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Alles, was Sie über Muttererde wissen müssen!

Hochwertige Muttererde ist das Fundament für gesunde Pflanzen. Dieser Ratgeber erklärt, was Muttererde ist, welche Eigenschaften sie besitzt und warum sie für gesunde Pflanzen so wichtig ist.

Ratgeber Pflanzerden Muttererde oder Mutterboden
Foto: iStock / Sasiistock
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Muttererde ist ein wesentlicher Bestandteil eines gesunden und blühenden Gartens. Sie bildet die Grundlage für das Wachstum von Pflanzen und spielt eine entscheidende Rolle bei der Versorgung der Pflanzen mit Nährstoffen, Wasser und Luft. In diesem Ratgeber erfahren Sie alles, was Sie über Muttererde wissen müssen, von ihrer Bedeutung bis hin zur richtigen Verwendung. Außerdem werden wir auf häufig gestellte Fragen eingehen, um Ihnen einen umfassenden Überblick über“ das braune Gold des Gartenbaus“ zu geben.

Was ist Muttererde?

Muttererde oder auch Gartenerde ist der Oberbegriff für die oberste Bodenschicht, die aus mineralischen Bestandteilen, organischen Substanzen und Mikroorganismen besteht. Sie besteht typischerweise aus mineralischen Komponenten wie Sand, Ton und Schluff sowie organischen Materialien wie Kompost und verrottetem Laub.
Muttererde bildet die natürliche Grundlage für das Pflanzenwachstum und bietet den Pflanzen Nährstoffe sowie einen festen Halt!

Neben der natürlich vorkommenden Muttererde gibt es eine große Vielfalt an Blumen- oder Pflanzerden, die künstlich zusammengemischt werden und sich je nach Zusammensetzung für unterschiedliche Pflanzen oder Anwendungsgebiete empfehlen. Das Video gibt dazu einen ersten informativen Überblick:

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Die richtige Zusammensetzung von Muttererde

Muttererde spielt eine entscheidende Rolle für das Wachstum und die Gesundheit von Pflanzen. Gute Muttererde überzeugt durch eine ausgewogene Mischung aus mineralischen und organischen Bestandteilen:

  • Mineralische Bestandteile: Sand, Ton und Schluff bilden die mineralische Grundlage der Muttererde. Ein ausgewogenes Verhältnis dieser Bestandteile ist wichtig, um die ideale Bodenstruktur zu erreichen. Sand verbessert die Drainage, Ton erhöht die Wasserspeicherfähigkeit und Schluff sorgt für eine gute Belüftung.
  • Organische Materialien: Kompost, verrottetes Laub und andere organische Substanzen bereichern die Muttererde mit Nährstoffen und verbessern ihre Struktur. Sie erhöhen die biologische Aktivität im Boden und fördern das Wachstum von nützlichen Bodenorganismen.

Warum ist Muttererde wichtig?

Muttererde zeichnet sich durch mehrere wichtige Eigenschaften aus, die ihre Qualität und Fähigkeit zur Pflanzenunterstützung bestimmen. Hier sind einige wichtige Eigenschaften von Muttererde, auf die Sie achten sollten:

Muttererde sichert Versorgung mit Nährstoffen

Muttererde enthält eine Vielzahl von Nährstoffen, die für das Pflanzenwachstum unerlässlich sind. Dazu gehören Stickstoff, Phosphor, Kalium sowie Spurenelemente wie Eisen, Zink und Magnesium. Diese Nährstoffe werden von den Pflanzen über ihre Wurzeln aufgenommen und für lebenswichtige Prozesse (etwa die Photosynthese) verwendet. Ein ausgeglichener Nährstoffgehalt der Muttererde gewährleistet eine ausreichende Versorgung, was zu gesundem Wachstum und kräftigen Pflanzen führt.

