Akkusägen

Sägen mit Akkuantrieb

Aus selbst ist der Mann 10/2023

Ob auf Montage oder im Garten: Neue Akkusägen erschließen immer neue Anwendungsbereiche – dank deutlich größerer Akkuleistung.

Trend Akkusäge: Leistungsfähige Stromspeicher erlauben hohe Drehmomente und lange Laufzeiten – hier eine Kettensäge von Ryobi.
Trend Akkusäge: Leistungsfähige Stromspeicher erlauben hohe Drehmomente und lange Laufzeiten – hier eine Kettensäge von Ryobi. Foto: sidm / MMM
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Ob in der Werkstatt oder im Garten: Sägen sind unverzichtbar. Besonders im Trend liegen Akkusägen. Aber sind diese wirklich besser? Welche Vorteile bieten sie? Und welche Akkusägen gibt es überhaupt? Wir geben in unserem Ratgeber einen kleinen Überblick, verraten welche Säge wofür geeignet ist und zeigen auch die größten Vorteile von Akkusägen.

Akkusägen: Welche gibt es?

Wer sich eine Akkusäge zulegen möchte, wird von der Auswahl fast erschlagen sein. Denn es gibt so viele verschiedene Marken und Modelle.

Doch welche ist für Sie geeignet? Wir stellen Ihnen ein paar Maschinentypen von verschiedenen Herstellern vor:

  • Säbelsäge: Dazu zählen z.B. das Modell Keo von Bosch mit einem 18-Volt-Wechselakku. Mit dem Sägekorb kann sich die Maschine am Ast abstützen.
  • Einhand-Astsäge: Die Einhand-Astsäge von z.B. Worx wird mit Teleskopstiel zum Hochentaster. Dank Sägekette schneidet die Maschine auch Hartholz zügig. Es passen alle 20-Volt-Akkus des Herstellers.
  • Akku-Tauchsäge: Eine handliche Akku-Tauchsäge kann sowohl Holz als auch Fliesen schneiden. Für den Materialwechsel wird das Sägeblatt getauscht. Die Motorwelle kann dafür werkzeuglos per Druckknopf arretiert werden.
  • Baustellen-Säge: Die Baustellen-Säge kann unabhängig vom Stromnetz betrieben werden. Führungen und Anschläge sind direkt an der Säge verstaubar. Der Sägetisch mit Parallelführung ist seitlich teleskopierbar. Zwei 18-Volt-Akkus sorgen für die nötige Energie. Ein Schiebestock befindet sich jederzeit im Bedienbereich.
  • Akku-Kreissägen sind optimal geeignet, um präzise, gerade Schnitte auszuführen, bei denen die Akku-Stichsäge oft Schwierigkeiten hat und ungenaue Resultate liefert. Fast jeder Hersteller von Kreissägen bietet entsprechende Führungsschienen an, um diese Präzision zu gewährleisten. Handkreissägen werden häufig für den Zuschnitt von Konstruktionsholz, Bohlen und Brettern verwendet, wobei auch Gehrungsschnitte möglich sind. Heimwerker greifen gerne auf eine Handkreissäge zurück, wenn sie beispielsweise ihre Terrasse neu beplanken möchten. Besonders auf Baustellen im Garten sind akkubetriebene Handkreissägen vorteilhaft.
  • Benzin-Sägen: Praktisch unbegrenzte Laufzeit durch einfaches Nachtanken ist der Vorteil eines Benzin-Modells wie von Stihl. Dabei gibt es Modelle mit einem Gewicht von nur knapp 3 Kilogramm (sehr leichte Benzinsäge) oder auch Modelle zum Brennholz teilen und für Arbeiten rund ums Haus. Eine einfache Kettenwartung ist dann optimal für Gelegenheitsnutzer. Außerdem gibt es oft eine einfache Vorwahl der Schnittleistung am Profimodell, zum Beispiel die Betriebsprogramme Eco, Fällen und Entasten.

