Hochbeet befüllen

Ein Hochbeet bietet viele Vorteile: Es ist rückenschonend und schwer für Schädlinge zu erreichen. Der entscheidende Vorteil liegt jedoch in der Hochbeetfüllung, denn die einzelnen Komponenten sorgen für einen nährstoffreichen Boden sowie eine erhöhte Temperatur.

In einem Blumentopf können Sie einfach entsprechende Blumenerde einfüllen, anders sieht es jedoch aus, wenn Sie ein Hochbeet befüllen, denn ein Hochbeet besteht im Inneren aus einem sorgsam zusammengestellten Mix aus Blumenerden, Kompost, Laub und Baumschnitt sowie weiteren Zusätzen. Durch die Verrottung der organischen Bestandteile entstehen – wie im Komposthaufen – nährstoffreicher Humus und Wärme (bis zu 5° mehr als im Erdbeet). Durch die besondere Befüllung des Hochbeets keimt das Saatgut schneller und vor allem früher, und die Erträge sind höher.

Gartengestaltung
Hochbeet anlegen

Damit ein Hochbeet reiche Ernte liefert, ist der Erd-Aufbau entscheidend: Lesen Sie, wie Sie das Hochbeet richtig anlegen

 

Hochbeet befüllen: Anleitung

Damit die Rotte von Anfang an für ein reges Pflanzenwachstum sorgt, sollten Sie bereits beim Hochbeet befüllen auf die korrekte Schichtung der Pflanzsubstrate achten. Grundlage für reiche Ernten im Hochbeet ist dieser Erd-Aufbau:

Hochbeet anlegen
Foto: sidm / JB
  • Steht das Hochbeet auf einer Rasenfläche, stechen Sie im Inneren die Grasnarbe heraus und legen sie zur Seite.
  • Auf dem Boden des Hochbeets verlegen Sie nun Kaninchengitter zum Schutz vor Wühlmäusen. Wirksamen Schutz vor Nagern und Staunässe bieten auch Hochloch-Mauerwerksziegel, die flächig auf dem Hochbeet-Boden ausgelegt werden!
  • Eine dicke Schicht aus Zweigen, kleinen Ästen, Baumschnitt und grobem Häckselgut sorgt darüber für eine gute Durchlüftung (und verhindert ebenfalls Staunässe).
  • Legen Sie nun die Grasnarbe (wenn Sie sie nicht zum Ausbessern kahler Rasenstellen verwenden können) mit der Wurzelschicht nach oben flächig aus.
  • Statt der Grassoden können Sie auch Graschnitt, Heckenschnitt und Stroh (oder Kleintier-Einstreu) ins Hochbeet füllen.
  • Jetzt folgt eine ca. 30 cm dicke Schicht aus (feuchtem) Laub.
  • Als nächstes füllen Sie etwa 15 cm groben Kompost auf. Auch Stallmist (beim Bauernhof oder dem Reitstall nachfragen!) sorgt für eine hohe Nährstoffdichte im Hochbeet.
  • Den Abschluss bildet eine ca. 10 cm dicke Schicht aus Feinkompost oder klassischer Gartenerde.
  • Praxistipp: Streuen Sie beim Hochbeet befüllen zwischen jede Schicht etwas Steinmehl oder Kompost-Aktivator!
Hochbeet befüllen
Zuunterst füllen Sie Äste, Zweige oder Wurzeln etc. ein. Darauf folgen feines Schnitt- und Häckselgut sowie Laubreste, Rasenschnitt und Gartenabfälle. Ggf. abgestochene Grassoden mit der Erde nach oben einlegen! Nun können Sie noch halbreifen Kompost einfüllen. Die Pflanzschicht besteht aus reifem Kompost, gemischt mit Gartenerde oder gekaufter Pflanzerde. Foto: sidm / CK, KR
 

Hochbeet richtig befüllen: Zeitpunkt

Da die meisten "Zutaten" für die Hochbeetfüllung, wie Häckselgut und Laub, vor allem im Herbst anfallen, ist zwischen Oktober und Dezember die ideale Zeit, das Hochbeet zu befüllen! Bis zur Aussaat im März hat die wärmende Rotte im Inneren des Hochbeets bereits eingesetzt. In der Regel dauert es etwa fünf Jahre, bis das Pflanzenmaterial im Hochbeet völlig verrottet ist und dadurch das Beet-Innere absackt. Dann sollten Sie das Hochbeet Schicht für Schicht neu befüllen. Eine genaue Auflistung, wann welche Arbeiten im Hochbeet vorgenommen werden müssen, finden Sie auch in unserem Gartenkalender.

 
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