Oleander überwintern

Oleander ist trotz seiner Herkunft aus dem Mittelmeerraum relativ robust: Frost bis -5 °C verträgt die Pflanze, ohne Schaden zu nehmen. Je nach Region müssen Sie daher unterschiedliche Maßnahmen ergreifen, um Oleander zu überwintern.

Bevor der Oleander überwintern kann, gilt es zunächst einige Pflege-Maßnahmen zu ergreifen. Wichtig bei allen Pflanzen, die gemeinsam überwintern: Vor dem Einzug müssen sie unbedingt auf Schädlingsbefall kontrolliert werden! Außerdem sollte sämtliches Unkraut entfernt werden. Ein Rückschnitt ist vor dem Einzug ins Winterquartier nur nötig, wenn akuter Platzmangel herrscht. Ansonsten ist ein Schnitt im Frühjahr die bessere Wahl. Wichtig: Auch im Winterquartier muss der Oleander wenig, aber regelmäßig gegossen werden.

 

Wie Oleander überwintern?

Oleander kann auf viele verschiedene Arten überwintern, wobei einige Winterquartiere besser für die Pflanze sind als andere. So kann der Oleander je nach Temperaturen und Platz entweder draußen im Wintergarten oder sogar in der Wohnung den Winter verbringen. Grundsätzlich gilt: je weniger Sonnenlicht in das Winterquartier dringt, desto kälter muss der Oleander überwintern! Ideal sind daher ein unbeheiztes Treibhaus oder ein Wintergarten bei 2-10 °C. Besteht die Möglichkeit nicht, gibt es noch drei weitere Möglichkeiten, um den Oleander zu überwintern.

1. Oleander draußen überwintern

Damit Oleander im Freien überwintern kann sollten Sie schon in einer gemäßigten Klimazone mit milden Wintern wohnen. In Deutschland sind das z. B. der Niederrhein, die Kölner Bucht, die Nordseeküste, das Ruhrgebiet oder das Rhein-Main-Gebiet. Die Temperaturen sollten in keinem Fall dauerhaft unter -5 °C fallen. Bauen Sie dem Oleander vor einer sonnigen Hauswand sein Winterquartier: Auf einer dämmenden Unterlage (Styropor oder Holzleisten) steht der Blumenkübel geschützt vor Bodenfrost. Umwickelt mit Jutesäcken (oder Luftpolsterfolie) übersteht der Oleander so auch den Winter.

Oleander überwintern

2. Oleander überwintern in der Wohnung

Wird es draußen zu kalt und Ihnen steht kein Gewächshaus zur Verfügung, können Sie den Oleander auch in der Wohnung überwintern. Lassen Sie die Pflanze so lange wie möglich draußen und stellen Sie sie anschließend in einem hellen Raum mit maximal 10 °C Zimmertemperatur. Ideal ist etwa der Flur oder das Treppenhaus. Keine Angst: Auch wärmere Temperaturen steckt der Oleander gut weg. Er treibt dann allerdings früher aus und muss länger in der Wohnung bleiben.

3. Oleander überwintern im dunklen Keller

Der Keller sollte zum Überwintern von Oleander nur als absolute Notlösung dienen. Oleander bevorzugt es auch im Winter möglichst hell. Dennoch ist eine Überwinterung im Keller möglich, solange dieser dann auch entsprechend kalt ist. Dringt in den Keller kaum Licht ein, sollten die Temperaturen um den Gefrierpunkt liegen.

Gartenpflege
 

Oleander vermehren

Oleander vermehren ist ganz einfach – die Triebe fallen beim jährlichen Rückschnitt an

 

Wann Oleander überwintern?

Wann der Oleander ins Winterquartier muss, ist relativ eindeutig: Sobald die Temperaturen dauerhaft unter -5 °C fallen. Doch wann sollten Sie den Oleander wieder aus dem Winterquartier holen? Kalt überwinternder Oleander ist robust: Er kann bereits im Frühjahr ins Freie zurück, letzte Nachtfröste steckt er locker weg. Oleander, der bei mehr als 10 °C gelagert wurde, beginnt meist schon im Winterquartier mit dem Neuaustrieb. Seine jungen Triebe sind extrem kälteempfindlich, daher sollte die Pflanze erst nach den Eisheiligen im Mai umziehen.

Praxistipp: Gewöhnen Sie Ihren Oleander langsam und schrittweise an den neuen Outdoor-Standort! Wind, Temperatur und vor allem UV-Strahlen ist die Pflanze nicht mehr gewohnt und reagiert schnell mit Blattabwurf auf den Stress. Besser Sie stellen den Oleander zunächst windgeschützt auf und lassen auch ein dünnes Vlies zur Schattierung über der Pflanze.

Quelle: selbst ist der Mann

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