Erdaushub entsorgen

Beim Hausbauen oder beim Bau eines Pools muss oftmals viel Erde abgetragen werden. Doch nicht immer weiß man dann, was man mit diesem Erdaushub machen soll. Hier können Sie zu viel Erdaushub entsorgen.

Erdaushub entsorgen
Zu viel Erde? Hier können Sie den Erdaushub entsorgen. Foto: iStock / Willowpix
Inhalt
  1. Wie Erdaushub entsorgen?
  2. Was darf man im Erdaushub entsorgen?
  3. Was kostet Erdaushub entsorgen?

Wenn man nachträglich einen Pool, Teich oder einen Brunnen im Garten bauen möchte, muss man große Löcher in die Erde graben. Und auch beim Hausbau fällt oft viel Erde an. Die Erde, die dabei entnommen wird, nennt sich Erdaushub. Und meistens kann man diese Menge an Erde nicht verwenden. Doch keine Sorge, Sie müssen den Erdhaufen jetzt nicht im Garten lassen. Sie können den Erdaushub entsorgen. Wir zeigen, welche Möglichkeiten Sie dabei haben und mit welchen Kosten Sie beim Erdaushub entsorgen rechnen müssen.

 

Wie Erdaushub entsorgen?

Wie Sie Erdaushub entsorgen können, ist von der Menge abhängig. Die Entsorgung von kleineren Mengen Erde können Sie z.B. auch im Hausmüll vornehmen. Der Restmüll oder die Biotonne sind dabei die richtige Wahl. Größere Mengen Erdaushub müssen gesondert und fachgerecht entsorgt werden. Dafür stehen Ihnen diese Möglichkeiten zur Verfügung:

  • Wertstoffhof / Deponie
  • Container
  • Verschenken oder verkaufen

Wer nach einer kostengünstigen Lösung für die Entsorgung sucht, kann den Erdaushub auf dem Wertstoffhof / Deponie entsorgen. Dafür brauchen Sie nur ein geeignetes Fahrzeug, um den Abfall zu transportieren. Wenn Sie die Entsorgung von einer großen Menge Erde planen möchten, ist das Container mieten meist die beste Lösung. Dort kommt der gesamte Bodenaushub hinein und wird vom Entsorgungsunternehmen mitgenommen und entsorgt.

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Ein ähnliches Prinzip gibt es auch für wenig Erdaushub. Die Big Bag macht es möglich, kleinere Mengen abholen zu lassen. Eine gute Möglichkeit für die Erdaushub Entsorgung ist auch das Verschenken oder Verkaufen der Erde. Denn eigentlich ist der Aushub viel zu schade für den Abfall. Was man vorher wissen muss: Der Boden besteht aus verschiedenen Schichten. Ganz oben befindet sich die Erde, die häufig mit Steinen oder Bauschutt verunreinigt ist. Die darunter liegende Schicht wird auch Oberboden genannt und besteht aus dem hochwertigen Mutterboden. Dieser beinhaltet viele Nährstoffen und Mineralien und lässt die Pflanzen wunderbar gedeihen. Da diese Schicht etwas tiefer liegt, kann man sie beim Erdaushub erhalten. Noch unter dem Mutterboden befinden sich dann Erdschichten aus z.B. Sand, Lehm oder Kies.

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Da der Mutterboden viele gute Eigenschaften hat, ist er eine beliebte Erde. Deswegen können Sie den Erdaushub auch loswerden, indem Sie ihn verschenken oder verkaufen. Bevor Sie den Bodenaushub verkaufen, sollten Sie gucken, wie viel der Erde Sie behalten möchten und können. Gerade für die Beete auf dem eigenen Grundstück eignet sich der Boden sehr gut. Anschließend können Sie die Erde an Nachbarn, Familie oder Freunde verschenken. Erst wenn danach noch etwas übrig ist, sollten Sie überlegen, ob Sie die restliche Erde in Kleinanzeigen verkaufen oder verschenken.
Praxistipp: Lagern Sie den Erdaushub nicht zu lange. Sonst kann er verfaulen und wird somit unbrauchbar.

