Säbelsägen-Test: 9 Universalsägen im Vergleich

Säbelsägen sind unter Heimwerkern wenig bekannt – dabei leisten sie ganze Arbeit bei Schnitten aller Art, die nicht besonders präzise ausgeführt werden müssen. Neun der robusten Geräte haben wir in unserem Säbelsägen-Test mit dem TÜV Rheinland auf die Probe gestellt. Von sehr guten bis mäßigen Leistungen ist bei den neun getesteten Säbelsägen alles mit von der Partie.

Säbelsägen im Praxistest
Diese Marken haben wir getestet:
  • AEG
  • Black & Decker
  • Bosch
  • Einhell
  • Ryobi
  • Skil
  • Stanley
  • Westfalia

Sie bieten eine Alternative zur Stichsäge, wenn es dicker kommt: Säbelsägen sind mit sehr langen Sägeblättern einsetzbar, die sich auch stark gebogen nutzen lassen – auf diese Weise sind recht saubere Bündigschnitte zum Beispiel an Rohren oder Baumwurzeln möglich. Die robust gebauten Maschinen nehmen zudem Staub und Schmutz nicht übel – schließlich sind sie für die Verwendung auf Baustellen und im Garten ausgelegt. Die Säbelsägen im Test waren von den nebenstehenden Marken (sowie von Berlan) und erhielten folgende Noten: Eine Säbelsäge im Vergleich überzeugte mit einer sehr guten Leistung auf ganzer Linie, dahinter erzielten verschiedene Universalsägen drei Mal die Note "gut" und vier Mal "befriedigend". Ein Gerät erreichte aufgrund von leichten Mängeln und einer Klemmgefahr lediglich die Bewertung "ausreichend".

Warum Säbelsäge?

Säbelsägen sind nicht nur etwas für Profis. Auch beim Heimwerken kann sie das Ablängen und Schneiden vereinfachen. Da die Säge für besonders viele Anwendungsbereiche genutzt werden kann, wird Sie auch Universalsäge genannt. Mit einer Säbelsäge können Sie Rohre aus Metall kürzen, Porenbeton schneiden, Kabelkanäle trennen oder auch Äste und Wurzeln schneiden. Wichtig ist bei der Säbelsäge, welches Sägeblatt Sie verwenden. Denn welches Material gut geschnitten wird, ist davon abhängig, wofür das Säbelsägeblatt gemacht ist. Es gibt Säbelsägen mit Akku oder mit Kabel. Während eine Akku-Säbelsäge besonders mobil ist und nahezu überall verwendet werden kann, muss eine kabelgebundene Säge an eine Steckdose angeschlossen werden. Dafür sind Säbelsägen mit Kabel um einiges leichter und oftmals auch leistungsfähiger.

Holzwerkstatt
Grundwissen Sägen

Wer mit Holz arbeiten will, muss es zunächst mit der Säge in die richtige Form bringen

 

Säbelsägen: Welche ist die beste?

Säbelsägen sind im Garten und beim Heimwerken hilfreiche Werkzeuge. Doch bevor man sich eine Universalsäge kauft, überlegt man sich, welche die richtige ist. Schließlich möchte man die beste Säge kaufen. Welche Vor- und Nachteile uns in dem Vergleich aufgefallen sind, sehen Sie hier.

Positiv aufgefallen im Säbelsägen-Test

  • Bequem: Bei vielen Geräten kann man den Sägeschuh werkzeuglos anpassen.
  • Viele Materialien können mit dem jeweils geeigneten Blatt getrennt werden.

Negativ aufgefallen im Säbelsägen-Test

  • Einige Sägen taten sich bei Weichhölzern überraschend schwer.
  • Mitgelieferte Blätter sind zuweilen von nur geringer Qualität.
Die Säbelsägen wurden getestet und unsere Ergebnisse streng dokumentiert. Foto: sidm / Archiv
 

Säbelsäge kaufen: Worauf achten?

Wer jetzt eine Säbelsäge kaufen möchte, kann sich zwischen vielen Sägen entscheiden. Damit Ihnen die Wahl etwas erleichtert wird, können Sie sich unseren Test herunterladen und die folgenden Punkte beim Kauf beachten.

  • Sägeblattwechsel: Ein werkzeugloser Wechsel ist Standard, doch sind die Entriegelungen bei einigen Maschinen schwer erreichbar und schwergängig.
  • Ergonomie: Die grundlegende Gehäuseform ist bei allen getesteten Maschinen ähnlich – doch gerade für kleinere Hände ist der vordere Griffbereich am Getriebegehäuse bei einigen Geräten unhandlich dick.
  • Einstellungen: Die zur Minderung der Vibrationen wichtige Gegenplatte ist bei fast allen Geräten verstellbar – manchmal allerdings nur mit zusätzlichem Werkzeug. Nur bei einigen Geräten kann zudem die maximale Hubzahl vorgewählt werden.
  • Schnittversuche: Praktische Sägeversuche bildeten die zentrale Disziplin unseres Tests. Im direkten Vergleich haben wir mit allen Geräten viele für diese Maschinen typische Materialien bearbeitet – stets mit den jeweils gleichen Sägeblättern und unter identischen Rahmenbedingungen. Unterschiede gab es hier sowohl im Sägetempo als auch in den dabei auftretenden Vibrationen.
  • Sicherheit: Labortests des TÜV Rheinland rundeten diesen Test ab. Dabei wurde in einem Konstruktions-Check die technische Sicherheit der Maschinen bewertet, hinzu kamen Überprüfungen von Gebrauchsanleitung und Aufschriften im Hinblick auf Normvorgaben.

