Gartenteich reinigen

Klare Sicht im Teich statt trüber Tümpel

Er ist ein ganz besonderer Blickfang auf dem eigenen Grundstück und bietet sowohl Pflanzen als auch Tieren einen Lebensraum: Der Gartenteich. Damit sich Mensch und Natur lange an diesem Biotop erfreuen können, empfiehlt sich eine gründliche Teichreinigung im Frühjahr.

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Hier finden Sie praxiserprobte Tipps, wie das kleine Ökosystem im heimischen Garten bestmöglich in Schuss gehalten werden kann.

Putztipps rund um den Gartenteich

Um mit der Reinigung des Gartenteichs zu beginnen, muss zunächst das verschmutzte Teichwasser abgelassen werden – ganz gleich, ob es sich um einen Folienteich oder um eine Teichschale handelt. Das lässt sich am einfachsten mit einer Tauchpumpe erreichen. Die Pumpe sollte am tiefsten Punkt des Teichs platziert werden, da sich hier üblicherweise der meiste Schmutz ansammelt. Es empfiehlt sich, die Pumpe auf eine Steinplatte zu stellen, damit sie im Schlamm nicht absinkt und dadurch die Pumpleistung beeinträchtigt wird. Ist das abgepumpte Wasser nicht zu stark verunreinigt, eignet es sich hervorragend zur Gartenbewässerung oder zur weiteren Aufbewahrung in einer Zisterne oder Regentonne.

  1. Nachdem der Teich geleert ist, geht es dem Schlamm an den Kragen. Grober Schmutz lässt sich am besten mit einer Kehrschaufel aus Plastik vom Teichboden entfernen. Hier ist besonders bei Folienteichen und Teichwannen eine vorsichtige Hand geboten, um die empfindlichen Materialen nicht zu beschädigen.

  2. Danach kommt der Hochdruckreiniger zum Einsatz. Der Teich, Kies und umliegende Steine lassen sich damit im Handumdrehen von Ablagerungen säubern – zum Schutz der Folie bei Folienteichen den weichen Flachstrahl anstelle der Rotordüse nutzen. Besonderes Augenmerk sollte auf die Teichränder gelegt werden, da sich hier viel Schmutz absetzt. Mit der Tauchpumpe wird das (neu entstandene) Schmutzwasser abermals aus dem Teich gepumpt. Übriggebliebenes Wasser und biologische Rückstände wie Laub oder Blütenstaub lassen sich nun mit speziellen Schlamm- oder auch Mehrzwecksaugern einfach beseitigen. Ein Teil der Rückstände darf dabei im Teich verbleiben, um dessen Regenerierung zu unterstützen. Und auch für den abgesaugten Schlamm findet sich eine sinnvolle Weiterverwendung: In getrockneter Form eignet er sich als Dünger für das Blumenbeet.

  3. Besitzer eines Folienteichs oder einer Teichwanne nutzen den freien Blick auf den Boden und prüfen das Material auf Risse und Löcher. Ausbesserungsarbeiten lassen sich jetzt einfach und schnell mit Flicken aus Teichfolie und wasserfestem PVC-Kleber durchführen.

  4. Beim erneuten Befüllen des Teichs ist es wichtig, darauf zu achten, keinesfalls Wasser aus einer Zisterne oder einem Regenauffangbecken zu verwenden: Ablagerungen des Dachs oder Metallrückstände bei Dachrinnen aus Kupfer können Schadstoffe enthalten, welche die Wasserqualität verschlechtern und sich negativ auf Pflanzen und Lebewesen auswirken.

  5. Wer auf natürliche Weise starkes Algenwachstum verhindern möchte, setzt Wasserpflanzen ein, wie die vermehrungsfreudigen Arten Froschbiss oder Krebsscheren. Sie entziehen den Algen ihre Nährstoffgrundlage. Konstante Bewegung des Wassers stört das Algenwachstum zusätzlich und sorgt für genug Sauerstoffzufuhr – ein Springbrunnen wirkt daher nicht nur dekorativ, sondern auch präventiv.

  6. Auch im Jahresverlauf sollte der Teich immer in einem sauberen Zustand gehalten werden. Eingefallenes Laub und tote Pflanzenteile lassen sich mit einem Kescher ohne großen Aufwand aus dem Wasser fischen. Ein über den Teich gespanntes Netz leistet im Herbst gute Dienste zum Schutz vorherabfallenden Blättern umstehender Bäume. Neben der regelmäßigen Reinigung durch den Menschen reguliert sich ein gut angelegtes Gartenbiotop ansonsten meist ganz von selbst.

Expertentipp: Schonende Reinigung für Fischteiche

Tipps zur Teich-Reinigung
Martina Bay, Landschaftsgärtnerin aus Winnenden. Foto: Hersteller / Kärcher

„Ist der Teich mit Fischen besetzt, müssen sie vor der Reinigung behutsam umgesiedelt werden. Hälterungsbecken dienen während der Reinigungsarbeiten als ihre vorübergehende Heimat. Die Behältnisse dabei zu etwa einem Drittel mit eigenem Teichwasser füllen, um für die Fische annähernd gleiche Lebensbedingungen zu schaffen. Auch die Teichpflanzen werden so vor dem Austrocknen geschützt. Um sie zusätzlich zu schonen, das frische Wasser nach der Reinigung nicht zu schnell in den Teich einfüllen. Dadurch passt sich die Temperatur gleichmäßig an und Schwebstoffe setzen sich leichter am Teichgrund ab.“

Quelle: Kärcher

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