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Geht auch ganz einfach:

Laub rechen

So schön der Herbst mit seinen bunten Blättern auf den Bäumen auch ist – rieselt das Laub herunter, beginnt der Albtraum für viele Gartenbesitzer: Laub rechen. Wir verraten, mit welchen Tricks und Hilfsmitteln, Sie die mühsame Arbeit schmerzfrei und effizient meistern! 

Laubrechen ist die wohl unliebsamste Gartenarbeit, die im Herbst anfällt – nicht nur, dass es schwierig ist, dabei nicht ins Schwitzen zu kommen, gedankt wird all die Mühe nicht selten auch noch mit starken Rückenschmerzen. Und wenn's ganz übel läuft, ist beim nächsten Windstoß eh alles wieder voll… Warum also das Ganze? Ist Laub rechen wirklich nötig? Und wie kann man sich die lästige Arbeit erleichtern?

 

Warum muss man Laub rechen?

So unangenehm das ständige Zusammenharken der herabfallenden Blätter auch ist, wer sich im nächsten Jahr an einem gepflegten und gesunden Garten erfreuen möchte, kommt nicht daran vorbei. Für Rasenflächen zum Beispiel ist Laub schädlich: Es wird nass und verklebt. Bleibt es den Winter über in großen Mengen liegen, erstickt es das Gras und Pilze sowie Moos haben freie Bahn. Auch Steinböden, wie die Terrasse oder Einfahrt, sollten Sie regelmäßig säubern, denn nasses Laub hinterlässt unschöne und nur schwierig zu entfernende Flecken – vom Sicherheitsaspekt (Rutschgefahr) ganz zu schweigen!
Achtung: Ob Sie das Laub im Garten zusammenrechen, bleibt letztendlich Ihre Entscheidung. Für das Befreien der Geh- und Fußwegen von Laub sind aber in den meisten Gemeinden die Hauseigentümer gesetzlich verpflichtet!

Gartenpflege Laub entsorgen
Hausbesitzer haben Pflicht, Laub zu entsorgen

So lange die Blätter bunt am Baum leuchten, ist der Herbst die wohl schönste Jahreszeit – rieseln die bunten Blätter aber zu Boden, kostet es...

 

Wie recht man Laub am besten? – 5 hilfreiche Tipps

Schweißgebadet mit Rückenschmerzen und den Händen voller Blasen – so muss die Gartenarbeit nicht zwangsläufig enden. Wer statt einfach drauf loszurechen, diese 5 Tipps befolgt, spart jede Menge Zeit und Energie!

  1. Rechen Sie nur trockenes Laub zusammen! Im Herbst ist das oft leichter gesagt als getan, aber ein Blick auf den Wetterbericht lohnt sich allemal! Nasses Laub lässt sich nicht nur viel schwieriger zusammenharken, es verklebt auch Ihre Gartengeräte und macht die ganze Arbeit zu einer Sauerei!
  2. Schützen Sie sich! Beim Laub harken werden oft Sporen aufgewirbelt und eingeatmet, die bei Allergikern tränende Augen, Niesanfälle, Husten und Atemnot hervorrufen können. Menschen mit Schimmelpilz-Allergie sollten deshalb auf den Einsatz von Laubbläsern verzichten und beim Laubrechen eine Atemschutzmaske tragen. Zusätzlich sind passende und hochwertige Gartenhandschuhe ein Muss für alle, die auf schmerzhafte Blasen gut und gerne verzichten können.
  3. Schieben Sie das Laubrechen nicht zu lange auf! Sie denken, Sie sparen Zeit und Energie, wenn Sie einfach abwarten, bis all das Laub von den Bäumen gefallen ist? Falsch gedacht! Wer regelmäßig kleine Mengen an Blättern recht, muss viel weniger Kraft aufwenden. Im Übrigen lassen sich nur so Schäden auf dem Rasen vermeiden, denn das schnell faulende Laub führt schon in kürzester Zeit zu unschönen gelben bis braunen Flecken und Pilzbefall. 
  4. Finden Sie Ihr ideales Werkzeug! Klassische Utensilien wie Harke oder Fächerbesen sind nicht für jeden geeignet. Vielleicht ist in Ihrem Fall ein motorisiertes Gerät wie der Laubsauger- oder bläser die beste Option, vielleicht leistet Ihnen aber auch schon ein zusätzliches Hilfsmittel wie die Laubschaufel Abhilfe. Welche Alternativen es zum klassischen Rechen gibt, erfahren Sie weiter unten im Artikel!
  5. Rechen Sie nur da, wo Sie rechen müssen! Die Blätter, die von den Bäumen in Ihre Beete wehen, können Sie getrost ignorieren. Da sich Ihre Stauden und Sträuche, wie die meisten anderen Pflanzen auch, zeitgleich mit den Bäumen in die Winterruhe verabschieden, bietet das Herbstlaub einen willkommenen zusätzlichen Winterschutz. Zudem dient es kleinen Insekten den Winter über als Rückzugsort. 
 

