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Geht auch ganz einfach:

Regentonne

Direkt neben dem Gewächshaus sammelt die Regentonne das auf dem Gewächshaus anfallende Regenwasser! Dieses eignet sich perfekt zum Gießen von Ihren Pflanzen. So bauen Sie sich eine Regentonne aus einem Weinfass.

Die Regentonne ist ein Gefäß zum Sammeln von Niederschlagswasser: Als weiches, kalkfreies und kostenloses Gießwasser ist Regenwasser bei Gärtnern sehr beliebt und für eine ökologische Bewirtschaftung des eigenen Gartens sinnvoll!

Regentonne aufstellenHistorisch wurden vor allem Bottiche und Fässer aus Holz als Regentonne genutzt. Seit den 80er Jahren des 20. Jahrhunderts werden Regentonnen überwiegend aus Kunststoff gefertigt – in Design und Fassungsvermögen sind den modernen Regenfässern kaum Grenzen gesetzt. Als römische Amphore, abgestorbener Baumstumpf oder als Bruchsteinsäule getarnt speichert eine Regenwassertonne heute üblicherweise zwischen 200-5.000 Liter Regenwasser.

 

Regentonne zur Gartenbewässerung

Im Gegensatz zu einer unterirdischen, fest verbauten Zisterne ist die Regentonne mobil: Leer kann sie leicht versetzt werden, benötigt meist nur einen befestigten Stellplatz in der Nähe eines Fallrohres und kann bei Frostgefahr zügig entleert (und eingelagert) werden. Das Wasser aus der Regentonne wird meist mit der Gießkanne entnommen – komfortabler ist der Anschluss einer Gartenpumpe, sodass das Wasser aus der Regentonne auch zum Rasensprengen genutzt werden kann. Für Nachschub sorgt ein Regensammler, der leicht selbst in ein beliebiges Regenfallrohr eingesetzt werden kann.
Das Viedeo zeigt, wie Sie einen Regensammler einbauen:

 
 

Blumen gießen mit Regenwasser

Womit soll man seine Blumen, den Rasen und das Gemüsebeet gießen? Leitungswasser ist selten die beste Wahl – es ist vergleichsweise teuer und kann den Pflanzen sogar schaden! Das beste Gießwasser fällt kostenlos vom Himmel!

Gartenpflege
Blumen gießen

Im Topf ist nur wenig Erde, die Wasser speichert, daher müssen Sie Ihre Blumen gießen

Wie wertvoll Wasser ist, merken wir in den Dürre-Sommern der letzten Jahre besonders. Verbote in einzelnen Kommunen, den Rasen mit Leitungswasser zu bewässern, erinnern uns auch daran, dass unser Trinkwasser aus der Leitung zum Gießen im Garten viel zu schade ist – und zu teuer. Vorsicht: Kaltes Leitungswasser kann an heißen Tagen die Pflanzen sogar schocken. Das schwächt sie bei Hitze zusätzlich. Außerdem kann kalkhaltiges Leitungswasser empfindlichen Pflanzen sogar Schaden zufügen.
Regen hingegen ist nahezu kalkfrei und fällt kostenlos vom Himmel. Wer das kostbare Nass in Regenwasserbehältern sammelt, kann damit auch in Trockenphasen die Gartenbewässerung bestreiten!

Regenwasser oder Leitungswasser für Pflanzen?

Wasser ist Wasser, oder? Es macht aber schon einen Unterschied, ob man Leitungswasser oder Regenwasser für die Gartenbewässerung nutzt. Je nach Gebiet und Wasserquelle kann Leitungswasser zum Beispiel Stoffe enthalten, die aus dem Boden gelöst und in das Wasser eingetragen wurden. Das können Mineralien wie Kalzium und Magnesium sein, unter anderem aber auch Kalk.
Viele Pflanzen, wie Farne, Rhododendren oder Heidelbeeren, reagieren empfindlich auf einen hohen Kalkgehalt. Bevor man Leitungswasser zum Gießen nutzt, sollte man deshalb den Härtegrad kennen.
Zudem erhöht eine hohe Karbonathärte im Gießwasser den pH-Wert, also den Säuregrad des Bodens. Die meisten Nährstoffe lassen sich nur noch schwer lösen. Das lässt Pflanzen, die einen sauren Boden bevorzugen, kümmern.

Regenwasser, bestes Gießwasser
Foto: Hersteller / Gardena

Regenwasser ist dagegen ein ideales Gießwasser. Vor allem für sensible Pflanzen ist es weder zu kalt noch zu kalkhaltig. Regenwasser enthält zudem auch keine pflanzenschädlichen Zusätze wie Chlor oder Fluor. Es ist außerdem eine kostengünstige sowie umweltfreundliche Lösung. Und schont die kostbare Ressource Trinkwasser. Durchschnittlich fallen in Deutschland im Jahr etwa 800 Liter pro Quadratmeter an Niederschlägen, die man für die Gartenbewässerung sammeln kann.
In kleinen Gärten reicht oft bereits eine einfache Regenfass als Sammelbehälter unter dem Regenrohr für die Blumenbewässerung aus. Ein Deckel schützt vor Verunreinigungen und verhindert, dass Stechmücken die Wasserstelle zur Eiablage nutzen.

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Bei der Bewässerung mit Regnern, Brausen oder mit einem wassersparenden Tropfsystem helfen Pumpen, um das Wasser aus Regentonnen, Brunnen oder Zisternen zu fördern. Das ist sogar per Akku-Pumpe möglich, falls kein Stromanschluss zur Verfügung steht. Wer nicht weiß, welche Pumpe für die jeweilige Anwendung die richtige ist, dem leistet der Pumpenberater Hilfe.

 

Regentonne selber bauen

Regenwasser nutzen ist nicht nur finanziell sondern auch ökologisch sinnvoll. Sie können auch ein altes Weinfass zu einer Regentonne umbauen. Der Bausatz macht den Bau der Regentonne leicht.

Wer im Garten viel gießen muss, nutzt gerne die Möglichkeit, kostenloses Regenwasser zu speichern. Eine sehr schöne Alternative zu Kunststoffmodellen sind gebrauchte Weinfässer, wie sie im Shop von www.weinfassversand.de angeboten werden. Unsere Regentonne aus Eichenholz (Fass ab 88 Euro) fasst 225 Liter, ist 95 cm hoch, hat am Bauch 70 cm und am Kopf 57 cm Durchmesser. Am Deckel der Regentonne haben wir einen Ausschnitt für den Zulauf der Regenrinne ausgesägt, für die bequeme Wasserentnahme haben wir einen Wasserhahn mit Schlauchanschluss eingesetzt. Damit die Gießkanne bequem darunterpasst, liegt das Fass auf einer Eigenkonstruktion aus vier Balkenenden auf, die auf einem stabilen Kreuz aus Dielenbrettern stehen.

Das "selbst ausprobiert"-Fazit: Regentonne im Weinfass
  • + Schöne Optik
  • + Viele (zuzahlungspflichtige) Optionen im Shop
  • + Großzügiges Volumen
  • + Viel Zubehör (z. B. Deckel, Schutzhülle,...)

Praxistipp: Damit gefrierendes Wasser die Tonne nicht aufsprengt, sollten Sie das Regenwasser rechtzeitig vor dem ersten Frost ablassen! Nutzen Sie es rechtzeitig zum Blumengießen, dann vergeuden Sie das wertvolle Gießwasser nicht!

Fotos: sidm, Marley

Quelle: selbst ist der Mann 7 / 2013

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