Yeedi Cube verfügt über ein Fassungsvermögen von einem Liter, kombiniert mit der Schall Vibrations-Wisch Technologie freust du dich auf eine intensive Tiefenreinigung und das Verschwinden lästiger Wasserflecken nach dem Wischen. Er ist vollautomatisch und wartungsfrei. Mit einer Saugkraft von 5.100 Pa, SLAM und lasergestützter Navigation sowie einem 8 mm automatischen Hebehalter für den Wischmopp ist der Yeedi Cube ein leistungsstarker Saugroboter. Er verfügt über eine automatische Basisstation, die nicht nur die Reinigung übernimmt, sondern auch den Wischmopp per Heißluft trocknet und das Wasser automatisch zuführt. Wenn alles funktioniert, kann er dir im Alltag eine echte Hilfe sein!

Fazit unseres Redakteurs Jay Becker: Alles in allem ist der Yeedi Cube ein sehr guter Saug- und Wischroboter, der im Alltag echt viel helfen kann. Für Menschen, die zu Hause nicht nur Kinder, sondern auch noch Hunde und/oder Katzen haben, ist ein Saug- und Wischroboter wie der Yeedi ein wirklich guter Helfer. Er sollte sicher seine Runden drehen und alles aufsaugen und wegwischen, was ihm in den Weg kommt.

Für das mittlere Preissegment bietet dieser Roboter ein ziemlich gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Auch wenn er manchmal den Weg zurück zur Station vergessen hat, ist er kein schlechter Roboter. Zu den Top-Performern, wie dem Roborock oder iRobot fehlt ihm dann aber die Genauuigkeit beim Saugen. Auch die Reinigung des Wischmopps überzeugt mich nicht zu 100%. Ob die Ladestation diesen Mopp wirklich nach jeder Reinigung wieder komplett sauber bekommt können wir immer noch nicht ganz nachvollziehen. Eins ist nach meinem Test klar: auch der Yeedi Cube kann keinen „normalen“ Akku-Staubsauger ersetzen. Aber er kann eine gewaltige Hilfe im Alltag sein. Besonders durch den festen Putzplan. Mehr aber auch nicht.  

Ecovacs Deebot X1 e Omni

Vorteile:

  • Gute Saugleistung mit 5.000 Pascal
  • Gute Wischleistung
  • Sehr gute Kartierung und Navigation
  • Yiko Sprachassistent
  • Heimüberwachung per Kamera …

Nachteile:

  • … bietet auch Hackern Angriffspotential
  • Manueller Umbau in den Wischmodus
  • Zieht im Wischmodus auch wo er nicht wischen soll einen Wasserfilm hinterher
  • Überladene App könnte strukturierter aufgebaut sein

Mit dem Ecovacs Deebot X1 e Omni schickt der chinesische Hersteller für Haushaltsroboter ein wahres Schwergewicht ins Rennen. In die größte (und schwerste) Absaugstation im Test passt allerdings auch einiges an Staub und Schmutzwasser, was die Wartung angenehm gestaltet. Auch die Stiftung Warentest hatte diesen Staubsauger-Roboter im Rennen um den besten Saugroboter schon genauer unter die Lupe genommen. Mit einer mittleren Saugleistung von 5.000 Pascal kann sich das Reinigungsergebnis des Roboters des bekannten Herstellers auf jeden Fall sehen lassen. Lange Haare waren für den Saugroboter kein großes Problem.

Dank integrierter Kamera und fortschrittlicher Objekterkennung navigiert der X1 e Omni wie kaum ein Zweiter in unserem Test um Hindernisse und ist von allen Modellen am flottesten unterwegs. Überraschenderweise hatte der Ecovacs Deebot im Saugroboter-Test den Weg zum Laden in die Absaugstation nicht immer auf Anhieb bewältigt. War der Lärm beim Saugen und Wischen völlig in Ordnung, fiel mir allerdings das lautere Laufgeräusch des Roboters auf.

Manchmal ist der Roboter auch so schnell unterwegs, dass er gerade größere Krümel, wie Reis in unserem Test, mit seinen Seitenbürsten durch die Gegend schießt, statt sie zusammenzukehren und einzusaugen. Für ein optimales Ergebnis bei stärker verschmutzen Böden sollte der Ecovacs Deebot bei Bedarf ein zweites Mal losgeschickt werden.