9 Säbelsägen haben wir im Test verglichen. Welche besonders gut abschnitten und welche unser Testsieger ist, erfahren Sie in unserer ausführlichen Test-Tabelle (Download weiter unten). Dort erfahren Sie auch, welche Universalsägen wir getestet haben und wie die einzelnen Noten und Wertungen aussehen.


Name: Bosch PSA 900 E
Aufnahmeleistung (W): 900
Gewicht (kg): 3,54
Fazit: Gute Sägeleistungen, Sägeblattwechsel knifflig


 

Aktuellen Säbelsägen-Test herunterladen

Säbelsägen-Test
Umfang: 6 Seiten
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Säbelsägen – mit dem jeweils geeigneten Blatt – trennen viele Materialien, meist mit eher grobem Schnitt. Im Test zeigten sich deutliche Unterschiede in Sägeleistung und Handhabung. Die detaillierten Einzel-Ergebnisse aller in unserem Säbelsägen-Test 03/2013 getesteten Säbelsägen haben wir in unserer übersichtlichen Test-Tabelle für Sie zum direkten Vergleich der Produkte zusammengefasst.

Wie funktioniert eine Säbelsäge?

Elektrische Säbelsägen sind mit einem Kabel an den Strom angeschlossen. Dabei erfolgt der Antrieb durch einen Elektromotor, welcher einen einen Exzenter antreibt. Dieser ist mit einer Pleuelstange verbunden, welche die Drehbewegung des Motors in gleichmäßige Schübe umsetzt. Dadurch wird das Säbelsägeblatt in Gang gesetzt.

Säbelsägeblätter

Säbelsägeblätter gibt es für verschiedene Materialien. Hauptsächlich unterscheidet man dabei vier Kategorien:

  • Metall: Mit diesen Sägeblättern können Sie oft dünnes bis dickes Metall schneiden. So können Sie Rohre kürzen oder Metallplatten zuschneiden.
  • Metall und Holz: Diese Sägeblätter ermöglichen den Schnitt in Holz und Metall oder in Mischformen.

Holzwerkstatt Metall Sägeblatt für Säbelsäge
Metall-Sägeblatt für Säbelsäge

Punktuell abgenutzte Sägeblätter können dank diesem Sägeblatt für Metall weiter genutzt werden

  • Universal-Sägeblätter: Egal ob Holz, Metall oder Holzwerkstoffe, mit diesen Säbelsägeblatt kann verschiedenes Material geschnitten werden.
  • Spezial-Sägeblatt: Noch mehr Werkstoffe können Sie mit den speziellen Säbelsägeblättern schneiden. So sind auch Mineralbaustoffe oder Trockenbauplatten kein Problem.
 

Gibt es Säbelsägen mit Absaugung?

Wer viele Gipsplatten schneidet oder andere stark staubende Werkstücke verarbeitet, sollte an die Möglichkeit einer externen Absaugung denken. Achten Sie in diesem Fall darauf, dass die Säge gleich mit einem entsprechenden Absaugkanal ausgestattet ist. Natürlich gibt es diese Sonderausstattung nicht im unteren Preissegment, Säbelsägen mit Absaugung sind erst ab etwa 200 Euro zu finden. Die Kosten für den notwendigen Sauger kommen natürlich ebenfalls noch dazu. 

 

Worauf bei einer Säbelsäge mit Akku achten?

Ebenso wie andere Werkzeuge gibt es mittlerweile auch viele Säbelsägen mit Akkubetrieb. Hubhöhe und maximale Schnitttiefe sind auch hier die wichtigsten Vergleichspunkte – damit Sie wissen, ob ein gewünschter Schnitt mit diesem Modell überhaupt möglich ist. Besonderes Augenmerk verdient die angegebene Betriebsdauer – sie gibt an, wie lange Sie mit den Geräten arbeiten können. Aber seien Sie beruhigt, dank leistungsfähiger Lithium-Ionen-Akkus sind heute oft Einsatzzeiten von mehreren Stunden möglich. Und zur Not lässt sich mit einem Zweitakku nach einem kurzen Wechsel die Arbeitszeit leicht verdoppeln. Der andere Akku kann dann in der Zwischenzeit wieder laden. 

Auch das Gewicht ist wichtig: Für ein gutes Handling sollte es deutlich unter vier Kilo liegen. Liegt es glücklicherweise fast immer, ebenso ist die Drehzahl im Leerlauf vergleichbar mit den kabelgebundenen Varianten. Interessant für gelegentliche Heimwerker sind besonders kompakte Bauformen mit einem Gewicht von leidglich einem Kilogramm – ihre Schnitttiefe kann natürlich gegenüber den größeren Modellen nicht mitthalten. Sie sind jedoch besonders einfach in der Handhabung, sodass sich ein Rohr oder ein Ast mal schnell mit ihnen einkürzen lässt.
 

Quelle: selbst ist der Mann 3 / 2013

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