Womit kann man Laub entfernen?

Zum Entfernen von Herbstlaub kommt heutzutage längst nicht mehr nur der Rechen zum Einsatz. Aber welche Alternativen gibt es und wann lohnt sich eine Anschaffung?

Streit ums Herbstlaub
Laubrechen ist nicht gleich Laubrechen. Nicht nur Material und Qualität, sondern auch die Größe machen große Unterschiede! Foto: Ideal Versicherung / Elenathewise / iStock.com

Laub entfernen mit dem Rechen

Der Klassiker zum Laub beseitigen ist nach wie vor der Laubrechen – besonders im kleinen Garten, aber selbst in großen Gärten lässt sich mit dem Laubbesen zwar nicht ganz mühelos, aber sorgfältig jegliches Laub entfernen. Ein riesiger Vorteil gegenüber anderen Hilfsmitteln ist der günstige Preis, zudem ist die Nutzung aus ökologischer Sicht im Gegensatz zu anderen Werkzeugen unbedenklich. Im Übrigen sorgt nicht nur die Auswahl an Material (Kunststoff, Metall, Holz), sondern auch die der Stiele für eine Bandbreite, die für jeden das passende Modell bereithält.
An einem Gang zum Baumarkt führt also kein Weg vorbei – als erste Orientierung hilft Ihnen der große Laubrechen-Test, in dem wir die vielversprechendsten Modelle auf Herz und Nieren geprüft haben, um den besten Rechen 2021 zu finden:

Test Welcher Laubrechen kann im Test überzeugen?
Test: 16 Laubrechen im Vergleich

Leise, umweltfreundlich betrieben mit Muskelkraft und oft preiswert sind die hier vorgestellten Laub- und Rasenrechen. Schon für gut 15 Euro...

Achten Sie bei einer Neuanschaffung vor allem auf die breite des Rechens. Wird er in einem großen Garten eingesetzt, sollte der Rechen mindestens 50 cm Arbeitsbreite aufweisen, ohne dabei zu schwer zu werden. Ein Laubbesen, der über eine verstellbare Arbeitsbreite verfügt, hat vor allem in Gärten mit schwer erreichbaren Bereichen seine Vorteile. Nicht nur die Zinken, sondern auch der Stiel des Werkzeugs ist ausschlaggebend für die Kaufentscheidung – denn nur mit passendem Stiel verhindern Sie, dass die Gartenarbeit zur Tortur wird, die tagelang anhaltende Rückenschmerzen und von Blasen schmerzende Hände zur Folge hat.

