Rosen überwintern

Damit Ihre Rosen auch im nächsten Frühjahr kräftig austreiben und viele Blüten bilden, gilt es bereits im Herbst, die Rosen auf den kalten Winter vorzubereiten. Unsere Tipps zur Rosenpflege helfen Ihnen, Ihre Rosen zu überwintern.

Inhalt
  1. Rosen überwintern im Beet
  2. Rosen im Topf überwintern
  3. Rosen überwintern im Haus
  4. Wann Rosen überwintern?

Rosen werden aufgrund ihrer zarten Schönheit häufig unterschätzt. Dabei sind die Pflanzen erstaunlich robust. Ein wenig Frost macht ihnen nur wenig aus und je nach Art und Alter können sie sogar kurze Temperaturperioden von -10 bis -15 °C problemlos überstehen. Ihre Rosen überwintern, sollten Sie dennoch: Das liegt vor allem an gefährlichen Dauerfrösten und der Kombination von Kälte, Wind und Sonne. Sobald die Temperaturen daher für mehrere Tage unter 0 °C gilt es die Rosen winterfest zu machen.

Praxistipp: Rosen auf keinen Fall im Herbst noch schneiden oder düngen. Das macht die Rose noch anfälliger für die Kälte. Der letzte Rosenschnitt sollte spätestens im September erfolgen, die letzte Düngung Ende Juli.

Sonstiges
 

Profi-Tipps für die Rosenpflege

Üppig blühende Rosen sind der Stolz vieler Gartenbesitzer. Doch Gartenanfänger trauen sich oft nicht an die lieblich duftenden Schönheiten heran...

 

Rosen überwintern im Beet

Ganz gleich, ob Beet-, Kletter-, Strauch- oder Stammrose – achten Sie bei veredelten Rosen darauf, dass die Veredelungsstelle unter der Erdoberfläche liegt – so kann die Rose auch bei Frostschäden im nächsten Jahr neu austreiben. Gegebenenfalls müssen Sie die Rose extra 10 bis 20 Zentimeter mit Erde oder Kompost anhäufeln oder die Stelle am Stamm mit Jutebändern umwickeln.

Wichtig bei allen Rosenarten ist im Übrigen nicht nur der Schutz vor Kälte, denn Frost allein stecken Rosen gut weg. Gefährlich ist die Kombination aus Frost, kaltem Wind und praller Wintersonne. Die Sonne trocknet die Krone aus und die Wurzeln können aus der gefrorenen Erde nicht schnell genug Wasser nachliefern. Das Ergebnis: Die Rose vertrocknet!

Beetrosen überwintern

Bei Beet- und Wildrosen brauchen Sie meist gar nichts machen, um die Rosen sicher durch den Winter zubekommen. Diese Rosen sind sehr robust und ihre Früchte, die Hagebutten, spenden dem winterlichen Garten Farbe und sind kostenloses Futter für heimische Gartenvögel!

Rosen überwintern

Strauchrosen überwintern

Die großen Kronen der Strauchrosen sind besonders anfällig gegenüber kalten Winterwinden und der prallen Wintersonne. Diese Kombination kann die Rose nicht nur austrocknen, sondern im Wechsel mit starken Nachtfrösten zu Spannungsrissen führen. Bedecken Sie die Krone daher mit Jutesäcken.

Stammrosen überwintern

Bei Hochstammrosen sollten Sie die leicht zurückgeschnittene Krone in Jute- oder Leinensäcke hüllen – Sacköffnung am Stamm zubinden. In sehr kalten Gegenden kann der Sack zusätzlich mit trockenem Laub gefüllt werden und der Stamm mit Jutebändern umwickelt werden. Letzteres ist vor allem nötig, da die Veredlungsstelle weit oben am Stamm liegt und somit nicht mit Erde bedeckt werden kann.

Kletterrosen überwintern

Kletterrosen sollten mit Tannenzweigen gegen Wind geschützt werden. An Spalieren kommt auch das Umwickeln mit dichten Frühbeetnetzen oder Jute in Frage.

 

Rosen im Topf überwintern

Rosen im Topf sind besonders anfällig für Kälte, da ihre Wurzeln rundherhum nur von wenig Erde geschützt werden. Wickeln Sie den Kübel daher mit Jutesäcken oder Frostschutz-Übertöpfen ein. Gegen Bodenfrost helfen ein Pflanzenroller oder eine Styropormatte. Stellen Sie die Rosen zudem in die Nähe der Hauswand, sodass sie vor der Witterung geschützt wird. Wichtig: Wenn Rosen im Topf überwintern, müssen sie selten aber regelmäßig an frostfreien Tagen gegossen werden.

Gartenpflege
 

Rosen vermehren

Um Rosen zu vermehren eignen sich am besten Stecklinge – so entstehen wurzelechte Rosen

 

Rosen überwintern im Haus

Steht ein strenger Winter bevor, können die Rosen auch im Haus oder im Gewächshaus überwintern. Im Gewächshaus sollten die Rosen hell, luftig und bei maximal 5 °C stehen. In einem dunklen Keller oder der Garage sollten die Temperaturen um die 0 °C liegen, damit die Rosen auch ausreichend ruhen und nicht an Lichtmangel sterben.

 

Wann Rosen überwintern?

Je nach Region sollten Sie die Rosen zwischen Mitte November und Mitte Dezember auf den Winter vorbereiten. Spätestens jedoch, wenn sich eine lange Frostperiode ankündigt.

Der Winterschutz endet, wenn die Forsythie blüht – frühestes Anfang März. Dann können Sie die Rosen wieder auspacken und die angehäufelte Erde entfernen.

Foto: PdM / colour-your-life.de

Quelle: selbst ist der Mann

Beliebte Inhalte & Beiträge
Mehr zum Thema
Copyright 2018 selbst.de. All rights reserved.