Rasenroboter-Test 2020 12 Rasenmähroboter im Vergleich

Der Rasenroboter-Test 2020 war bislang der aufwendigste Vergleichstest, den die Redaktion "selbst ist der Mann" gemeinsam mit dem TÜV Rheinland durchgeführt hat.

Test Robotermäher
Foto: sidm / MMM
Inhalt
  1. Die besten Rasenmähroboter 2020 aus unserem Vergleichstest
  2. Welchen Rasenroboter kaufen?
  3. Rasenmähroboter – worauf sollte man achten?
  4. Wie verlegt man Begrenzungskabel für Mähroboter?

Die Prüfer haben zwölf aktuelle Mähroboter auf ihre Praxistauglichkeit getestet. Im direkten Vergleich kristallisierte sich schnell der beste Rasenmähroboter aus dem Testfeld heraus! Auch die Steuerung der Mäher per App war teil des großen Robotermäher-Tests 2020.

Diese Marken haben wir getestet:
  • AL-KO
  • Bosch
  • Gardena
  • Honda
  • Husqvarna
  • Stiga
  • Stihl
  • Wolf Garten
  • Worx

Einmal installieren und dann nicht mehr drum kümmern: Die Versprechen der Rasenroboter-Hersteller (neben den links genannten auch Powerworks, Landxcape/Hornbach, Yardforce/Bauhaus) in die Fähigkeiten von autonom arbeitenden Rasenmährobotern sind weitreichend. Immerhin erfordern die besten Mähroboter im Test tatsächlich kaum Aufmerksamkeit und bedürfen nur ab und zu eines Messerwechsels oder einer Reinigung. Doch vor allem besonders kompakte Rasenroboter und auch einige der preiswerteren Rasenmähroboter mussten wir fast täglich besuchen.

 

Die besten Rasenmähroboter 2020 aus unserem Vergleichstest

Alle Rasenroboter im Test konnten die Rasenfläche unseres Testgartens mit Baumbestand, Beeten und einer knapp zwei Meter breiten Durchfahrt problemlos bearbeiten und erreichten auch die abgelegenen Rasenbereiche hinreichend oft. Allerdings zeigten einige der Rasenmähroboter im Test 2020 deutlich mehr Störungen im Testbetrieb als andere Geräte und auch beim Thema Sicherheit offenbarte der Vergleichstest zum Teil gravierende Mängel.

Robotermäher-Test 2020
Die Prüfer testeten bei jedem Mähroboter, ob die Messer für Kinderarme erreichbar sind. Foto: sidm / MMM

positiv aufgefallen im Rasenroboter-Test

  • Die Testgeräte konnten alle Rasenbereiche regelmäßig erreichen und mähen
  • Flache Hindernisse werden meist überfahren (wie gewünscht)
  • Nur ein Rasenroboter im Test mähte bahnenweise

negativ aufgefallen im Rasenroboter-Test

  • Bei feuchtem Wetter sammelt sich Grasschnitt an den Rädern (Verklebungsgefahr)
  • Der „Kinderprüfarm“ konnte beim Test fast immer ans Messer gelangen
  • Gerade die Erstinstallation kostete bei manchem Mähroboter viel Zeit

Immerhin zehn der zwölf Rasenroboter im Test können per Smartphone-App programmiert und überwacht werden: Fast immer ist eine Registrierung nötig, einige Geräte verlangen auch eine Freigabe von Standortinformationen.

 

Welchen Rasenroboter kaufen?

Wenn Sie mit dem Kauf eines Rasenmähroboters liebäugeln, machen Sie sich die Test-Erfahrung unserer TÜV-Experten zunutze: Viele der Prüfkriterien, die wir unserem Robotermäher-Test 2020 zugrunde gelegt haben, helfen auch Ihnen, sich für den richtigen Mähroboter zu entscheiden:

  • Praxistest: Alle Mäher arbeiteten nacheinander im gleichen Garten und fanden daher nahezu gleiche Testbedingungen vor. Bewertet wurde vor allem, ob alle Rasenbereiche gleichmäßig gepflegt wurden und ob es zu Störungen kommt.
  • Bedienung: Bewertet wurde, wie der Robotermäher direkt am Gerät bedient werden kann und wie gut der Betriebszustand und Fehler zu erkennen sind.
  • Hindernisse: Während des Tests wurden identische Hindernisse (Brett, Spaten) ausgelegt und die Reaktion des Mähers dokumentiert. Außerdem wurde das Verhalten an einer definierten Vertiefung im Rasen beobachtet.
  • Mähen an Steigungen: Alle getesteten Mähroboter konnten an Steigungen von bis zu 16 Grad problemlos mähen.
  • Arbeitsunterbrechung: Was passiert, wenn der Strom ausfällt – was bei Bruch des Begrenzungsdrahts? Wir haben auch getestet, was nach Spannungswiederkehr passiert.
  • Sicherheits-Check: Mit Prüflehren und künstlichen Extremitäten wurde vom TÜV Rheinland überprüft, ob beim Betrieb Menschen oder Tiere gefährdet sind. Ein Restrisiko bleibt bei fast allen Geräten.

