Handrasenmäher

Handmäher oder Mähroboter: Was ist besser?

Aus selbst ist der Mann 2/2024

Die Vielfalt bei Rasenmähern war noch nie so groß wie heute – welches Modell passt zu meinem Garten? 

Handmäher oder Mähroboter: Was ist besser?
Elektromäher sind eine preiswerte Lösung für zusammenhängende Flächen. Foto: sidm / MMM
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Sparsam – umweltbewusst – bequem – meditativ – sportlich – welcher Rasenmäh-Typ sind Sie? Dann kommt natürlich auch noch die Größe Ihres Gartens hinzu und ob Sie eher dem Golfrasen-Ideal anhängen oder es auch mal etwas wilder sein darf. Und schieben Sie noch selbst oder lassen Sie lieber mähen?

Während es früher kaum mehr als die Wahl zwischen kabelgebundenem Elektromäher und Benzinantrieb gab, sind die Möglichkeiten, einen Rasen zu kürzen, ziemlich unübersichtlich geworden. Grund genug, einmal die Möglichkeiten und deren Vor- und Nachteile auszuloten.

Arbeitszeiten können bei Mährobotern tagesgenau programmiert werden – dabei sollten Sie Rücksicht auf Tiere nehmen und Dämmerungs- und Nachtzeiten meiden. Denn Blühstreifen am Rand eines gepflegten Rasens sind ein Refugium für Insekten. Schützen Sie nachtaktive Tiere wie Igel, indem Sie Ihren Mähroboter nur am Tag arbeiten lassen – auch Ihre Nachbarn werden es Ihnen danken. Während des automatisierten Mähens sollten sich außerdem keine Kinder oder Haustiere auf dem Rasen aufhalten.

Wollen Sie überhaupt weiter aktiv Rasen mähen? Falls Sie diese Tätigkeit schon immer als öde empfanden, können Sie die Arbeit delegieren – an einen Mähroboter. Die ausgereifte Technik ist inzwischen von praktisch jedem Hersteller erhältlich und für jede Rasengröße zu haben.

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Handrasenmäher und Roboter im Vergleich

Steht gerade der Neukauf eines Rasenmähers bevor? Kaufen Sie nicht einfach die gleiche Technik wieder – vor allem, wenn Sie bislang ein Gerät mit Benzinantrieb genutzt haben. Gerade in den letzten zehn Jahren hat sich die Leistungsfähigkeit von Akku-Rasenmähern vervielfacht – damit steht eine Technik bereit, die nicht nur leiser und umweltschonender ist als der Benzinantrieb, sondern auch praktisch keine Wartung mehr benötigt.

Den höheren Anschaffungspreis können Sie mildern, wenn Sie sich für einen Hersteller entscheiden, aus dessen Sortiment Sie schon zum Beispiel einen Akkuschrauber oder andere Akkugeräte gekauft haben – die Stromspeicher sind dann je nach Leistungsanforderungen auch für den Rasenmäher nutzbar.

Damit ein solches Gerät nicht fast ununterbrochen fahren muss, sollte die vom Hersteller empfohlene Rasengröße am besten mehr oder weniger deutlich unterschritten werden. Die Arbeitsprinzipien ähneln sich: Bei der Installation wird ein Begrenzungsdraht um den zu mähenden Bereich auf dem Rasen verlegt, der dem Roboter als Orientierung dient. Die Geräte arbeiten nach dem Mulchprinzip, sammeln also den Rasenschnitt nicht ein. Geht der Füllstand des Betriebsakkus zur Neige, kehrt das Gerät automatisch zur Ladestation zurück.

Mähroboter stehen inzwischen für jede Rasengröße zur Verfügung. Foto: sidm / MMM

Praxistipp: Praktisch alle derzeit verkauften Mähroboter-Modelle benötigen einen Begrenzungsdraht, der rund um die zu pflegende Rasenfläche mit Kunststoffheringen auf dem Grün befestigt wird und beidseitig mit der Ladestation verbunden ist. Dieser Draht stellt sicher, dass der Roboter den zu mähenden Bereich nicht verlässt, meist wird der Draht von den Geräten auch für die Rückkehr zur Ladestation genutzt. Die Verlegung ist recht einfach und nur zu Beginn einmal erforderlich.

Doch seit Neuestem kommen immer mehr Mähroboter-Modelle auf den Markt, die satellitengesteuert arbeiten und deshalb keinen Begrenzungsdraht mehr benötigen.

Welche Rasenmäher stehen zur Auswahl?