Guter Mutterboden sorgt für einen ausgeglichenen Wasserhaushalt

Muttererde hat die Fähigkeit, Wasser zu speichern und es nach Bedarf an die Pflanzen abzugeben. Durch diese Fähigkeit zur Wasserspeicherung des Mutterbodens wird ein gleichmäßiges Feuchtigkeitsniveau im Erdreich aufrechterhalten und das Wurzelwachstum der Pflanzen begünstigt. Ein optimales Wasserhaltevermögen gewährleistet, dass die Pflanzen auch in trockenen Perioden ausreichend bewässert werden.

Belüftung und Drainage der Muttererde

Bodenstruktur und Durchlässigkeit von Luft und Wasser bedingen sich gegenseitig. Eine gute Muttererde ermöglicht den Austausch von Luft und Wasser in den Wurzelzonen der Pflanzen. Dies ist wichtig, um einerseits überschüssiges Wasser abzuleiten und Staunässe zu vermeiden sowie andererseits die Wurzeln mit ausreichend Sauerstoff zu versorgen.
Hochwertige Muttererde sollte eine ausgewogene Bodenstruktur aufweisen, die aus verschiedenen Partikelgrößen besteht.

Übrigens: Auch der pH-Wert der Muttererde beeinflusst die Verfügbarkeit von Nährstoffen für die Pflanzen. Ein neutraler pH-Wert um 6,5 bis 7,5 ist für die meisten heimischen Pflanzenarten optimal. Eine Bodenanalyse kann helfen, den pH-Wert zu bestimmen und gegebenenfalls anzupassen.

Die Beschaffenheit von Muttererde bestimmen

Bevor Sie Muttererde verwenden, ist es ratsam, die Qualität und Zusammensetzung des Bodens zu überprüfen. Eine Bodenanalyse kann wichtige Informationen über den pH-Wert, den Nährstoffgehalt und die Bodenstruktur liefern. Basierend auf den Ergebnissen können Sie die Muttererde entsprechend anpassen und optimale Wachstumsbedingungen schaffen.

Viele importierte Pflanzen bevorzugen unter Umständen einen anderen pH-Wert. Moorbeetpflanzen wie Azaleen, Rhododendren und auch Hortensien etwa bevorzugen einen leicht sauren Boden. Praxistipp: Hier sollte man das Pflanzloch im Garten mit Spezial-Erde auffüllen.

Was jeder Gartenbesitzer über Muttererde wissen sollte

Die wichtigsten Aspekte über Gartenerde haben Sie bereits kennengelernt. Im Folgenden beantworten wir weitere häufig gestellte Fragen über Muttererde:

Kann man Muttererde im Handel kaufen?

Ja, Muttererde ist im Gartenbau-Fachhandel erhältlich. Meist wird die Erde als loses Schüttgut verkauft – und in großen Mengen mit dem Kipplaster ans eigene Grundstück geliefert.

Dennoch: Muttererde ist nicht zu verwechseln mit herkömmlicher Pflanzenerde, die in den üblichen Plastiksäcken im Gartencenter angeboten wird. Mutterboden ist wie beschrieben, die oberste Erdschicht, deren Zusammensetzung über die Entwicklungsgeschichte der Erde entstand und sich regional zum Teil stark unterscheidet.

Wie lagere ich Muttererde richtig?

Muttererde ist kein Pflanzsubstrat, das man wie den Sack Blumenerde auf dem Balkon lagert. Der Mutterboden im Garten „liegt ja schon am richtigen Ort“. Wenn Sie sich – etwa nach einem Hausbau – Muttererde liefern lassen, sollte der Boden gleich auf dem Grundstück verteilt werden.
Eine temporäre Lagerung auf einem großen Haufen ist für Muttererde aber auch kein Problem!

Kann man Muttererde selbst herstellen?

Strenggenommen nein! Muttererde selbst herzustellen, ist nicht möglich. Sie können aber die vorhandene Gartenerde (auch extrem sandige oder lehmige Böden) verbessern, indem Sie Kompost, verrottetes Laub und andere organische Materialien mit mineralischen Bestandteilen wie Sand und Ton vermischt regelmäßig unterpflügen. Über die Jahre verändert sich so die Zusammensetzung des Bodens und nähert sich der „idealen Muttererde“ an.

Wie tief sollte Muttererde aufgebracht werden?

