Pflastersteine verlegen

Pflaster verlegen verständlich erklärt: Wie Sie selbst Pflastersteine verlegen und was beim Pflastern zu beachten ist, zeigt Schritt für Schritt unsere Anleitung im Detail!

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Pflaster verfugen
Foto: iStock/welcomia

Pflastersteine verlegen

Pflastersteine verlegen ist kein Hexenwerk – auch wenn es oft so gehandelt wird. Mit den richtigen Informationen, schaffen Sie es, Pflasterflächen selbst zu verlegen.

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Erde abtragen. Eine 40 cm tiefe Tragschicht aus Schotter-Sand-Gemisch (Körnung 0-32) einbauen.

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Tragschicht lagenweise mit einem Flächenrüttler verdichten. Seitliches Gefälle von 2,5 % einhalten (Regenwasser).

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Als Bettungsmaterial für das Pflas­ter kommt auf die Tragschicht 3 bis 5 cm Brechsand (Körnung 0-32 mm).

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Auf der überdachten Fläche wurde gewaschener, spitzkörniger Sand verwendet (keine Ausblühungen).

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Brechsand mit einer Alulatte abziehen. Zur Höhenkontrolle Schnüre spannen oder beidseitig Abzieheisen verlegen.

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Wo zu wenig Bettungsmaterial vorhanden ist, wird nachgefüllt. Nur die Fläche abziehen, die an einem Tag verlegt wird.

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Die Steine an einer Ecke beginnend mit einer Fugenbreite von mindestens 3 mm verlegen: in der Zufahrt im stabilen Fischgrätverband.

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Fugen mit der Fugenkelle ausrichten.

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Die seitlichen Klinker des im Läuferverband verlegten Fußweges werden mit Hilfe einer Aluschiene ausgerichtet.

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Alle seitlichen Begrenzungen mit einer nach oben abgeschrägten Rückenstütze befestigen.

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Darin als optische Randbegrenzung in einem durchlaufenden Band Feldsteine verlegen.

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Sobald ein Teilstück verlegt ist, werden die Fugen mit Brechsand verfüllt und eingeschlämmt.

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Das Dreieck im Übergang des Fußweges zum Haus mit schwarzen Basalt-Mosaiksteinen auspflastern.

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Die trockene Pflasterfläche vom Fugenmaterial reinigen, verdichten und nochmals verfugen.

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Den 2 m großen Pflasterkreis direkt vor dem neuen Carport mit Kreide auf den Klinkern anzeichnen.

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Das Rondell mit ­einem mit speziellen Klinkerscheiben bestückten Trennschleifer ausschneiden.

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Noch festsitzende Klinkersegmente werden mit dem Pflasterhammer abgeschlagen.

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Die Feldsteine brauchen mehr Platz: Überschüssiges Bettungs- und Tragschichtmaterial ausheben.

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Danach wieder Brechsand als Bettung einfüllen und mit dem Handstampfer verdichten.

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Als Umrandung des inneren Natursteinkreises wird eine Lage Pflasterklinker hochkant verlegt.

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Sie sind das Bindeglied zwischen der akkurat verlegten Pflasterfläche und dem Rondell aus naturbelassenen Feldsteinen.

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Beim Verlegen der Feldsteine ist darauf zu achten, dass die Steine an der Oberseite möglichst flach sind. Höhe an das Pflaster angleichen.

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Noch fehlende Teilstücke lassen sich mit dem Trennschleifer passgenau zurechtschneiden.

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Stück für Stück können die auf Maß geschnittenen Teilstücke in die Lücken des Pflasterkreises eingepasst werden.

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Feldsteine verlegen und Brechsand einkehren. Fläche abfegen, verdichten. Erneut Sand einfegen und einschlämmen.

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Der fertige Plasterkreis.

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in der Gesamtfläche ist der Naturkies-Kreis ein hübsches Ornament.

Ob Gartenweg, Terrasse oder Stellplatz – dank einer großen Auswahl an Pflastersteinen und verschiedenen Verlegemustern bieten Pflasterflächen im Garten eine Vielzahl an Gestaltungsmöglichkeiten. Leider haben Pflasterarbeiten jedoch den Ruf, zu komplex für Heimwerker zu sein, weshalb sich viele nicht trauen, Ihrer Kreativität mit dem Verlegen von Pflastersteinen freien Lauf zu lassen. Um mit diesem Mythos ein für alle Mal aufzuräumen, erklären wir Ihnen im Folgenden alles, was Sie wissen müssen, um Pflaster problemlos selbst verlegen zu können.