Für die Wischfunktion muss der Roboter manuell umgebaut werden. Ein Anheben der Mopps ist nicht möglich. So kann der X1 e Omni in einem Reinigungsdurchgang also nicht nur bestimmte Bereiche wischen. Das größte Manko bei diesem Modell ist unserer Meinung daher die fehlende Flexibilität. Sollen Bereiche gewischt werden, muss der Saug- und Wischroboter umgebaut werden, fährt er zu seinem Einsatzgebiet, werden die Mopps nicht hochgezogen und der X1 Omni hinterlässt überall dort, wo er langfährt einen Wasserfilm. Eine Funktion zum Einstellen der Wassermenge haben wir vergebens gesucht.

Das Wischergebnis lässt sich allerdings sehen. Mit einem guten Abwärtsdruck von 6 Newton rotieren die beiden Pads mit 180 Umdrehungen pro Minute. Nach getaner Arbeit kehrt der Roboter zu seiner Station zurück, säubert die Wischpads vollautomatisch und trocknet diese im Anschluss mit Heißluft. Dank 4 Liter-Frisch- und Schmutzwasserbehälter ist der Ecovacs Deebot im Test sehr wartungsarm. Wir empfehlen dennoch, die Absaugstation in regelmäßigen Abständen zu reinigen, da sich Staub und Wischwasser sammeln können.

Vor der ersten Reinigung kartiert der X1 e Omni die Umgebung. Dank leistungsstarker Technologien funktionierte das im Test einwandfrei und der Ecovacs Deebot hat alle Räume sauber voneinander getrennt. Mithilfe der eingebauten Kamera und Objekterkennung benannte das System die meisten Räume sogar bereits richtig. Sehr komfortabel, da nur noch No-Go-Areas oder Bereiche, in denen nicht gewischt werden soll, durch No-Go-Linien festgelegt werden müssen. Das ist allerding auch zu empfehlen, da der X1 e Omni in unserem Test im Wischmodus nicht vor der Badematte Halt machen wollte.

Falls Sie keinen Sprachassistenten wie den Google Assistant oder Amazon Alexa nutzen, müssen Sie bei Ecovacs nicht auf den Komfort verzichten. Optional kann der hauseigene Assistent Yiko zugeschaltet werden. So hört der Roboter aufs Wort und kann auf Zuruf bestimmte Räume und Bereiche säubern. Das klappte im Test ausgezeichnet.

Mit der App mussten wir im Test allerdings erst warm werden. Oft sind Symbole über Text angeordnet und es brauchte zwei, drei Reinigungsdurchgänge, bis ich herausgefunden hatte, dass sich hinter den Klicks auf Symbol oder Text andere Funktionen verbargen. Hier wäre mir ein einheitlicher Aufbau der App lieber gewesen.

Saug- und Wischergebnis Ecovacs Deebot
Der Ecovacs Deebot ging zu grob an den Reis heran, die Seitenbürsten verteilten ihn in der Küche. Foto: Privat / BJ

Fazit unseres Redakteurs Benjamin Johl: Wenn Sie einen Saug- und Wischroboter hauptsächlich zum Saugen nutzen und nicht auf Komfort verzichten wollen, dann ist der Ecovacs Deebot X1 e Omni das richtige Gerät. Mittlerweile zu erschwinglichen Preisen zu haben, ist dann auch über das Manko hinweg zu sehen, dass der Ecovacs Deebot zum Wischen umgebaut werden muss und seine Wischpads nicht anheben kann. Einmal in die App eingearbeitet, saugt der X1 e Omni zuverlässig und navigiert flink durch die eigenen vier Wände.

Per App-Steuerung kann übrigens auch auf die Kamera zugegriffen werden. So können Sie verfolgen, wie sich der X1 e Omni während der Reinigung schlägt. Nicht von der Hand zu weisen ist allerdings auch die Gefahr, dass Hacker sich Zugriff auf das Gerät verschaffen und Einblick in die eigenen vier Wände bekommen könnten.