Unter Muttererde versteht man die obersten 30 bis 40 Zentimeter des natürlich vorhandenen Erdbodens, die von den Pflanzen besonders intensiv durchwurzelt werden. Teilweise reicht diese Bodenschicht auch deutlich tiefer, in anderen Regionen Deutschlands beginnen dicht unter dieser fruchtbaren Erdschicht andere Erd- oder Gesteinsarten.

Die Dicke der gärtnerisch nutzbaren Schichte aus Muttererde, hängt von der Art der Anwendung ab. Für neue Beete gilt eine Schicht von etwa 20 bis 30 cm als absolutes Minimum. Wenn der Mutterboden zwei Spaten tief ins Erdreich reicht, brauchen Sie keine weitere Muttererde auffüllen.

Wie oft sollte Muttererde erneuert werden?

Anders als die Blumenerde in Pflanzgefäßen (Blumentopf, Pflanzkübel oder Hochbeet) muss man die Muttererde im Beet nicht erneuern oder gar komplett austauschen.

Praxistipp: Durch Anreichern des Bodens mit organischem Material (etwa durch Flächenkompostierung oder durch regelmäßiges Mulchen) wird der natürlicher Erosion des Bodens entgegengewirkt. Die Dicke der fruchtbaren Erdschicht bleibt erhalten oder erhöht sich unter günstigen Umständen sogar.

Kann ich Muttererde wiederverwenden?

Ja, Muttererde kann wiederverwendet werden, aber es ist wichtig, sie vor der erneuten Verwendung aufzubereiten. Entfernen Sie abgestorbene Pflanzenreste und Unkrautwurzeln, lockern Sie die Erde auf und mischen Sie bei Bedarf frischen Kompost oder Dünger ein, um die Nährstoffe aufzufrischen.

Gibt es verschiedene Arten von Muttererde für spezifische Pflanzen?

Muttererde ist der natürliche Boden, der bei Ihnen auf dem Grundstück anzutreffen ist. Für heimische Pflanzen ist das meist völlig ausreichend. Auf sandigen Böden gedeihen halt andere Pflanzen prächtig als auf humosen oder lehmigen Böden.

Wer aber auch exotische Zierpflanzen in seinem Garten wachsen sehen möchte, tut gut daran für bestimmte Pflanzenarten auch in spezielle Muttererden zu investieren.
Im Handel gibt es spezielle Blumenerde-Mischungen mit Hochbeet-Erde, mit Thomatenerde oder Orchideen-Substrat. Diese enthalten oft zusätzliche Inhaltsstoffe, die den spezifischen Bedürfnissen der jeweiligen Pflanzen gerecht werden.

Wie kann ich feststellen, ob meine Pflanzen zusätzliche Nährstoffe benötigen?

Es gibt verschiedene Anzeichen, die darauf hindeuten können, dass Ihre Pflanzen zusätzliche Nährstoffe benötigen. Gelbe Blätter, schlechtes Wachstum oder eine geringe Blütenbildung können Anzeichen für einen Nährstoffmangel sein. Eine Bodenanalyse kann auch dabei helfen, den Nährstoffgehalt des Bodens zu bestimmen und entsprechende Maßnahmen zu ergreifen.

Das Fazit unseres Gartenratgebers: Muttererde bildet die Basis für gärtnerischen Erfolg. Sie bietet den Pflanzen die notwendige Nährstoffversorgung, unterstützt die Wasserspeicherung und sorgt für eine optimale Belüftung und Drainage. Mit der richtigen Zusammensetzung und Anwendung können Sie sicherstellen, dass Ihre Pflanzen in einer gesunden und fruchtbaren Umgebung gedeihen.

Seien Sie dankbar, wenn die Muttererde, die Sie auf Ihrem Grundstück vorfinden von hoher Qualität ist. Wer auf gutem Mutterboden aufbauen kann, braucht nur wenig tun, um die Pflanzen im Garten zum Blühen zu bringen.

Transparenzhinweis: Teile dieses Artikels sind durch Mitwirkung generativer KI entstanden.

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