Wenn Sie sich für einen Mähroboter entscheiden, können Sie diesen im Baumarkt oder beim Fachhändler erhalten. Ob Sie diesen im Baumarkt oder beim Fachhändler kaufen, ist Einstellungssache: Wer die Technik selbst kontrollieren will und keine Scheu hat, die Installation in Eigenregie zu übernehmen, kann Geld sparen und wird mit in der Regel sehr guten Installationsanleitungen zum Experten.

Wer auch sein Fahrrad nicht selbst repariert, greift besser auf den Service eines Fachhändlers zurück: Er übernimmt auf Wunsch die Erstinstallation und Programmierung, hilft bei Störungen und bietet sogar die Einlagerung im Winter als Service an. Sie nehmen die Sache lieber weiterhin selbst in die Hand? Auch dann ist die Rasengröße ein wichtiges Kriterium für die Wahl des richtigen Geräts. Neben einem Mähroboter können Sie sich auch für folgende Geräte entscheiden:

  • Spindelmäher: Wenn die Rasenfläche sehr klein ist, sollten Sie über einen rein mechanischen Spindelmäher nachdenken oder auf einen Mäher gleich ganz verzichten – Kleinstflächen können auch mit einem guten Trimmer passabel bearbeitet werden. Dieses Mähverfahren arbeitet aufgrund des Schneidsystems sehr sauber. Die horizontal angeordneten Messer und eine Andruckwalze sorgen für ein Bahnen-Mähbild. 

5 Handrasenmäher im Vergleich - die besten Spindelmäher für einen gepflegten Rasen
Günstig, leise, wartungsarm: Handrasenmäher sind bei Kleinstgärten ideal. Foto: iStock/ RyanJLane

  • Elektromäher: Rasenmäher mit Elektrokabel gibt es ebenfalls noch – sie sind eine preiswerte Alternative auf kleinen, zusammenhängenden Flächen mit wenigen Unterbrechungen. Besonderer Aufmerksamkeit gilt hier der Sicherung und Führung des Anschlusskabels. Eine einfache Handhabung wird mit einem solchen Seitenwechsel-System ermöglicht. 
  • Akkumäher: Im Markt haben Akkumäher mittlerweile einen großen Anteil – zu Recht, denn sie bieten Komfort und haben keine technischen Nachteile gegenüber dem klassischen Benzinantrieb. Auch Akkumodelle werden inzwischen mit großen Schnittbreiten, Mulchfunktion und Antrieb angeboten. Leistungsfähige Akkumäher werden oft mit größeren 36-Volt-Akkus betrieben. Teilweise werden mehrere Akkus mitgeführt oder im Gerät direkt zusammengeschaltet. 
  • Benzin-Mäher: Wie bei jedem Benzinmotor sind regelmäßige Wartungsarbeiten auch beim Benzin-Rasenmäher erforderlich – zum Beispiel der Wechsel von Zündkerze und Motoröl. 
  • Aufsitzmäher: Sollten Sie eine sehr große Rasenfläche besitzen, können Sie auch über den Kauf eines Aufsitzmähers oder Rasentraktors nachdenken – wenn Sie dessen Nutzung lieben.

Wann lohnt sich ein Mähroboter?

Als Alternative zu großen Geräten gibt es Mähroboter, die bis zu mehrere 10.000 Quadratmeter Rasenfläche bearbeiten können – und das leise, ohne Abgas und Zeitaufwand und fast ohne Wartung.

In der gesparten Zeit könnten Sie in Ihrem Garten anderen interessanten Hobbys nachgehen oder ein gutes Buch in der Hängematte genießen. Hier erfahren Sie, wann sich ein Mähroboter lohnt:

  • 80 Quadratmeter: In sehr kleinen Gärten lohnt sich ein klassischer Rasenmäher kaum. Alternativen sind rein mechanische Spindelmäher oder ein Mini-Roboter. 
  • 200 Quadratmeter: Kabelgebundene Elektromäher, kleine Akkumäher oder kleine Mähroboter helfen bei der unkomplizierten Pflege kleinerer Rasenflächen. 
  • 500 Quadratmeter: Zusammenhängende Flächen werden zeitsparend mit größerer Schnittbreite bearbeitet. Neben Akkumähern und Robotern bewähren sich Benzinmäher. 
  • 1.000 Quadratmeter: Große Flächen mähen Sie besonders bequem mit einem kleineren Aufsitzmäher oder Sie lassen einen leistungsfähigen Mähroboter arbeiten. 
  • 2.000 Quadratmeter: Hier eignen sich Mäher mit großer Schnittbreite – ideal sind Aufsitzmäher. Auch hier ist ein Roboter die Alternative. 

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