Narwal Freo

Vorteile:

  • Sehr leise bei einer Saugleistung von 3.000 Pascal
  • Anheben der Mopps für maximale Flexibilität
  • Einstellen der Wassermenge und Bodenbeläge möglich
  • Viele Personalisierungsmöglichkeiten in der App
  • Auch ohne App per Touchscreen steuerbar

Nachteile:

  • Saugkraft reicht bei langen Haaren öfter nicht aus
  • Staub wird nicht in der Station abgesaugt
  • Verbraucht in der Wischfunktion viel Wasser
  • Schwierigkeiten beim Aufnehmen von Flüssigkeiten
  • Siri-Kurzbefehle ließen sich nicht per Sprachassistent steuern

Noch neu am Markt und von Stiftung Warentest unbeachtet will der chinesische Hersteller Narwal mit seinem ersten Saug- und Wischroboter Freo überzeugen. Und das gelingt in vielen Bereichen. Insgesamt schlägt sich der Freo „gut“. Mehr allerdings auch nicht, muss er sich in vielen Disziplinen jeweils anderen Modellen geschlagen geben. Dennoch lohnt es sich, den Saug-Wisch-Roboter mal genauer anzusehen.

Der Narwal Freo saugt gut, er wischt gut, bewegt sich auch ohne Kamera wirklich zügig durch die Wohnung und vor allem verrichtet der Roboter seine Arbeit so leise wie kein anderer. Im Test hat der Saug- und Wischroboter auch während der Arbeit im Homeoffice nicht gestört. Dafür hatte der Saug- und Wischroboter mit einer Saugleistung von 3.000 Pascal im Bad mit dem ein oder anderen Haar Probleme und konnte im Härtetest ausgerechnet mit der vielbeworbenen Wischfunktion nicht überzeugen.

Die Einrichtung war einfach und die App bewährte sich im Test als übersichtlich. Auch hier waren weniger essenzielle Funktionen wie das Umbenennen der Räume ein wenig versteckt. Großes Plus: Einmal eingerichtet kann der Freo auch über das runde Touch-Display an der Station bedient werden. Die Modi sind vom einfachen Saugen oder Wischen über Wischen nach Saugen und dem Freo-Modus sehr vielseitig.

Die Voreinteilung des Systems für die Räume bewegte sich im Mittelfeld. Ein paar Korrekturen in der App bezüglich der Raumeinteilung waren hier nötig. Als einziges unter den Systemen konnten wir hier die Abstellkammer nicht getrennt angeben. In der App von Narwal ist eine Mindestraumgröße von 0,5 Quadratmetern vorgegeben.

Im Freo-Modus saugt und wischt der Roboter die gesamte Fläche Ihrer vier Wände. Hier sollen die vielen besonderen Features des Saug- und Wischroboters zum Einsatz kommen. So kann der Freo mit einer besonderen Technik auch die Kanten der Fußleisten reinigen und die DirtSense-Reinigungsanalyse misst die Schmutzpartikel im Wasser, um gegebenenfalls einen Bereich nochmals zu reinigen. Das funktionierte im Test gut, doch entsprechend lange war der Roboter in meiner 80-Quadratmeter-Wohnung im Einsatz. Leider hatten wir keine Möglichkeit gefunden, nur ausgewählte Räume im Freo-Modus zu reinigen. Alle anderen Modi funktionierten mit Raum- und Zonen-Auswahl einwandfrei. Wie bei anderen Modellen ist auch hier per App die Auswahl einer bestimmten Zone möglich.

Zwar verspricht der Hersteller mit der Arcuate-Route-Technologie eine verbesserte Reinigungslogik und Wegfindung des Roboters, diese gelang allerdings im Test zumindest in der länglichen Küche an seine Grenzen. Hier waren nach dem Wischen eindeutig Bereiche erkennbar, die der Roboter ausgelassen hatte. Wir empfehlen hier eine manuelle Reinigung mit mehreren Durchgängen zu starten.

Sehr gut gefallen hat mir die Möglichkeit Bodenbeläge und Wischwassermenge zu definieren. So konnte der Freo die Fliesen ordentlich Schrubben und empfindliche Böden nur leicht feucht durchwischen. Die Mopps kann der Narwal selbstständig anheben und kurzflorige Teppiche beim Saugwischen automatisch auslassen. Teppichböden erkennt der Freo dank Bodenanalyse selbstständig. Hier kann definiert werden, ob Teppiche ignorieren, stärker saugen oder umfahren soll. Die Funktion, Teppiche stärker zu saugen, hatte im Test bei meinen Fuß- und Badematten leider nicht immer funktioniert.

Narwal gibt an, dass über die App Kurzbefehle für Apples Siri definiert, werden können. Dass hat im Test zwar geklappt und über die App Kurzbefehle können definierte Vorgänge starten, die Initialisierung über den „Hey, Siri!“-Sprachgefühl konnte allerdings nicht bearbeitet werden. Auch fehlte mir hier etwa die Option, nur einzelne Zimmer, wie Küche und Bad, auszuwählen.