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Planung der Pflasterarbeiten

Bevor es an die eigentlichen Pflasterarbeiten geht, steht die ausgiebige Planung Ihrer Pflasterfläche an. Die alles entscheidende Frage ist: Wofür soll die gepflasterte Fläche verwendet werden? Möchten Sie eine Terrasse pflastern, so stehen Ihnen nämlich ganz andere Möglichkeiten in puncto Material und Verlegung zu Verfügung, als das bei einer Einfahrt der Fall ist. Außerdem entscheidet die Größe der Fläche natürlich über die Menge benötigten Materials und dementsprechend auch über die Kosten.
Idealerweise fertigen Sie eine Skizze an, mit Hilfe derer Sie die Anzahl der Steine berechnen können. Praxistipp: Bestimmen Sie unbedingt auch die Anzahl der Steine pro Reihe – ansonsten müssen Sie die Pflastersteine nachher womöglich in aufwendiger Handarbeit zuschneiden.

Berücksichtigen Sie bei der Planung außerdem die Fugenbreite – je nach Dicke der Pflastersteine sollten Sie die Steine 3 bis 8 mm voneinander entfernt setzen. Genau wie das Gefälle für die Oberflächenentwässerung, sollten Sie spezielle Wünsche wie eine LED-Beleuchtung oder unter der Pflasterfläche verlaufende Kabel und Rohre bereits in die Planung mit einbeziehen.

Werkzeug und Material zum Pflaster verlegen

Welches Werkzeug Sie zum Verlegen Ihrer Pflastersteine benötigen, hängt maßgeblich von den Gegebenheiten ab. Zur Grundausstattung gehören ein Gummihammer, eine Wasserwaage, Richtschnur, Abziehleiste, Schaufel, ein Besen und eine Rüttelplatte.
Größere Geräte wie die Rüttelplatte können Sie für wenig Geld im Baumarkt mieten – alternativ haben wir hier einen Rüttler für wenig Geld getestet:

Checkliste Werkzeug

  • Abziehlatte

  • Besen

  • Gummihammer

  • Richtschnur

  • Rüttelplatte

  • Schaufel

  • Schubkarre

  • Trennschleifer

  • Wasserwaage

  • Winkelmesser

  • Zollstock

Wie in jedem Handwerk, sollten Sie außerdem auf ausreichenden Arbeitsschutz auf der Baustelle achten – nicht nur Arbeitshandschuhe, auch eine Schutzbrille und eine Staubmaske sowie ein Gehörschutz können beim Pflaster verlegen Sinn machen. Wichtig: Achten Sie bei Pflasterarbeiten unbedingt auf Rücken und Gelenke. Besonders bei Unerfahrenen hinterlassen die Arbeiten sonst womöglich bleibende Schäden.
Ein Minibagger beschleunigt und vereinfacht die Vorbereitungen für die Pflasterarbeiten, ist aber kein Muss.

Neben den Pflastersteinen selbst benötigen Sie außerdem Schotter oder Kies für die untere Tragschicht. Für das Pflasterbett können Sie Sand oder Splitt verwenden. Um starken Unkrautwuchs zu verhindern, kann zwischen der dicken Tragschicht und dem Pflasterbett Unkrautvlies verlegt werden. Zum Füllen der Fugen zwischen den einzelnen Steinen brauchen Sie außerdem Fugensand oder Pflasterfugenmörtel.

Kosten für Pflasterarbeiten

Kosten von Pflasterarbeiten variieren je nach Projekt und verwendetem Material sehr stark. Pflastersteine selbst verlegen kann Ihnen einen Großteil der Kosten sparen – so steht unter Umständen auch ein größeres Budget für hochwertiges Material zu Verfügung.
Die Kosten verteilen sich auf folgende Ausgaben:

  • Die Arbeitskosten: Sowohl mit den vorbereitenden Aufgaben wie dem Aushub und der Herstellung eines geeigneten Untergrunds als auch der eigentlichen Pflasterarbeit können Sie einen Fachbetrieb beauftragen. Das schlägt jedoch teuer zu Buche. Rechnen Sie pro Quadratmeter etwa mit 50 bis 90 Euro, wenn Sie die gesamte Arbeit vom Profi erledigen lassen. Tipp: Wer sparen möchte, sich aber nicht zutraut, das Pflaster zu verlegen, kann mit der selbstständigen Vorbereitung schon etwa 15 bis 30 Euro pro Quadratmeter einsparen.
  • Die Materialkosten: Beim verwendeten Material – insbesondere bei den Pflastersteinen – kommt es zu gewaltigen Preisunterschieden. Kein Wunder, denn die Auswahl an Steinen ist riesig – nicht nur unterschiedliches Material, auch jede Menge Formen und die verschiedensten Farben stehen Ihnen zu Verfügung. Während Betonsteinpflaster schon für etwa 10 bis 20 Euro pro Quadratmeter zu haben ist, können es bei Naturstein schnell mal bis zu 100 Euro sein.

Untergrund vorbereiten: Unterbau und Pflasterbett

Damit die Pflasterfläche allen Belastungen standhält, müssen Sie den Untergrund entsprechend vorbereiten.