Hier eine Auswahl von Rasenmährobotern aus unserem Test:


Name: Al-Ko Robolinho 500i
Gewicht (in kg, ohne Ladestation): 7
Art der Akkuversorgung (Spannung/Kapazität/Typ): 18/2,25/Li-Ion
Größe des Schneidkreises (ca. in cm): 20
Maximale bearbeitbare Rasenflächen (in qm): 500

Test-Fazit: Rundherum gutes Gerät, arbeitet in der Praxis zuverlässig
 

Name: Gardena smart Sileno life
Gewicht (in kg, ohne Ladestation): 8,5
Art der Akkuversorgung (Spannung/Kapazität/Typ): 18/k.A./Li-Ion
Größe des Schneidkreises (ca. in cm): 21
Maximale bearbeitbare Rasenflächen (in qm): 750

Test-Fazit: Rundherum gutes Gerät, arbeitet in der Praxis zuverlässig
 

Name: Stiga Autoclip M5
Gewicht (in kg, ohne Ladestation): 10,5
Art der Akkuversorgung (Spannung/Kapazität/Typ): 25,9/2,5/k.A.
Größe des Schneidkreises (ca. in cm): 25
Maximale bearbeitbare Rasenflächen (in qm): 500

Test-Fazit: Gut im Praxistest, kann zur Gefahr für Kinder und Haustiere werden
 

Name: Stihl RMI 422 PC
Gewicht (in kg, ohne Ladestation): 9,9
Art der Akkuversorgung (Spannung/Kapazität/Typ): 18,5/k.A./Li-Ion
Größe des Schneidkreises (ca. in cm): 25
Maximale bearbeitbare Rasenflächen (in qm): 1700

Test-Fazit: Überzeugender Roboter im Test, komfortabel bedienbar, zuverlässig in der Praxis
 

Name: Wolf-Garten Loopo S 500
Gewicht (in kg, ohne Ladestation): 7
Art der Akkuversorgung (Spannung/Kapazität/Typ): 12/k.A./k.A.
Größe des Schneidkreises (ca. in cm): 18
Maximale bearbeitbare Rasenflächen (in qm): 500

Test-Fazit: Befriedigend im Praxistest, kann zur Gefahr für Kinder und Haustiere werden
 

 

Rasenmähroboter – worauf sollte man achten?

Rasenroboter-Test
Umfang: 8 Seiten
1,99€

Die ausführlichen Test-Ergebnisse haben wir zur besseren Vergleichbarkeit wie gewohnt in einer übersichtlichen Test-Tabelle zusammengefasst. Den aktuellen Rasenroboter-Test 2020 – inkl. aller Wertungen, Noten, Platzierungen und natürlich den Testsiegern – finden Sie hier als Download. So können Sie selbst entscheiden, welcher Rasenroboter zu Ihren Anforderungen passt.

Welche Größe braucht ein Rasenroboter?

Dahinter steckt die Frage: "Welcher Rasenroboter mäht welche Fläche?" Die Rasenroboter im Test sind für Rasenflächen zwischen 400 und 4000 Quadratmetern ausgelegt (laut Herstellerangaben). Das Gros im Testfeld ist für 400-750 qm ausgelegt. Je größer die zu mähende Fläche, desto länger muss der Mähroboter fahren, damit er alle Bereiche mindestens einmal ansteuern kann!

Ab wann lohnt sich ein Mähroboter? Die Antwort pendelt zwischen Wirtschaftlichkeit und Komfort-Gewinn! Gerade im Sommer, wenn der Rasen mindestens einmal in der Woche gemäht werden sollte, kommt einiges an Arbeit zusammen. Da kann es eine große Erleichterung sein, wenn ein Roboter das regelmäßige Rasenmähen übernimmt. Durch ihre Eigenständigkeit sind Mähroboter die perfekte Lösung für Berufstätige und alle, die lieber gärtnern, statt den Rasen zu mähen

Ab wann darf der Rasenroboter raus – wann muss ich ihn einwintern?

