Wasserpest

Die Wasserpest wird häufig fälschlicherweise als Alge bezeichnet. Dabei ist sie im Teich oder Aquarium eine sehr nützliche Wasserpflanze. Aber warum heißt die Pflanze dann Wasserpest?

Wasserpest
So sieht die Wasserpest aus. Foto: iStock / Arndt_Vladimir
Inhalt
  1. Wasserpest: Was ist das?
  2. Wo wächst Wasserpest?
  3. Wie pflanze ich Wasserpest?
  4. Wie Wasserpest schneiden?
  5. Wo bekomme ich Wasserpest her?

Wie sieht die Wasserpest aus? Wasserpest (Elodea) sind grüne krautige Wasserpflanzen. Ihre Stängel sind biegsam und können teilweise bis zu 3 Metern hoch werden. Die Blätter sind dafür recht klein und meist zu dritt angeordnet.  Aber was genau kann die Wasserpest? Wofür ist sie gut? Und wie kann man die Wasserpest pflanzen?

 

Wasserpest: Was ist das?

Die Wasserpest ist eine Wasserpflanzen-Art. Es gibt ungefähr sechs verschiedene Wasserpest-Arten. Am häufigsten findet man die kanadische Wasserpest (Elodea canadensis) und die argentinische Wasserpest (Egeria Densa). In Europa ist die schmalblättrige Wasserpest (Elodea nuttallii) weit verbreitet. Die Wasserpflanze ist die perfekte Pflanze für den Gartenteich oder das Aquarium. Die Aquariumpflanze sieht nicht nur schön aus, sie hat auch viele Vorteile. Sie reduziert Algen im Wasser, liefert Sauerstoff und bietet kleinen Tieren Versteckmöglichkeiten.

 

Wo wächst Wasserpest?

Die Elodea lebt in allen Süßwasser-Gewässern. Dabei wächst die Teichpflanze nicht nur in stehenden Gewässern sondern auch in langsam fließenden Gewässern wie Bachläufen. Das Wasser sollte relativ warm (Temperaturen zwischen 4-25°C sind möglich) und nährstoffreich sein. Außerdem kann das Wasser hart und weich sein. Der pH-Wert sollte zwischen 6,5 und 7,5 liegen.

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Wie pflanze ich Wasserpest?

Es gibt wohl kaum eine Pflanze, die einfacher zu pflanzen ist als die Elodea. Denn, wenn Sie einen Bund Wasserpest kaufen, entfernen Sie nur die unteren Blätter der Pflanze und stecken den Stängel in den Boden. Da die Pflanze sich sehr schnell verbreitet, sollten Sie in Ihr Aquarium nur wenige Stängel setzen. Um das schnelle Wachstum zu verlangsamen können Sie die Pflanze im Teich in einen Pflanzkorb setzen.
Praxistipp: Die Aquariumpflanze wächst sogar, wenn Sie nicht im Boden steckt. Sie wählt dann den nächst besten Ort zum Wachsen. 

 

Wie Wasserpest schneiden?

Bei guten Bedingungen ist das Wachstum der einzelnen Pflanzen kaum aufzuhalten. Dann ist der Griff zur Schere unvermeidbar. Daher vermutlich auch der Name Wasser-Pest!
Beim Rückschnitt der stark wüchsigen Wasserpflanze können Sie die Triebe nur etwas kürzen oder ausdünnen. Wenn sich zu viele Aquarium Pflanzen gebildet haben, können Sie die Triebe samt Wurzeln rausreißen.

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Praxistipp: Sie können das Wachstum auch ganz natürlich eindämmen. Entweder Sie bestücken Ihren Teich mit Fischen (z.B. Rotfeder) oder Sie lassen die Wasserpflanze Hornkraut im Teich gedeihen. Diese klaut der Wasserpest die Nährstoffe.

 

Wo bekomme ich Wasserpest her?

Die Stängel der Aquariumpflanze werden meist im Bund verkauft. So erhalten Sie direkt mehrere Pflanzen. Die Bündel gibt es in Gartencentern oder auch im Fachhandel für das Aquarium. Sonst können Sie auch online in den Kleinanzeigen oder im Online-Shop nachschauen.

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