Laub rechen mit dem Rasenmäher

Um Laub von großen Rasenflächen abzukehren, können Sie auch einfach mit dem Rasenmäher drüberfahren – das geht deutlich schneller und müheloser als Laubrechen. Stellen Sie das Mähwerk aber so hoch wie möglich ein, denn meist ist der Rasen bereits in der Vegetationspause, wenn das Laub entfernt wird. Ein so später Schnitt würde den Rasen unnötig stressen – außerdem wollen Sie nur das Laub abharken! Ein weiterer Vorteil dieser methode: Der Rasenmäher sammelt das Laub ein und zerkleinert es zudem auch gleich. So sind die Blätter für ihre Entsorgung – zum Beispiel auf dem Kompost – ideal vorbereitet!

 

Leider hat die bequeme Rasenmäher-Methode aber auch so ihre Nachteile: Erstens ist die nur für das Beseitigen der Blätter vom Rasen geeignet, für Gehwege und Flächen rund ums Haus müssen Sie also weiterhin zu einem anderen Werkzeug greifen. Zweitens sind Sie mit dem Rasenmäher aufgrund seiner Lautstärke an gewisse Zeiten gebunden – gerade in der dunklen Jahreszeit schränkt das viele Hausbesitzer ein, für die der Sonntag ein wertvoller Tag für die Arbeit im Garten ist. Und drittens endet das Zusammentreffen mit dem Mäher für viele kleine Tiere wie Igel und Kröten häufig tödlich. Stellen Sie vorm Mähen also unbedingt sicher, dass sich keine Tiere im Laub eingenistet haben! 

Laub entfernen mit Laubsauger oder Laubbläser

Eine besonders bequeme Alternative ist die Nutzung eines motorisierten Laubbläsers oder -saugers – eine Anschaffung lohnt sich vor allem für Besitzer eines Grundstücks mit großen Flächen. Hier spielt es zum Glück keine Rolle, ob Rasenfläche oder fester Boden – die Geräte eignen sich für jeden Untergrund.

Gartenpflege
Laubsauger & Laubbläser

Fällt in Ihrem Garten viel Herbstlaub an, erleichtern Laubsauger die Arbeit ungemein

Im Gegensatz zum Laubbläser bietet der Laubsauger den Vorteil, nicht nur das Zusammenrechen zu erleichtern. Er sammelt das Laub auch direkt im integrierten Fangsack. Einen Nachteil hat das Ganze jedoch auch: Nicht zu unrecht stehen Laubsauger in der Kritik, kleine Lebewesen – Spinnen, Regenwürmer und anderen Insekten, kleine Igel und Frösche – durch ihren kräftigen Luftsog zu töten. Aus ökologischer Sicht, ist also nicht zum Einsatz eines Laubsaugers zu raten. 
Auch sein Pendant, der Laubbläser schneidet in ökologischer Hinsicht nicht viel besser ab. Wer Rasen von Herbstlaub befreien möchte, muss zu einem leistungsstarken Gerät greifen, dessen Luftstrom schnell mal bis zu 300 km/h erreicht – Insekten haben darin keine Überlebenschance. Zudem wirbeln Laubbläser Feinstaub, Pilzsporen und Tierkot auf – gesundheitsschädigende Partikel, die eingeatmet werden können. 

Wer sich dennoch für den Einsatz eines Laubbläsers oder -saugers entscheidet, muss sich an gewisse Zeitvorgaben halten, da die Geräte nicht nur für Sie, sondern auch Tiere und Nachbarn eine immense Lärmbelästigung darstellen können. Zum eigenen Schutz raten wir Ihnen, einen Hörschutz und bei der Verwendung eines Laubgebläses zusätzlich eine Atemschutzmaske sowie eine Schutzbrille zu tragen. Mittlerweile bieten Hersteller jedoch bereits leise und emmissionsfrei betreibbare Elektro-Alternativen an:

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Akku-Laubsauger

Akku-Laubsauger sind leise und emmissionsfrei, damit sind sie ideal für kleine Gärten

Fotos: Archiv, Thomas Hess, Al-ko

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