Welche Erde fürs Hochbeet wählen? Tipps für die perfekte Mischung
Damit Gemüse- oder Zierpflanzen im Hochbeet gut gedeihen, kommt es auf die richtige Hochbeetfüllung an. Doch: Welche Erde eignet sich fürs Hochbeet?
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Welche Erde fürs Hochbeet? lautet die erste Frage, die sich Hochbeet-Neulinge schnell stellen. Denn anders als im bodengleichen Beet, bei dem der vorhandene Mutterboden als Pflanzenerde dient, ist das neue Hochbeet erstmal leer. Um das Hochbeet bepflanzen zu können, muss man vorher das Hochbeet befüllen. Einfach nur Blumenerde reinschütten bis das Pflanzsubstrat "kurz unter Oberkante" steht, ist allerdings nicht ratsam. Hier erfahren Sie, welche Erde für Hochbeete geeignet ist.
Hochbeet richtig schichten: Erde optimal aufbauen
Das Video zeigt einen Muster-Aufbau für die Hochbeetbefüllung. Durch den natürlichen Rottevorgang wird Wärme produziert, die wie eine Fussbodenheizung die darüberliegende Erde erwärmt und für ein schnelleres Wachstum sorgt. Eine Kompostschicht versorgt das System.

Praxistipp: Bedenken Sie, je größer das Hochbeet bemessen ist, desto mehr Material benötigen Sie für die Hochbeetfüllung!
Erdschichten, Füllhöhe und Mengen richtig planen
Die Füllmenge der Hochbeetfüllung ist von der Größe des Hochbeets abhängig. Es gelten in der Regel folgende Richtwerte (Werte bezogen auf ein 75 cm hohes Hochbeet):
Die obersten 15 cm sind die eigentliche Erdfüllung: Hier sorgt hochwertige Pflanz-, Gemüse- oder Hochbeeterde für den notwendigen Halt und ein gesundes Wachstum
10 cm der Hochbeetfüllung sollten aus reifem Kompost für die kontinuierliche Nährstoff-Versorgung bestehen
20 cm Rottefüllung: 25% der Füllhöhe sollten aus Laub, Gemüse- und Gartenabfällen bestehen
30 cm Grundfüllung aus Grobschnitt (Äste, Zweige oder Hackschnitzel), entspricht ca. 40 % der Innenhöhe des Hochbeetes
Auch die Füllhöhe des Hochbeets wird durch die Höhe des Hochbeets selbst bestimmt: Der Erdboden sollte ca. 5 cm unter dem Rand des Hochbeets enden. So ist der Boden leicht erreichbar, der Hochbeetrahmen dient aber zugleich als Gießrand!
Die passende Erde kaufen: Worauf es ankommt
Wer außerhalb der Baumschnittsaison ein Hochbeet anlegen will, findet meist nicht genug Äste und Häckselgut im Garten, um die ideale Schichtung der Erden im Hochbeet nachzuahmen. Wer dennoch das Hochbeet mit Erde füllen muss, kann auf abgestimmte Kauf-Erden zurückgreifen. Wir haben hierfür aufeinander abgestimmte Fertigerden von Floragard verwendet: Grundfüllung, Kompost und spezielle Hochbeet-Erde lassen die Pflanzen im besonders nährstoffreichen typischen Klima eines Hochbeets gedeihen.

Floragard bietet zum Beispiel eine aufeinander abgestimmte Universal Bio Hochbeet-Linie an, bestehend aus der Universal Bio Hochbeet-Grundfüllung, dem Universal Bio Hochbeet-Kompost und der Universal Bio-Hochbeeterde. Das Trio aus Hochbeet-Erden ist in Gartencentern, Bau- und Heimwerkermärkten erhältlich. Bio-Kompost und Bio-Hochbeeterde gibt es im 40-Liter-, die Bio-Grundfüllung im 60-Liter-Sack.
Wann sollte die Erde erneuert werden?
Der Vorteil einer Hochbeetfüllung mit Fertig-Erden, wie gerade erklärt, ist, dass die Erdfüllung im Hochbeet kaum zusammensackt. Es ist ja kein großvolumiges, organisches Material eingefüllt worden, das im Laufe der Zeit (durch die natürliche Kompostierung) zusammenfallen kann. Hier ist eher das Thema ungewollte Verdichtung akut. Praxistipp: Bei jedem Neubepflanzen das Hochbeet kräftig umgraben!
Besteht die Hochbeetfüllung aus der klassischen Schichtung von Ästen, Schnittgut, Kompost und Erde, führt die gewünschte Rotte der eingefüllten Gartenabfälle dazu, dass aus Zweigen & Co. wertvoller Kompost wird. Dadurch fällt das Material zusammen und der "Erdspiegel" im Hochbeet sinkt über die Zeit. Die ersten 3-4 Jahre können Sie noch einfach ein Gemisch aus Kompost und Blumenerde auffüllen. Nach 5 Jahren sollte die Hochbeetfüllung komplett neu aufgebaut werden: Altes, ausgelaugtes Pflanzsubstrat herausnehmen und alle Materialien frisch aufschichten.
Fragen & Antworten zur optimalen Befüllung
Welche Erde ist die beste für ein Hochbeet?
Die beste Erde für ein Hochbeet ist eine nährstoffreiche Mischung aus Kompost, Gartenerde und organischem Material. Ideal ist ein Schichtaufbau: unten grobe Äste und Strauchschnitt, darüber Laub oder Grünabfälle und oben hochwertige Hochbeeterde oder Komposterde.
Kann man normale Gartenerde ins Hochbeet füllen?
Normale Gartenerde allein ist nicht ideal, da sie oft zu dicht ist und weniger Nährstoffe enthält. Sie kann jedoch mit Kompost und lockerem Material gemischt werden, um die Struktur und Fruchtbarkeit zu verbessern.
Wie ist der richtige Schichtaufbau im Hochbeet?
Ein Hochbeet wird in mehreren Schichten aufgebaut:
Grobes Material (Äste, Zweige)
Feinere Gartenabfälle (Laub, Rasenschnitt)
Halbreifer Kompost
Reifer Kompost oder hochwertige Pflanzerde (oberste Schicht)
Wie tief sollte die Erdschicht im Hochbeet sein? Die oberste Erdschicht sollte etwa 20 bis 30 cm dick sein, damit Pflanzen ausreichend Platz zum Wurzeln haben und optimal mit Nährstoffen versorgt werden.
Welche Erde für Gemüse im Hochbeet?
Für Gemüse eignet sich eine humusreiche, lockere und nährstoffreiche Erde. Spezielle Hochbeeterde oder eine Mischung aus Kompost und Pflanzerde sorgt für kräftiges Wachstum und hohe Erträge.
Muss man die Erde im Hochbeet jedes Jahr wechseln?
Nein, die Erde muss nicht komplett ausgetauscht werden. Es reicht, das Hochbeet jährlich mit frischem Kompost oder Erde aufzufüllen, da das Material im Inneren mit der Zeit zusammensackt und zersetzt wird.
Wie lange hält die Erde im Hochbeet?
Ein Hochbeet kann etwa 5 bis 7 Jahre genutzt werden. In dieser Zeit zersetzt sich das organische Material im Inneren langsam und liefert kontinuierlich Nährstoffe.
Kann man Hochbeeterde kaufen oder selbst mischen?
Beides ist möglich. Gekaufte Hochbeeterde ist praktisch und sofort einsatzbereit. Selbst gemischte Erde aus Kompost, Gartenerde und organischem Material ist oft günstiger und besonders nachhaltig.
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