Zu erwähnen ist beim Narwal Freo, dass die Station des Roboters keine Absaugfunktion für den Staubbehälter des Roboters besitzt. Lediglich Frisch- und Schmutzwasserbehälter finden hier Platz. Dank des großzügigen Staubbehälters im Saugroboter fällt die Wartung dennoch angenehm selten an. Zudem entfällt der Kauf zusätzlicher Staubbeutel.

Der Freo ist zudem der einzige Saug- und Wischroboter im Test, der mit einem separaten Reinigungsmittel geliefert wird. Dieser findet bequem in der Station Platz und versorgt den Saug- und Wischroboter beim Wischen automatisch mit Reiniger – in unserem Saugroboter-Test hatten wir den Eindruck, dass der Freo so auch leichter mit eingetrockneten Flecken besser zurechtkommt.

Vorsichtig sollten Sie hier allerdings bei Übergängen und Absätzen von Fliesen zu empfindlichen Böden sein. Im Test hat der Freo gern zugewiesene Bereiche stark gewischt und die Übergänge nicht ausgelassen. So sammelte sich das Wischwasser und lief sichtlich an den Kanten auf den Vinylboden.

Leider hat sich der Wasserverbrauch beim Wischen als recht hoch erwiesen. In der Regel reinigt der Roboter die Mopps nach jedem Raum. Trotz des großzügigen 4,5-Liter-Wassertanks kommt es vor, dass der Schmutzwassertank bereits nach zwei Wohnungsreinigungen voll war.

Nach verrichteter Arbeit findet der Narwal Freo den Weg in die Station ohne Probleme. Die intelligente Wärmetrocknung trocknet die Mopps bei 40 Grad und hemmt laut Hersteller damit das Wachstum von Bakterien. Im Betrieb ist die Trocknung über 2 bis 3 Stunden auf jeden Fall hörbar. Im Nachtmodus trocknet die Station die Mopps leiser, allerdings auch über einen längeren Zeitraum.

Negativ im Saugroboter-Test aufgefallen ist, dass der Freo in unregelmäßigen Abständen ein kurzes Piepen von sich gibt. Dieses macht auch vor dem Nachtmodus nicht halt und meldet sich etwa um 04:00 Uhr morgens. Hier vermuten wir, dass es sich um ein Signal handelt, das zu erkennen gibt, dass der Freo zu 100 Prozent geladen ist. Nach Entladung des Akkus auch im Nichtbetrieb lädt die Station dann wieder nach und der Roboter meldet sich erneut mit dem Signal zu Wort.

Saug- und Wischergebnis Narwal Freo
Im Härtetest nahm der Narwal Freo den verschütteten Kaffe nicht vollständig auf. Foto: Privat / BJ

Fazit unseres Redakteurs Benjamin Johl: Ein Fazit fällt mir hier wirklich schwer. Der Narwal Freo hat viele gute Ansätze und die Reinigungsleistung ist bei der geringen Geräuschentwicklung des Roboters beachtlich. Leider sind es seine kleine Macken, etwa das unregelmäßige Piepen, die Schwäche bei der Reinigung von Flüssigkeiten, die ihm im Saugroboter-Test den Sieg kosten.

Empfehlen können wir den Narwal Freo denjenigen, die auf der Suche nach einem Allrounder sind und die kleinen Mängel verzeihen können. Die App-Steuerung bietet viele Funktionen der individuellen Reinigung und der Saug- und Wischroboter lässt sich auf viele Bodenarten anpassen. Wenn bei Ihnen viele Teppiche und unterschiedliche Böden verlegt sind, findet sich beim Freo die passende Lösung zur optimalen Reinigung. Dabei arbeitet der Roboter so leise, dass Sie diesen sogar nachts saugen lassen könnten.

Unser Fazit

Wir haben uns bei diesen Tests am Ende in der Bewertung wirklich schwer getan und teilweise mehrfach unsere Noten hin und her geschoben. Denn in der Spitze waren die Roboter sehr nah bei einander und über den Testsieg haben Nuancen entschieden.

Schlußendlich ist der Gewinner unseres Tests von Saugrobotern mit Wischfunktion der Roborock Q Revo. Denn das Gerät aus dem Hause Roborock überzeugt nicht nur mit seiner Leistung beim Saugen und Wischen. Er funktioniert reibungslos und hat uns am Ende des Tages am meisten überzeugt. Auf dem zweiten Platz findet sich der j7+ von iRobot wieder, der für den Q Revo eine echte Konkurrenz war. Einzig seine Leistung beim Absaugen von Fugen und der Fakt, dass er ein paar Mal Räume vergessen hat, haben seine Endnote runtergezogen.

