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Geht auch ganz einfach:

Gartenbewässerung

Ohne ausreichend Wasser sehen Gras, Büsche und Blumen bald braun und schlapp aus. Doch obwohl sie es gut meinen, gießen viele Garten- und Balkonbesitzer zur falschen Zeit oder sind zu sparsam mit dem Nass. Viele nützliche Tipps zur Gartenbewässerung finden Sie in unserem Grundwissen.

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Einige Gießregeln haben sich längst durchgesetzt: Etwa die, nicht in der Mittagshitze zu wässern, weil das Sonnenlicht die Blätter dann sogar verbrennen kann. Am besten drehen Sie frühmorgens eine Runde oder schalten den Sprenger ein, dann kommen Ihre Pflanzen ohne großen Durst über den Tag. Doch was sollten Sie noch bei der Gartenbewässerung beachten?

Diese Themen erwarten Sie:

Wenn Sie gießen, dann bitte viel. Aus Kübeln sollte das Wasser unten heraustropfen. Eine Faustregel lautet: 30 Liter Wasser pro m2 oder mehr. Auf dem Rasen dürfen sich durchaus richtige Pfützen bilden. Sie können Ihre Pflanzen im Garten sogar so erziehen, dass sie seltener Wasser brauchen. Dazu gießen Sie immer erst kurz vor dem Punkt, an dem die Pflanze ihre Blätter hängen lässt. So „lernt“ sie, ihre Wurzeln weiter auszubilden und „auszustrecken“.

 

Was jeder über Gartenbewässerung wissen sollte

Grundwissen Gartenbewässerung

Umfang: 8 Seiten
kostenlos!
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Noch mehr praxiserprobte Tipps zur Gartenbewässerung finden Sie in unserem achtseitigen Grundwissen.

 

Automatische Gartenbewässerung

In den heißen Sommermonaten müssen Pflanzen regelmäßig und ausgiebig gewässert werden. Automatische Bewässerungssysteme kommen im Vergleich mit dem herkömmlichen Gießen mit zwei großen Vorteilen daher: Sie verringern den Wasserverbrauch, da sie nur gezielt Wasser abgeben, und gleichzeitig sparen die Systeme Zeit. Letzteres ist meist abhängig vom Umfang des Systems. Die Auswahl an Produkten reicht von der einfachen Tropfbewässerung für einzelne oder mehrere Kübelpflanzen bis hin zum vollautomatisierten Smart Garden. Dabei ist das Grundprinzip für alle Systeme nahezu identisch: An den Wasserhahn wird ein Druckminderer mit Filter angeschlossen. Von einem Hauptschlauch führen kleinere Schläuche mit Sprühern oder Tropfern direkt zu den Pflanzen. Je nach Ausführung ist die Wassermenge an den einzelnen Düsen auch individuell regulierbar. Dann muss nur noch das Wasser aufgedreht werden, aber selbst das nehmen Ihnen einige Systeme ab. 

 

So einfach spart man literweise Wasser bei der Beetbewässerung!

Die Beetbewässerung während der heißen Monate im Jahr kann nicht nur anstrengend werden, sondern ist für viele auch mit einem hohen Wasserverbrauch verbunden. Diese praxiserprobten Tipps helfen, literweise Wasser zu sparen:

 
  1. Die richtige Gießtechnik: Viele Gartenbestizer denken, dass sie Ihre Pflanzen durch tägliches Gießen mit ausreichender Feuchtigkeit versorgen. Ganz im Gegenteil aber ist im Sommer ein selteneres und dafür intensives Gießen (15 Liter/m²) erforderlich. So kann der Rasen weiterhin grün strahlen und die Pflanzen können die hohen Temperaturen überstehen, ohne auszutrocknen.
  2. Gieß-Zeitpunkt: Der richtige Zeitpunkt zum Bewässern ist bei der Pflege von Pflanzen entscheidend. Gießen Sie nicht in der Mittagszeit! Es ist eine enorme Wasserverschwendung und schadet auch den Pflanzen. Denn trifft das kalte Wasser die aufgeheizten Blätter, erleiden die Gewächse einen Temperaturschock. Zudem verdunstet in der Mittagssonne das Wasser zügig, sodass die Wurzeln leer ausgehen. Empfohlen wird das Gießen in den frühen Morgenstunden oder am Abend.
  3. Wassermenge: Meist wird zu oft und dabei zu wenig gegossen. Besser: Ein- bis zweimal in der Woche kräftig wässern, sodass die Feuchtigkeit tiefgründig in den Boden eindringen kann. Wichtig ist zudem, dass das Wasser an die Wurzeln gelangt, dazu direkt am Boden gießen. Generell gilt: Lassen Sie sich beim Gießen Zeit, denn der Boden kann die Flüssigkeit nicht sofort aufnehmen. Außerdem sollten Sie sich vorab informieren, wie viel Wasser die Pflanze benötigt.
  4. Eine durchdachte Pflanzenauswahl: Kenntnisse über die Bedürfnisse Ihrer Pflanzen helfen Ihnen, die Pflanzen am richtigen Standort zu platzieren. Damit werden sie weniger anfällig für Krankheiten und Schädlinge und können nicht schnell verkümmern. Genauso wichtig ist es, ausreichenden Platzabstand zwischen den einzelnen Pflanzen zu wahren. Jede Pflanze braucht unterschiedlich viel Platz, informieren Sie sich auch hierüber im Voraus!
    Praxistipp: Tomaten, Gurken oder Melonen brauchen zum Bilden der Früchte relativ viel Feuchtigkeit, damit diese nicht zu hart oder holzig werden. Stauden oder Sommerblumen hingegen sind maximal einmal in der Woche zu gießen.
  5. Regenwasser in der Wassertonne oder Zisterne sammeln: Das weiche, kalkfreie Regenwasser kann hervorragend zum Gießen der Gartenpflanzen verwendet werden. Es ist nicht nur ökologisch, sondern auch finanziell sinnvoll, denn es kann kostenlos angesammelt werden. So können Sie Ihren Wasserverbrauch enorm reduzieren! Praxistipp: Vor allem bei großen Gärten lohnt sich die Anschaffung einer Regentonne oder Zisterne!
  6. Kübelpflanzen: Das Gießverhalten bei Kübelpflanzen ist anders als bei Gartenpflanzen, da sie durch die Gefäße in ihrem Lebensraum eingeschränkt sind und nur begrenzt Wasser speichern können. Daher ist es gerade an heißen Tagen sinnvoll, zweimal zu gießen. Doch Achtung: Bei zu viel Wässern bildet sich schnell Staunässe. Dadurch beginnen die Wurzeln zu faulen und sind nicht mehr in der Lage, neues Wasser aufzunehmen – wodurch die Pflanze schließlich eingeht.
  7. Eine automatische Gartenbewässerung erleichtert die Arbeit.
  8. Beete und Baumscheiben mulchen.

Mit Rindenmulch Wasser sparen

Rindenmulch wird in vielen Gärten eingesetzt, um das Unkrautwachstum zu hemmen. Doch entstehen weitere Vorteile durch eine Mulchschicht im Beet. So wird zum Beispiel die Austrocknung des Bodens vorgebeugt, womit viel Wasser gespart werden kann.

Rindenmulch

Mithilfe von Mulch verdunstet das Wasser weniger und das Beet muss seltener gegossen werden, da die Feuchtigkeit im Boden bleibt. Auf diesem Weg kann der Boden deutlich verbessert werden. Zusätzlich werden Kleinstlebewesen angelockt, die den Rindenmulch nach gewisser Zeit in wertvollen Humus umwandeln und den Boden noch fruchtbarer machen.

Praxistipp: Zusätzlich kann Mulchvlies zur Abdeckung des Beets eingesetzt werden, um das Klima im Beet konstant zu halten und gleichzeitig die Verdunstung zu verringern. Damit wird aber auch der Zugang für Bodenlebewesen verschlossen und der Rindenmulch kann nicht weiterverarbeitet werden. Mulchfolie aus Papier hingegen ist biologisch abbaubar und zersetzt sich innerhalb weniger Monate.

Quelle: selbst ist der Mann 7 / 2011

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