Regenwasser sammeln

Regenwasser nutzen
Inhalt
  1. Regenwasser für Haushalt und Garten sammeln
  2. Regentonne oder Regenfass
  3. Regenwassertank: Kostenloses Wasser für den Haushalt
  4. Lohnt sich eine Zisterne finanziell?
  5. Regenwasser: Sicher und unbedenklich

Regenwasser aus der Regentonne nutzen bereits viele Gartenbesitzer als praktische und kostenlose Wasserquelle. Doch auch für den Haushalt können Sie Regenwasser sammeln und somit der Umwelt und Ihrem Geldbeutel etwas Gutes tun.

Als Trinkwasser eignet sich Regenwasser zwar nicht, das heißt aber nicht, dass es gar keine Berechtigung in Garten und Haushalt genießt. Schließlich ist die Nutzung von kostbarem Trinkwasser für die Klospülung, das Waschen der Wäsche oder dem Gießen der Blumen doch eigentlich viel zu schade. Aber reicht ein Regenfass oder rechnen sich sogar der Aufwand und die Kosten für einen Wassertank? Wir verraten es dir!

 

Regenwasser für Haushalt und Garten sammeln

Pro Tag verbrauchen wir etwa 120 Liter Wasser. Nur den geringsten Teil davon trinken wir. Die drei größten Wasserfresser im Haushalt sind:

  1. Toilettenspülung: 40 Liter
  2. Duschen bzw. Baden: 20 bis 40 Liter
  3. Wäsche waschen: 19 Liter

Was viel klingt, ist tatsächlich vergleichsweise wenig. Allein durch moderne Technik verbrauchen wir – ganz ohne unser Zutun – über 50 Liter weniger Wasser täglich als noch vor 20 bis 30 Jahren. Verbesserungsvorschläge gibt es natürlich trotzdem: Duschen anstatt Baden, veraltete Geräte austauschen etc. Doch wieso nicht einfach das Wasser, was sowieso vom Himmel fällt, nutzen? Das ist schließlich nicht nur für das Gießen der Pflanzen zu gebrauchen. Durch die Nutzung für Klo und Wäsche können so etwa 60 Liter pro Person und pro Tag eingespart werden, also gut 50 Prozent des Wasserbedarfs.

Gartenpflege
 

Regenfass zur Regenwassernutzung

In einem Regenfass lässt sich kostenloses Regenwasser ganz einfach bevoraten

 

Regentonne oder Regenfass

Regenwasser nutzen

Die wohl einfachste und kostengünstigste Möglichkeit, Regenwasser zu sammeln, besteht in einer Regentonne bzw. einem Regenfass. Dank spezieller Regensammler für die Regenrinne kann hierin schnell und effektiv Regenwasser aufgefangen werden und mit dem Anschluss einer Gartenpumpe kann es sogar zum Sprengen des Rasens verwendet werden. Ein Regenfass spart dabei nicht nur Geld, sondern lässt durch das Gießen mit kalkarmen Wasser die Pflanzenwelt in Ihrem Garten üppig sprießen.

 

Regenwassertank: Kostenloses Wasser für den Haushalt

Für den Bedarf eines ganzen Haushalts reicht eine einfache Regentonne natürlich nicht aus. Eine Zisterne muss her und diese muss in den Boden eingelassen oder im Keller verstaut, mit einem Filtersystem ausgestattet und an die Wasserversorgung des Haushalts angeschlossen werden. Vor der Anschaffung sollten Sie sich daher erst einmal vergewissern, ob Ihr Dach überhaupt für die Aufbereitung von Trinkwasser geeignet ist. Die Dacheindeckung muss dafür aus Ton, Schiefer oder Beton sein. Zudem muss beim Trinkwasserversorger eine Teilbefreiung für die Trinkwasserversorgung beantragt werden und die Anlage dem Gesundheitsamt gemeldet, allerdings von diesem nicht genehmigt, werden. Vor Baubeginn sollten Sie auch immer bei Ihrer Gemeinde nachfragen, ob finanzielle Zuschüsse für Ihre Anlage in Frage kommen.

Gartenpflege
 

Regenwasserzisterne

Regen sammeln: Vom Dach gelangt das Wasser über ein Fallrohr in die unterirdische Zisterne

 

Lohnt sich eine Zisterne finanziell?

Für die Anschaffung einer kompletten Anlage müssen Sie je nach Größe der Anlage, deren Standort und je nachdem, ob es sich um einen Neubau oder nachträglichen Einbau handelt zwischen 2.500 und 7.000 Euro einplanen. Hinzu kommen jährliche Wartungskosten von etwa 100 Euro.

Die Einsparungen für einen Vier-Personen-Haushalt liegen laut Umweltbundesamt bei rund 160 bis 200 Euro pro Jahr. Rechnet man dies mit den Anschaffungs- und Wartungskosten gegen, kann es bis zu zehn Jahre dauern, bis sich die Anschaffung rechnet und selbst dann betragen die Einsparungen maximal 100 Euro im Jahr. Hierbei spielen jedoch noch zahlreiche weitere Faktoren wie Jahresniederschlagswerte und Neigung des Dachs eine Rolle. Auch die Größe Ihres Gartens ist entscheidend, da sich hier durch das gesammelte Regenwasser zusätzlich Geld für Gießwasser einsparen lässt.

Wie sinnvoll eine Anschaffung ist, sollte daher immer individuell entschieden werden. Letztlich kommt es jedoch nicht nur auf Ihre finanziellen Einsparungen an, denn für die Umwelt ist eine Regenwassernutzung bereits von Tag eins an ein großer Gewinn.

Regenwasser nutzen

 

Regenwasser: Sicher und unbedenklich

Bedenken wegen der Qualität des Regenwassers sind meist unbegründet. Schließlich soll das Wasser nicht zum Trinken und Kochen verwendet werden. Ein Großteil landet im Klo, weshalb die Nutzung komplett unbedenklich ist. Beim Wäschewaschen sollte jedoch bedacht werden, dass das Wasser zwar anfänglich so stark erhitzt wird, dass sämtliche Keime abgetötet werden, bei der anschließenden Spülung mit kaltem Wasser ist das jedoch nicht gewährleistet. Durch anschließendes Bügeln können dann sämtliche Keime unschädlich gemacht werden.

Das Umweltbundesamt weist jedoch darauf hin, dass dennoch ein Restrisiko für Menschen mit einem geschwächten Immunsystem – wie alte Menschen, Kinder und Kranke – bestehen bleibt.

Fotos: sidm / Archiv; Marley

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