Der dritte Platz auf dem Podium geht an den Yeedi Cube. Das Gesamtpaket aus Ladestation und verschiedenen Reinigungsmodi überzeugte uns am Ende wie die anderen beiden Roboter auf dem Treppchen. Der Yeedi vergisst allerdings gerne mal, dass er eigentlich in No-Go-Areas sich nicht aufhalten sollte.

So haben wir getestet

Alle Testgeräte haben wir mindestens über einen Zeitraum von einer Woche in unseren privaten Wohnungen getestet. Dabei haben wir darauf geachtet, dass die Staubsauger-Roboter ein möglichst identisches Testumfeld vorfanden.

Unser Testfokus lag auf der Hauptaufgabe eines Saugroboters: Dem Saugen. Folglich gewichten wir die Saugleistung besonders stark in unserem Vergleichstest. Neben der Staubbeseitigung testen wir weiterhin die Wischfunktion und die Funktionalität der Absaugstation, die für das Testurteil ausschlaggebend sind.

Ebenfalls mit in die Wertung fließen Navigation und Hinderniserkennung der Saug- und Wischroboter, die Laufzeit des Lithium-Ionen-Akku, die Einrichtung und Nutzungsfreundlichkeit mit und gegebenenfalls ohne App sowie Wartungsaufwand von Roboter und Station.

  • Saugleistung: Wie hoch ist die Saugkraft der Saug- und Wischroboter? Erzielen unsere Testmodelle bei Standarteinstellungen gute Ergebnisse?
  • Wischfunktion: Wie gut ist die Wischfunktion? Muss der Staubsauger-Roboter manuell umgebaut werden und besitzt der Roboter die Funktion, die Wischpads anzuheben?
  • Absaugstation: Wieviel Platz nimmt die Station ein? Nimmt die Absaugstation Arbeit ab und wie effektiv reinigt die Station Saugbehälter und Wischpads des Staubsauger-Roboters?
  • Navigation und Hinderniserkennung: Wie gut funktioniert die Navigation des Staubsauger-Roboters und das Umfahren von Hindernissen? Eine gute Laser-Navigation oder Orientierung mit fortschrittlicher LiDAR-Navigation beschleunigt die Reinigung eines Bereiches.
  • Laufzeit und Akku: Wie leistungsstark ist der Akku des Saug- und Wischroboters? Schafft der Roboter mit vollgeladenem Akku die gesamte Wohnung zu saugen und wischen oder verzögert sich der Prozess durch Zwischenladung?
  • App, Bedienbarkeit und Konnektivität: Wie leicht gelingt die Einrichtung des Saug- und Wischroboters und sind uns Mängel in der Konnektivität aufgefallen? Kann der Saug- und Wischroboter auch ohne App bedient werden und wie übersichtlich sind die Aufgaben und Menüs in der App dargestellt?
  • Pflege und Wartung der Roboter: Wieviel Arbeit nehmen die Saug- und Wischroboter wirklich ab? Auch die Absaugstationen müssen in bestimmten Intervallen gereinigt und gewartet werden. Kommen Folgekosten in Form von Reinigungsmitteln, Zubehörteilen und Staubbeiteln für die Station auf?

Alle Testgeräte haben wir freundlicherweise von den Herstellern zur Verfügung gestellt bekommen. Das Gerät mit vielen Ersatzteilen von Medion ging an den Hersteller zurück, während die anderen Modelle in der Redaktion bleiben dürfen.

FAQ

Welcher ist der beste und günstigste Saug- und Wischroboter auf dem Markt?

Wir können in unserem Vergleichtest leider keinen Überblick über den gesamten Markt geben. In unseren Saugroboter-Test macht der Medion X50 SW auf jeden Fall einen ordentlichen Job. Stiftung Warentest empfiehlt im unteren Preissegment darüber hinaus verschiedene Modelle von iRobot wie den Roomba i3+ oder den Roomba i7.

Wieviel kostet ein guter Saug- und Wischroboter?