Rasenmähroboter gelten immer noch als „wasserscheu“. Aber lediglich Robotermäher älterer Generationen sind nicht wasserdicht. Moderne Mähroboter können theoretisch auch auf nassem Gras fahren. Durch eingebaute Regensensoren ermitteln sie, wann es für sie trocken genug zum Mähen ist und bleiben sonst an ihrer Ladestation.

So können Rasenroboter die ganze Saison fahren: Ab März, wenn das Graswachstum sichtbar einsetzt bis zum ersten Schnee im November! Den Winter sollten Sie den Robotermäher an einem frostfreien, trockenen Ort überwintern. Den Akku, sofern möglich, getrennt lagern!

Begrenzungsdraht für Mähroboter verlegen

Anhand der Begrenzungskabel weiß der Mähroboter zentimetergenau, wo er langfahren darf. Daher sollte die Verlegung der Begrenzungskabel gut geplant und sorgfältig ausgeführt werden. Die Arbeit fällt ja nur einmal an.

 

Wie verlegt man Begrenzungskabel für Mähroboter?

Folgen Sie dieser Verlege-Anleitung für die Begrenzungskabel, damit der Mähroboter störungsfrei die Rasenpflege übernehmen kann:

  • Die Verlegung der Begrenzungskabel beginnt an der Ladestation.
  • Halten Sie die richtigen Abstände zum Rand ein: 35 cm zu festen Wänden (auch Zäunen und Sichtschutzelementen),  30 cm zu Kieswegen und Pflanzbeeten, 10 cm zu gleich hohen, befestigen Flächen (Wege und Terrassen).
  • Wichtig: Verlegen Sie das Begrenzungskabel um Teiche mit einem Abstand von 35 cm – und sichern Sie den Gartenteich zusätzlich mit einer 15 cm hohen Barriere.
  • Mit Erdhaken, die Sie im Abstand von ca. 70 cm in den Boden schlagen, fixieren Sie das Begrenzungskabel dicht am Boden anliegend.
  • Praxistipp: Ein Eingraben des Begrenzungskabels ist in der Regel nur bei stark unebenem Gelände notwendig – andernfalls wird das bündig auf dem Rasen verlegte Kabel in wenigen Monaten von Gras überwachsen.
  • Bei größeren Hindernissen (Spielturm, Sandkasten, Quick-up-Pool, ...) auf dem Rasen sollten Sie das Begrenzungskabel in einer Schleife um das Objekt herumführen, damit der Mäher diesen Bereich ausspart.
  • Wichtig: Das Begrenzungskabel darf sich niemals kreuzen! Der Mährobter wertet das als Störung und bleibt stehen.
  • Führen Sie das Begrenzungskabel zurück zur Ladestation und schließen die beiden Enden per Klemmen an.

Rasenroboter: Wohin mit dem Gras?

Wo bleibt beim Rasenroboter eigentlich der Rasenschnitt? Mähroboter haben keinen Fangkorb für den Rasenschnitt, also was passiert eigentlich mit dem Gras, wenn der Robotermäher die Halme gekürzt hat?

Mähroboter kürzen immer nur die Spitzen der Grashalme. Die feinen, abgeschnittenen Grasspitzen rieseln als Mulch auf die Grasnarbe herab und schützen den Wurzelbereich. Dort kompostiert die Mulchschicht und der Grasschnitt wird zu organischem Dünger, der dem Rasen kontinuierlich Nährstoffe liefert. Damit ist auch die leidige Frage "Wohin mit dem Gras?" endgültig überflüssig: Mit einem Mähroboter müssen Sie nie wieder den Grasschnitt zum Wertstoffhof fahren oder in die Biotonne pressen, bis diese überquillt!

Robotermäher-Test 2020
Foto: sidm / MMM

Wie oft muss man Messer wechseln am Mähroboter?

Wichtig: Damit die Mulchfunktion des Mähroboters optimal arbeitet, ist es wichtig, dass die Mähmesser stets scharf sind. Stumpfe Mähmesser reißen die Halme eher entzwei – das erkennt man leicht an trockenen, grauen Schnittenden am Gras.

Als Daumenregel gilt: Die Klingen am Rasenmähroboter sollten alle ein bis drei Monate ausgewechselt werden. Der tatsächliche Verschleiß der Mähmesser hängt aber sehr davon ab, ...

  • ... wie oft der Robotermäher eingesetzt wird
  • ... wie groß die zu mähende Fläche ist
  • ... wie eben die Fläche ist: Maulwurfhügel, Fremdkörper, etc. beschädigen die Mährobter-Klingen
  • ... wie die Grasnarbe zusammengesetzt ist (sortenreiner Rasen oder viele Unkräuter?)

Quelle: selbst ist der Mann 5 / 2020

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