 

Was darf man im Erdaushub entsorgen?

Doch auch bei der Entsorgung von Erdaushub gibt es bestimmte Dinge, die Sie dabei nicht entsorgen dürfen. Bestandteile wie Lehm, Sand oder Ton kommen natürlich auch im Boden vor. Deswegen dürfen sich diese auch im Bodenaushub befinden. Materialien, die die Wiederverwertung erschweren, dürfen nicht mit dem Erdaushub entsorgt werden. Dazu zählen z.B. Bauschutt, Kunststoff, Metall oder Beton.

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Doch auch natürliche Materialien wie große Steine (kleine Steine sind oftmals im Boden), Kies, Grasnarben und Äste erschweren die Weiterverarbeitung. Versuchen Sie daher, bei der Entsorgung das Gras von den Grasnarben zu trennen und Äste, Wurzeln und Co. nicht mit zu entsorgen. Achten Sie auch darauf, dass keine gefährlichen Stoffe wie Öl und Co. in die Erde gelangen. Nur unbelasteter Abfall kann wiederverwertet werden.

 

Was kostet Erdaushub entsorgen?

Wer seinen Aushub verschenkt oder verkauft, kann ihn ganz kostenlos und mit nur wenig Aufwand entsorgen. Bei der Entsorgung über den Wertstoffhof müssen Sie oft kleinere Gebühren zahlen. Dabei liegen die Preise für eine Tonne zwischen 3-5 Euro. Wenn Sie sich für die fachgerechte Entsorgung mit einem Container entschieden haben, kommt es vor allem auf das Gewicht und die Menge des Aushubs an. Denn die Menge entscheidet, wie groß der Container sein muss. Der Preis für einen Container und die Abholung variiert in den unterschiedlichen Regionen. Sie müssen aber für einen Container mit einem Fassungsvermögen von 10 m3 mit bis zu 700 Euro rechnen. Doch da passt dann auch viel Erde rein. Denn ein Kubikmeter Erde wiegt zwischen 900-1.000 kg. Für noch größere Mengen (bis zu 100 m3) können Sie schon mit bis zu 1.800 Euro rechnen. Diese Menge wird meist aber nur nötig, wenn Sie besonders große Bauprojekte angehen.

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Praxistipp: Oft können Sie Geld sparen, wenn Sie den Aushub selbst in den Container befördern und nicht die Mitarbeiter des Entsorgungsunternehmen in Anspruch nehmen.

Erdaushub berechnen

Viele Gartenbesitzer verkalkulieren sich bei der Größe des Containers. Und wie ärgerlich ist es, wenn Sie dann trotz Container noch zur Deponie müssen oder noch einen Container bestellen müssen? Damit das nicht passiert zeigen wir anhand eines Beispiels wie die Rechnung für Bauwerke aussieht. Denn bei der Berechnung kommt es nicht nur auf die Größe des Bauwerks an, sondern auch auf den Bewegungsraum.

Sie rechnen immer: Breite x Länge x Tiefe. Ringsum (Breite und Länge) rechnen Sie immer min. 2,5 m dazu (bzw. die Fundamenttiefe). Das bedeutet: (Breite + 2,5) x (Länge + 2,5) x Tiefe.

Beispiel: Sie bauen ein Haus und haben ein Innenmaß von 10 x 10 m und eine Fundamenttiefe von 2,5 m. Das ergibt eine Rechnung von: 12,5 x 12,5 x 2,5. Das sind die Kubikmeter, die ausgehoben werden müssen, wenn Sie den Bewegungsraum mitrechnen. Also bleiben am Ende 12 x 12 x 2,5 = 364 Kubikmeter übrig.
Praxistipp: Wem die Rechnung zu kompliziert ist, kann sich auch Hilfe holen. Online finden Sie viele Rechner, die Ihnen den Bodenaushub berechnen.

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