Wollen Sie das Komplettpaket aus Saug- und Wischroboter mit Absaugstation zeigt unser Test, das gute Modelle im mittleren Preissegment keine schlechte Wahl sind. Es muss kein High-End-Produkt sein, um gute bis sehr gute Ergebnisse zu erziehen. Je nach Bedürfnissen müssen Sie mit 400 Euro bis 850 Euro rechnen.

Welcher Saug- und Wischroboter ist besonders bei Tierhaaren empfehlenswert?

In unserem Test hat sich das Modell von iRobot in Sachen Tierhaaren als besonders empfehlenswert erwiesen. Dank des doppelten Bürstensystems kommt der Roboter sehr gut mit Tierhaaren klar und die App bietet praktische Funktionen und Hinweise speziell zur Fellwechselsaison. Auch in der Vollgummibürste des Roborock Q Revo blieben erfreulich wenig Haare hängen und der Medion X50 SW nahm ebenfalls viele Haare dank einer Saugleistung von 8.000 Pascal auf.

Welche Marken für Saug- und Wischroboter sind gut?

Mittlerweile haben sich viele Marken am Markt etablieren können. Schauen Sie sich unseren Test und die Ergebnisse von Stiftung Warentest an, machen Sie mit einem Modell der Marke Roborock wenig falsch. Vor allem der Essener Hersteller Medion konnte auch mit günstigeren Modellen überraschen. Weitere gute Marken, die Sie auch oft in Vergleichstest finden werden, sind iRobot, Ecovacs, Shark, Rowenta, Eufy, Yeedi oder den Newcomer Narwal.

Welche Sicherheitsfeatures sollte ein Saug- und Wischroboter haben?

Die Ausstattung an Sicherheitsfeatures kommt auf Ihren Haushalt an. In der Regel sind alle Saugroboter mit einer entsprechenden Sensorik ausgestattet, um Kollisionen mit Möbeln und Personen zu vermeiden. Doch vor allem bei bewegten Objekten schlugen sich im Test das Modell von Roborock mit Reactive-Tech-Hindernisumgehung und Objekterkennung durch Lichtreflexionen sowie der iRobot mit PrecisionVision Navigation und Kamera besonders gut. Der Roomba j7+ soll laut Hersteller sogar Haustierkot erkennen, damit es nicht zu unschönen Überraschungen kommt. Treppenstufen sollten trotz fortschrittlicher Sensorik bei allen Modellen sicherheitshalber unzugänglich gemacht werden.

Wie lange halten die Staubbeutel in der Absaugstation?

Die Lebensdauer von Staubbeuteln ist von vielen Faktoren Abhängig. Einerseits spielt die Füllmenge der Staubbeutel eine wichtige Rolle, andererseits kommt es natürlich auch auf Ihr Nutzungsverhalten an. So wirbt Ecovacs etwa damit, dass Sie sich dank extragroßem 3-Liter-Staubbeutel bei regelmäßiger Nutzung bis zu 60 Tage keine Gedanken um den Wechsel machen müssen.

Wie oft müssen Wasserspeicher gereinigt und nachgefüllt werden?

Auch dieser Faktor ist abhängig von der Füllmenge der Wassertanks und Ihres Nutzungsverhaltens aber auch vom Saug- und Wischroboter selbst. Befindet sich der Wasserspeicher wie beim Medion oder iRobot am Gerät selbst, empfiehlt es sich das Wasser vor jedem Wischvorgang aufzufüllen und nach dem Wischen zu entleeren.

Wird die Wasserzufuhr und Wischmopp-Reinigung von der Station übernommen, schafft der Ecovacs Deebot mit 4 Litern Frischwasser mehrere Wischdurchgänge der Wohnung (bis zu 400 Quadratmeter laut Hersteller), der Wasserverbrauch des Narwal Freo lag dagegen deutlich höher. Im Test war hier bei intelligenten Einstellungen und Nachwischen mit DirtSense-Technologie bei 4-Litern Wasser oft nach 100 Quadratmetern ein Nachfüllen nötig.

Ist die Wischwassermenge immer einstellbar?

Nicht jeder Saug- und Wischroboter bot die Option, die Wischwassermenge einzustellen. Erfreulicherweise war das oft keine Preisfrage, denn auch das günstigste Modell, der Medion X50 SW bot diese Option.

Trocknen alle Modelle die Wischeinheit in der Absaugstation von selbst?

Nein, nicht jede Absaugstation, die wir getestet haben, bot die Möglichkeit, die Wischeinheit des Saugroboters automatisch zu trocknen. Die Modelle von Medion und iRobot müssen manuell gereinigt werden.

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