Vorteile von Akkusägen

Kabelloses Arbeiten mit Elektrowerkzeugen und Gartengeräten ist bequem und ermöglicht die Nutzung motorgetriebener Anwendungen in Bereichen, in denen kein Netzstrom zur Verfügung steht – etwa im Kleingarten oder im Rohbau. Bei der Nutzung akkugetriebener Maschinen kommt gegenüber solchen mit Benzinmotor der Vorteil eines leisen Betriebs hinzu. Vorteil des Akkuantriebs ist bei praktisch allen Anwendungen ein höherer Komfort, denn Akkumaschinen sind bei inzwischen ähnlicher Leistung schneller einsatzbereit und erfordern kaum Wartung – auch kann die Säge nicht versehentlich das Netzkabel durchtrennen.

Dank größer werdender Akkufamilien ist die Nutzung gleicher Akkupacks für viele Geräte möglich, sodass die teure Anschaffung leistungsfähiger Akkus und schneller Ladegeräte ihren Schrecken verliert. Einige Maschinentypen gibt es sogar erst, seitdem mit kompakten Stromspeichern kleine Bauformen möglich sind.

Ein typisches Beispiel dafür sind Mini-Kettensägen, die sich für den unkomplizierten Rückschnitt im Garten großer Beliebtheit erfreuen. Im Vergleich zu den ebenfalls verbreiteten Säbelsägen bietet dieser Maschinentyp ein drastisch höheres Arbeitstempo bei allerdings meist relativ rauem Schnittbild – dieser Sägentyp eignet sich daher besonders für Arbeiten im Totholz. Immer effizientere Akkugeräte und immer breiter nutzbare Akku-Plattformen deuten auf den voraussichtlichen Trend der nächsten Jahre: Benzin- und Netzgeräte werden weiter verdrängt werden – selbst bei vielen Werkstatt-Anwendungen.

Wie lange kann ich mit einer Akkuladung arbeiten?

Die Menge an (Garten)arbeit, die Sie mit einer einzigen Akkuladung erledigen können, hängt von Ihrem konkreten Verwendungszweck ab und natürlich von der spezifischen Art des Geräts und dem verwendeten Akku-System. Innovative Mechanismen gewährleisten heutzutage eine effiziente Nutzung der verfügbaren Kapazität: Eine intelligente Motorsteuerung sorgt beispielsweise dafür, dass die optimale Leistung für die jeweilige Anwendung bereitgestellt wird. Das kann beim Baumfällen natürlich ganz anders aussehen als beim Hecke schneiden. Das soll sicherstellen, dass der Akku bei kleineren Aufgaben wesentlich länger hält.

Wollen Sie keine böse Überraschung oder eine unfreiwillige Pause bei der Arbeit erleben, sollten Sie über die Anschaffung eines Zweitakkus nachdenken – dann haben Sie etwas Reserve-Energie, wenn der erste keine Leistung mehr bringt. Bei Akku-Systemfamilien kann sich so eine Anschaffung besonders lohnen, da Sie den Akku auch noch in anderen Geräten nutzen können. Eine regelmäßige Kontrolle des Ladestands und ggf. Aufladen liegt natürlich trotzdem in Ihrer Verantwortung. 

Übrigens: Stumpfe Klingen, Ketten, Sägeblätter und Messer führen leicht zu einem erhöhten Energieverbrauch, wenn Sie dieselbe Stelle mehrfach bearbeiten müssen. Daher ist es ratsam, diese regelmäßig selbst oder von einem Fachmann schärfen zu lassen. Ein kontinuierliches Schmieren beweglicher Teile verhindert ebenfalls langfristig übermäßigen Energieverbrauch. Wie Sie eine Kettensäge selber schärfen, sehen Sie in diesem Video:

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Was den sogenannten Memory-Effekt betrifft: In der Vergangenheit war dies hauptsächlich ein Problem bei Nickel-Cadmium-Akkus (NiCd), bei denen zu frühes Wiederaufladen die Akku-Kapazität dauerhaft beeinträchtigen konnte. Dieses Problem existiert jedoch in der Ära moderner Lithium-Ionen-Akkus nicht mehr.

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