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Der Unterbau von befahrbaren Flächen besteht zum Beispiel aus einer 10-30 cm dicken Schicht aus Schotter und Frostschutzkies. Die Schicht Frostschutz ist wichtig, damit sich die Steine bei Minusgraden nicht heben. Ist der Unterbau vorbereitet, müssen Sie ihn mit einem Rüttler verdichten. Anschließend folgt dann das Pflasterbett, das Sie aus Sand, Splitt oder Mörtel anlegen können. Vor der Pflasterung wird die Fläche glatt gezogen. Wichtig ist, dass Sie schon in diesem Schritt daran denken, ein Gefälle von etwa 2-3 cm einzuhalten, damit es später nicht zu Schäden durch Wasser kommt.

Je nach vorhandenem Boden und Nutzung der zu pflasternden Fläche, unterscheidet sich die benötigte Unterbaustärke – hier unsere Empfehlungen:

Pflaster-Unterbau

Pflastersteine verlegen: Anleitung am Beispiel

In unserer Verlegeanleitung machen wir Sie Schritt für Schritt mit den wichtigsten Grundregeln für den Einbau von Pflasterklinkern vertraut. Die Zufahrt zum neuen Carport wurde mit Bockhorner Klinker gepflastert und mit Feldstein aufgelockert. Um spätere Setzungen auszuschließen, wurde als Tragschicht für die Zufahrt ca. 20 cm Brechkorngemisch 0-32 mm eingebaut und verdichtet. Als Bettung im bewitterten Bereich wurde Naturbrechsand der Körnung 0-32 mm in einer Dicke von 3 bis 5 cm verwendet. Brechsand krümelt im trockenen Zustand schon fast auseinander. Daher lässt sich das Material beim Abziehen gut verarbeiten. Im Gegensatz zu Sand ist Brechsand selbst Ameisen zu krümelig, um damit ihre Behausungen zu bauen. Daher bleiben die kleinen Tierchen auf Brechsand gebetteten Pflasterflächen fern. Auf der Fläche unter dem Carport, im nicht bewitterten Bereich, wurde auf Empfehlung der Klinkerexperten aus Bockhorn als Bettungsmaterial gewaschener, spitzkörniger Sand verwendet.

Als Verlegeart für die Carport-Einfahrt wurde der Fischgrät-Verband gewählt, weil die um 45 Grad zur Wegachse versetzten Klinker einen stabilen Verbund bilden. Der mit einem Band aus schwarz-blau-bunten Klinkern davon abgegrenzte Fußweg hingegen wurde im Läuferverband verlegt, um eine optische Spannung in der Gesamtfläche zu erzeugen. Das I-Tüpfelchen der neuen Zufahrt ist ein mit Feldsteinen ausgelegter Pflasterkreis. Als seitlicher Randabschluss dienen im Mörtelbett der Seitenstütze verlegte Feldsteine, die traditionell gut zum reetgedeckten ehemaligen Bauernhaus passen.

Besonderer Klinker für die Pflasterfläche

Der zarte goldorange Farbton der Pflasterklinker erzeugt Wärme auf den ersten Tritt. Für die Fläche von rund 80 Quadratmetern wurde ein Mix aus Bockhorner Bunt (70 Prozent) und Alt-Bockhorner (30 Prozent) im Format 220 x 108 x 52 mm ohne Fase verwendet. Der lebendige Farbton dieser rot-blau-bunten Klinker hat seinen Grund: Im ostfriesischen Bockhorn wird ein gold-gelber Wiesenlehm gewonnen, der dank seiner mineralischen Inhaltsstoffe im Brennprozess für das Farbenspiel sorgt. Die intensive Tönung der Steine, die beim Brennprozess einen 87 m langen Tunnelofen durchwandern, findet bei einer Temperatur von 1200 Grad Celsius in der einen halben Meter langen Hauptbrennzone statt.
Der Bockhorner Klinker ist von hoher Qualität und seine Oberfläche äußerst hart, wie man beim Zuschnitt mit dem Trennschleifer feststellen konnte. Ein Spalten der Klinker mit dem Steinknacker kam daher nicht in Frage. Der Aufwand hat sich gelohnt. Die Fläche ist fachmännisch verlegt. Im Gegensatz zu Bockhorner Bunt ließ sich das Alt-Bockhorner aufgrund der durchaus gewollten Ausformungen mancher Steine nicht ganz so leicht verlegen.

Praxistipp: Pflastersteine beim Verlegen mischen! Für die Pflasterfläche wurden sieben etwa 1,2 Tonnen schwere Paletten mit Hilfe eines Ladekrans über die Hecke hinweg auf der Baustelle abgeladen. Damit die Fläche später einen homogenen Gesamteindruck vermittelt, empfiehlt es sich, die Pflasterklinker unterschiedlicher Paletten vor dem Verlegen zu mischen. Farbabweichungen fallen so überhaupt nicht mehr auf und die Fläche erhält eine gleichmäßig bunt-lebhafte Optik.

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